Bewegungsmangel zählt zu den größten Gesundheitsproblemen im Kindes- und Jugendalter und kann langfristig negative Auswirkungen auf die körperliche, motorische und psychosoziale Entwicklung haben. Vor diesem Hintergrund untersucht die vorliegende Arbeit die motorische Leistungsfähigkeit von Grundschulkindern anhand des Deutschen Motorik-Tests 6–18 (DMT 6–18).
Im Rahmen einer schulischen Querschnittsstudie wurden 51 Schülerinnen und Schüler der vierten Jahrgangsstufe einer Grundschule in Fürth hinsichtlich ihrer motorischen Fähigkeiten in den Bereichen Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination getestet. Ergänzend erfolgte eine Erfassung anthropometrischer Daten zur Bewertung des Body-Mass-Index und möglicher Gewichtskategorien.
Neben der Darstellung des aktuellen Forschungsstands zu Bewegungsverhalten, Bewegungsmangel und gesundheitlichen Auswirkungen körperlicher Aktivität im Kindesalter werden die Ergebnisse der Testungen analysiert und mit normierten Referenzwerten verglichen. Die Arbeit liefert damit einen praxisnahen Einblick in die motorische Leistungsfähigkeit von Grundschulkindern und verdeutlicht die Bedeutung gezielter Bewegungsförderung im schulischen Alltag.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
2 ZIELSETZUNG
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND
3.1 Zentrale Gesundheitsprobleme im Kindes- und Jugendalter
3.2 Bewegungsempfehlungen für Kinder und Jugendliche
3.3 Bewegungsverhalten und Bewegungsmangel von Kindern und Jugendlichen
3.4 Zusammenhänge zwischen körperlich-sportlicher Aktivität und Gesundheit im Kindes- und Jugendalter
3.5 Verfahren zur Erfassung der motorischen Leistungsfähigkeit
4 METHODIK
4.1 Studiendesign und Stichprobe
4.1.1 Studiendesign
4.1.2 Rekrutierung der Stichprobe und Ein-/Ausschlusskriterien
4.1.3 Stichprobe
4.2 Anthropometrische Messungen
4.3 Durchführung des Deutschen Motorik Tests
4.3.1 Testbeschreibung und Testmaterial
4.3.2 Standardisierung und Durchführung
4.3.3 Testablauf und Beschreibung der Einzeltests
4.3.3.1 20-Meter-Sprint
4.3.3.2 Balancieren rückwärts
4.3.3.3 Seitliches Hin- und Herspringen
4.3.3.4 Rumpfbeuge
4.3.3.5 Liegestütz
4.3.3.6 Sit-Ups
4.3.3.7 Standweitsprung
4.3.3.8 6-Minuten-Lauf
4.4 Methoden der Datenanalyse
4.4.1 Datenerfassung und -aufbereitung
4.4.2 Deskriptive statistische Auswertung
4.4.3 Normierung und Bewertung der Testergebnisse
4.4.4 Bildung des Dimensionswertes „Kraft“
4.4.5 Gesamtwertbildung
5 ERGEBNISSE
5.1 Beschreibung der Stichprobe
5.1.1 Anthropometrische Merkmale
5.1.2 Body-Mass-Index
5.2 Ergebnisse der Einzeltests
5.2.1 20-Meter-Sprint
5.2.2 Balancieren rückwärts
5.2.3 Seitliches Hin- und Herspringen
5.2.4 Rumpfbeuge
5.2.5 Liegestütz
5.2.6 Sit-Ups
5.2.7 Standweitsprung
5.2.8 6-Minuten-Lauf
5.3 Ergebnisse der motorischen Dimensionen
5.4 Ergebnisse des motorischen Gesamtwertes
6 DISKUSSION
6.1 Zusammensetzung der Stichprobe und Compliance der Schüler
6.2 Durchführungsbedingungen, Standardisierung und potenzielle Störgrößen
6.3 Einordnung der Übergewichts- und Adipositasprävalenz im Vergleich zur aktuellen Datenlage
6.4 Einordnung der DMT-Ergebnisse im Kontext von Normdaten und Forschung
6.5 Kritische Reflexion der Methodik und mögliche Einflussfaktoren
6.6 Schlussfolgerungen, Handlungsempfehlungen und Ausblick
7 ZUSAMMENFASSUNG
8 LITERATURVERZEICHNIS
8.1 Tabellenverzeichnis
8.2 Abbildungsverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Bachelor-Thesis untersucht die motorische Leistungsfähigkeit von Schülern der vierten Jahrgangsstufe anhand des Deutschen Motorik-Tests 6-18 (DMT 6-18), um den aktuellen Leistungsstand zu erheben und Förderbedarfe zu identifizieren.
