Privatkreditplattformen als Finanzierungsmodell für Kleinunternehmen - Eine kritische Analyse der Möglichkeiten und Grenzen


Diplomarbeit, 2011
99 Seiten, Note: 2,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

Abkürungsverzeichnis

Symbolverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Verzeichnis der Anlagen im Anhang

1. Einleitung
1.1. Problemstellung und Motivation
1.2. Gang der Untersuchung

2. Begriffliche Abgrenzung des Kleinunternehmers

3. Finanzierungsmöglichkeiten für Kleinunternehmen und Finanzierungssituation
3.1. Vorbemerkungen und Definition der Fristigkeiten
3.2. Instrumente zur kurzfristigen Fremdfinanzierung
3.2.1. Die kurzfristige Fremdfinanzierung über Banken
3.2.2. Die kurzfristige Fremdfinanzierung unter Ausschluss der Banken
3.3. Instrumente zur langfristigen Fremdfinanzierung
3.3.1. Die langfristige Fremdfinanzierung über Banken
3.3.2. Die langfristige Fremdfinanzierung unter Ausschluss der Banken

4. Bedeutung und Problematik der Finanzierung über Bankkredite für Kleinunternehmen
4.1. Die Bedeutung der Finanzierung über die Hausbank
4.2. Die Prüfung der Kreditwürdigkeit im weiteren Sinn
4.3. Die Auswirkungen von Basel II, der Wirtschafts- und Finanzkrise und Basel III auf die Kreditvergabe für Kleinunternehmen
4.4. Zwischenfazit: Die Kreditfinanzierung, insbesondere über Banken, ist für Kleinunternehmen oft problematisch

5. Begriffliche Abgrenzung und Einordnung des Privatkredits
5.1. Definition Privatkredit und Privatkreditplattformen
5.2. Abgrenzung des P2P Lendings von anderen Formen des Online Lendings
5.3. Einordnung des Privatkredits nach verschiedenen betriebswirtschaftlichen Kriterien

6. Verschiedene Privatkreditplattformen und ihre Funktionsweisen
6.1. Funktionsweise des P2P Lendings allgemein
6.2. Funktionsweise am Beispiel von Smava
6.3. Funktionsweise am Beispiel von Auxmoney
6.4. Die Kreditwürdigkeitsprüfung der Privatkreditplattformen
6.4.1. Die Kreditwürdigkeitsprüfung bei Smava
6.4.2. Die Kreditwürdigkeitsprüfung bei AUXMONEY
6.5. Internationale Portale und deren wichtigste Charakteristika
6.6. Die Nutzer der Privatkreditplattformen
6.6.1. Die Kreditnehmer
6.6.2. Die Kreditgeber
6.7. Vor- und Nachteile der Kreditaufnahme über Privatkreditplattformen für Kleinunternehmer

7. Risiken und Sicherheiten
7.1. Anwendung der Principal-Agent-Theorie auf die Kreditvergabe über Privatkreditplattformen
7.2. Mittel zur Begegnung von Kreditrisiken bei der Kreditvergabe über Privatkreditplattformen

8. Fazit

Anhang

Literaturverzeichnis

Verzeichnis der Gesprächspartner

Abkürungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Symbolverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Finanzierungsquellen deutscher Existenzgründer

Abbildung 2: Systematische Darstellung der Unterteilung der Kreditwürdigkeit im weiteren Sinn

Abbildung 3: Vertragliche Beziehungen bei SMAVA

Abbildung 4: Finanzierte Kreditprojekte bei SMAVA nach der Bonität des Kreditnehmers

Abbildung 5: Regionale Verteilung der Kreditnehmer bei Smava in Deutschland

Abbildung 6: Verteilung der Kreditprojekte bei Auxmoney nach dem Verwendungszweck

Abbildung 7: Übersicht über die Verwendungszwecke der Kredite bei Lending Club51

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: SCHUFA- Score für Spezialkreditinstitute - Ratingstufe, Punktzahl, Ausfallrisiko

Tabelle 2: KDF- Indikator und Prozentsatz des Einkommens, das zur Bedienung von Kredit- und Leasingraten aufgewendet werden muss

Tabelle 3: Zusammenhang zwischen Score- Klasse und Ausfallwahrscheinlichkeit bei dem INFORMA- Consumer- Score

Tabelle 4: Durchschnittliche Zinssätze der über SMAVA finanzierten Kredite in Abhängigkeit von der Bonität der Kreditnehmer

Verzeichnis der Anlagen im Anhang

Anlage 1: Förderbanken des Bundes und der Länder

Anlage 2: Übersicht der Charakteristika von Smava und Auxmoney

1. Einleitung

1.1. Problemstellung und Motivation

„Willst du den Wert des Geldes erkennen, versuche dir welches zu leihen."

Benjamin Franklin (1706-1790), amerikanischer Politiker, Schriftsteller und Naturwissenschaftler.

Die von BENJAMIN FRANKLIN beschriebene Erfahrung mussten vor allem seit der 2007 begonnenen Finanzmarktkrise viele kleine und mittelständische Unternehmen sowie Selbstständige und Freiberufler machen. In den Medien wird seit dem Beginn der Krise wiederholt von einer zögerlichen Kreditvergabe sowie einer unter Druck geratenen Finanzierungssituation in Deutschland berichtet.1 Auch wenn gegenwärtig keine Kreditklemme in Deutschland vorliegt, ist dennoch festzustellen, dass sowohl Investitionstätigkeit als auch das Volumen von gewerblich vergebenen Krediten weiterhin unter Vorkrisenniveau liegen.2 Gleichzeitig ist das Vertrauen in den Bankensektor, das in schwierigen Zeiten das wichtigste Kapital der Banken bildet, stark zurückgegangen.3 Daher wird die Tendenz zur Erschließung von Finanzierungsquellen, die eine Alternative zur Kreditfinanzierung über Banken, darstellen, weiterhin anhalten.4 Eine solche Alternative können Privatkreditplattformen sein. Dabei handelt es sich um Internetportale, über die Privatpersonen anderen Privatpersonen Geld leihen. Die Plattformen fungieren bei diesem Konzept als Vermittler, die private Kreditnehmer und Kreditgeber zusammen bringen.5 Die Entscheidung über die Kreditvergabe sowie die Kreditkonditionen liegt bei dieser Verfahrensweise grundsätzlich nicht bei einer Bank,6 sondern wird auf die privaten Kreditgeber, die im Folgenden auch als Anleger bezeichnet werden, übertragen.7 In Deutschland haben sich seit 2007 zwei Anbieter solcher Kreditvergabeportale über das Internet durchgesetzt: Smava8 und Auxmoney9. Seit ihrer Entstehung wurden über die beiden Online- Kreditmarktplätze mehr als 8.500 Kredite mit einem Gesamtvolumen von über 55 Mio. € vermittelt, davon ca. 45 Mio. € seit Mitte 2009.10 Es lässt sich somit erkennen, dass die Nutzung der Privatkreditplattformen gerade in den vergangenen eineinhalb Jahren stark angestiegen ist.

