Inwieweit eine solche Maßnahme wie die rauchfreie Schule die Jugendlichen in ihrem
Verhältnis zum Tabakkonsum beeinflusst, ist unter anderem ein Forschungsziel dieser
Facharbeit, welche das Rauchverhalten von Jugendlichen untersucht. Es wurden Jugendliche
bestimmter Altersgruppen zu verschiedenen Themenbereichen, die das
Rauchverhalten betreffen, mit Hilfe eines Umfragebogens befragt. Als Untersuchungsmethode
eignet sich diese Form der Befragung besonders, da man beispielsweise im
Vergleich zu Interviews mehr Personen in der gleichen Zeit befragen kann und dadurch
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ein aussagekräftiges Ergebnis erhält. Umfragen wurden an einer Hauptschule, einer
Realschule und an einem Gymnasium in Regensburg durchgeführt. Von der St. Wolf-
gangschule wurden 65 Schüler ausgewählt, in der St. Marien Realschule, einer Mädchenrealschule,
nahmen 57 Schülerinnen teil und am Goethe Gymnasium waren es 65
Schüler aus den 9. Klassen und 50 Schüler aus der 12. Klasse. In den jeweiligen Schu-
len wurde die 9. Jahrgangsstufe, also 14 bis 17-Jährige, befragt, da diese Altersgruppe
bei den jungen Rauchern stark vertreten ist. So hat die Weltgesundheitsorganisation
(WHO) herausgefunden, dass 10 % der 13-jährigen und 27 % der 15-jährigen in
Deutschland täglich rauchen (vgl. Rauchfrei-Studie, siehe 5.2). Am Gymnasium wurde
zusätzlich die K 12 befragt, um das Rauchverhalten der Schülerinnen und Schüler von
Mittelstufe und Oberstufe miteinander vergleichen zu können.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Einführung der rauchfreien Schule
1.2 Fragestellung und Ziele der Arbeit
2. Durchführung der Untersuchung
2.1 Erstellung des Fragebogens
2.2 Einteilung der Fragen in acht Untersuchungsbereiche
2.3 Vorgehensweise bei Auswertung und Darstellung der Ergebnisse
3. Ergebnisse und Interpretation
3.1 Raucherquote der befragten Schüler, ehemalige Raucher und Einstiegsalter für den Tabakkonsum
3.2 Gründe für den Tabakkonsum
3.3 Umfeld der Raucher
3.4 Soziale Akzeptanz der Raucher
3.5 Bereitschaft mit dem Rauchen aufzuhören
3.6 Abhängigkeit der Jugendlichen von Zigaretten
3.7 Einstellung zur Gesundheitsschädlichkeit des Rauchens
3.8 Suchtprävention und ihre Maßnahmen
4. Diskussion der Mängel bei experimenteller Vorgehensweise und Verbesserungsmöglichkeiten
4.1 Erstellung des Fragebogens
4.2 Durchführung der Umfrage
5. Literaturverzeichnis
5.1 Bücher und Zeitschriften
5.2 Internetliteratur
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Rauchverhalten von Jugendlichen verschiedener Schultypen in Regensburg, um den Einfluss von Maßnahmen wie rauchfreien Schulen sowie die Hintergründe des Tabakkonsums zu analysieren und kritisch zu bewerten.
- Analyse der Raucherquoten und des Einstiegsalters in den Tabakkonsum
- Untersuchung der Motive für den Tabakkonsum und das soziale Umfeld
- Evaluierung der Bereitschaft und der Hindernisse bei der Raucherentwöhnung
- Einstellung der Jugendlichen zu Suchtprävention und Rauchverboten
Auszug aus dem Buch
1.1 Einführung der rauchfreien Schule
Es sterben derzeit jedes Jahr ca. 117 000 Personen in Deutschland vor dem 65. Lebensjahr an Krankheiten, die auf den Tabakkonsum zurückgeführt werden können. Da das Nikotineinstiegsalter der Deutschen bereits bei 13,5 Jahren liegt, ist eine Nichtraucherförderung gerade bei den Jugendlichen notwendig. In vielen Bundesländern wird seit Monaten über rauchfreie Schulen diskutiert. Berlin, Hessen, Rheinland Pfalz, Brandenburg, Hamburg, das Saarland, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Bayern und Bremen haben bereits das Nichtrauchen an Schulen per Gesetz geregelt oder planen derzeit ein Verbot.
