Unterrichtsentwurf zum Thema "Nomen" in der 3. Klasse. Bedingungsanalyse, Sachanalyse und methodische Überlegungen


Unterrichtsentwurf, 2010
13 Seiten, Note: 1,5

Leseprobe

Inhaltsübersicht

1 Bedingungsanalyse
1.1 Institutionelle Bedingungen
1.2 Anthropologische Bedingungen
1.2.1 Klassensituation
1.2.2 Einzelne Schülerpersönlichkeiten

2 Sachanalyse
2.1 Ziele der Unterrichtseinheit:
2.2 Verlauf der Stunde

3 Methodische Überlegungen

1 Bedingungsanalyse

1.1 Institutionelle Bedingungen

Die X-Schule befindet sich im Norden Zs, im Stadtteil Y. Die Schule wurde am 11. Oktober 1930 gegründet. Derzeit besuchen im Schuljahr 2010/ 2011 396 Schüler die X-Schule, von denen 6 Klassen im Bereich der Grundschule unterrichtet werden. In den Jahrgängen 1 und 2 sind die Klassen einzügig, und in den Jahrgängen 3 und 4 zweizügig. 36 Lehrerinnen und Lehrer unterrichten an der X-Schule. Die X-Schule ist eine von drei Grund- und Hauptschulen in Y, somit umfasst das Einzugsgebiet der X-Schule ausschließlich Kinder aus Y. Schüler aus 36 verschiedenen Nationen besuchen die Schule, die einen relativ hohen Migrantenanteil aufweist. Die Schüler stammen aus allen Schichten der Gesellschaft.

Das Schulgebäude ist in drei Gebäude aufgeteilt. Im Hauptgebäude befinden sich die Schulleitung, Lehrerzimmer, Sekretariat, Sporthalle und die Hauptschule. Gegenüber ist die Werkrealschule. Daneben befindet sich die Grundschule, welche die Form eines Pavillons hat.

Das Schulgelände wird von vier Straßen begrenzt. Der Pausenhof der Hauptschule befindet sich im Eingangsbereich der Schule und wird von einem Stahlzaun mit Mauer umschlossen, der Grundschulpausenhof ist dahinter, zu ihm gehört ein Spielplatz mit Schaukeln, Rutschen und Kletterbereich. Das Gelände des Pausenhofes ist teils geteert, und im Spielplatzbereich begrünt. Er bietet Sitzgelegenheiten aus Stein.

Das Leitbild der X-Schule zeichnet sich dadurch aus, dass alle gemeinsam: Schüler, Eltern und Lehrer eine Gemeinschaft schaffen, in der sich jeder wohl fühlt. Es wird respektvoll und offen miteinander umgegangen und man begreift die Verschiedenheit kultureller Herkünfte als Chance für das schulische Zusammenleben. Vereinbarungen werden eingehalten und sind für die Gemeinschaft verbindlich. Ordnung, Pünktlichkeit und selbstständiges Arbeiten wird als Vorraussetzung für ein erfolgreiches Lernen betrachtet. Es wird Verantwortung für das Handeln gegenüber sich selbst, anderen und der Umwelt übernommen. Die Lehrkräfte vermitteln und erwerben in einem lebensnahen Unterricht Wissen, Können und Fähigkeiten als Grundlage für eine persönliche und berufliche Entwicklung.

Schwerpunkte der Grundschule liegen bei der Sprachkompetenz, welche mithilfe gezielter Leseförderung beispielsweise durch das Antolin – Projekt unterstützt wird. Antolin ist ein innovatives Online-Portal zurLeseförderung in der Grundschule, das 2008 mit der „Comenius-Edu-Media-Medaille“ ausgezeichnet wurde. Die Schüler bekommen auf diesem Portal einen Benutzeraccount damit sie auch von zu Hause aus üben können. Antolin bietet Quizfragen zu Kinder- und Jugendbüchern, die die Schülerinnen und Schüler online beantworten können. Weiter fördert es die Schüler auf ihrem Weg zum eigenständigen Lesen und in der Entwicklung der eigenen Leseidentität. Antolin verbindet das Lernen in der Schule mit dem Lesen am Nachmittag. Für die Lehrkräfte bietet Antolin aussagekräftige Informationen zum Textverständnis und zur Leseleistung ihrer Schüler.[1]

Die Unterrichtszeiten gliedern sich wie folgt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Hieraus ergibt sich, dass die Unterrichtsstunden im 90-Minuten-Rhythmus gehalten werden. An jede Doppelstunde schließt sich eine etwas länger gehaltene Pause an. Der Unterrichtsbeginn ist um 7.45 Uhr. Die sechste Stunde endet um 12.55 Uhr. Nach einer Einstündigen Mittagspause beginnt um 14.00 Uhr die Hausaufgabenbetreuung, die um 15.30 Uhr endet. Die Unterrichtsstunden beginnen und enden mit regelmäßigem Gong.

