Das Gastgewerbe ist ein hartes Geschäft, selbst für die Spitzenköche der Welt. Jedes Jahr schließen Lokale, von der Spitzengastronomie bis zum kleinen Gasthaus, die dem Auf und Ab der Branche einfach nicht mehr gewachsen sind. Viele gut ausgebildete Menschen verlassen die Branche aus den verschiedensten Gründen und junge Nachwuchskräfte verändern sich nach einem kurzem Arbeitsverlauf. Diese Situation hat einen enormen Mangel an Mitarbeitern/-innen in der Gastronomie hervorgerufen. Ein Umstand, der den Antrieb für die vorliegende Arbeit ausgelöst hat.
Die theoretischen Grundlagen in Kapitel zwei werden zum besseren Verständnis der empirischen Untersuchung, der Generationen Z und Alpha, ausführlich vermittelt. Dies betrifft die folgenden Unterkapitel Generationen, Führungsstile, Arbeit, Personal, Arbeitszeitgestaltung und neue Arbeitszeitmodelle. Die vorliegende Arbeit bedient sich der quantitativen Erhebungsmethode, die unter den auszubildenden Berufsschülern/-innen der Berufsschule Altmünster, mit dem Einverständnis der Bildungsdirektion Oberösterreich, durchgeführt wird.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Forschungsfragen
1.3 Methode
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Theoretischer Teil
2.1 Die Generationen
2.1.1 Die Generation Z
2.1.2 Die Generation Alpha
2.2 Motivation der Generation Z und Alpha
2.3 Führungsstile für die Gastronomie
2.3.1 Transformationale Führung
2.3.2 Charismatische Führung
2.4 Die Arbeit in der Gastronomie
2.4.1 Personal
2.4.2 Arbeitszeitgestaltung
2.4.3 Neue Arbeitszeitmodelle
3 Empirischer Teil
3.1 Forschungsmethode / -design
3.2 Quantitative Umfrage
3.2.1 Beschreibung
3.2.2 Fragebögen
3.2.3 Teilnehmer/-innen
3.3 Experteninterviews
3.3.1 Interviewpartner
3.3.2 Interviewleitfaden
4 Ergebnisse und deren Interpretation
4.1 Ergebnisse der Primärforschung
4.2 Interpretation der eigenen Forschungsergebnisse
5 Fazit
5.1 Zusammenfassung
5.2 Beantwortung der Forschungsfragen
5.3 Handlungsempfehlungen
5.4 Limitationen und Ausblick
5.5 Ausblick für zukünftige Forschung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Einfluss von Führungsstilen und Arbeitsmodellen auf die Arbeitsmotivation von Auszubildenden der Generationen Z und Alpha in der Gastronomie, um Ursachen für den hohen Fachkräftemangel und die hohe Fluktuation zu identifizieren und Lösungsansätze zu entwickeln.
- Analyse des Motivationsverhaltens der Generationen Z und Alpha.
- Einfluss moderner Führungskonzepte und Arbeitszeitmodelle auf die Mitarbeiterbindung.
- Untersuchung der psychischen Belastung und des Arbeitsumfelds in der Gastronomie.
- Evaluation von Rekrutierungs- und Bindungsstrategien zur Imagehebung der Branche.
Auszug aus dem Buch
2.4.2 Arbeitszeitgestaltung
Arbeitszeitmodelle sind grundsätzlich Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Die Gestaltung der Arbeitszeit kann sich auf tägliche, wöchentliche oder jährliche Arbeitszeiten beziehen. Vollzeit ist der Klassiker unter den Arbeitszeitmodellen aber mit deutlich sinkender Beliebtheit. Eine Vollzeitstelle mit einem acht Stundentag verliert an Bedeutung. Für Dienstleistungsunternehmen, speziell die Gastronomie, müssen zum Unterschied von Industrie und Handwerksbetrieben, andere Arbeitszeitmodelle gefunden und angewendet werden. Die Gastronomiebranche war bisher geprägt von starren Arbeitszeiten.
