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Die Linke. Sozialistischer Deutscher Studentenbund

Neuauflage des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes?

Titel: Die Linke. Sozialistischer Deutscher Studentenbund

Hausarbeit , 2011 , 18 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Marc Ehlert (Autor:in)

Pädagogik - Allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

02. Juni 1967, 22°C Höchsttemperatur in Mitten eines Hochdruckgebietes. Schönes, fast wolkenloses, warmes Wetter über Berlin. Laut den Meteorologen verspricht dieser Tag eine Reihe von herrlichen bis zu 25°C warmen Sommertagen einzuleiten. Besonderes ist nicht der erwartete Höchstwert, der im Vergleich zu den Folgemonaten Juli und August nicht unbedingt herausragend zu sein scheint. Vielmehr ist es das Ereignis des Tages, „denn der Schah von Persien ist mit Gattin seit Ende Mai auf Staatsbesuch in Deutschland; knapp 24 Stunden verbringen Mohammed Reza und Farah Diba in West-Berlin“ . Gegen diesen Besuch demonstrierte eine Vielzahl von Studenten in der Bismarckstraße 35 in Berlin, dem Platz, an dem die Deutsche Oper steht. Nichts Außergewöhnliches für die sogenannte 68er Bewegung wird sich an dieser Stelle der ein oder andere denken. Dieser Tag sollte jedoch der Wendepunkt in der studentischen Protestbewegung sein und „eine nicht gekannte Eskalation von Gewalt und Gegengewalt zwischen Staatsapparat und Studentenschaft“ auslösen. Auch heutzutage gibt es Aktionen und Organisationen, die durch Studierende hervorgerufen werden und somit als Studentenbewegungen angesehen werden können. Dabei soll die im Jahre 2007 gegründete ‚Die Linke.Sozialistisch-Demokratischer Studierendenverband‘ (Die Linke.SDS) genannt werden. Die Linke.SDS bezeichnet sich als eine politische, studentische Organisation, die ihr Programm an sozialistischen und linksorientierten Zielen ausrichtet. Sowohl der damalige SDS als auch Die Linke.SDS verbindet somit die revolutionäre Ansicht zum Kapitalismus. Daher wäre es naheliegend, der Frage nachzugehen, ob und inwieweit Die Linke.SDS als Nachfolger des SDS betrachtet werden kann oder ob die heutige studentische Bewegung lediglich den Namen ‚SDS‘ übernommen hat, um so gegebenenfalls Aufmerksamkeit zu erzielen und Kritiker zu beeindrucken.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der SDS

3. Die Linke.SDS

4. Der SDS und Die Linke.SDS im Vergleich

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische und politische Verbindung zwischen dem Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) der 1960er Jahre und dem 2007 gegründeten Verband „Die Linke.SDS“, um die Forschungsfrage zu beantworten, ob letzterer als direkter Nachfolger der historischen Organisation betrachtet werden kann oder ob es sich lediglich um eine Namensübernahme aus strategischen Gründen handelt.

  • Historische Analyse des SDS und seiner ideologischen Strömungen
  • Untersuchung der Organisationsgeschichte und Ziele von Die Linke.SDS
  • Vergleichende Analyse der politischen Ausrichtung und Parteibindungen
  • Rolle des Generationskonflikts in der studentischen Bewegung
  • Bewertung des Einflusses von Mutterparteien auf die studentische Organisation

Auszug aus dem Buch

Politische Gruppierung und Ziele

An dieser Stelle alle politischen und ideologischen Ziele zu nennen, würde den vorgegebenen Rahmen sprengen, daher möchte ich nur auf wichtige und klar erkennbare Ziele eingehen. Innerhalb des SDS kann nicht von einem einheitlichen Bild gesprochen werden. Dies hatte zur Folge, dass innerhalb dieser antiparlamentarischen Bewegung unterschiedliche Ziele und Motivationshintergründe vorhanden waren. Ihre wichtigsten Unterscheidungsmerkmale waren die Konzeption ihrer geforderten Gesellschaft und die strategisch-taktischen Herangehensweisen. Der SDS gliederte sich hauptsächlich in zwei Gruppierungen. Zu ihnen gehörten die Antiautoritären und die Traditionalisten. Zunächst möchte ich auf die antiautoritäre Ideologie eingehen. Sie war zugleich die vorherrschende politische Richtung innerhalb des SDS. Klar formulierte Ziele, wie wir sie heute in Form eines Parteiprogramms kennen, hatte der SDS nicht, vielmehr war es ein Sammelsurium von Wünschen und Vorstellungen. Anhänger forderten die Abschaffung des wirtschaftlichen Systems, welches sie als spätkapitalistisch bezeichneten. Definiert wurde dieser Spätkapitalismus als Wirtschaftsordnung mit „repressivem Zwangscharakter“.

