Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirkung gemeinsamen Singens auf das Wohlbefinden von Grundschulkindern im Schulalltag. Ausgangspunkt ist die Forschungslücke, dass bisherige Studien vielfach Erwachsene betrachten, während systematische Untersuchungen im Primarbereich kaum vorliegen. In einer zweiwöchigen quantitativen Interventionsstudie mit einer vierten Klasse (N = 22) wurden die Kinder an mehreren Erhebungstagen zufällig einer Sing- oder Vergleichsgruppe zugeteilt. Das Wohlbefinden wurde jeweils am Ende des Schultages mithilfe eines standardisierten Fragebogens erfasst. Die Auswertung umfasste deskriptive Statistiken, t-Tests, Varianzanalysen (ANOVA) sowie Post-hoc-Tests. Die Ergebnisse zeigen, dass Singen das Wohlbefinden insgesamt steigern kann, wobei insbesondere die Mädchen signifikant profitierten, während sich für Jungen keine Veränderungen ergaben. Damit weist die Studie auf geschlechtsspezifische Unterschiede hin, die in bisherigen Arbeiten kaum auftraten. Praktisch lassen die Ergebnisse den Schluss zu, dass gemeinsames Singen im Grundschulalltag eine niedrigschwellige Ressource zur Förderung des Wohlbefindens darstellt.
- Arbeit zitieren
- Saskia Wagenfeld (Autor:in), 2025, Auswirkungen von gemeinsamem Singen auf das Wohlbefinden von Grundschulkindern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1736727