Das Thema der vorliegenden Hausarbeit lautet „Die Gottesbeziehung“. Dieses Thema habe ich gewählt, weil für mich die Beziehung zu Gott der Kern christlichen Glaubens ist. Glaube ist und bleibt niemals gleich, er verändert sich ein Leben lang. Dies bedeutet, dass sich auch die Beziehung zu Gott verändert und so ständig im Wandel ist.
Dabei ist mir besonders wichtig zu erarbeiten, wie eine solche Beziehung entsteht und was das für mich als zukünftige Religionslehrerin bedeutet.
Im Folgenden soll herausgearbeitet werden, wie die Beziehung zwischen den Menschen und Gott in der Bibel beschrieben wird. Anschließend sollen zwei kontroverse Meinungen zur Gottesvorstellung erarbeitet werden. Dabei wird hervorgehoben, was diese Auffassungen über die Gottesbeziehung aussagen. Dann wird beschrieben, wie eine Gottesbeziehung aufgebaut werden kann. Dazu wird sich mit verschiedenen Grundformen, die die Gottesbeziehung aufbauen helfen, auseinandergesetzt. Am Ende soll erörtert werden, worauf in den ersten Schuljahren im Religionsunterricht zu achten ist, damit den Kindern ermöglicht wird eine Gottesbeziehung aufzubauen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Beziehung zwischen Menschen und Gott
2.1 Im Alten Testament
2.2 Im Neuen Testament
3. Modelle zur Entwicklung von Gottesvorstellungen
3.1 Sigmund Freud
3.2 James Fowler
3.3 Stellungnahme
4. Eine Gottesbeziehung aufbauen
4.1 Gott feiern
4.2 Von Gott erzählen
4.3 Kontingenzbewältigung
4.4 Wissensaufbau
4.5 Beten
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Natur der Gottesbeziehung, ihre biblischen Grundlagen sowie die psychologischen Entwicklungsschritte religiösen Glaubens. Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie insbesondere im schulischen Kontext die Entstehung einer lebendigen Beziehung zu Gott unterstützt werden kann.
- Biblische Perspektiven der Gottesbeziehung (Altes und Neues Testament)
- Entwicklungsmodelle religiöser Vorstellungen nach Sigmund Freud und James Fowler
- Pädagogische Grundformen zum Aufbau einer Gottesbeziehung
- Die Rolle des Gebets in der Beziehung zwischen Mensch und Gott
- Praktische Implikationen für den Religionsunterricht in der Grundschule
Auszug aus dem Buch
4.5 Beten
Dieser Abschnitt wird etwas stärker vertieft, da diese Grundform „glaubensbildend“ ist (so auch Gott feiern, von Gott erzählen und die Kontingenzbewältigung). Der Wissensaufbau ermöglicht lediglich reflektiert über seinen Glauben nachzudenken. Außerdem stellt das Beten am deutlichsten dar, dass eine Beziehung zu Gott existiert.
Innerhalb des Gebetes findet ein Gespräch mit Gott statt. Gott wird hierbei als „«Person»“ erfahren und sofort geduzt. „Im Gebet «erschafft» man Gott; man drückt aus, dass da ein Verhältnis ist […]“. Indem man mit ihm spricht, versieht man ihn mit einem „Selbst“. Bei Kindern tritt häufig das „beschreibende Gebet“ auf. Hierbei stellt das Kind eine Verbindung von „Klage und Bitte, Lob und Dank mit konkreten Situationen“ her. Mit dem Gebet können wir Gott in uns entstehen lassen. Dies geschieht dadurch, dass wir eben durch das Gebet Einfluss auf ihn ausüben.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung umreißt das Thema der Gottesbeziehung als Kern des christlichen Glaubens und legt das methodische Vorgehen der Arbeit dar.
2. Die Beziehung zwischen Menschen und Gott: Dieses Kapitel analysiert die biblische Darstellung der Beziehung zwischen Schöpfer und Mensch im Alten sowie im Neuen Testament.
3. Modelle zur Entwicklung von Gottesvorstellungen: Es werden die theoretischen Konzepte von Sigmund Freud und James Fowler gegenübergestellt, um religiöse Entwicklungsprozesse zu verstehen.
4. Eine Gottesbeziehung aufbauen: Dieser Abschnitt beschreibt pädagogische Ansätze wie Feiern, Erzählen und Beten, die Kindern helfen, eine eigene Gottesbeziehung zu entwickeln.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die aktive Rolle von Lehrkräften bei der Gestaltung religiöser Lernumgebungen.
Schlüsselwörter
Gottesbeziehung, Religionspädagogik, Glaubensentwicklung, James Fowler, Sigmund Freud, christlicher Glaube, Gebet, Kontingenzbewältigung, biblische Exegese, Gottesbild, religiöse Erziehung, Symbolhandlung, Grundschule, Urvertrauen, religiöse Kompetenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung und Vertiefung der Gottesbeziehung aus theologischer und religionspädagogischer Sicht.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen biblische Gottesbilder, die psychologische Stufenentwicklung des Glaubens sowie konkrete pädagogische Grundformen für den Unterricht.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lehrer durch gezielte Situationen und Erfahrungen Kinder dabei unterstützen können, eine lebendige Beziehung zu Gott aufzubauen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, um sowohl biblische Quellen als auch psychologische Theorien (Fowler/Freud) für die religionspädagogische Praxis fruchtbar zu machen.
Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine biblische Analyse, eine kritische Auseinandersetzung mit entwicklungspsychologischen Modellen und die Vorstellung von fünf Grundformen des Aufbaus einer Gottesbeziehung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Gottesbeziehung, Glaubensentwicklung, religiöse Erziehung und das Gebet als Form der Kommunikation mit Gott.
Wie unterscheidet sich Freuds Sicht auf Religion von der Fowlers?
Freud betrachtet Religion eher als psychologische Projektion eines "erhöhten Vaters", während Fowler den Glauben als stufenartigen Prozess des "Eintauchens in das Kräftefeld des Lebens" positiv entwickelt.
Welche Bedeutung hat das Gebet im Kontext der Arbeit?
Das Gebet wird als die wichtigste glaubensbildende Grundform hervorgehoben, da es die explizite Beziehung und das Gespräch mit Gott als "Person" darstellt.
- Arbeit zitieren
- Meike Voß (Autor:in), 2009, Die Gottbeziehung - Die Beziehung zu Gott als Kern christlichen Glaubens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/173463