Hierbei handelt es sich um ein Portfolio zur (historischen) Wörterbucharbeit und Verlagslexikographie. Es beinhaltet Reflexionsfragen zu den Inhalten der einzelnen Sitzungen, ein Impulsreferat zu dem Grammatisch-kritischen Wörterbuch von Adelung sowie einige exemplarische Wörterbucheinträge zu den Wortgeschichten der Lemmata "Volksernährung", "Doktorand", "Promovend" und "Stipendium". Dabei steht im Zentrum, wie sich diese Lemmata über die Jahrhunderte hinweg in ihrer Bedeutung verändert haben.
Inhaltsverzeichnis
1. Reflexionsfragen
2. Impulsreferat: Adelungs Grammatisch-kritisches Wörterbuch
3. Pilotartikel Volksernährung
4. Wortgeschichte Doktorand
1. Version
2. Version peer-reviewed
3. Version final
5. Wortgeschichte Promovend
1. Version
2. Version peer-reviewed
3. Version final
6. Wortgeschichte Stipendium
1. Version
2. Version final
Zielsetzung und Themen
Ziel dieses Portfolios ist die kritische Reflexion des eigenen Lernprozesses und der praktischen Anwendung lexikographischer Methoden im Rahmen des Seminars. Die Arbeit dient der Dokumentation der Auseinandersetzung mit der Konzeption, Erstellung und Redaktion wissenschaftlicher Wörterbuchartikel sowie der Analyse historischer und aktueller Sprachdaten.
- Grundlagen der akademischen Lexikographie und Wörterbucharbeit
- Historische Entwicklung deutscher Wörterbücher am Beispiel von J. C. Adelung
- Praktische Erstellung und Strukturierung von Pilotartikeln zu Wortgeschichten
- Methoden der Korpusanalyse und der lexikographischen Datenaufbereitung
- Reflexion über Bedeutungswandel und gesellschaftliche Kontexte
Auszug aus dem Buch
Wortgeschichte Doktorand
Doktorand ist ein maskulines Substantiv lateinischer Herkunft (Plural: Doktoranden) (DWDS). Es bezeichnet heute eine Person, die auf die Erlangung des akademischen Grades eines Doktors hinarbeitet. Der Ausdruck ist seit dem 17. Jahrhundert belegt. Aufgrund seines lateinischen Ursprungs konnte Doktorand in früheren Belegen auch Personen bezeichnen, die den Doktorgrad bereits erworben hatten. Im deutschen Sprachgebrauch setzte sich jedoch früh eine aktive Lesart durch, sodass im 19. Jahrhundert die heute geläufige Bedeutung vorherrschend wurde. In diesem Zeitraum vollzog sich zugleich ein orthographischer Wandel: Die gelehrtensprachliche Schreibweise mit c (Doctorand) wurde durch die eingedeutschte Form mit k (Doktorand) ersetzt.
In der Gegenwart werden Doktorand und Promovend weitgehend synonym verwendet: Als Promovierende gelten Personen, die von einer zur Promotion berechtigten Einrichtung eine schriftliche Bestätigung über die Annahme als Doktorandin oder Doktorand in dieser Einrichtung erhalten haben. (2016)
Zusammenfassung der Kapitel
Reflexionsfragen: Der Autor reflektiert seine persönliche Entwicklung im Seminar, von den ersten Wissensbeständen bis hin zum vertieften Verständnis komplexer lexikographischer Prozesse.
Impulsreferat: Adelungs Grammatisch-kritisches Wörterbuch: Vorstellung und Analyse des Werkes von Johann Christoph Adelung als Meilenstein der deutschen Lexikographie und Vertreter des Gesamtwörterbuchkonzepts.
Pilotartikel Volksernährung: Exemplarische Analyse der Wortgeschichte und des Bedeutungswandels des Begriffs Volksernährung anhand korpusgestützter Belege.
Wortgeschichte Doktorand: Untersuchung der etymologischen Herkunft, des Bedeutungswandels und der orthographischen Entwicklung des Begriffs Doktorand.
Wortgeschichte Promovend: Darstellung der Verwendung und Bedeutung des Begriffs Promovend sowie dessen synonyme Verwendung zu Doktorand im zeitlichen Verlauf.
Wortgeschichte Stipendium: Analyse der semantischen Entwicklung des Begriffs Stipendium von der militärischen Entlohnung zur modernen Bildungsförderung.
Schlüsselwörter
Lexikographie, Wörterbuch, Wortgeschichte, Korpusanalyse, Adelung, Gesamtwörterbuch, Bedeutungswandel, Doktorand, Promovend, Stipendium, Sprachnorm, Orthographie, Bildungsförderung, Sprachgeschichte, Datenaufbereitung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit ist ein semesterbegleitendes Portfolio, das die theoretische und praktische Auseinandersetzung mit lexikographischen Prinzipien und der Erstellung von Wörterbuchartikeln dokumentiert.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Wörterbuchgeschichte, der Korpusarbeit, der Strukturierung von Wörterbuchartikeln sowie der etymologischen und begriffsgeschichtlichen Analyse.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines fundierten Verständnisses für die Konzeption von Nachschlagewerken und die praktische Anwendung lexikographischer Methoden anhand eigener Projekte.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden historische Quellen, lexikographische Standardwerke und digitale Korpusdaten analysiert, um die Entwicklung von Lemmata und Bedeutungsnuancen nachzuvollziehen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst sowohl Reflexionen zu den Seminarsitzungen als auch spezifische Pilotartikel zu den Begriffen Volksernährung, Doktorand, Promovend und Stipendium.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Lexikographie, Wortgeschichte, Korpusanalyse, Bedeutungswandel sowie die spezifischen Lemmata der durchgeführten Pilotartikel.
Was macht Adelungs Wörterbuch historisch so bedeutend?
Adelungs Werk gilt als das erste umfassende einsprachige Wörterbuch des Deutschen, das Grammatik, Lexikon und Sprachkritik systematisch verbindet.
Wie unterscheidet sich die Arbeit an Wörterbuchartikeln von anderen wissenschaftlichen Texten?
Wörterbuchartikel erfordern eine deutlich stärkere Strukturierung, Präzision und formale Kürze, da sie die systematische Darstellung von Wortinformationen in den Vordergrund stellen.
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- Anonym (Autor:in), 2026, Semesterbegleitendes Portfolio zum Seminar Verlagslexikographie und Wortgeschichte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1731168