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Nato-Doppelbeschluss und Afghanistan-Einmarsch - Die Gefahr einer neuen „Eiszeit“

Title: Nato-Doppelbeschluss und Afghanistan-Einmarsch - Die Gefahr einer neuen „Eiszeit“

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 21 Pages , Grade: 1

Autor:in: Anna Kiesbauer (Author)

History of Germany - Postwar Period, Cold War
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Summary Excerpt Details

In der vorliegenden Arbeit möchte ich die sogenannte „Eiszeit“ anhand der
beiden dramatischsten Ereignisse dieser Periode charakterisieren. Der
NATO-Doppelbeschluss und der Afghanistan-Einmarsch von 1979
illustrieren die typische Denkweise dieser Zeit und die Folgen zahlreicher,
oftmals nur von Kleinigkeiten verursachter Missverständnisse und
Fehlinterpretationen. Denn hierbei handelt es sich um das Taktieren zweier
Blöcke, denen einerseits eine völlig unterschiedliche Weltauffassung
zugrunde liegt, von der sie meinen, diese in der Welt durchsetzen zu
müssen, und die andererseits im „Gegner“ den ausschließlichen
Imperialisten und „Bedroher“ sehen. Dabei legen sie fälschlicherweise
eigene Verständnismuster an, wenn sie sich in die gegnerische Partei
hineinversetzen. Deutlich wird dieses v.a. an den Reaktionen beider Seiten
auf die Ereignisse des Dezembers 1979. Im Zeitraum von ca. 19791 bis 1985 brach die Gefahr einer neuen „Eiszeit“
an. Diese Periode wird auch „Zweiter Kalter Krieg“ genannt. Die
Eckpunkte werden durch die Ereignisse im Dezember 79 markiert und
durch die Amtsübernahme Gorbatschows zum Generalsekretär der KPdSU
1985.
Im Brennpunkt steht die Frage des militärischen Gleichgewichts, daher
gebe ich im folgenden einen kurzen Überblick über den Stand der
Rüstung.:
In den 50er Jahren wies die SU eine Überlegenheit bei den konventionellen
Streitkräften auf; die USA zeigte eine Überlegenheit im Bereich der
Nuklearkräfte. Dadurch lag ein relativer Ausgleich vor, denn ein Krieg ist
weder nur mit konventionellen Streitkräften noch mit ausschließlich
Nuklearwaffen zu gewinnen; darüber waren sich beide Blöcke einig. In den
60er Jahren holte die SU auf, im Bereich der Nuklearwaffen. Die USA
musste dringend ihre eigene konventionelle Schwäche beseitigen, und
rüstete auf. Während die SU über ca. 600 nukleare Mittelstreckenwaffen
verfügte, hatte die USA so gut wie keine Mittelstreckenwaffen, dafür aber eine Überlegenheit bei den Interkontinentalraketen. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. ) Einleitung

II.) Der historische Kontext

III.) Der NATO-Doppelbeschluss

1.) Der Inhalt des Kommuniqués der Sondersitzung der Außen-und Verteidigungsminister der NATO

2.) Wie reagierte die UdSSR auf den NATO-Doppelbeschluss?

3.) Die besondere Rolle Deutschlands

IV.) Der Afghanistan-Einmarsch

1.) Das Geschehen

2.) Wie reagierte der Westen auf den Einmarsch?

2.1.) Die USA

2.2.) Das Verhalten der übrigen Bündnispartner

2.3) Deutschlands Haltung

V.) Schluss

VI.) Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die sogenannte „Eiszeit“ des Kalten Krieges, wobei der Fokus auf den Auswirkungen des NATO-Doppelbeschlusses und des Einmarsches in Afghanistan im Jahr 1979 liegt. Es wird untersucht, wie unterschiedliche Weltauffassungen und gegenseitige Fehlinterpretationen die politische Lage zwischen den Machtblöcken verschärften und welche Rolle die Bundesrepublik Deutschland in diesem diplomatischen Ringen spielte.

  • Charakterisierung der Phase des „Zweiten Kalten Krieges“
  • Militärstrategische Logik des NATO-Doppelbeschlusses
  • Die sowjetische Reaktion auf westliche Rüstungsentscheidungen
  • Reaktionen des Westens und insbesondere der USA auf den Afghanistan-Einmarsch
  • Helmut Schmidts Bemühungen zur Friedensstabilisierung und Entspannungspolitik

Auszug aus dem Buch

Die besondere Rolle Deutschlands

Da im Rahmen des Seminars Deutschland in den Mittelpunkt des Kalten Kriegs gestellt wurde, und Helmut Schmidt eine besondere Rolle im Ringen um den Doppelbeschluss zugute kommt, möchte ich diesen Aspekt nicht außen vorlassen.