Nach der Hausaufgabenbetreuung werden von der Schule aus ebenfalls freiwillig AGs angeboten. Es gibt eine Musik - AG, Kunst – AG, Experimente – AG, Technik – AG, Bastel – AG, Englisch – AG und eine Theater – AG.

Das Klassenzimmer der Klasse 3a, welches sich im Pavillon gleich beim Eingang rechts befindet ist ca. 3,5 m hoch und hat eine Grundfläche von ca. 50 m². Aus der Lehrersicht befinden sich auf der rechten Seite des Klassenzimmers die Fenster. Auf der linken Seite befindet sich die Tür des Klassenzimmers. Ihr schließen sich ein 4 m langes und 1 m breites offenes Regal an. Hier verwahren die Schüler ihre Kunst-/ Turnutensilien, sowie Bücher die zur Hausarbeit nicht benötigt werden. Daneben gibt es ein Waschbecken. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich eine weitere kleine Tafel, an der Termine für anstehende Klassenarbeiten und Dinge von besonderer Wichtigkeit festgehalten werden, zum Beispiel Rechengesetze aus dem Mathematikbereich oder Plakate zu Thema Wortarten im Bereich Deutsch. Auf dieser Seite sind die Lernstationen, ein Tisch für Ausmalbilder (mit Mandalas und zahlreiche, sehr beliebte Ausmalbilder), und auch der Tisch zum Thema „Schule früher, Schule heute“ der nach dem Besuch im Schulmuseum in Kornwestheim mit Bildern, Büchern und selbstverständlich einer Schiefertafel dekoriert wurde.

Die Sitzordnung besteht aus vier Gruppentischen, mit jeweils 2 oder 3 Tischen die sich gegenüberstehen, teils auch ein 3. Tisch am Kopfe. Aufgrund der niedrigen Schüleranzahl von 18 Kindern, ermöglichen die Gruppentische ein offenes Arbeiten in Partner- beziehungsweise Gruppenarbeit, das trotzdem sehr übersichtlich und gut zu kontrollieren für die Lehrkraft bleibt.

1.2 Anthropologische Bedingungen

1.2.1 Klassensituation

Die Klasse 3a der X-Schule in Y wird von 18 Schülern besucht, es herrscht mit 12 Mädchen und 6 Jungen ein unausgeglichenes Verhältnis zwischen beiden Geschlechtern, welches sich im Unterricht aber nicht auffallend stark bemerkbar macht. Nur ein Kind stammt aus Deutschland, die anderen Kinder haben alle einen Migrationshintergrund. Ihre Herkunftsländer oder die ihrer Eltern sind: Türkei, Italien, Russland, Saudi – Arabien, Kroatien, Slowenien und Ghana.

Die Altersstruktur der Klasse reicht von 8 Jahren bis 11 Jahren, was einen Altersunterschied von 3 Jahren vom Jüngsten bis zum Ältesten Kind ausmacht.

Die Klasse 3a wird nach dem Fachlehrerprinzip unterrichtet. Die Klassenlehrerin Frau A. unterrichtet in Ihrer Klasse die Fächer Deutsch, Englisch, Mensch – Natur – Kultur (MNK), sowie Förderunterricht in Mathe und Deutsch. Mathe, Sport, Musik, Textiles Werken, Bildende Kunst katholische und evangelische Religion werden von weiteren Fachlehrern unterrichtet.

Die Klasse zeichnet sich durch eine große Heterogenität aus, was sich im unterschiedlichen Lern- und Leistungsniveau zeigt.

Mir gegenüber waren die Schüler von Anfang an aufgeschlossen und offen. Ich habe die Klasse 3a als sehr wissbegierig, lebhaft und sympathisch empfunden. Viele Schüler zeigen eine ausgesprochen erfreuliche Mitarbeit. Allerdings ist die Klasse insgesamt (Näheres unter 1.2.3: Einzelne Schülerpersönlichkeiten) trotz guter Mitarbeit auch oft sehr unruhig. Es gibt genügend Schüler, die sich nicht richtig auf ihre Aufgaben konzentrieren können oder stören, indem sie immer wieder Gespräche mit ihrem Nachbarn oder auch über Tische hinweg beginnen, oder eben anderen, nicht unterrichtsrelevanten Tätigkeiten nachgehen. Besonders der Wechsel zwischen Arbeitsphasen, bei denen die Schüler miteinander sprechen dürfen und solchen, bei denen sie einige Minuten still arbeiten müssen, funktioniert oft noch nicht sehr gut.