Die Idee, die den Plattformen zu Grunde liegt, besteht bereits seit Jahrtausenden. In China sind Kreditvereine bereits seit 2.300 Jahren als „Lun Hui" bekannt. In anderen Kulturen, wie in Mexiko, Indien oder Japan, wird das Prinzip ebenfalls seit mehr als 1.000 Jahren unter den Namen „Tanda", „Kamet" oder „Miyin" angewendet. Die ersten „Darlehenskassenvereine" in Deutschland sind auf Friedrich Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch zurückzuführen. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts ermöglichten sie der einfachen Landbevölkerung Kreditzugang zu Konditionen, die unter dem damals sehr hohen Zinsniveau lagen. Privatkreditplattformen evolutionieren ein seit langer Zeit bekannten Konzept unter Nutzung technologischer Innovationen.11

Mit ihrem sozialen Netzwerkcharakter gewinnen die Privatkreditplattformen zunehmend das Vertrauen von Anlegern und Kreditnehmern,12 unter denen sich auch gewerbliche Nutzer befinden.13 Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die Kreditaufnahme über Privatkreditplattformen eine Alternative oder Ergänzung zu konventionellen Finanzierungsformen für Kleinunternehmer darstellt.

1.2. Gang der Untersuchung

Zu Beginn der vorliegenden Arbeit werden, nach einer kurzen Begriffsdefinition des Kleinunternehmers, zunächst die gängigsten Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung, die sich Kleinunternehmern darbieten, aufgezeigt. Die Erläuterung der existierenden Finanzierungsmöglichkeiten wird durch Statistiken ergänzt, die die aktuelle Finanzierungssituation abbilden. Im darauf folgenden Kapitel wird die Stellung der Hausbank als Kapitalgeber diskutiert. In diesem Zusammenhang wird auch die übliche Vorgehensweise zur Kreditwürdigkeitsprüfung der Banken näher untersucht, so dass diese im späteren Verlauf mit den Verfahren der Kreditwürdigkeitsprüfungen der Privatkreditplattformen verglichen werden kann. Der letzte Teil von Kapitel 4 beschreibt, welche Auswirkungen Basel II, die Wirtschafts- und Finanzkrise sowie Basel III in den vergangenen Jahren auf den Kreditzugang für Kleinunternehmen hatten und weiterhin haben könnten. In Abschnitt 5 wird erklärt, worum genau es sich bei einer Privatkreditplattform handelt und was in der vorliegenden Arbeit unter einem Privatkredit zu verstehen ist. Es erfolgt ferner eine Abgrenzung zu ähnlichen, hinsichtlich ihres Zwecks und ihrer Funktionsweise jedoch unterschiedlichen, Internetportalen sowie eine betriebswirtschaftliche Einordnung des Privatkredits. In Kapitel 6 werden die Privatkreditplattformen näher beschrieben, analysiert und erläutert. Zunächst erfolgt eine genaue Beschreibung der Umsetzung des zu Grunde liegenden Konzepts sowie der Funktionsweisen der Portale der einzelnen Anbieter. Die beiden oben genannten deutschen Internetportale liegen hierbei im Zentrum der Betrachtung, da sie für die vorliegende Arbeit von besonderer Relevanz sind. Die Verfahren der Bonitätsprüfung werden wegen ihrer herausragenden Bedeutung im Kreditvergabeprozess gesondert diskutiert. Im Anschluss werden die wichtigsten Attribute ausländischer Privatkreditplattformen vorgestellt. Daraufhin soll ein Überblick über die soziodemographischen Daten der Nutzer sowie die unterschiedlichen Anlässe der Kreditgesuche gewährt werden. Den Ab-schluss des sechsten Kapitels bildet eine Diskussion der Vor- und Nachteile der Kreditaufnahme über Privatkreditplattformen für Kleinunternehmer. Im siebten Kapitel werden die Risiken, die mit der Kreditaufnahme und Kreditvergabe über Privatkreditplattformen einhergehen, sowie die Sicherheiten, die den Risiken entgegenstehen, herausgestellt. Dabei wird zunächst untersucht, inwiefern die Principal-Agent-Theorie auf den Kreditvergabeprozess angewendet werden kann. Darauf folgend wird erörtert, welche Mittel von den Anbietern der Plattformen eingesetzt werden, um den in Abschnitt 4 im Rahmen der Kreditwürdigkeitsprüfung beleuchteten Kreditrisiken zu begegnen.

2. Begriffliche Abgrenzung des Kleinunternehmers

Unternehmer sind natürliche oder juristische Personen sowie rechtsfähige Personengesellschaften, die im Rahmen ihrer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit han-deln.14

Zur Einordnung von Unternehmen nach ihrer Größe ist es möglich, qualitative und quantitative Kriterien anzulegen. Im Sinne der qualitativen Beurteilung verlangt GDAWIETZ zur Qualifikation als Kleinunternehmer eine inhaberorientierte Organisationsstruktur.15 Mit dem Merkmal der engen Bindung des Eigentümers an sein Unternehmen stellt BECKER ein ähnliches Kriterium auf.16 Zudem wird die Mitarbeit des Eigentümers im eigenen Betrieb gefordert.17 Außerdem trägt der Kleinunternehmer das volle wirtschaftliche Risiko und die Verantwortung für alle betrieblichen Geschäftsvorgänge.18

