Make-or-buy-Entscheidung und die richtige Lieferantenauswahl nach betriebswirtschaftlichen Methoden


Projektarbeit, 2011
34 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Vorstellung des Unternehmens
2.1 Ziele des Unternehmens
2.2 Organigramm
2.3 Mitarbeiter
2.4 Mitarbeiter Entwicklung von 1997-2010 grafisch dargestellt
2.5 Umsatz Entwicklung

3 Problemstellung
3.1 Vorgehensweise

4 Zielsetzung

5 Technische Beschreibung des Punktschweißens
5.1 Prinzip des Widerstandschweißprozesses
5.2 Mögliche Ursachen für schlechte Schweißungen
5.3 Sicherheitshinweise

6 Produkt-Vorstellung
6.1 Produkt
6.2 Produkt
6.3 Produkt

7 Make-or-buy Berechnung
7.1 Rechnung nach absoluten Deckungsbeitrag
7.2 Rechnung nach relativen Deckungsbeitrag
7.3 Break-evan-Point Berechnung

8 Lieferantenauswahl und Vorgehensweise
8.1 Angebote der Lieferanten
8.2 Entfernungsangabe der Lieferanten
8.3 Quantitativer Angebotsvergleich
8.4 Qualitativer Angebotsvergleich
8.5 Nutzwertanalyse

9 Vor- und Nachteile bei Make-or-buy
9.1 Beachtung bei Make-or-buy

10 Alternativen

11 Empfehlung

Inhaltsverzeichnis

Verzeichnis der Abkürzungen

Verzeichnis der Abbildungen

Quellenangaben

Anhang

1 Einleitung

Lage der Automobilzulieferindustrie

Die Automobilzulieferindustrie ist einem extrem hohen Druck von verschiedenen Seiten ausgesetzt. Die Einflussfaktoren reichen vom härter werdenden globalen Wettbewerb, Kosten- und Preisdruck der Hersteller, Anstieg der Materialpreise bis hin zum Verhalten von Banken und Finanzinvestoren. Die Folgen sind:

- Die Konzentrationsprozesse beschleunigen sich. In den kommenden Jahren wird die Zahl der Zulieferbetriebe in Deutschland hauptsächlich aufgrund fehlender Finanzmittel weiter sinken. Nach Studie von der Frauenhofer Gesellschaft und Mercer wird diese Zahl bis 2015 um die Hälfte zurückgehen.
- Zulieferer mit einem Umsatzvolumen von 40 bis 100 Mio. Euro sind am stärksten von Rückgang des Rohertrags und der Umsatzrendite betroffen. Und dies bereits über mehrere Jahre. Die Gewinner waren dagegen Zulieferer mit einem Umsatzvolumen von 100 bis 500 Mio. Euro (IKB-Analyse).
- Insolvenzen nehmen spürbar zu.

Insbesondere führt der massive Preisdruck dazu, dass Entwicklungsbudgets bei Zulieferern heruntergefahren werden und sich das Innovationstempo verlangsamt. Zudem führt diese Preisdrückerei nach aller Erfahrung zu sinkender Qualität. Die steigende Zahl der Rückrufaktionen sind unter anderem ein Indiz dafür.

www.wikipedia.org

2 Vorstellung des Unternehmens

Bei diesem Unternehmen handelt es sich um einen mittelständischen Betrieb mit 58 Mitarbeitern und drei Auszubildende. Das Unternehmen XXX - GmbH wurde 1997 in Bremen, als eine Schweißerei mit 3 Mitarbeitern gegründet. Im Laufe der Jahre expandierte das Unternehmen rasant und entwickelte sich zu einem Unternehmen der Automobilzulieferindustrie.

Durch die positive Unternehmensentwicklung suchte das Unternehmen einen neuen idealen Standort für die Produktion und verlagerte seinen Sitzt im Jahr 2001 nach Niedersachsen. Dort investierte das Unternehmen in ein Gewerbegrundstück von 12000 qm, mit direkter Autobahnanbindung und errichtete dort eine moderne 2500 qm große Schweiß-Produktionshalle und eine ca.1500 qm große Lagerhalle. 2010 wurde das Unternehmen nach ISO 9001 zertifiziert.

