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Analyse der Verwendung von Substantivkomposita bei Benjamin von Stuckrad-Barre

Titre: Analyse der Verwendung von Substantivkomposita bei Benjamin von Stuckrad-Barre

Dossier / Travail de Séminaire , 2003 , 19 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Sascha Schmitt (Auteur)

Philologie Allemande - Linguistique
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„Die aktuellen Kenntnisse […] mussten ihn auch nicht gleich dazu verführen, gewagte Verben wie ‚hühnern’ zu kreieren […] und dem Lektorat einen ‚bestaussehendsten’ unterzujubeln. Das gibt sich mit den Jahren, könnte ich glatt ‚jovialen’ (Otto, Ralph: Onanie in den Nordseedünen. In: Xcentric. Kassel 1998). In diesem Satz aus einer Kritik zum Roman Soloalbum spiegelt sich das Verhältnis des Journalisten und Schriftstellers Benjamin von Stuckrad-Barre zur Wortbildung des Deutschen wieder, er liebt es, damit zu spielen.
Die im oben aufgeführten Zitat vorkommenden Phänomene möchte ich hierbei allerdings nicht in den Mittelpunkt stellen, da das literarische Werk Stuckrad-Barres vergleichsweise wenig hergibt, verglichen mit den journalistischen Texten, die wesentlich mehr Material bieten. Besonders ins Auge fallen hierbei die vielen, ad hoc gebildeten Komposita, die Verwendung finden, und die in dieser Arbeit im Mittelpunkt stehen sollen. Hierbei hat sich der 2001 erschienenen Sammelband Deutsches Theater als besonders reich an Komposita erwiesen. Nach Auswertung der gefundenen Belege wurde dann das Untersuchungsgebiet nochmals auf den Bereich der Substantivkomposita beschränkt, da sich unter 116 Belegen lediglich drei nicht-substantivische Komposita fanden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Merkmale der Substantivkomposita

2.1 Strukturelle Merkmale

2.2 Produktivität

3. Grundlegende Bemerkungen zu den Texten Benjamin von Stuckrad-Barres

3.1 Biographie

3.2 Beobachtungen zur Verwendung von Komposita

4. Strukturanalyse der Komposita bei Benjamin von Stuckrad-Barre

4.1 Zweigliedrige Komposita

4.2 Dreigliedrige Komposita

4.3 Viergliedrige Komposita

4.4 Komposita mit fünf und mehr Gliedern

5. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Verwendung und Struktur von ad hoc gebildeten Substantivkomposita im literarischen und journalistischen Werk von Benjamin von Stuckrad-Barre zu untersuchen, um den spezifischen Sprachgebrauch und die stilistischen Strategien des Autors zu analysieren.

  • Strukturelle Analyse von Substantivkomposita
  • Untersuchung von Ad-hoc-Wortbildungen als stilistisches Mittel
  • Vergleich der Komposita-Verwendung in unterschiedlichen Textgattungen
  • Beobachtung von Wortspielereien durch modifizierte Komposition
  • Auswertung der Komplexität von Mehrgliedrigkeit in der Wortbildung

Auszug aus dem Buch

3.2 Beobachtungen zur Verwendung von Komposita

Wenn man den 2001 erschienenen Bildband Deutsches Theater aufmerksam durchliest fallen einem nach einer gewissen Zeit die vielen ungewöhnlichen bzw. ungebräuchlichen, weil ad hoc gebildeten Komposita auf. Insgesamt 116-mal tauchen Bildungen dieser Art auf, die auch im Mittelpunkt dieser Untersuchung stehen. Bei genauerer Beobachtung, auch wenn man ältere Texte hinzuzieht, fallen dabei bestimmte Techniken und Entwicklungen ins Auge, die hier näher erläutert werden sollen.

Zum einen fällt auf, dass Komposita mehrfach als Ersatzkonstruktionen für Beschreibungen verwendet werden. Das kann einerseits der Rücken der Gattin des Bundeskanzlers sein, um ein eher einfaches Beispiel zu wählen, der dann zum Kanzlergattinnenrücken wird, vergleichbar etwa mit der typischen Haltung, die ein Mensch beim Essen eines Fischbrötchens einnimmt, der Fischbrötchenesshaltung. Aber Komposita ersetzen auch komplizierte und stilistisch wenig elegant wirkende Beschreibungen. Zum Beispiel müsste Gymnasiumsmarmorportalboden in etwa umschrieben werden mit Fußboden aus Marmor, den man am Portal eines Gymnasiums findet. Noch komplizierter wäre die Umschreibung Teil der Jogginghose, der so ausgeschnitten ist, dass die Genitalien darin baumeln können, die Stuckrad-Barre zu Genitalbaumelzone verkürzt.