Im Sinne der quantitativen Beurteilung werden in erster Linie die Höhe des Periodengewinns, die Anzahl der Beschäftigten sowie der Jahresumsatz als Kennzahlen herangezogen.19 Es herrscht in der Literatur jedoch keine Einigkeit über die Ausprägung dieser Kriterien zur Zuordnung von Unternehmen zu einer bestimmten Kategorie. So liegen von verschiedenen Institutionen, wie etwa dem Institut für Mittelstandsforschung (IfM), der Kreditanstalt FÜR Wiederaufbau (KfW) oder der Europäischen Union (EU), unterschiedliche Angaben vor.20

In Deutschland legen die meisten Datenübersichten und Untersuchungen die Mitarbeiterzahl als entscheidendes Kriterium zugrunde, da diese Kennzahl leicht verfügbar ist. Dabei hat es sich durchgesetzt, dass Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten als klein bezeichnet werden.21

Im Umsatzsteuerrecht spricht man von einem Kleinunternehmer, wenn der Umsatz des vorangegangenen Kalenderjahres 17.500 € nicht übersteigt und der Umsatz des laufenden Kalenderjahres 50.000 € voraussichtlich nicht übersteigen wird.22 Dem gegenüber stehen defini-torische Kriterien des Handelsrechts, die oftmals von den steuerrechtlichen Bestimmungen abweichen. Da im Rahmen der vorliegenden Arbeit Finanzierungsinstrumente untersucht werden sollen, wird im Folgenden auf die handelsrechtlichen (quantitativen) Kriterien und auf die damit verbundenen gängigen betriebswirtschaftlichen Definitionen Bezug genommen. Nach § 241a HGB handelt es sich um ein Kleinunternehmen, wenn die Umsatzerlöse an zwei aufeinander folgenden Abschlussstichtagen den Betrag von 500.000 € nicht übersteigen und der Gewinn an den gleichen Abschlussstichtagen den Betrag von 50.000 € nicht übersteigt.23 Erfüllen Einzelunternehmer diese Kriterien, sprechen auch WÖHE und KUßMAUL von „kleingewerbetreibenden Einzelkaufleuten".24

Kaufmann im handelsrechtlichen Sinne ist jeder Gewerbetreibende, es sei denn, das Unternehmen erfordert keinen nach Art oder Umfang in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb.25 Somit ist es logisch und für die vorliegende Arbeit zweckmäßig, den Begriff des Kleinunternehmers insbesondere, aber nicht ausschließlich, auch auf Unternehmer, die die Kriterien des Istkaufmanns nach dem HGB nicht erfüllen, anzuwenden.26 Kleinunternehmer im Sinne der vorliegenden Arbeit sind also Unternehmer und Freiberufler, auf die das Handelsgesetzbuch keine Anwendung findet sowie Kaufleute, deren Umsätze und Gewinne unter 500.000 € bzw. 50.000 € pro Jahr liegen und die die oben aufgeführten qualitativen Kriterien nach Gdawietz, Becker, KIEßLING und Mugler erfüllen.

3. Finanzierungsmöglichkeiten für Kleinunternehmen und Finanzierungssituation

3.1. Vorbemerkungen und Definition der Fristigkeiten

Der Fokus der vorliegenden Arbeit liegt auf Finanzierungsmöglichkeiten, die heranzuziehen sind, wenn die Möglichkeiten der Innenfinanzierung, bei der die Kapitalbeschaffung aus dem betrieblichen Umsatzprozess heraus erfolgt,27 bereits ausgeschöpft oder, wie etwa bei Existenzgründungen, noch nicht möglich sind. Aus diesem Grund und da sie keinen sinnvollen Vergleich der Kreditaufnahme über Privatkreditplattformen ermöglichen, werden die Möglichkeiten der Innenfinanzierung nicht näher behandelt. Auch die Möglichkeiten der Eigenfinanzierung, bei der der oder die Gesellschafter das Kapital stellen,28 werden in den Hintergrund gestellt, da von der Problemstellung ausgegangen wird, dass der oder die Gesellschafter eben dieses Kapital nicht aufbringen können und somit auf externe Finanzierungsalternativen angewiesen sind. Folglich soll die Außenfinanzierung im Zentrum der Betrachtung stehen, wobei die gängigsten und innovativsten Möglichkeiten, dem Unternehmen liquide Mittel von außen zuzuführen, untersucht werden sollen, weshalb auf eine umfassende Diskussion aller Varianten von Finanzierungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung der einzelnen Facetten verzichtet wird.

Die verschiedenen Finanzierungsformen werden regelmäßig nach ihrer Fristigkeit unterschieden. Daher ist es notwendig, die verwendeten Begriffe vorab voneinander abzugrenzen. In der Regel ist bei Finanzierungsvorhaben von bis zu einem Jahr von einer kurzfristigen Finanzierung die Rede. Allerdings besteht in der Literatur hierüber keine Einigkeit, so dass „kurzfristig" in Einzelfällen auch Zeiträume von bis zu 90 Tagen meinen kann. Dem gegenüber steht die langfristige Finanzierung. Auch unter diesen Begriff werden im wissenschaftlichen Diskurs unterschiedliche Zeiträume gefasst. Einigkeit besteht darüber, dass Laufzeiten von mehr als fünf Jahren eine langfristige Finanzierungsform darstellen, was auch der Auffassung des Gesetzgebers entspricht. Unter mittelfristiger Finanzierung sind jene Zeiträume, die zwischen kurz- und langfristiger Finanzierung liegen, zu verstehen.29

