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Gerechtigkeit der Mannheimer Inszenierung von Palmethofers Stück "faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete"

Title: Gerechtigkeit der Mannheimer Inszenierung von Palmethofers Stück "faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete"

Essay , 2010 , 3 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Ievgeniia Bogomolova (Karashchuk) (Author)

Theater Studies, Dance
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Faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete ist ein Stück von Ewald Palmetshofer, einem Nachwuchsdramatiker aus Österreich. Im Folgenden möchte ich das Stück selbst sowie dessen Inszenierung betrachten. Die Frage, die ich hier in den Mittelpunkt stelle ist, wie nahe die Inszenierung unter der Regie von Dieter Boyer vom 29. Januar, die ich am Nationaltheater Mannheim gesehen habe, am dramatischen Text von Ewald Palmetshofer ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Problemstellung

1.1 Definition und Problematik des Begriffs Werktreue

1.2 Analyseansatz der Mannheimer Inszenierung

2. Formale Aspekte des Werkes

2.1 Aufbau und Struktur des Stückes

2.2 Dialogische Form und sprachliche Gestaltung

3. Die Inszenierung von Dieter Boyer

3.1 Performativer Charakter und Lesbarkeit des Textes

3.2 Zentrale Figuren und thematische Suche

3.3 Inszenierungsebenen und räumliche Umsetzung

3.4 Kostümierung und visuelle Kontraste

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Inszenierung des Stücks „Faust hat hunger und verschluckt sich an einer Grete“ von Ewald Palmetshofer durch Dieter Boyer am Nationaltheater Mannheim unter besonderer Berücksichtigung des Begriffs der Werktreue.

  • Untersuchung des problematischen Begriffs der Werktreue im modernen Theater.
  • Analyse der formalen Struktur und der sprachlichen Besonderheiten des Dramentextes.
  • Untersuchung des Verhältnisses von Textvorlage und performativer Umsetzung.
  • Interpretation der Inszenierungsebene, der Kostümwahl und der räumlichen Symbolik.
  • Reflektion über die modernen faustischen Menschen und ihre Suche nach universellem Glück.

Auszug aus dem Buch

Die moderne faustische Suche

Das Stück faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete erzählt die Geschichte von drei Paaren und von Heinrich (Faust) und Grete. In seinem Stück versucht Ewald Palmetshofer die modernen faustischen Menschen zu zeigen. Das zentrale Thema des Stückes ist die Suche nach Glück, und zwar nach dem universellen Glück. Die Suchenden sind Heinrich und Grete, die aber an dieser Suche scheitern: Weder findet Heinrich sein Glück in seiner Reise nach Afrika, noch sieht Grete die Geburt des Kindes als universelles Glück.

Das führt dazu, dass Grete ihr ungeborenes Kind und sich selbst tötet. „Wo das Begehren nach Universalem und das Erleben von Individuellem zusammenkommen, stehen Heinrich und Grete vor einem unlösbaren Problem. Das Universale ist unerreichbar und das Individuelle reicht nicht aus“, so Stefanie Gottfried.

Die beiden, Heinrich und Grete, nehmen eine zentrale Rolle im Stück ein, kommen aber überhaupt nicht vor, sondern werden von den anderen Schauspielern abwechselnd inszeniert, es ist eine Inszenierung der Inszenierung. Dabei schwanken sie ständig zwischen Gegenwart und Vergangenheit, aber die Grenze ist manchmal sehr schmal und kaum merklich. Dadurch erschafft Palmetshofer eine unmittelbare Verbindung zwischen dem Jetzt und der Vergangenheit. So auch wenn er Goethes Faust aufgreift und in die Gegenwart bringt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Werktreue kritisch anhand von Theorien von Erika Fischer-Lichte und führt in das zu analysierende Stück ein.

2. Formale Aspekte des Werkes: Hier werden der formale Aufbau des Stückes in 23 Passagen sowie die sprachliche Gestaltung durch umgangssprachliche, fragmentarische Dialoge dargelegt.

3. Die Inszenierung von Dieter Boyer: Dieser Abschnitt analysiert die Umsetzung des Stückes durch den Regisseur, wobei der Fokus auf Kostümen, Bühnenbild und der performativen Darstellung der Figuren liegt.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Inszenierung trotz der textlichen Schwierigkeiten als wergetreu bezeichnet werden kann, da sie den performativen Charakter des Skelett-Textes kongenial entfaltet.

Schlüsselwörter

Ewald Palmetshofer, Faust, Werktreue, Dieter Boyer, Nationaltheater Mannheim, Inszenierung, Performativer Charakter, Moderne, Glückssuche, Dramentheorie, Fragmentarische Sprache, Bühnenbild, Kostümgestaltung, Theaterkritik, Zeitgenössische Dramatik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit einer Aufführung des Stückes „Faust hat hunger und verschluckt sich an einer Grete“ am Nationaltheater Mannheim und prüft dessen Nähe zur Textvorlage.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Begriff der Werktreue, die formale Struktur des Stückes sowie die praktische Umsetzung durch Regie und Schauspiel.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist zu untersuchen, wie Dieter Boyer das Werk von Ewald Palmetshofer inszeniert hat und ob diese Inszenierung im Kontext des Begriffs „wergetreu“ als adäquat betrachtet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Analyse von Textstrukturen und eine theaterwissenschaftliche Beobachtung der Inszenierungspraxis unter Einbeziehung relevanter Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die formale Analyse des Dramentextes und die detaillierte Betrachtung der Inszenierungsmethoden, wie Kostümwahl und Bühnenraum.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Ewald Palmetshofer, Werktreue, performativer Charakter, moderne Glückssuche und fragmentarische Sprache.

Wie geht die Inszenierung mit den Figuren Heinrich und Grete um?

Heinrich und Grete sind auf der Bühne nicht physisch präsent, sondern werden abwechselnd von anderen Schauspielern dargestellt, was eine „Inszenierung der Inszenierung“ erzeugt.

Welche Bedeutung kommt dem Bühnenbild zu?

Das Bühnenbild enthält eine zentrale Leerstelle in Form eines schwarzen Lochs, die im Verlauf des Stückes durch ein Zelt symbolisch als globale Katastrophe markiert wird.

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Details

Title
Gerechtigkeit der Mannheimer Inszenierung von Palmethofers Stück "faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete"
College
University of Freiburg
Course
Das "postdramatische Theater" - Text und Inszenierung
Grade
2,3
Author
Ievgeniia Bogomolova (Karashchuk) (Author)
Publication Year
2010
Pages
3
Catalog Number
V173440
ISBN (eBook)
9783640937004
Language
German
Tags
Palmethofer "faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete" postdramatisches Thetaer Theater
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ievgeniia Bogomolova (Karashchuk) (Author), 2010, Gerechtigkeit der Mannheimer Inszenierung von Palmethofers Stück "faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/173440
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