Ziel dieser Richtung war es, das bestehende Gesellschafts- und Wirtschaftssystem zu verändern. Gelingen sollte dies, indem der Mensch dazu befähigt wird, nicht geistig, sondern politisch seine eigenen Ziele zu formulieren und diese nach Bedürfnis zu erfüllen. Sowohl Oelinger (1969) als auch das Bundesministerium des Inneren (BMI) (1969) haben sich mit dieser Thematik auseinander gesetzt und festgestellt, dass nach dem SDS, die menschlichen Bedürfnisse wie Frieden, Freiheit und Glück dem Leistungsprinzip entgegengesetzt werden sollten, damit die Selbstbestimmung maßgeblich vorangetrieben wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die historische Zäsur des 2. Juni 1967 ein und begründet die Relevanz der Untersuchung des SDS und seines potenziellen Nachfolgers.

2. Der SDS: Hier werden die Entstehung, die organisatorische Struktur sowie die zwei prägenden Strömungen – Antiautoritäre und Traditionalisten – des historischen SDS beleuchtet.

3. Die Linke.SDS: Dieser Abschnitt widmet sich der Gründung, dem Selbstverständnis und der programmatischen Ausrichtung des 2007 gegründeten Verbandes Die Linke.SDS.

4. Der SDS und Die Linke.SDS im Vergleich: In diesem Kapitel werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Verbände hinsichtlich ihrer Ziele, ihrer parteipolitischen Anbindung und ihrer Arbeitsweisen gegenübergestellt.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Die Linke.SDS trotz ideologischer Anknüpfungspunkte keine identische Neuauflage des historischen SDS darstellt.

Schlüsselwörter

SDS, Die Linke.SDS, Studentenbewegung, 68er Bewegung, Sozialismus, Spätkapitalismus, Antiautoritäre, Traditionalisten, Hochschulpolitik, Parteibindung, Politische Organisation, Kapitalismuskritik, Politische Bildung, Historischer Vergleich, Studentenverband

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen dem historischen SDS aus den 1960er Jahren und der modernen Organisation „Die Linke.SDS“.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die politische Ideologie, das Organisationsgefüge und die Parteibindungen beider Studentenverbände.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob Die Linke.SDS als rechtmäßiger Nachfolger des SDS angesehen werden kann oder ob der Name lediglich symbolisch genutzt wird.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, die politische Dokumente, Internetauftritte und historische Berichte vergleichend auswertet.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung beider Organisationen sowie eine vergleichende Analyse ihrer politischen Ziele und Strategien.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sozialistischer Deutscher Studentenbund, Antiautoritarismus, Kapitalismuskritik und Parteibindung.

Wie unterschied sich der historische SDS intern?

Der SDS war in antiautoritäre und traditionalistisch-marxistische Strömungen gespalten, die jeweils unterschiedliche gesellschaftliche Zielvorstellungen verfolgten.

Inwiefern unterscheidet sich die Anbindung an die Mutterpartei?

Während der SDS sich im Laufe der Zeit von der SPD abspaltete, bekennt sich Die Linke.SDS offen zu einer engen organisatorischen und politischen Bindung an die Partei Die Linke.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Linke. Sozialistischer Deutscher Studentenbund
Untertitel
Neuauflage des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes?
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Note
2,3
Autor
Marc Ehlert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
18
Katalognummer
V173508
ISBN (eBook)
9783640936304
ISBN (Buch)
9783640936236
Sprache
Deutsch
Schlagworte
linke sozialistischer deutscher studentenbund neuauflage sozialistischen deutschen studentenbundes
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marc Ehlert (Autor:in), 2011, Die Linke. Sozialistischer Deutscher Studentenbund, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/173508
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Leseprobe aus  18  Seiten
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