Die vorliegende Arbeit entwickelt eine Präventionsmaßnahme in Form eines Kursprogramms nach dem individuellen Ansatz im Handlungsfeld Bewegungsgewohnheiten gemäß den Qualitätskriterien des „Leitfadens Prävention“ nach § 20 SGB V. Ausgehend von aktuellen Daten zu Bewegungsmangel, Übergewicht und gesundheitlichen Risiken bei Kindern und Jugendlichen werden Bedarf, Zielgruppe, Wirksamkeit und Zielsetzungen der Maßnahme dargestellt. Darauf aufbauend wird das achtwöchige Kursprogramm „kids fit for future“ konzipiert, das die Förderung körperlicher Aktivität, die Stärkung motorischer Fähigkeiten sowie die nachhaltige Verankerung gesundheitsförderlicher Verhaltensweisen zum Ziel hat.
Inhaltsverzeichnis
1 GRUNDLEGENDE INFORMATIONEN ZUR PRÄVENTIONSMAßNAHME
1.1 Bezeichnung des Kursangebotes, Handlungsfeld, Präventionsprinzip
1.2 Bedarf
1.2.1 Epidemiologische Daten zur Prävalenz/Inzidenz des Gesundheitsproblems
1.2.2 Mögliche Ursachen und Risikofaktoren des Gesundheitsproblems
1.2.3 Mögliche Auswirkungen des Gesundheitsproblems
1.3 Wirksamkeit
1.4 Zielgruppe
1.5 Ziele der Maßnahme
2 INHALTLICH-ORGANISATORISCHE GROBPLANUNG
2.1 Begründung Kursinhalte
3 DETAILPLANUNG DES KURPROGRAMMES
4 DOKUMENTATION UND EVALUATION DES KURSPROGRAMMES
5 LITERATURVERZEICHNIS
6 VERZEICHNIS DER VERWENDETEN ABKÜRZUNGEN
7 TABELLEN- UND ABBILDUNGSVERZEICHNIS
7.1 Abbildungsverzeichnis
7.2 Tabellenverzeichnis
8 ANHANG
Anhang 1: Teilnehmerhandout
Anhang 2: Anwesenheitslisten 1-8 Einheit Teilnehmer
2.1 Teilnehmerdokumentation – kids fit for futur - Ganzkörperkräftigungskurs
2.2 Vergleich der Testergebnisse (Einheit 1 vs. Einheit 8)
Anhang 3: RKI-Fragebogen zur Erfassung des Erreichens der WHO-Bewegungsempfehlung im Kindes- und Jugendalter
Anhang 4: Fragebogen zum Wohlbefinden
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit zielt auf die Entwicklung und Planung eines bewegungsorientierten Präventionskurses für Kinder und Jugendliche ab, um dem verbreiteten Bewegungsmangel und dessen gesundheitlichen Folgen entgegenzuwirken. Im Fokus steht dabei die Verbesserung der physischen Kraft, die Steigerung der körperlichen Aktivität sowie die Förderung des subjektiven Wohlbefindens durch einen strukturierten, achtteiligen Ganzkörperkräftigungskurs.
- Evidenzbasierte Bedarfsanalyse für die Zielgruppe (Kinder und Jugendliche)
- Konzeption eines achtteiligen, stufenweise aufgebauten Ganzkörperkräftigungstrainings
- Integration von psychologischen Modellen (MoVo-LISA) zur Förderung der Selbstwirksamkeit und Motivation
- Strategien zur langfristigen Bindung an körperliche Aktivität und Transfer in den Alltag
- Konzept zur Evaluation des Kurses mittels standardisierter motorischer Tests und Fragebögen
Auszug aus dem Buch
1.2.1 Epidemiologische Daten zur Prävalenz/Inzidenz des Gesundheitsproblems
Kinder und Jugendliche sollten laut World Health Organization (WHO) im Wochenverlauf durchschnittlich mindestens 60 Minuten täglich mäßig bis intensiv körperlich aktiv sein, überwiegend im aeroben Bereich. Kräftigende Aktivitäten, die Muskulatur und Knochen stärken, werden an mindestens drei Tagen pro Woche empfohlen. Dennoch erreichen nur 22,4 % der Mädchen und 29,4 % der Jungen im Alter von 3 bis 17 Jahren diese Empfehlung (Finger et al., 2018, S. 26). Mit zunehmendem Alter sinkt die Aktivität kontinuierlich, insbesondere bei weiblichen Jugendlichen und Kindern aus sozial benachteiligten Familien.
