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Leopold Ziegler: 25 Sätze zwischen Steuerungsfähigkeit und Gemeinwohl - alte Schrift mit aktuellem Kern?

Title: Leopold Ziegler: 25 Sätze zwischen Steuerungsfähigkeit und Gemeinwohl - alte Schrift mit aktuellem Kern?

Term Paper (Advanced seminar) , 2011 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Thomas Meißner (Author)

Politics - General and Theories of International Politics
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„Wer auf düstere Wolken zusegelt, muss das Ölzeug bereitlegen und nicht die Badeschlappen anziehen. Es wäre gut, wenn das die Politik schnell zur Kenntnis nimmt.“ Diese düsteren Wolken können außen- und innenpolitische Gründe haben. Sowohl das Handeln politischer Akteure als auch die politische Kultur sowie die Konfiguration eines politischen Systems sind mögliche Ursachen. Damit die Politik den daraus resultierenden Handlungsbedarf zur Kenntnis nimmt, muss diese auf die düsteren Wolken aufmerksam gemacht werden. Dazu dienen Politikwissenschaft, Medien und zeitgenössische Literatur. Dem Zeitgeist der Weimarer Republik folgend übte Leopold Ziegler im Rahmen seiner Schrift „25 Sätze vom Deutschen Staat“ vielfältige Kritik am bestehenden politischen System der Weimarer Republik und erarbeitete Reformvorschläge. Ein genauerer Blick zeigt, dass sich Leopold Ziegler dabei ständig zwischen Steuerungsfähigkeit und Gemeinwohl bewegt. Folglich soll diese Arbeit zeigen, dass die „25 Sätze vom Deutschen Staat“ 25 Sätze zwischen Gemeinwohl und Steuerungsfähigkeit sind. Außerdem wird erörtert, dass dies eine Problematik mit hoher Aktualität darstellt, da sich auch bis heute Politikwissenschaftler aufgrund der Realpolitik und bestehender politischer Systeme damit auseinander setzen und ebenso Reformvorschläge erarbeiten.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Forschungsstand

1.3 Herangehensweise

2. Steuerungsfähigkeit und Gemeinwohl

2.1 Steuerungsfähigkeit

2.2 Gemeinwohl(-orientierung)

3. Ziegler zwischen Steuerungsfähigkeit und Gemeinwohl

3.1 Merkmale des Staates

3.2 Der Weg zur Willensbildung - Wahlen

3.3 Zwischeninstanzen

3.4 Vom Lehenswesen bis zur modernen Demokratie

3.5 Der Körperschaftsstaat als Zukunftsmodell

4. Die Aktualität Zieglers

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Steuerungsfähigkeit und Gemeinwohl in Leopold Zieglers Schrift „25 Sätze vom Deutschen Staat“ und analysiert deren theoretische sowie aktuelle politikwissenschaftliche Relevanz im Hinblick auf Reformvorschläge politischer Systeme.

  • Analyse der Begriffe Steuerungsfähigkeit und Gemeinwohl
  • Kritische Auseinandersetzung mit den „25 Sätzen vom Deutschen Staat“
  • Untersuchung von Willensbildungsprozessen und Zwischeninstanzen
  • Vergleich historischer Staatsmodelle mit Zieglers Körperschaftsstaat
  • Aktuelle Bedeutung von Wahlreformen und dem Begriff des „Volkswillens“

Auszug aus dem Buch

3.4 Vom Lehenswesen bis zur modernen Demokratie

„Aber vordringlicher noch, als der Vollzug des Gesetzes ist für die Herrschaftsmitte, die sich nach außen wie nach innen durchzusetzen hat, das Heer.“ Da der Krieg am stärksten die Bauern belasten würde, werden sie vom Kriegsdienst gegen bestimmte Abgaben befreit und Krieger oder Ritter stattdessen damit beauftragt. Als Entschädigung erhalten sie Leihegut aus königlichem Grundbesitze. Somit entsteht ein Lehensverhältnis, das Ritter und Krieger als Lehensempfänger an ihre Lehensherren bindet. Dies macht „die Wehrmacht zum Werkzeug der Herrschaftsmitte und [ermöglicht] die Übertragung des Staatswillens auf das Heer […]. Vasall und Beamter gehorsamen jetzt beide dem König als wichtigste Instrumente der Übertragung.“ Allerdings dienen nicht nur königlicher Grundbesitz, sondern auch Ämter als Lehen. Damit wird der Staat zum Lehensstaat und die Lehensverhältnisse binden die Lehensempfänger an die Lehensherren. Hier erkennt Ziegler ein weiteres Problem des mittelalterlichen Ständestaates: Die Willensübertragung „von oben nach unten“ wird umso schwieriger, je „enger sich die Bande zwischen dem einzelnen Vasallen und seinem Senior schürzen.“ Die Herrschaftsmitte erreiche untere Gruppen nur durch Bemühungen der Zwischeninstanzen, womit „jede durchgreifende Maßnahme der Herrschaftsmitte von vornherein gelähmt ist“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung ein und erläutert den Forschungsstand sowie die methodische Vorgehensweise zur Analyse von Leopold Zieglers Werk.