Flexible Arbeitszeiten sind ein wachsender Trend und eine dringende Forderung der Beschäftigten. Beschäftigte legen zunehmend Wert auf eine ausgewogene Work-Life-Balance. Wo bisher lange Arbeitszeiten die Norm waren, wächst die Unzufriedenheit und die Beschäftigten wünschen sich mehr Flexibilität, um Beruf und Freizeit besser in Einklang zu bringen. Diese Entwicklung ist speziell bei den jüngeren Generationen (Generation Z und Millennials) zu beobachten. Flexibilität an neue Anforderungen der Arbeitnehmer anzupassen ist nicht ein „Nice-to-have“ sondern ein entscheidender Faktor für die Mitarbeiterbindung und -gewinnung. Aus den klassischen Arbeitsmodellen haben sich hybride Arbeitsmodelle entwickelt. Die Generation Z und Alpha bevorzugen Arbeitsmodelle, die flexibel, modern und auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind.
Durch die zunehmende Digitalisierung und Automatisierung eröffnet sich auch die Möglichkeit flexible Arbeitszeiten zu gestalten. Klassische Modelle sind noch weit verbreitet, doch die Arbeitnehmer wollen Flexibilität. Vor allem die vielen kleinen und mittleren Unternehmen in der Gastrowelt benötigen diesen Wechsel. Um wieder mehr neue Talente zu gewinnen, müssen überkommende Arbeitsmodelle durch neue ersetzt werden. Damit muss ein Umfeld geschaffen werden, das Mitarbeiter motiviert, Freiräume schafft und Eigenverantwortung fördert.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Erläutert die Relevanz der Gastronomie als Wirtschaftszweig und die Problematik des Fachkräftemangels sowie der hohen Abbruchquoten bei Auszubildenden.
2 Theoretischer Teil: Vermittelt Grundlagen zu den Generationen Z und Alpha, Motivationstheorien, Führungsstilen sowie Arbeitszeitmodellen im Kontext der Gastronomie.
3 Empirischer Teil: Beschreibt das Forschungsdesign mittels Mixed-Methods-Ansatz, bestehend aus einer quantitativen Umfrage unter Berufsschülern und qualitativen Experteninterviews.
4 Ergebnisse und deren Interpretation: Präsentiert die erhobenen Daten zur Motivation und zum Führungsverhalten sowie deren Analyse im Kontext der theoretischen Annahmen.
5 Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen, beantwortet die Forschungsfragen und leitet daraus Handlungsempfehlungen für Gastronomiebetriebe ab.
Schlüsselwörter
Generation Z, Generation Alpha, Arbeitsmotivation, Führungsstil, Arbeitszeit, Arbeitszeitmodelle, Fachkräftemangel, Gastronomie, Lehrlingsausbildung, Mitarbeiterbindung, Work-Life-Balance, Unternehmenskultur, New Work, Berufsschule.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Masterarbeit primär?
Die Arbeit analysiert, wie unterschiedliche Führungsstile und Arbeitsmodelle die Arbeitsmotivation von Auszubildenden der Generationen Z und Alpha im Gastgewerbe beeinflussen.
Welche Generationen stehen im Fokus?
Die Untersuchung konzentriert sich speziell auf die Generation Z (geboren 1995–2010) und die nachfolgende Generation Alpha (geboren 2010–2025).
Was ist das zentrale Ziel der Forschung?
Das primäre Ziel ist es, Ursachen für die hohe Abbruchquote in der Lehrausbildung zu ergründen und praxisnahe Empfehlungen zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität in der Gastronomie abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?
Die Arbeit nutzt einen Mixed-Methods-Ansatz: eine quantitative Online-Befragung von 71 Auszubildenden der Berufsschule Altmünster sowie qualitative Experteninterviews mit führenden Gastronomen.
Was behandelt der Hauptteil?
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Bereich zur Generationenforschung und Führung sowie einen empirischen Teil, der die erhobenen Daten auswertet und interpretiert.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Generationen-Management, Mitarbeiterbindung, Work-Life-Balance, Führungsverhalten und moderne Arbeitszeitgestaltung.
Warum ist das Thema für die Gastronomie aktuell besonders kritisch?
Die Branche verzeichnet einen dramatischen Fachkräftemangel und eine hohe Drop-out-Quote bei Lehrlingen, was die Zukunftsfähigkeit vieler Betriebe gefährdet.
Welche Rolle spielt die "4-Tage-Woche" oder "Jobsharing" in dieser Arbeit?
Diese Modelle werden als moderne Lösungsansätze diskutiert, um dem Wunsch nach Flexibilität und besserer Work-Life-Balance der jüngeren Generationen in der Branche gerecht zu werden.
- Quote paper
- Günter Reder (Author), 2025, Der Einfluss von Führungsstil und Arbeitsmodellen auf die Arbeitsmotivation von Auszubildenden der Generationen Z und Alpha in der Gastronomiebranche, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1736996