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Fehlerkorrektur im Tischtennis

Titel: Fehlerkorrektur im Tischtennis

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2006 , 19 Seiten

Autor:in: Annabelle Senff (Autor:in)

Sport - Bewegungs- und Trainingslehre
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Bedeutung der Fehlerkorrektur im Tischtennis ergibt sich bereits daraus, dass 85 Prozent der Trainerhandlungen aus Maßnahmen zur Beseitigung von Bewegungsfehlern sowie der Bekräftigung des Richtigen in der aktuell vollzogenen Bewegung des Lernenden bestehen. Erfolgt die Vermittlung des Rückschlagspiels Tischtennis in einer spielgemäßen, ganzheitlichen Art und Weise, kommt der Bewegungsanalyse und der Fehlerkorrektur eine andere Rolle im Vergleich zur traditionellen Vermittlung zu. Die Bewegungsbeobachtung (beispielweise bei der Schlagausführung) lässt sich nicht auf ausschließlich auf den Aspekt der Schlägerführung reduzieren. So muss vordergründig eine Analyse der Gesamtkörperbewegung hinsichtlich möglicher Fehlerquellen erfolgen.

Mit dem Anspruch der Praktikabilität im Schulsport sowie der Notwendigkeit zur frühzeitigen Korrektur im Bewegungslernen des Anfängerbereichs begründet es sich logisch, dass der Fokus vorliegender Arbeit auf den Bereich des Grundlagentrainings gerichtet sein wird. In jenem Ausbildungsabschnitt des Nachwuchstrainings soll im Zuge des intendierten langfristigen Leistungsaufbaus die technische Basis gefestigt werden. Schwerpunkt der Ausbildung in den Sportspielen ist die Entwicklung eines breiten koordinativen und konditionellen Grundlagenniveaus sowie einer allgemeinen Spielfähigkeit. In dieser und in der folgenden Zeit reduziert sich bekanntlich die Trainer-Spieler-Interaktion keinesfalls auf eine sachbezogene Ebene.

Ziel der vorliegenden Arbeit soll es sein, die Komplexität der möglichen Fehler und deren Ursachen überblicksartig zu erfassen sowie diesbezügliche Handlungsempfehlungen und Tipps für die praktische Tätigkeit in Schule und Verein zu liefern. Dabei wird die Darstellung des vorliegenden Berichts zunächst vom allgemeinen hin zum speziellen Sportkontext erfolgen, um einen methodisch wohl strukturierten Zugang zur Thematik zu eröffnen. Darüber hinaus visualisiert und veranschaulicht im Anschluss daran zahlreiches eigenes Bildmaterial den inhaltlichen Schwerpunkt der Arbeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Fehler und deren Korrektur in sportlichen Handlungen

3. Fehler im Tischtennissport

3.1. Typisierung von Fehlern

3.2. Skizzierung von Fehlerursachen

4. Fehlerkorrektur im Tischtennis

4.1. Grundregeln zur Korrektur von Fehlern

4.2. Formen der Fehlerkorrektur

5. Praxisbezogene Anwendungsbeispiele

6. Zusammenfassende Schlussbemerkungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der zentralen Bedeutung der Fehlerkorrektur im Tischtennis, insbesondere innerhalb des Grundlagentrainings. Ziel ist es, die Komplexität auftretender Bewegungsfehler sowie deren Ursachen methodisch zu erfassen und praxisorientierte Handlungsempfehlungen für Trainer abzuleiten.

  • Grundlagen der Fehleranalyse und -korrektur im sportlichen Kontext
  • Differenzierung und Typisierung von Fehlern im Tischtennissport
  • Bedeutung der Trainer-Spieler-Interaktion und Sozialkompetenz
  • Methoden und Strategien der direkten sowie indirekten Fehlerkorrektur
  • Praxisnahe Anwendungsbeispiele zur technischen Verbesserung

Auszug aus dem Buch

4.2. Formen der Fehlerkorrektur

Hinsichtlich des Zeitpunktes korrektiver Rückmeldungen sind folgende Methoden nach Friedrich und Blache (1992) zu unterscheiden:

o Spätkorrektur: Sie erfolgt unmittelbar nach der Bewegungsausführung und ist insofern am effektivsten, weil die Bewegung im Gedächtnis des Sportlers noch präsent ist. Friedrich (2003) verweist dabei auf die Wichtigkeit eines zeitlich nahen bzw. unmittelbaren Feedbacks. Dabei sollten max. 5-10 Sekunden bis zur Korrekturanweisung und max. 2 Minuten bis zur anschließenden Bewegungsausführung vergehen.

o Simultan- bzw. Synchronkorrektur: Hierbei gibt der Trainer bereits während der Bewegung kurze und prägnante Anweisungen.