3.2. Instrumente zur kurzfristigen Fremdfinanzierung

3.2.1. Die kurzfristige Fremdfinanzierung über Banken

Ein zentrales Instrument der kurzfristigen Fremdfinanzierung und nach SCHIELKE die „Basis für eine breite Geschäftsbeziehung zur Hausbank" ist der Kontokorrentkredit.30 Er erlaubt innerhalb des genehmigten Kreditrahmens unregelmäßige Kontoverfügungen und kann somit in Anpassung an die aktuelle Liquiditätslage des Unternehmens in Anspruch genommen werden, wodurch er beispielsweise einen Ausgleich von saisonalen Zahlungsschwankungen oder das Beheben von kurzfristig auftretenden Liquiditätsengpässen ermöglicht und somit ein hohes Maß an Flexibilität bietet.31 Obgleich diese „genehmigte Überziehung" eine wichtige Finanzierungsform darstellt, sollte sie auf Grund der hohen Kosten nur für kurzfristige Zahlungszwecke genutzt werden.32 Ernst bezeichnet es gar als „ausgesprochen gefährlich", wichtige, längerfristige Investitionen über den Kontokorrentkredit zu finanzieren, da es sich mit Zinssätzen, die sich je nach Bonität um ca. 12-16 % p. a. bewegen, um eine extrem teure Kreditvariante handele.33 Der Kontokorrentkredit sollte nach Möglichkeit nicht ganz ausgeschöpft werden, so dass Spielräume zur Nutzung von Skontoabzügen34 beim Begleichen von Rechnungen vorhanden sind.35 Eine Variante des Kontokorrentkredits ist der Abrufkredit, bei dem Verfügungen innerhalb eines gewissen Rahmens ebenfalls flexibel zugelassen sind, jedoch konkrete Tilgungsvereinbarungen bestehen.36 Werden kurzfristige Kredite gegen Verpfändung beweglicher Gegenständen vergeben, wird dies als Lombardkredit bezeichnet.37

Eine Alternative zum Kontokorrentkredit bietet der Geldmarktkredit, auch Eurokredit, der ebenfalls der Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs dient. Allerdings werden hier sowohl feste Laufzeiten, die zwischen einem Tag und einem Jahr liegen können, als auch feste Zinssätze vereinbart. Die Zinssätze orientieren sich stark am EURIBOR38 und liegen deutlich unter den Zinssätzen der Kontokorrentkredite. Der gewährte Kredit muss jedoch in Anspruch genommen werden und geht oft zu Lasten der Kontokorrentlinie39 oder wird nur nach erneuter Bonitätsprüfung und/oder zusätzlicher Stellung von Sicherheiten gewährt. Vielerorts wird er erst ab einer bestimmten Mindestsumme bewilligt.40

Typische Handelskredite auf Basis eines Wechsels41 sind der Wechseldiskont (oder Diskontkredit) sowie der Akzeptkredit. Beim Wechseldiskont kauft die Bank die noch nicht fällige Forderung von ihrem Kunden, d. h. sie nimmt den Wechsel, der noch nicht fällig ist, an und zahlt das Geld an den Kunden aus. Für diesen Vorgang erhebt die Bank eine so genannte Diskontgebühr. Anders als bei sonstigen Forderungskäufen besteht jedoch ein Rückgriffsrecht bei Ausfall der Zahlung.42 Beim Akzeptkredit akzeptiert die Bank einen auf sie gezogenen Wechsel, den der Bankkunde dann weitergeben kann. Die Bank ist dann der Schuldner der Wechselverbindlichkeit gegenüber Dritten. Auch hierfür fallen Spesen an.43 Obgleich der Diskontkredit eine zinsgünstige Alternative zum Kontokorrentkredit darstellt, ist die Bedeutung des Diskont- und des Akzeptkredits seit der Abschaffung des Diskontsatzes 1999 stark zurückgegangen.44

3.2.2. Die kurzfristige Fremdfinanzierung unter Ausschluss der Banken

Eine kurzfristige Finanzierungsmöglichkeit unter Ausschluss einer Bank bietet der Lieferantenkredit. Dabei gewährt der Verkäufer einer Sache oder Dienstleistung dem Käufer ein Zah-lungsziel45, so dass die empfangene Leistung nicht sofort, sondern erst zu einem späteren Zeitpunkt gezahlt werden muss. Diese Option bietet dem Käufer die Möglichkeit, die Rechnung aus eigenen Umsätzen vom Weiterverkauf der (verarbeiteten) Waren zu begleichen und somit Kreditlinien, falls vorhanden, anderweitig zu nutzen.46 SCHULZ und VOGEL beschreiben den Lieferantenkredit als den „bequemsten und günstigsten Kredit, den man bekommen kann."47 Rossen bezeichnet Lieferantenkredite, die laut der Deutschen Bundesbank in Deutschland ein Volumen von rund 320 Mrd. € umfassen, als eine der wichtigsten Finanzierungsquellen für Kleinunternehmen nach der Innenfinanzierung und der Finanzierung durch Bankkredite und spricht von einer „tragenden Säule der Unternehmensfinanzierung."48 Das Volumen übersteigt den Autoren zu Folge sogar das von kurzfristigen Krediten durch Ban-ken.49 Nach einem aktuellen, in der Pro Firma erschienenen Bericht werden Lieferantenkredite infolge der Wirtschaftskrise weiter an Bedeutung gewinnen, wobei Transparenz und Vertrauen in die Geschäftsbeziehungen mit dem Vertragspartner von zentraler Bedeutung für die Gewährung dieser Kreditform sind.50 Dies wird belegt durch eine von Juni bis August 2010 von dem Kreditversicherer Atradius durchgeführte Studie, der zu Folge Rechnungen im Schnitt nach 24 Tagen, und somit fünf Tage nach dem durchschnittlichen Zahlungsziel von 19 Tagen, beglichen werden.51 Außerdem baten ein Drittel der befragten Unternehmen um eine Ausdehnung des Zahlungsziels und ein Fünftel um eine Erhöhung der Kreditlinie während gleichzeitig 73 % der deutschen Unternehmen ihren inländischen Geschäftspartnern Zahlungen auf Ziel gewährten.52

Ein weiteres und nach HEINTZE sehr beliebtes Finanzierungsinstrument ist das Factoring.53 In diesem Fall kauft ein externer Dienstleister offene Rechnungen, also Forderungen, gegen eine Gebühr. Es wird zwischen echtem und unechtem Factoring unterschieden: Im ersten Fall übernimmt der Factor54 auch das Delkredererisiko55, im zweiten Fall nicht.56 Die anfallenden Gebühren richten sich nach Jahresumsatz, Anzahl und Bonität der Kunden, Anzahl und durchschnittlicher Höhe der Rechnungen sowie den Zahlungsbedingungen und der Branche. Sie bewegen sich in der Regel zwischen zwei und drei Prozent des Rechnungsbetrags und ermöglichen dem Unternehmer sich besser auf seine Kernkompetenzen konzentrieren zu können, da der Factor das komplette Forderungsmanagement übernimmt.57 Durch Factoring, das sich jedoch erst ab einem Jahresumsatz von ca. 200.000 € lohnt bzw. überhaupt eingesetzt werden kann,58 kann die Liquidität im Unternehmen erhalten bleiben und es können Kontokorrentkredite geschont und Skonti genutzt werden.59 2008 war der Factoringumsatz mit knapp 104 Mrd. € fast doppelt so hoch wie 2005.60