Das Unternehmen wurde 2007 neu organisiert. Vor 2007 hatte das Unternehmen hauptsächlich Punk.- und MAG-Schweißbauteile für die Automobilindustrie gefertigt. Durch die große Konkurrenz und den ständigen Preisverfall auf dem Markt, spezialisierte sich das Unternehmen rechtzeitig auf moderne Laser, sowie sämtliche neue Alu-Schweißverfahren erfolgreich. Dadurch konnte sogar in dem Jahr der Weltwirtschaftskrise das Unternehmen seinen positiven Umsatz-Zahlen halten.

2.1 Ziele des Unternehmens

Das Unternehmen, will sein Aufgabengebiet erweitern, expandieren und sich auf den Gebiet Aluminium-Schweißen spezialisieren. Das Unternehmen hat sich mehrere Ziele zum Jahr 2014 gesetzt. Eins von den Zielen ist es zu den Besten in Deutschland mit der besten Qualität im ALU-Schweißfertigung zu gehören. Um die Wirtschaftlichkeit aller Abteilungen zu gewährleisten, soll jedes Jahr in allen Abteilungen eine Experten- Wertanalyse durchgeführt werden und ein ständiges KVP betrieben werden. Unwirtschaftliche Abteilungen müssen innerhalb von Zwei Jahren durch KVP und Rationalisierungsmaßnahmen, wieder Gewinne erwirtschaften. Ansonsten wird in die Abteilung nicht mehr investiert.

Das Unternehmen verfolgt durch diese Maßnahme folgende Ziele: monetäre Ziele

- Erhöhung des Unternehmensgewinnes
- Erhöhung der Liquidität
- Kostenminimierung

nicht monetäre Ziele

- Sichere Arbeitsplätze für alle Mitarbeiter
- Wettbewerbsfähigkeit
- Langfristige Sicherung der Unternehmensexistenz
- Verbesserung der Qualität

Leitspruch des Unternehmens: “ Nur 100% Top Ware, wird ausgeliefert “

2.2 Organigramm

Stabsliniensystem: Erstellt Karel Müller

Die Organisation wurde ab 2007 von einem Einliniensystem auf ein Stabsliniensystem erweitert. Seitdem stehen der Geschäftsleitung zwei Unternehmensberater zur Verfügung die das Unternehmen in Marketing und Rechtsfragen beraten.

2.3 Mitarbeiter

Zum Unternehmen gehören neben der Geschäftsleitung, mittlerweile 58 sehr gut ausgebildete Mitarbeiter und drei Auszubildende. Zwei Unternehmensberater in Recht und Marketing, ein Meister der die Produktion leitet mit drei Vorarbeitern. Inklusive der Vorarbeiter arbeiten in der ALU-Schweißerei sechzehn Mitarbeiter. In der MAG-Schweißerei sind inklusive der Vorarbeiter, zwölf Mitarbeiter beschäftigt und in der Punkterei arbeiten zwei Mitarbeiter inklusive eines Vorarbeiters. Gelegentlich Arbeiten auch Leiharbeitskräfte als Urlaubsvertretung in der Punkterei. Die Abteilung Transport und Lagerverwaltung, wird von einen Lagermeister geleitet. Zusätzlich sind in der Abteilung zwei Auszubildende. In der Logistik arbeiten inklusive eines Vorarbeiters, fünf Mitarbeiter und im Lager inklusive eines Vorarbeiters zehn Mitarbeiter. Die Buchhaltung wird von einen Technischen Betriebswirt geleitet, dem acht Sachbearbeiter/innen und eine Auszubildende unterstellt sind.

Das Unternehmen bildet drei Ausbildungsberufe aus.

1. Industriekaufmann/-frau: Kalkulieren ist eine der wichtigsten Tätigkeiten der Industriekaufleute. Sie sind nämlich z. B. dafür verantwortlich, dass ihre Firma sich bei der Ausarbeitung von Angeboten nicht verrechnet. Aber dieser vielseitige Beruf umfasst noch viel mehr: Von der Materialbeschaffung bis hin zum Verkauf sind die Industriekaufleute verwalterisch, rechnend und planend am Werk. Sie unterstützen sämtliche Unternehmensprozesse aus betriebswirtschaftlicher Sicht von der Auftragsanbahnung bis zum Kundenservice nach der Auftragsrealisierung

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

2. Fachlagerist/-in: Arbeiten im Team, kundenorientiertes Ausführen von Arbeitsaufträgen,

Qualitätssicherung, Informations- und Kommunikationstechniken sowie das Anwenden fremdsprachiger Fachausdrücke. Da in beiden Berufen sehr ähnliche Qualifikationen vermittelt werden, kann nach dem Abschluss als Fachlagerist/-in die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik fortgesetzt werden.