Die KiGGS-Studie des RKI zeigt, dass die Prävalenzen von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen seit 2003–2006 auf einem hohen, aber stabilen Niveau verbleiben. In der KiGGS-Welle 2 (2014–2017) waren 15,4 % der 3- bis 17-Jährigen übergewichtig oder adipös, darunter 5,9 % mit Adipositas. Besonders betroffen sind Kinder und Jugendliche aus Familien mit niedrigem sozioökonomischem Status. Vor dem Hintergrund der damit verbundenen Folgeerkrankungen, wie Typ-2-Diabetes im Erwachsenenalter, sind frühzeitige Präventionsmaßnahmen notwendig, um der Entstehung von Übergewicht und Adipositas vorzubeugen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 GRUNDLEGENDE INFORMATIONEN ZUR PRÄVENTIONSMAßNAHME: Dieses Kapitel erläutert die theoretische Basis des Kurses, analysiert die epidemiologische Notwendigkeit durch aktuelle Studien und definiert die Zielgruppe sowie die konkreten Kursziele.
2 INHALTLICH-ORGANISATORISCHE GROBPLANUNG: Hier werden der didaktische Aufbau, die Rahmenbedingungen des Kurses sowie die Qualifikationsanforderungen an die Kursleitung detailliert festgelegt.
3 DETAILPLANUNG DES KURPROGRAMMES: Dieses Kapitel liefert eine tabellarische Übersicht über die acht Kurseinheiten, unterteilt in Hauptthemen, Lernziele und konkrete Lerninhalte.
4 DOKUMENTATION UND EVALUATION DES KURSPROGRAMMES: Hier wird das wissenschaftliche Evaluationskonzept vorgestellt, welches die Messbarkeit der Kursziele mittels Tests und standardisierten Fragebögen sicherstellt.
Schlüsselwörter
Gesundheitsförderung, Prävention, Kindheit, Jugendalter, Bewegungsmangel, Ganzkörperkräftigung, körperliche Aktivität, Muskelaufbau, Selbstwirksamkeit, Wohlbefinden, Lebensstil, Ernährung, Sportmotorischer Test, Interventionsmodell, Alltagstransfer
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit befasst sich mit der Konzeption einer gesundheitsfördernden Präventionsmaßnahme in Form eines 8-wöchigen Ganzkörperkräftigungskurses für Kinder und Jugendliche.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit fokussiert auf die Handlungsfelder Bewegungsgewohnheiten, die Reduzierung von Bewegungsmangel sowie die Vermittlung von körperlicher Fitness und gesundheitsbewusstem Verhalten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist die Verbesserung motorischer Fähigkeiten (Kraft), die Steigerung der allgemeinen körperlichen Aktivität sowie die Förderung des subjektiven Wohlbefindens der Teilnehmenden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein stufenweise konzipiertes Gruppenprogramm eingesetzt, das auf dem DSSV-Gesundheitsprogramm „Kraft aktiv“ und dem psychologischen „MoVo-Modell“ zur Verhaltensänderung basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine bedarfsorientierte Theoriephase, eine detaillierte organisatorische Grobplanung sowie eine präzise Detailplanung aller acht Einheiten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Gesundheitsförderung, Prävention, Ganzkörperkräftigung, Bewegungsmangel, Selbstwirksamkeit und körperliche Aktivität.
Warum wurde das MoVo-Modell für diesen Kurs gewählt?
Das Modell wurde gewählt, da es gezielt die Eigenverantwortung und Selbststeuerung im Gesundheitsverhalten fördert und somit eine nachhaltige Verhaltensänderung bei Kindern und Jugendlichen unterstützt.
Welche Rolle spielen die Eltern in diesem Präventionskonzept?
Eltern nehmen eine wichtige unterstützende Rolle ein; ihre zweifache Anwesenheit ist verpflichtend, um den Alltagstransfer und die langfristige Verhaltensänderung bei den Kindern zu sichern.
- Quote paper
- R. Riedel (Author), 2025, Präventionsmaßnahme im Handlungsfeld Bewegungsgewohnheiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1732179