Auffällig sind auch Passagen, in denen mit Komposita gespielt wird. Das geschieht durch die reihenhafte Verwendung von Komposita, wobei nur ein Teil ersetzt wird, während der Rest erhalten bleibt. So wird etwa das „Wortmeldeformular zum Wortmeldetisch“ gebracht, oder Harald Schmidt hat eine hohe Pointenquote um kurz darauf ins Pointenloch zu fallen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt das sprachliche Spiel des Autors mit Komposita in den Fokus und definiert den untersuchten Korpus, primär den Band "Deutsches Theater".

2. Merkmale der Substantivkomposita: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der deutschen Kompositionslehre, wie binäre Verzweigung und Unterscheidung zwischen Determinativ- und Kopulativkomposita.

3. Grundlegende Bemerkungen zu den Texten Benjamin von Stuckrad-Barres: Neben einer biografischen Skizze werden hier die ersten Beobachtungen zur spezifischen, oft spielerischen Verwendung von Komposita in Stuckrad-Barres Texten dargelegt.

4. Strukturanalyse der Komposita bei Benjamin von Stuckrad-Barre: In diesem Hauptteil erfolgt eine detaillierte strukturelle Klassifizierung der Komposita nach ihrer Gliederanzahl von zwei bis zu fünf und mehr Gliedern.

5. Zusammenfassung: Die Ergebnisse werden gebündelt und der Befund unterstrichen, dass die ad hoc gebildeten Komposita ein wesentliches, stilistisches Element im Werk Stuckrad-Barres darstellen.

Schlüsselwörter

Substantivkomposita, Wortbildung, Benjamin von Stuckrad-Barre, Deutsches Theater, Remix, Ad-hoc-Bildung, Determinativkomposita, Sprachspiel, Strukturanalyse, Lexem, Morphologie, Wortkomposition, Deutsche Gegenwartssprache, Stilistik, Textmontage

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Substantivkomposita, die von dem Autor Benjamin von Stuckrad-Barre verwendet werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die strukturelle Analyse der Wortbildung und die Untersuchung von sogenannten Ad-hoc-Komposita als stilistisches Ausdrucksmittel.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Stuckrad-Barre durch kreative Kompositionsbildungen komplexe Sachverhalte verkürzt und sprachliche Effekte erzielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer strukturellen Analyse nach Hans Wellmann, wobei die Komposita in verschiedene Kategorien (z. B. nach Gliederanzahl) unterteilt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Betrachtung der Komposita-Merkmale, die Analyse der Texte Stuckrad-Barres und die detaillierte strukturelle Aufarbeitung der gefundenen Belege.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Substantivkomposita, Wortbildung, Ad-hoc-Bildung, Sprachspiel und strukturelle Analyse.

Warum wird der Band "Deutsches Theater" besonders hervorgehoben?

Der Autor stellt fest, dass "Deutsches Theater" die größte Dichte an interessanten, ad hoc gebildeten Komposita im Vergleich zu anderen Werken wie "Remix" aufweist.

Welche Rolle spielt die "Wortspielerei" bei Stuckrad-Barre?

Wortspielereien durch die reihenhafte Variation von Komposita-Bestandteilen dienen dem Autor als bewusstes Stilmittel, um Texte lebendiger oder prägnanter zu gestalten.

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Résumé des informations

Titre
Analyse der Verwendung von Substantivkomposita bei Benjamin von Stuckrad-Barre
Université
University of Trier  (Fachbereich II)
Cours
Hauptseminar: Wortbildung und Lexikologie
Note
2,0
Auteur
Sascha Schmitt (Auteur)
Année de publication
2003
Pages
19
N° de catalogue
V17328
ISBN (ebook)
9783638219242
ISBN (Livre)
9783638758642
Langue
allemand
mots-clé
Analyse Verwendung Substantivkomposita Benjamin Stuckrad-Barre Hauptseminar Wortbildung Lexikologie
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Citation du texte
Sascha Schmitt (Auteur), 2003, Analyse der Verwendung von Substantivkomposita bei Benjamin von Stuckrad-Barre, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17328
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