o Vorkorrektur bzw. Vorbeugende Korrektur: Es besteht ferner die Möglichkeit dazu, dass bereits vor der Übungsdurchführung auf den häufigsten Fehler (Hauptfehler) hingewiesen werden kann. Diese Methode ist jedoch „mit Vorsicht zu genießen“ (Phänomen des „rosa Elefanten“ bzw. der „Nicht-Anweisungen“ – durch den expliziten Hinweis auf die Gefahr könnte sich im Zuge einer erhöhten Konzentration darauf genau der gegenteilig intendierte Effekt einstellen und sich insofern die Wahrscheinlichkeit des tatsächlichen Fehlereintritts erhöhen)!

o [Kontrastkorrektur: Hierbei wird die falsche Ausführung der richtigen (Leitbild) gegenübergestellt. Jene Methode ist jedoch mit noch größerer „Vorsicht zu genießen“ – vgl. dazu die Phänomene bei vorbeugenden Korrekturen.]

Wohlgefahrt (2004) unterscheidet zudem die Korrekturmaßnahmen in indirekte und direkte: Indirekte Handlungen zielen diesbezüglich auf die Verbesserung der Leistungsvoraussetzungen ab, wodurch jene fehlervermeidenden Lernbedingungen geschaffen werden sollen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Einleitung in die Bedeutung der Fehlerkorrektur im Grundlagentraining des Tischtennissports.

2. Fehler und deren Korrektur in sportlichen Handlungen: Theoretische Herleitung des Fehlerbegriffs und der kommunikativen Rückkopplung zwischen Trainer und Sportler.

3. Fehler im Tischtennissport: Einordnung technischer Fehler in den spezifischen Tischtenniskontext sowie systematische Analyse von Fehlerarten und Ursachen.

4. Fehlerkorrektur im Tischtennis: Darstellung konkreter didaktischer Grundregeln und methodischer Formen der Korrektur.

5. Praxisbezogene Anwendungsbeispiele: Tabellarische Aufbereitung typischer Fehler, deren Ursachen und gezielter Korrekturmaßnahmen.

6. Zusammenfassende Schlussbemerkungen: Synthese der Erkenntnisse zur Bedeutung des Feedbacks und individueller Anpassung der Lehrmethoden.

Schlüsselwörter

Tischtennis, Fehlerkorrektur, Grundlagentraining, Bewegungsanalyse, Techniktraining, Trainer-Spieler-Interaktion, Feedback, Sportdidaktik, Fehlerursachen, Bewegungslehre, Sozialkompetenz, Sportpraxis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Fehlerkorrektur im Tischtennissport mit einem Fokus auf das Grundlagentraining.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind Bewegungsanalyse, Fehlerursachen, didaktische Prinzipien der Korrektur und die Bedeutung der Kommunikation im Training.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Trainern einen Überblick über die Komplexität der Fehlerkorrektur zu geben und praktische Handlungsempfehlungen anzubieten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse bestehender sportwissenschaftlicher Fachliteratur zur Trainingslehre und Bewegungsanalyse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Typisierung von Fehlern, die Analyse von Ursachen und die methodische Umsetzung der Fehlerkorrektur durch den Trainer.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Fehlerkorrektur, Grundlagentraining, Bewegungslehre und Sportdidaktik charakterisiert.

Warum ist die Sozialkompetenz des Trainers so entscheidend?

Die Arbeit verdeutlicht, dass Trainer oft an mangelnder Sozialkompetenz scheitern, da fachliche Richtigkeit allein nicht ausreicht; pädagogisches Fingerspitzengefühl ist für den Lernerfolg essenziell.

Was besagt das Modell des „Technikkanals“?

Das Modell visualisiert, dass Abweichungen in den Randphasen einer Bewegung (Aushol- oder Ausschwungphase) tolerierbar sein können, während der Schläger-Ball-Treffpunkt präzise sein muss.

Wann ist eine „Vorkorrektur“ kritisch zu betrachten?

Die Vorkorrektur ist riskant, da sie den Fokus auf den Fehler lenkt und dadurch unbewusst den „Nicht-Effekt“ oder das „rosa Elefant“-Phänomen auslösen kann, das den Fehler erst provoziert.

Warum wird im Grundlagentraining empfohlen, „von unten nach oben“ zu korrigieren?

Dies entspricht dem natürlichen Bewegungsablauf: Die Ausgangsstellung und die Vorbereitung bilden die Basis für einen korrekten Schlagausführung und sollten daher zuerst stabilisiert werden.

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Details

Titel
Fehlerkorrektur im Tischtennis
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Sportwissenschaft)
Veranstaltung
Schwerpunktfach Tischtennis
Autor
Annabelle Senff (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
19
Katalognummer
V172878
ISBN (eBook)
9783640932726
ISBN (Buch)
9783640933099
Sprache
Deutsch
Schlagworte
fehlerkorrektur tischtennis
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Annabelle Senff (Autor:in), 2006, Fehlerkorrektur im Tischtennis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172878
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Leseprobe aus  19  Seiten
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