Rom als dichterische Inspiration am Beispiel der Lyrik von August von Platen


Essay, 2009

7 Seiten, Note: 2.0


Leseprobe

Rom ist eine Stadt, über die unglaublich viel geschrieben wurde. „Jahrhundertlang hat Rom die Welt regiert“[1] schreibt Franz Peter Waiblinger im Nachwort zu seinem Buch Rom. Ein literarischer Reiseführer. Nicht nur war es einmal die Hauptstadt der Welt, sondern hat auch nach dem Verfall des römischen Reichs seinen Einfluss nicht verloren. Die Eindrücke von der ewigen Stadt sind und waren in jeder zeitlichen Epoche und in verschieden Nationen ganz verschieden, was durch kulturelle Unterschiede und Werte geprägt ist. Für den einen war Rom eine große dichterische Inspiration, für den anderen war es eine große Enttäuschung die ewige Stadt in Ruinen zu sehen; „die meisten Autoren aber stehen im Bann der Stadt, versuchen ihre Wunder zu beschreiben, ihr Wesen zu begreifen oder doch wenigstens die Trauer über die Vergänglichkeit ihrer Größe anzusprechen“[2].

Durch die Betrachtung der Dichtung eines bestimmten Landes kann man einen Überblick über die Rezeption Roms in diesem bestimmten Land bekommen. In Deutschland wurde über Rom sehr viel geschrieben und vor allem auch gedichtet, weil Dichtung Gefühle und Emotionen am stärksten ausdrücken kann. Die lyrische Sprache, die von der alltäglichen Kommunikation weit entfernt ist, kann am stärksten die innersten Stimmungen, Empfindungen und Erlebnisse zum Ausdruck bringen.

Deutschland hat eine lange dichterische Tradition, in welcher die Romdichtung einen wichtigen Platz einnimmt. Verschiedene Dichter wie Goethe und Friedrich Rückert bis zu gegenwärtigen Autoren wie Feridun Zaimoglu kamen aus ganz unterschiedlichen Gründen in die Stadt Rom. Sehr oft wurde Rom zum Ziel der Bildung besucht, um sich mit den Kunstwerken Italiens vertraut zu machen. In den meisten Fällen war es die Suche nach seelischer Inspiration. Bemerkenswert ist auch, dass die Stadt aus ganz verschiedenen Perspektiven wahrgenommen wurde. Bei manchen Autoren sind nur allgemeine Eindrücke oder Gefühlsbeschreibungen zu sehen, bei anderen werden bestimmte Monumente Roms angesprochen. Die über Rom geschriebenen Texte beziehen sich sehr oft auf die „lockere[n] örtliche[n] Beziehungen“[3], so wie z.B. bei August von Platen in seiner Ode Die Pyramide des Cestius.

[...]


[1] Franz Peter Waiblinger: Rom. Ein literarischer Reiseführer. Darmstadt, 2005. S. 271.

[2] Ebd., S. 272.

[3] Ebd., S. 272.

Ende der Leseprobe aus 7 Seiten

Details

Titel
Rom als dichterische Inspiration am Beispiel der Lyrik von August von Platen
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Veranstaltung
Europäische Romdichtung
Note
2.0
Autor
Jahr
2009
Seiten
7
Katalognummer
V173135
ISBN (eBook)
9783640932450
Dateigröße
436 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rom, Romdichtung, August von Platen, Lyrik, Dichtung, dichterische Inspiration
Arbeit zitieren
Ievgeniia Bogomolova (Karashchuk) (Autor), 2009, Rom als dichterische Inspiration am Beispiel der Lyrik von August von Platen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/173135

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