2. Steuerungsfähigkeit und Gemeinwohl: Dieses Kapitel definiert die zentralen Analysekategorien der Arbeit, indem es die Begriffe Steuerungsfähigkeit und Gemeinwohl theoretisch eingrenzt.

3. Ziegler zwischen Steuerungsfähigkeit und Gemeinwohl: Hier wird Zieglers Schrift detailliert untersucht, wobei Themen wie Staatsmerkmale, Wahlen, Zwischeninstanzen und sein Entwurf des Körperschaftsstaates analysiert werden.

4. Die Aktualität Zieglers: Dieses Kapitel prüft die gegenwärtige Relevanz von Zieglers Überlegungen anhand moderner Debatten, etwa zur Föderalismusreform oder zu Wahlsystemen.

5. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung resümiert die Ergebnisse der Untersuchung und bestätigt die anhaltende Bedeutung von Zieglers Thesen für die aktuelle Politikwissenschaft.

Schlüsselwörter

Leopold Ziegler, 25 Sätze vom Deutschen Staat, Steuerungsfähigkeit, Gemeinwohl, Volkswille, Körperschaftsstaat, Willensbildung, Politikwissenschaft, Ständestaat, Wahlsystemreform, Parteienstaat, Herrschaftsmitte, Reformvorschläge, Politische Theorie, Demokratie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das theoretische Werk Leopold Zieglers, insbesondere seine „25 Sätze vom Deutschen Staat“, im Hinblick auf das Spannungsverhältnis zwischen Steuerungsfähigkeit und Gemeinwohl.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten gehören Staatsmodelle, Willensbildungsprozesse, die Rolle von Zwischeninstanzen sowie die Kritik am modernen Parteienstaat.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, dass Ziegler in seinen Schriften stetig zwischen den Polen Steuerungsfähigkeit und Gemeinwohl abwägt und diese Problematik bis heute hochaktuell bleibt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin oder der Autor verwendet eine politikwissenschaftliche Textanalyse, in der historische Staatskonzepte und Zieglers Reformvorschläge anhand definierter Kriterien kritisch hinterfragt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert Zieglers Verständnis von Staat, seine Kritik an Wahlverfahren und die Konzeption des Körperschaftsstaates als alternatives Zukunftsmodell.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Zentrale Begriffe sind neben Steuerungsfähigkeit und Gemeinwohl insbesondere der Körperschaftsstaat, der Volkswille und die Debatte um Wahlsysteme.

Wie bewertet Ziegler die moderne Demokratie?

Ziegler kritisiert die moderne Demokratie vor allem für ihre Tendenz zur Vermassung und das gelockerte Verhältnis zwischen Abgeordneten und Wählern, was zu einem Mangel an Gemeinwohlorientierung führt.

Was ist das Besondere an Zieglers Modell des Körperschaftsstaates?

Zieglers Entwurf zielt darauf ab, durch eine hierarchisch-korporative Struktur das „Enteinzeln“ des Menschen zu fördern und durch gezieltes Design das richtige Mischungsverhältnis von Gemeinwohl und staatlicher Steuerungsfähigkeit herzustellen.

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Details

Title
Leopold Ziegler: 25 Sätze zwischen Steuerungsfähigkeit und Gemeinwohl - alte Schrift mit aktuellem Kern?
College
Technical University of Chemnitz  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Die Konservative Revolution im 19. Jahrhundert
Grade
1,3
Author
Thomas Meißner (Author)
Publication Year
2011
Pages
17
Catalog Number
V173381
ISBN (eBook)
9783640935888
ISBN (Book)
9783640935802
Language
German
Tags
leopold ziegler sätze steuerungsfähigkeit gemeinwohl schrift kern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Meißner (Author), 2011, Leopold Ziegler: 25 Sätze zwischen Steuerungsfähigkeit und Gemeinwohl - alte Schrift mit aktuellem Kern?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/173381
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