Nach einer im Jahre 2005 durchgeführten Studie der ABC Factoring GmbH zeigte Factoring hohe Potenziale für kleine und mittelständische Unternehmen, obgleich zu jenem Zeitpunkt erst ein sehr geringer Anteil61 deutscher Unternehmen den Forderungsverkauf als Finanzierungsinstrument nutzte. 20 % der befragten Gesellschafter konnten sich den Einsatz von Factoring in Zukunft vorstellen. Allerdings gaben rund drei Viertel der Unternehmen in der für die vorliegende Arbeit besonders relevanten Umsatzklasse bis 500.000 € an, gar nicht oder nur schlecht über Factoring informiert zu sein. Befürchtet wurden vor allem hohe Kosten (72 %), negative Auswirkungen auf das Kundenverhältnis (57 %) und Kontrollverluste (42 %).62

Die Forfaitierung ist eine dem Factoring ähnliche Finanzierungsmethode, die im Exportgeschäft angewendet wird. Exportforderungen werden dabei an einen Forfaiteur verkauft. Ein wichtiger Unterschied zum Factoring ist, dass es sich meist nicht um Rahmenverträge zum Verkauf aller oder einer großen Anzahl von Forderungen handelt, sondern die Verträge für jeden Einzelfall geschlossen werden. Analog zum Factoring unterscheidet man zwischen echter und unechter Forfaitierung; bei letzterer besteht ein Rückgriffsrecht auf den Forderungsverkäufer.63 Neben der Forfaitierung existieren noch zahlreiche weitere Exportfinanzierungsmöglichkeiten, auf die hier jedoch nicht näher eingegangen werden soll, da Exportunternehmen nicht im Fokus der vorliegenden Arbeit stehen.64

Beim Finetrading handelt es sich um eine Kreditgewährung beim Einkauf unter Einschaltung eines Zwischenhändlers, d. h. ein Institut schaltet sich zwischen den Abnehmer und den Lieferanten, indem es die Ware für den Kunden auf eigene Rechnung bestellt und dann an den Kunden unter Gewährung eines Zahlungsziels von bis zu vier Monaten weiterverkauft.65 Bei diesem Verfahren fallen einmalige Einrichtungsgebühren an. Außerdem behält das Institut die verhandelten Skonti ein und verlangt, je nach Zahlungsziel, weitere Aufschläge. Finetrading eignet sich für Unternehmen mit einem jährlichen Bestellvolumen über 100.000 € sowie für Unternehmen, für die der Einsatz von Factoring branchenbedingt schwierig ist, wie etwa im Baugewerbe oder Maschinenbau.66

Bei der Kundenanzahlung leistet der Abnehmer eine Vorauszahlung an den Lieferanten.67 Kundenanzahlungen erhöhen die Liquidität des liefernden Unternehmens, insbesondere zur Anschaffung der zur Fertigung benötigten Güter, sind aber vorrangig bei Auftragsanfertigungen üblich und begründbar.68

3.3. Instrumente zur langfristigen Fremdfinanzierung

3.3.1. Die langfristige Fremdfinanzierung über Banken

Unter den langfristigen Finanzierungsinstrumenten ist das Bankdarlehen die klassische Form des Kredits.69 Das Darlehen, dessen Tilgung meist gleichmäßig über die Laufzeit erfolgt,70 bietet ein breites Spektrum der Mittelverwendung.71 Bankdarlehen eignen sich am besten zur Finanzierung von langlebigen Investitionsgütern mit langer wirtschaftlicher Nutzungsdauer.72 Dabei sind die Hausbanken für kleine und familiengeführte Unternehmen der erste und natürliche Kapitalgeber.73 Nach einer empirischen Analyse des Deutschen Instituts für WirtSCHAFTSFORSCHUNG (DIW) in Berlin von 2007 nutzten in den alten EU- Ländern ca. 15 % der Männer und ca. 10 % der Frauen Bankkredite zur Finanzierung von Ausrüstungsinvestiti-onen.74 Einer im Juli 2010 durchgeführten Umfrage des Beraternetzwerks Strategam zu Folge verwendeten rund 11 % der Befragten zur Finanzierung der Existenzgründung das Hausbankdarlehen, das somit zur Finanzierung der Existenzgründung hinter der Finanzierung durch Familie oder Freunde (19,86 %) und der Finanzierung durch Gründerzuschuss (17,11 %) an dritter Stelle lag.75

Finanzierungshilfen bestehen auf europäischer Ebene sowie auf Bundes- und Landesebene, wobei sich die einzelnen Bedingungen der zwischengeschalteten Banken deutlich voneinander unterscheiden.76 Förderprogramme, die explizit auch an kleine und mittlere Betriebe gerichtet sind, sind in Deutschland sehr vielfältig und werden zum Großteil als Zuschüsse oder günstige Darlehen vergeben.77 Auf Grund ihrer Vielfalt kann an dieser Stelle nicht auf die einzelnen Bedingungen und Programme der verschiedenen Banken und Institutionen eingegangen werden. Anlage 1 zeigt eine Grafik der Förderbanken des Bundes und der Länder, die von dem BUNDESVERBAND ÖFFENTLICHER BANKEN DEUTSCHLANDS (VÖB) veröffentlicht wurde und als zusammenfassender Überblick dient.78

Der VÖB hat außerdem im September 2010 eine Statistik über das Fördergeschäft der deutschen Banken 2008-2009 veröffentlicht. Als Zuschüsse wurden 2009 gewerbliche Förderungen in Höhe von 4.600 Mio. € und somit 19,44 % mehr als im Vorjahr bewilligt. Das Volumen der gewerblichen Förderungen als Darlehen lag 2009 bei 22.802 Mio. € und somit 11,33 % über dem Wert von 2008.79 Ein zentrales Förderinstitut ist die KfW, die in verschiedene Förderungsbereiche, wie etwa die KfW Mittelstandsbank, untergliedert ist.80 Insgesamt nahmen knapp 11 % der von Strategam befragten Unternehmer Kredite der KfW in Anspruch.81 Von der EUROPÄISCHEN INVESTITIONSBANK werden Einzeldarlehen erst ab einem Betrag von 25 Mio. € gewährt,82 was den Finanzierungsbedarf der in der vorliegenden Arbeit besprochenen Kleinunternehmen übersteigt und daher an dieser Stelle nicht vertieft wird.