Im Herbst 2005 wurde dem Vorschlag vom Bayerischen Kabinett von November 2004 für ein Rauchverbot an allen öffentlichen Schulen in Bayern zugestimmt und seit Beginn des Schuljahres 2006/2007 ist diese gesetzliche Regelung wirksam. Ziel dieses Verbots ist eine allgemeine Suchtprävention bei den Jugendlichen, da die Schüler so erkennen sollen, dass Rauchen vom Staat nicht gebilligt wird, sowie, dass es nicht automatisch zum Erwachsenenleben dazugehört. Vor allem die Lehrkräfte könnten an der Verwirklichung dieses Ziels mitwirken, indem sie ebenfalls auf das Rauchen verzichten (vgl. Gesetzentwurf der Staatsregierung, siehe 5.2). Allerdings wird beispielsweise in Hessen, wo bereits seit Januar 2005 das Rauchverbot gilt, kritisiert, dass die „Qualmerei vielerorts bloß verlagert“ (Schaible I.) wurde. So bemängelt auch die Vorsitzende des Landeselternbeirates in Hessen, Sybille Goldacker, dass die Raucherecke vorher innerhalb des Zaunes gewesen wäre und jetzt außerhalb sei (vgl. Schaible I., siehe 5.2).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die gesundheitlichen Gefahren des Tabakkonsums bei Jugendlichen und stellt die gesetzliche Einführung rauchfreier Schulen sowie die Forschungsziele dieser Arbeit dar.
2. Durchführung der Untersuchung: Dieses Kapitel beschreibt die Entwicklung und Optimierung des Fragebogens sowie die methodische Gliederung der Befragung in verschiedene Untersuchungsbereiche.
3. Ergebnisse und Interpretation: In diesem Hauptteil werden die gesammelten Daten detailliert dargestellt und hinsichtlich Faktoren wie Raucherquote, Abhängigkeit, soziale Akzeptanz und Suchtprävention interpretiert.
4. Diskussion der Mängel bei experimenteller Vorgehensweise und Verbesserungsmöglichkeiten: Hier erfolgt eine kritische Reflexion des methodischen Vorgehens, wobei Schwachstellen in der Fragebogenerstellung und Durchführung identifiziert und Verbesserungsvorschläge diskutiert werden.
5. Literaturverzeichnis: Dieses Kapitel führt die verwendeten Quellen aus Fachliteratur und Internetrecherchen auf, die für die Untersuchung herangezogen wurden.
Schlüsselwörter
Rauchverhalten, Jugendliche, Tabakkonsum, Suchtprävention, Rauchverbot, Gesundheitsgefahren, Nikotinabhängigkeit, Nichtraucherförderung, Schulklima, Entwöhnung, soziale Akzeptanz, Umfrageanalyse, Gesundheitsbewusstsein, Jugendforschung, Präventionsmaßnahmen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Facharbeit befasst sich mit dem Rauchverhalten von Jugendlichen an Regensburger Schulen und analysiert deren Einstellung zum Konsum sowie zu gesellschaftlichen und schulischen Präventionsmaßnahmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Raucherquote, den Gründen für den Tabakkonsum, der Abhängigkeit, der sozialen Akzeptanz von Rauchern und der Wirksamkeit von Suchtprävention.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist zu untersuchen, inwieweit Maßnahmen wie die Einführung rauchfreier Schulen die Jugendlichen in ihrem Verhältnis zum Tabakkonsum beeinflussen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer empirischen Umfrage mittels standardisierter Fragebögen, die an verschiedenen Schulformen in Regensburg durchgeführt und statistisch ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil präsentiert die Analyse der Umfragedaten in acht Bereichen, unter anderem zum Einstiegsalter, dem sozialen Umfeld der Raucher, der Bereitschaft zum Aufhören und der Einstellung zur Gesundheitsschädlichkeit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Rauchverhalten, Tabakkonsum, Suchtprävention, Rauchverbot, Nikotinabhängigkeit und Jugendliche.
Welche Rolle spielt das Elternhaus beim Rauchverhalten der Jugendlichen?
Die Studie untersucht die Vorbildfunktion der Eltern und stellt eine statistisch signifikante, wenn auch schwache Korrelation zwischen dem Rauchverhalten der Eltern und dem der Kinder fest.
Wie bewerten die Jugendlichen verschiedene Suchtpräventionsmethoden?
Die Schüler empfinden abschreckende Fotos von erkrankten Körperteilen als deutlich wirksamer als bloße Statistiken oder Warnsprüche auf Packungen.
- Quote paper
- Anita Schrems (Author), 2007, Untersuchung zum Rauchverhalten bei Jugendlichen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/173641