Eindeutiges Ziel Schmidts Außenpolitik ist die Kriegsverhinderung und Friedensstabilisierung in Europa. Im Hinblick auf die geostrategische Lage der BRD reichte seiner Meinung nach eine Politik des Gleichgewichts allein nicht aus, er forderte die Ergänzung durch die Entspannungspolitik als zweiten Pfeiler. Im Laufe seiner Kanzlerschaft wurde die Rüstungskontrolle immer mehr zur Voraussetzung politischer Annäherung, da deutlicher wurde, dass ohne eine Beschränkung der militärischen Bedrohung die Entspannungspolitik scheitern würde. Schmidt suchte nach einem gemeinsamen Bindeglied, das ihn und seine osteuropäischen Parteiführer verband. Dieses fand er in den Kriegserfahrungen, die einen gemeinsamen Erfahrungshorizont darstellten und gleichzeitig zu einer moralischen Verpflichtung führten, einen Krieg in Europa unbedingt zu verhindern.

Zusammenfassung der Kapitel

I.) Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der „Eiszeit“ ein und stellt den NATO-Doppelbeschluss sowie den Afghanistan-Einmarsch als zentrale Fallbeispiele für die Fehlwahrnehmungen der Blöcke dar.

II.) Der historische Kontext: Dieses Kapitel skizziert die Phase zwischen 1979 und 1985, unter besonderer Berücksichtigung des militärischen Gleichgewichts und der Rüstungspolitik der Supermächte.

III.) Der NATO-Doppelbeschluss: Hier wird die Logik des NATO-Doppelbeschlusses als Antwort auf die SS-20-Bedrohung sowie die ablehnende Reaktion der Sowjetunion detailliert beleuchtet.

IV.) Der Afghanistan-Einmarsch: Dieses Kapitel beschreibt den sowjetischen Einmarsch, die Reaktion des Westens unter der Carter-Administration und die spezifische außenpolitische Haltung der Bundesrepublik.

V.) Schluss: Der Schluss fasst die Bemühungen Helmut Schmidts zusammen, trotz verhärteter Fronten und internationaler Spannungen den Dialog zwischen den Supermächten aufrechtzuerhalten.

Schlüsselwörter

Kalter Krieg, NATO-Doppelbeschluss, Afghanistan-Einmarsch, Helmut Schmidt, Entspannungspolitik, Wettrüsten, SS-20, USA, UdSSR, Friedenssicherung, Nuklearabrüstung, SALT-II, Rüstungskontrolle, Ost-West-Konflikt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Eskalation des Kalten Krieges Ende der 1970er Jahre, insbesondere die Auswirkungen von NATO-Aufrüstung und sowjetischer Intervention in Afghanistan.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit konzentriert sich auf die militärische Abschreckungsstrategie, die Entspannungspolitik der Bundesrepublik und die wechselseitigen Misstrauensverhältnisse zwischen dem Ost- und Westblock.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie politisches Taktieren und Fehlinterpretationen zwischen den Blöcken zu einer gefährlichen Verschärfung der internationalen Lage führten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung historischer Quellen, Monographien und fachwissenschaftlicher Literatur zur Ära des Kalten Krieges.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert den NATO-Doppelbeschluss, die Reaktion der UdSSR darauf sowie die internationale Reaktion auf den Einmarsch in Afghanistan unter Einbeziehung der deutschen Perspektive.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kalter Krieg, NATO-Doppelbeschluss, Entspannungspolitik, Rüstungswettlauf und internationale Diplomatie.

Welche Rolle spielte Helmut Schmidt in der Krise?

Helmut Schmidt versuchte als Kanzler, den Dialog zwischen den USA und der UdSSR zu fördern und die Entspannungspolitik trotz zunehmender Spannungen als sicherheitspolitische Säule zu bewahren.

Wie bewertet die Arbeit die sowjetische Sichtweise auf den Doppelbeschluss?

Die Arbeit legt dar, dass die UdSSR den NATO-Doppelbeschluss als gezielte Bedrohung und Versuch der Einkreisung wahrnahm, was durch die Stationierung amerikanischer Mittelstreckenraketen in Europa begründet wurde.

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Details

Title
Nato-Doppelbeschluss und Afghanistan-Einmarsch - Die Gefahr einer neuen „Eiszeit“
College
University of Rostock  (Historisches Institut)
Course
Hs: Deutschland und der „Kalte Krieg“ 1941-1990.
Grade
1
Author
Anna Kiesbauer (Author)
Publication Year
2002
Pages
21
Catalog Number
V17289
ISBN (eBook)
9783638218955
Language
German
Tags
Nato-Doppelbeschluss Afghanistan-Einmarsch Gefahr Deutschland Krieg“
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anna Kiesbauer (Author), 2002, Nato-Doppelbeschluss und Afghanistan-Einmarsch - Die Gefahr einer neuen „Eiszeit“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17289
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