Ausbildungsdauer: 2 Jahre

3. Fachkraft für Lagerlogistik: Soll die gestiegenen logistischen Anforderungen vor allem in der Disposition verdeutlichen. Die Fachkräfte sind in Industrie-, Handels- und Speditionsbetrieben sowie bei weiteren logistischen Dienstleistern tätig. Ihre Arbeitsaufgaben beinhalten alle Tätigkeiten der Lagerlogistik.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

2.4 Mitarbeiter Entwicklung von 1997 - 2010 grafisch dargestellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

In allen Abteilungen stieg die Mitarbeiteranzahl an. In der Abteilung der Punkterei sank die Mitarbeiteranzahl von den Höchststand in 2002 von 12 Mitarbeiter auf 2 Mitarbeiter im Jahr 2010.

2.5 Umsatz Entwicklung

Der Gesamtumsatz entwickelte sich von 250.000 Euro im Jahr 1997 auf 12.000.000 Mio. Euro im Jahr 2010. In den Anfangsphasen machte das Unternehmen den größten Umsatz mit der Punkterei und der MAG- Schweißerei. Ab 2001 kam die ALU-Schweißerei(Question-Marks) dazu, die kaum relevant für den Gesamtumsatz war. Im Laufe der Jahre entwickelte sich die SGE Punkterei von Star-Produkt zum Poor Dogs- Produkt. Durch die große Konkurrenz und den ständigen Preisverfall auf diesen Markt brach der Umsatz in der Punkterei stark ein. Die Abteilung konnte nur durch starke Rationalisierungsmaßnahmen, weiterhin wirtschaftlich Arbeiten.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3 Problemstellung

Das Unternehmen kann einen neuen Auftrag für die Punkterei bekommen. Aus Kapazitätsgründen kann die Punkterei diesen Auftrag aber nicht ableisten. Trotzdem ist dieser Auftrag sehr wichtig, weil es sich um ein neuen großen namenhaften Kunden aus der Automobilindustrie handelt. Dieser Auftrag steht im Zielkonflikt zu den Unternehmenszielen, denn in die Stahl-Punkterei, soll nichts mehr investiert werden und auf längerer Sich will man sich sogar ganz aus diesen Segment raus ziehen. Zusätzlich lässt sich auch kein großer Gewinn mit diesen Auftrag realisieren. Das Unternehmen verfolgt aber das Ziel den Unternehmensgewinn zu steigern.

Man erhofft sich mit dem Auftrag, den Einstieg bei diesen namenhaften Autohersteller und eventuelle lukrativere Folgeaufträge für die anderen Abteilungen MAG- und ALU-Schweißerei zu bekommen. Zusätzlich könnte unser Image durch die Zusammenarbeit mit dem Hersteller steigen und weitere Aufträge mit sich bringen.

Nach zahlreichen Besprechungen und Kreativlösungen, wie z.B Brainstorming, ist man zu dem Entschluss gekommen, dass es für das Unternehmen am sinnvollsten wäre, den Auftrag anzunehmen und über eine Make-or-Buy Strategie nachzudenken und ein Produkt aus der Punkterei inklusive des neuen Produktes Fremd- oder Eigenfertigen zu lassen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten

Details

Titel
Make-or-buy-Entscheidung und die richtige Lieferantenauswahl nach betriebswirtschaftlichen Methoden
Autor
Jahr
2011
Seiten
34
Katalognummer
V173017
ISBN (eBook)
9783640931347
ISBN (Buch)
9783640931453
Dateigröße
2025 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Betriebswirt, Technischer Betriebswirt, Projektarbeit, Karel Müller, Betriebswirtschaftslehre
Arbeit zitieren
Karel Müller (Autor), 2011, Make-or-buy-Entscheidung und die richtige Lieferantenauswahl nach betriebswirtschaftlichen Methoden, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/173017

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