In den letzten Tagen wurden einige Schüler unter Absprache des Klassenlehrers und einiger Fachlehrer als pädagogische Maßnahme umgesetzt oder an „Einzeltische“ gesetzt.

Es geht, wie in jeder Klasse, nicht ohne klare Regeln und aufgezeigte Grenzen, dass alle Schüler interessiert und aktiv im Unterricht bzw. beim Erwerb von neuem Wissen mitarbeiten. Bei Regelverstoß wird grundsätzlich ein- bis zweimal ermahnt, dann durch anschreiben des Namens an die Tafel gewarnt und wenn nötig mit Strafarbeit bestraft.

Innerhalb der Klasse gibt es vorgeschriebene Rituale, die während des Unterrichts und auch außerhalb des Klassenzimmers einzuhalten sind. Dazu gehört am Anfang die Begrüßung und das Auswählen der „Helferkinder“ durch die Klassenlehrerin. Helferkinder werden einmal pro Tag gelost, und sind dann den ganzen Tag über für das austeilen der Arbeitsblätter, Tafeldienst, Blumendienst und weitere täglich anfallende Tätigkeiten zuständig. Anschließend wird ein englisches Begrüßungslied („It’ s so easy to say hello“) gesungen. Außerdem verwendet Frau A. einen Xylophon - Gong, um für Ruhe zu sorgen und sich Aufmerksamkeit in der Klasse zu verschaffen.

Frau A. führt den Unterricht in der Klasse 3a in verschiedenen Sozialformen durch. Die Schüler sind an Partnerarbeit, Gruppenarbeit, Einzelarbeit aber auch an das Lehrer-Schüler-Gespräch gewöhnt.

Die Atmosphäre in der Klasse 3a ist als sehr positiv zu bewerten. Die Schüler verfügen über ein gutes Sozialverhalten und helfen sich bei Problemen mit der Erledigung einer Aufgabe untereinander. Kein Schüler wird wegen seines kulturellen Hintergrundes ausgegrenzt oder schlecht behandelt. Wenn es zu Streitigkeiten untereinander kommt wird in einem Stuhlkreis versucht, ein durch die Klassensprecher geführtes Gespräch zu vermittelt.

1.2.2 Einzelne Schülerpersönlichkeiten

Schülerin 1 ist eine sehr lebhafte Schülerin, die durch ihre impulsive Art teilweise den Unterricht stört. Dann muss sie ermahnt und zum Arbeiten angehalten werden. Darauf reagiert sie jedoch positiv. Ihre Mitarbeit schwankt. Sie ist zu guten Leistungen und einer produktiven Mitarbeit im Unterricht fähig. Besonders Aufgaben bei denen das Präsentieren von Ergebnissen eine Rolle spielen bereiten Ihr große Freude.

Schülerin 2 ist eine Schülerin, die im schriftlichen Bereich oftmals flüchtig die gestellten Aufgaben erfüllt. Ihr Arbeitstempo ist zügig, wodurch sich aber schnell Fehler beim Abschreiben und in der Rechtschreibung bemerkbar machen. Sie ist jedoch motiviert und willig. Bei ihr wurde Diabetes diagnostiziert und sie muss jeden Tag in der großen Pause ihren Insulinwert messen. Frau A. trägt diesen Wert dann in ihr Insulin – Tagebuch ein. Schülerin 2’ s Klassenkameraden haben die Krankheit gut angenommen und akzeptieren dass sie als Einzigste im Unterricht essen und trinken darf, wenn es ihr nicht gut geht.

[...]


[1] Online im Internet: www.antolin.de, aufgerufen am 14.10.2010

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Unterrichtsentwurf zum Thema "Nomen" in der 3. Klasse. Bedingungsanalyse, Sachanalyse und methodische Überlegungen
Hochschule
Pädagogische Hochschule Weingarten
Note
1,5
Autor
Jahr
2010
Seiten
13
Katalognummer
V173650
ISBN (eBook)
9783668253346
Dateigröße
402 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
unterrichtsentwurf, thema, nomen, klasse, bedingungsanalyse, sachanalyse, überlegungen
Arbeit zitieren
Sandra Weber (Autor), 2010, Unterrichtsentwurf zum Thema "Nomen" in der 3. Klasse. Bedingungsanalyse, Sachanalyse und methodische Überlegungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/173650

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