3.3.2. Die langfristige Fremdfinanzierung unter Ausschluss der Banken

Schuldverschreibungen und Schuldscheindarlehen sind nach VON JACOBS eine bedeutende Gruppe von Fremdkapitalinstrumenten zur langfristigen Finanzierung durch private Investoren.83 Auf Grund der hohen Kosten kommen diese Instrumente allerdings erst ab Anleihebeträgen von mehreren Mio. € in Frage und bleiben somit den großen Unternehmen vorbehal- ten.84

Die gleiche Problematik besteht bei Asset Backed Securities Transaktionen (ABS), die den Verkauf von Forderungen an eine Zweckgesellschaft, die sich selbst wiederum durch die Ausgabe von Wertpapieren refinanziert, beinhaltet. Auf diesem Wege werden nicht liquide Vermögensgegenstände in handelbare Wertpapiere umgewandelt.85 Das notwendige Forderungsvolumen, um Zugang zu organisierten ABS- Programmen zu erhalten, beträgt jedoch mehrere Mio. € und ist somit ebenfalls nur für größere mittelständige und große Unternehmen eine sinnvolle Alternative.86

Finanzierungsmodelle, die bereits Eigenkapitalcharakter aufweisen, sind Private Equity und Venture Capital87 Die beiden Modelle unterscheiden im wesentlichen darin, dass mit Private Equity die Beteiligung an bereits für gewisse Zeit bestehenden, oftmals auf dem Markt etablierten Unternehmen bezeichnet wird, während mit Venture Capital Beteiligungen an neu gegründeten Unternehmen gemeint sind. Die Beteiligung erfolgt bei beiden Modellen auf eine gewisse Zeit, die meist auf vier bis sieben Jahre begrenzt ist.88

Einem in der Computerwoche erschienenen Bericht zu Folge sei Venture Capital jedoch keine „200.000 € Investition", weshalb sich die Manager der Venture Capital Gesellschaften nicht mit Investitionen in Kleinunternehmen beschäftigen würden, wenn sie an anderer Stelle gewöhnlich mehrere Mio. € anlegen könnten.89 Folglich, so der Autor, gestaltet sich der Zugang für kleine und familiengeführte Unternehmen schwierig. Dem gegenüber steht jedoch eine von der European Private Equity & Venture Capital Association durchgeführte Analyse, die belegt, dass im ersten Halbjahr 2010 die Beteiligungsunternehmen in europäische Unternehmen 15,1 Mrd. € betrugen, 36 % der Übernahmeziele waren Familien- und Privatunternehmen.90 Nach einer Studie des Venture Capital Panels wurden im dritten Quartal 2010 in Deutschland insgesamt Beteiligungen in Höhe von 80 Mio. € durch private Investoren getätigt; eine Aufschlüsselung nach der Unternehmensgröße der begünstigten Betriebe liegt jedoch nicht vor.91 Dem Ergebnis der STRATEGAM- Umfrage ist zu entnehmen, dass nur 0,79 % der Befragten Venture Capital bei der Unternehmensgründung eingesetzt haben.92 Eine Alternative für kleinere Unternehmen, sich durch Beteiligungen zu finanzieren, ist die Aufnahme von Kapital von Business Angels, da diese kleinere Beträge zur Verfügung stel-len.93 Business Angels sind private Investoren, die sich für eine befristete Zeit am Unternehmen beteiligen und darüber hinaus über Wissen in der jeweiligen Branche verfügen und ihr Know- how zur Verfügung stellen.94 Im ersten Quartal 2010 betrug die durchschnittliche Investitionssumme der rund 5.000 aktiven Business Angels in Deutschland 45.000 €, gefolgt von durchschnittlich 13.248 € im zweiten Quartal. Insgesamt flossen den kleinen und mittleren deutschen Unternehmen etwa 200 Mio. € durch von Business Angels getätigte Investitionen zu.95 Mit 0,88 % der von STRATEGAM Befragten lag der Anteil derer, die diese Finanzierungsform wählten, nur knapp über dem Anteil der Nutzer von Venture Capital.96 Die stille Gesellschaft bildet ein klassisches Instrument der Mezzanine- Finanzierung97. Stiller Gesellschafter ist, wer sich auf unbestimmte Frist und unter Ausschluss der Geschäftsführungsbefugnis an einer Personengesellschaft beteiligt und nach außen nicht in Erscheinung tritt.98 Die stille Gesellschaft ist eine von Kleinunternehmen häufig gewählte Form der Mezzanine- Finanzierung.99 Auch SCHNECK testiert ihr große Beliebtheit in der Praxis, jedoch liegen keine genauen Statistiken über Anzahl und Volumen stiller Beteiligungen vor.100

[...]


1 Vgl. ROSSEN, JÖRG (Risikomanagement 2010), S. 74.

2 Vgl. ABBERGER, KLAUS (Risiken 2011), S. 4.

3 Vgl. SCHÜRPF, THOMAS (Vertrauen 2007).

4 Vgl. ABBERGER, KLAUS (Risiken 2011), S. 4.

5 Zu einer genauen Begriffsdefinition vgl. Abschnitt 5.1 und zu den genauen Funktionsweisen vgl. Abschnitte 6.1. bis 6.3.

6 Bestimmte Kreditnehmer können jedoch von der Nutzung der Plattformen ausgeschlossen sein, vgl. hierzu insbesondere Abschnitt 6.4.