- Erfassung der motorischen Leistungsfähigkeit mittels standardisierter Testaufgaben
- Interpretation der Ergebnisse hinsichtlich Stärken und Schwächen in verschiedenen motorischen Dimensionen
- Analyse der Verteilung des Body-Mass-Index (BMI) zur Einordnung von Übergewicht und Adipositas
- Ableitung von handlungsorientierten Empfehlungen für den schulischen Kontext
Auszug aus dem Buch
4.3.3.2 Balancieren rückwärts
Beim „Balancieren rückwärts“ wird die koordinative Leistungsfähigkeit unter Präzisionsanforderungen erfasst. Die Kinder absolvierten jeweils zwei Wertungsdurchgänge auf drei unterschiedlich breiten Balken. Der Test begann an einem Startbrett. Jedes Kind bekam einen Probeversuch sowohl vorwärts als auch rückwärts zu balancieren. Gewertet wurde die Anzahl korrekt ausgeführter Schritte bis zum ersten Bodenkontakt oder bis acht Schritte gemacht oder das Ende des 3 m langen Balkens erreicht wurden. Die maximal erreichbare Gesamtpunktzahl über alle Balken betrug 48 Punkte.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Das Kapitel thematisiert den Wandel des Krankheitsspektrums bei Kindern und Jugendlichen sowie die Bedeutung motorischer Leistungsfähigkeit für eine gesunde Entwicklung im Kontext von Bewegungsmangel und Adipositas.
2 ZIELSETZUNG: Hier wird das primäre Ziel definiert, die motorische Leistungsfähigkeit von Viertklässlern mittels DMT 6-18 zu erfassen und die Verteilung des BMI innerhalb der Stichprobe zu bewerten.
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND: Dieser Abschnitt bietet eine fundierte Literaturrecherche zu Gesundheitsproblemen, Bewegungsempfehlungen und dem Einfluss von körperlicher Aktivität auf die kindliche Entwicklung.
4 METHODIK: Das Kapitel beschreibt das Studiendesign, die Stichprobenrekrutierung sowie die Durchführung und Datenauswertung des DMT 6-18 und der anthropometrischen Messungen.
5 ERGEBNISSE: Hier werden die erhobenen Daten zur Stichprobe, den Einzeltests und den motorischen Dimensionen sowie der motorische Gesamtwert deskriptiv und grafisch dargestellt.
6 DISKUSSION: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert, in den aktuellen Forschungsstand eingeordnet und hinsichtlich methodischer Störgrößen sowie gesundheitsförderlicher Implikationen analysiert.
7 ZUSAMMENFASSUNG: Das Kapitel bietet eine prägnante Übersicht über die Problemstellung, das methodische Vorgehen und die wesentlichen Erkenntnisse der Bachelorarbeit.
8 LITERATURVERZEICHNIS: Verzeichnis der in der Arbeit zitierten Quellen.
Schlüsselwörter
Motorische Leistungsfähigkeit, DMT 6-18, Grundschule, Sportunterricht, Bewegungsförderung, Kindesalter, Jugendalter, Adipositasprävention, Körperkraft, Koordination, Ausdauer, Body-Mass-Index, Bewegungsverhalten, Leistungsdiagnostik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Messung und Bewertung der motorischen Leistungsfähigkeit von Grundschulkindern unter Verwendung des standardisierten Deutschen Motorik-Tests 6-18.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die physische Entwicklung, Bewegungsempfehlungen, Prävalenzen von Übergewicht sowie der Zusammenhang zwischen sportlicher Aktivität und Gesundheit.
Was ist das primäre Ziel der Studie?
Ziel ist es, den motorischen Leistungsstand von Kindern der vierten Klasse zu erfassen, individuelle Stärken und Schwächen aufzudecken und das Vorkommen von Übergewicht im schulischen Setting einzuordnen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine schulbasierte Querschnittsstudie mit 51 Kindern, bei der sportmotorische Testaufgaben gemäß DMT-Standardhandbuch durchgeführt und anschließend statistisch ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst den aktuellen theoretischen Kenntnisstand, die methodische Durchführung der Testbatterie sowie eine detaillierte Ergebnisanalyse der Einzeltests und motorischen Dimensionen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem motorische Leistungsfähigkeit, DMT 6-18, Bewegungsförderung, Adipositasprävention, Kraft, Koordination und Ausdauer.
Wie unterscheidet sich die sportliche Leistung zwischen Jungen und Mädchen in der Studie?
Die Ergebnisse zeigen teils deutliche Unterschiede: Während Jungen in Kraft- und Schnelligkeitstests oft besser abschnitten, waren im Bereich der Ausdauer und Beweglichkeit spezifische geschlechtsspezifische Muster erkennbar.
Welche Empfehlungen leitet der Autor aus den Ergebnissen ab?
Es wird eine gezielte Integration von bewegungsintensiven, ausdauerorientierten Inhalten in den Sportunterricht empfohlen, um identifizierte Leistungsdefizite im Bereich der aeroben Kapazität nachhaltig auszugleichen.
- Quote paper
- Johannis Bauer (Author), 2026, Messung und Bewertung der motorischen Leistungsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen anhand des Deutschen Motorik-Tests 6-18 (DMT 6-18), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1736214