Ziel der vorliegenden Bearbeitung ist es, die Facetten der der Abwehrprovokation zugrunde liegenden Dogmatik herauszuarbeiten, eine Verbindung zu den übrigen Provokationsfallgruppen herzustellen und den Meinungsstand zur Rechtsfolgenseite kritisch zu bewerten. Im Hinblick auf die methodische Vorgehensweise erfolgt in der gebotenen Kürze zunächst eine Veranschaulichung der allgemeinen Problematik zur Notwehreinschränkung. Der darauf folgende Abschnitt beschäftigt sich mit einer Untersuchung des Problems im engeren Sinne, d.h. er stellt unter Berücksichtigung des aktuellen Meinungsstandes und anhand von Rechtsprechungsfällen den Begriff und die Rechtsfolgenproblematik sowie eine Auseinandersetzung mit in Betracht zu ziehenden Notwehreinschränkungen dar. Aufgrund systematischer Gemeinsamkeiten muss zwangsläufig auch ein näherer Bezug zu den übrigen Provokationsfallgruppen hergestellt werden. Im Anschluss daran werden einzelne, der Thematik häufig anlastende Probleme hinsichtlich ihres Einflusses auf die Abwehrprovokation näher beleuchtet. Eine abschließende Betrachtung soll einen Ausblick auf eine mögliche Entwicklung in Rechtsprechung und Literatur geben.
- Arbeit zitieren
- Marion Sautter (Autor:in), 2006, Abwehrprovokation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1733040