7 Vgl. BLAESI, FABIAN (Kredite 2010), S. 12.

8 Vgl. www.smava.de.

9 Vgl. www.auxmoney.de.

10 Vgl. WISECLERK (Kreditprojekte 2010); AUXMONEY (Marktplatzstatistiken 2011).

11 Vgl. zu diesem Abs. ARTOPÉ, ALEXANDER; IVO VON TROTHA, ULRICH (Online-Kreditplattform 2007).

12 Vgl. ASHTA, A.; ASSADI, D. (Analysis 2009), S. 10−11.

13 Zu den Nutzern der Privatkreditplattformen vgl. Abschnitt 6.6.

14 Vgl. § 14 Abs.1 BGB.

15 Vgl. GDAWIETZ, GREGOR (Qualifikationsbedarf 1997), S. 17.

16 Vgl. BECKER, KARINA (Bonität 2009), S. 24.

17 Vgl. KIEßLING, BERND (Politik 1995), S. 30.

18 Vgl. MUGLER, JOSEF (Mittelbetriebe 1995), S. 23.

19 Vgl. AL-LAHAM, ANDREAS u. a. (Lexikon 2008), S. 100.

20 Vgl. OTTO, RAINER (Anforderungen 2009), S. 5.

21 Vgl. zu diesem Abs. BECKER, KARINA (Bonität 2009), S. 23–24.

22 Vgl. § 19 UStG.

23 Vgl. § 241a HGB.

24 Vgl. WÖHE, GÜNTER; KUßMAUL, HEINZ (Bilanztechnik 2010), S. 4.

25 Vgl. § 1 Abs. 1 u. 2 HGB.

26 Vgl. WÖHE, GÜNTER; KUßMAUL, HEINZ (Bilanztechnik 2010), S. 21.

27 Vgl. RIEHM, SONJA; RIEHM, ASHOK (Adieu 2009), S. 20.

28 Vgl. RIEHM, SONJA; RIEHM, ASHOK (Adieu 2009), S. 26.

29 Vgl. zu diesem Abs. § 285 Satz 1 Nr.1 HGB; BIEG, HARTMUT; KUßMAUL HEINZ (Finanzierung 2009), S. 33–34.

30 Vgl. SCHIELKE, JOACHIM E. (Renaissance 2010), S. 16.

31 Vgl. VETTER, MICHAEL (Ergänzung 2009), S. 1.

32 Vgl. VETTER, MICHAEL (Zinssätze 2010), S. 94–95.

33 Vgl. ERNST, EVA ELISABETH (Geldmangel 2010), S. 78.

34 Bei Skonti handelt es sich um Preisnachlässe in Form von Sofortrabatten, die dem Käufer bei Begleichung des Rechnungsbetrags innerhalb einer bestimmten, das Zahlungsziel unterschreitenden Frist gewährt werden; vgl. QUICK, REINER; WURL, HANS-JÜRGEN (Buchführung 2010), S. 67.

35 Vgl. ERNST, EVA ELISABETH (Verzinsung 2010), S. 41.

36 Vgl. VETTER, MICHAEL (Ergänzung 2009), S. 1.

37 Vgl. THOMMEN, JEAN-PAUL (Managementorientiert 2008), S. 489.

38 EURIBOR ist die Kurzform für European Interbank Offered Rate, und bezeichnet den von der Europäischen Zentralbank festgelegten Zinssatz, zu dem sich die Banken untereinander Geld leihen.

39 Als Kontokorrentlinie bezeichnet man den Verfügungsrahmen beim Kontokorrentkredit.

40 Vgl. zu diesem Abs. VETTER, MICHAEL (Ergänzung 2009), S. 1–2; WOYTT, THOMAS M. (Fremdfinanzierungsratgeber 2009), S. 12–13.

41 Als Wechsel bezeichnet man eine Schuldurkunde mit der Verpflichtung zur unbedingten Bezahlung eines Geldbetrags; vgl. WÖHE, GÜNTER (Einführung 2008), S. 608.

42 Vgl. zu diesem Abs. FRUHSTORFER, SUSANNA (Aufklärungspflichten 2000), S. 871.

43 Vgl. COSS, KLAUS (Basiswissen 2006), S. 108.

44 Vgl. o. V. (Wechsel 1999), S. 37.

45 Als Zahlungsziel bezeichnet man eine Stundung des Kaufpreises.

46 Vgl. zu diesem Abs. BECKER, HANS PAUL (Finanzwirtschaft 2009), S. 185.

47 Vgl. SCHULZ, HANS-JÜRGEN; VOGEL, MATHIAS (Zahlungsziele 2010), S. 6.

48 Vgl. ROSSEN, JÖRG (Risikomanagement 2010), S. 74.

49 Vgl. o. V. (Zahlungseingang 2010), S. 89.

50 Vgl. o. V. (Lieferantenkredit 2010), S. 42.

51 Vgl. o. V. (Zahlungsmoral 2010), S. 39; ATRADIUS (Zahlungsmoralbarometer 2010), S. 13 u. 28.

52 Vgl. o. V. (Zahlungseingang 2010), S. 89.

53 Vgl. HEINTZE, ALEXANDER (Zielsicher 2010), S. 39.

54 Als Factor bezeichnet man den Käufer der Forderungen.

55 Als Delkredererisiko bezeichnet man das Zahlungsausfallrisiko beim Factoring.

56 Vgl. SCHWER, MARTIN (Liquiditätsgewinn 2010), S. 16.

57 Vgl. SCHWER, MARTIN (Factoring 2009), S. 9–10.

58 Viele Factoringunternehmen sind erst ab diesem Betrag zu einer Zusammenarbeit bereit.

59 Vgl. SCHWER, MARTIN (Factoring 2009), S. 10–11; HEINTZE, ALEXANDER (Zielsicher 2010), S. 2–5.

60 Vgl. BRETZ, MICHAEL (Vormarsch 2009), S. 53.

61 Die Zahl wird auf ca. 3.600 Unternehmen geschätzt, vgl. BRANDT, SABINE (Potenziale 2005).

62 Vgl. BRANDT, SABINE (Potenziale 2005).

63 Vgl. zu diesem Abs. HÄBERLE, SIEGFRIED GEORG (Exportfinanzierung 2002), S. 303–304.

64 Zur Vertiefung der Exportfinanzierung vgl. z. B. HÄBERLE, SIEGFRIED GEORG (Exportfinanzierung 2002) oder MATSCHKE, MANFRED JÜRGEN; OLBRICH, MICHAEL (Außenhandelsfinanzierung 2000).

65 Vgl. zu diesem Abs. o. V. (Möglichkeiten 2010), S. 84.

66 Vgl. o. V. (Finetrading 2010), S. 30.

67 Vgl. BECKER, HANS PAUL (Finanzwirtschaft 2009), S. 186.

68 Vgl. HAUNERDINGER, MONIKA; PROBST, HANS-JÜRGEN (Finanzierung 2007), S. 52.

69 Vgl. STRATEGAM (Umfrageergebnis 2010), S. 1.

70 Bei einem Tilgungsdarlehen bleiben die Tilgungszahlungen konstant während sich die Zinszahlungen verringern; die monatlich zu zahlende Rate nimmt also mit der Zeit ab. Bei einem Annuitätendarlehen hingegen bleibt die monatliche Rate konstant, der darin enthaltene Tilgungsanteil erhöht sich und der Zinsanteil verringert sich. Eine weitere Form des Darlehens ist das endfällige Darlehen, bei dem der Kreditbetrag am Ende der Laufzeit fällig ist und während der Laufzeit lediglich die Zinszahlungen zu leisten sind; vgl. WOYTT, THOMAS M. (Fremdfinanzierungsratgeber 2009), S. 22.

71 Vgl. GRUNOW, HANS-WERNER G. (Mittelstandsfinanzierung 2010), S. 68–69.

72 Vgl. WOYTT, THOMAS M. (Fremdfinanzierungsratgeber 2009), S. 19.

73 Vgl. SCHIELKE, JOACHIM E. (Renaissance 2010), S. 17.

74 Vgl. DEUTSCHES INSTITUT FÜR WIRTSCHAFTSFORSCHUNG (Bankkredite 2007), S. 528.

75 Vgl. STRATEGAM (Umfrageergebnis 2010), S. 1.

76 Vgl. BIEG, HARTMUT; KUßMAUL, HEINZ (Finanzierung 2009), S. 181.

77 Vgl. RIEHM, SONJA; RIEHM, ASHOK (Adieu 2009), S. 66–69.

78 Vgl. BUNDESVERBAND ÖFFENTLICHER BANKEN DEUTSCHLANDS (Förderbanken 2010).

79 Vgl. zu diesem Abs. BUNDSVERBAND ÖFFENTLICHER BANKEN DEUTSCHLANDS (Fördergeschäft 2010), S. 7−8.

80 Vgl. BIEG, HARTMUT; KUßMAUL, HEINZ (Finanzierung 2009), S. 182.

81 Vgl. STRATEGAM (Umfrageergebnis 2010), S. 2.

82 Vgl. EUROPÄISCHE INVESTITIONSBANK (Einzeldarlehen 2010).

83 Vgl. VON JACOBS, NIKOLAUS (Eigentümersanierung 2010), S. 101 u. 106.

84 Vgl. HÖLSCHER, REINHOLD (Investition 2010), S. 272 u. 279–281.

85 Vgl. RIEHM, SONJA; RIEHM, ASHOK (Adieu 2009), S. 165.

86 Vgl. SCHMEISSER, WILHELM; LEONHARDT, MAIK (Asset-Backed-Securities-Transaktionen 2006), S. 33 u. 95.

87 Private Equity und Venture Capital sind in der Bilanz als Eigenkapital auszuweisen und führen zu einer Veränderung der Eigentümerverhältnisse, haben jedoch wegen der begrenzten Dauer, für die sie zur Verfügung stehen und der fehlenden Managementbeteiligung der Kapitalgeber auch Fremdkapitalcharakter; vgl. GRUNOW, HANS-WERNER G. (Mittelstandsfinanzierung 2010), S. 79–80.

88 Vgl. zu diesem Abs. KOOP, MICHAEL; MAURER, KLAUS (Mittelstandsfinanzierung 2006), S. 64–65.

89 Vgl. o. V. (Geschäftsidee 2010), S. 2.

90 Vgl. o. V. (Buyout-Investitionen 2010), S. 494.

91 Vgl. VENTURE CAPITAL PANEL (Gründer 2010), S. 15.

92 Vgl. STRATEGAM (Umfrageergebnis 2010), S. 1–2.

93 Vgl. o. V. (Geschäftsidee 2010), S. 2.

94 Vgl. RÖHL, KLAUS-HEINER (Wagniskapitalmarkt 2010), S. 31–33.

95 Vgl. o. V. (Engel 2010), S. 42.

96 Vgl. STRATEGAM (Umfrageergebnis 2010), S. 1–2.

97 Als Mezzanine- Kapital bezeichnet man alle Kapitalformen, die sowohl Eigenkapital- als auch Fremdkapitalcharakter aufweisen. Zur Vertiefung vgl. beispielsweise BANIK, CHRISTOPH; OGG, MATTHIAS; PEDERGNANA, MAURICE (Hybride 2008); BROKAMP, JÜRGEN u. a. (Mezzanine-Finanzierungen 2008) oder HÄGER, MICHAEL; ELKEMANN-REUSCH, MANFRED (Finanzierungsinstrumente 2007).

98 Vgl. HÖLSCHER, REINHOLD (Investition 2010), S. 296.

99 Vgl. HÄGER, MICHAEL; ELKEMANN-REUSCH, MANFRED (Finanzierungsinstrumente 2007), S. 75.

100 Vgl. SCHNECK, OTTMAR (Handbuch 2006), S. 274.

Ende der Leseprobe aus 99 Seiten

Details

Titel
Privatkreditplattformen als Finanzierungsmodell für Kleinunternehmen - Eine kritische Analyse der Möglichkeiten und Grenzen
Hochschule
Universität des Saarlandes
Note
2,7
Autor
Jahr
2011
Seiten
99
Katalognummer
V173066
ISBN (eBook)
9783640939893
Dateigröße
2608 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Arbeit ist sicherlich besser als es die Note zunächst vermuten lässt. Es handelt sich um eine der beiden (von der Note her) besten Diplomarbeiten, die in letzter Zeit an diesem Lehrstuhl von Studenten in meinem Studiengang eingereicht wurden (Angaben der Betreuerin zu Folge). Ein Deckblatt ist nicht vorhanden, da dies von der Universität in Papierform vorgegeben und ausgehändigt wurde.
Schlagworte
P2P Lending, peer-to-peer lending, Privatkredit, Finanzierung Kleinunternehmen, Privatkreditplattformen, Online Lending
Arbeit zitieren
Christian Recktenwald (Autor), 2011, Privatkreditplattformen als Finanzierungsmodell für Kleinunternehmen - Eine kritische Analyse der Möglichkeiten und Grenzen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/173066

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