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Forschungsbericht zur Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Erwerbstätigkeit und Funktionsniveau in der Gemeindepsychiatrie

Title: Forschungsbericht zur Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Erwerbstätigkeit und Funktionsniveau in der Gemeindepsychiatrie

Essay , 2026 , 13 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Social Work
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Die Gemeindepsychiatrie verfolgt das Ziel, Menschen mit psychischen Erkrankungen bei der Bewältigung ihres Alltags zu unterstützen und ihre gesellschaftliche Teilhabe zu fördern. Ein zentrales Kriterium für den Erfolg der Unterstützungsangebote ist das Funktionsniveau der NutzerInnen, welches beschreibt, inwieweit Personen in der Lage sind, soziale, berufliche und alltägliche Anforderungen zu bewältigen. Zur Erfassung des allgemeinen Funktionsniveaus wird häufig der Global Assessment of Functioning (GAF)-Wert herangezogen. Dieser bildet das psychische, soziale und berufliche Funktionsniveau auf einer Skala von 1-100 ab und ermöglicht eine umfassende Einschätzung der Alltagsbewältigung.

Ein wichtiger Faktor im Kontext gesellschaftlicher Teilhabe ist die Erwerbstätigkeit. Diese ist häufig mit einer strukturierten Tagestruktur, sozialen Kontakten sowie sozialer Anerkennung und Erleben von Selbstwirksamkeit verbunden. Erwerbstätigkeit gilt daher als zentrale Ressource, die sich positiv auf die psychische Stabilität und das Funktionsniveau auswirken können.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob sich das Funktionsniveau zwischen erwerbstätigen und nicht erwerbstätigen NutzerInnen unterscheidet. Die vorliegende Fragestellung lautet daher: Unterscheidet sich das Funktionsniveau (GAF-Wert) zwischen erwerbstätigen und nicht erwerbstätigen NutzerInnen? Die daraus abgeleiteten Hypothesen sind „Erwerbstätige NutzerInnen weisen ein höheres Funktionsniveau auf als nicht erwerbstätige NutzerInnen“ (H1) und die entsprechende Nullhypothese (H0) lautet: „Es besteht kein Unterscheid im Funktionsniveau zwischen erwerbstätigen und nicht erwerbstätigen NutzerInnen“.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Methode

2.1. Stichprobenbeschreibung

2.2. Variablenbeschreibung

2.3. Statistische Auswertung

3. Ergebnisse

3.1. Deskriptiv-explorative Statistik

3.2. Inferenzstatistik

4. Diskussion

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Forschungsarbeit besteht darin, den Zusammenhang zwischen Erwerbstätigkeit und dem allgemeinen Funktionsniveau (gemessen am GAF-Wert) bei NutzerInnen gemeindepsychiatrischer Angebote zu untersuchen, um die Bedeutung von Erwerbsarbeit für die psychische Stabilität und soziale Teilhabe zu evaluieren.

  • Analyse des Funktionsniveaus in Abhängigkeit vom Erwerbsstatus
  • Vergleich zwischen erwerbstätigen und nicht erwerbstätigen Personen mittels quantitativer Statistik
  • Untersuchung des Stellenwerts von Arbeit für die psychische Gesundheit
  • Bewertung von Zusammenhängen zwischen Erwerbslosigkeit und psychischer Belastung

Auszug aus dem Buch

4. Diskussion

Ziel der vorlegenden Untersuchung war es, zu überprüfen, ob sich das Funktionsniveau zwischen erwerbstätigen und nicht erwerbstätigen NutzerInnen unterscheidet. Aus der Beschreibung der Ergebnisse aus Kapitel 3.1 geht hervor, dass die Gruppe der Erwerbstätigen durchschnittlich höhere GAF-Werte aufweisen. Höhere GAF-Werte weisen auf eine geringere psychische Belastung, welches darauf deutet, dass erwerbstätige Personen im Durchschnitt eine deutlich bessere psychische Funktionsfähigkeit aufweisen als nicht erwerbstätige Personen. Die benannten Ausreißer in der Gruppe der Erwerbstätigen, zeigen auf, dass vereinzelt auch erwerbstätige Personen ebenfalls hohe Belastungen aufzeigen können oder eine besonders niedrige Belastung verspüren. Diese Extremwerte verändern jedoch nicht den generellen Trend der Gruppe, sondern stellen individuelle Abweichungen dar. Zusammenfassend zeigt die Abbildung der Boxplots, dass ein Zusammenhang zwischen Erwerbstätigkeit und dem Schweregrad der Belastungen besteht. Erwerbstätige Personen weisen im Durchschnitt höhere GAF-Werte und damit eine geringere Belastung auf, während nicht erwerbstätige Personen durchschnittlich stärker belastet und gleichzeitig heterogener in ihrer Ausprägung sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Gemeindepsychiatrie ein, definiert den GAF-Wert als zentrales Maß für das Funktionsniveau und leitet die Forschungsfrage sowie die Hypothesen hinsichtlich des Einflusses von Erwerbstätigkeit ab.

2. Methode: Hier werden die Stichprobengröße, die Operationalisierung der Variablen sowie das statistische Verfahren des T-Tests für unabhängige Stichproben zur Hypothesenprüfung beschrieben.

3. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die deskriptiven Häufigkeiten sowie die inferenzstatistische Auswertung, die einen signifikanten Zusammenhang zwischen Erwerbstätigkeit und höherem Funktionsniveau belegt.

4. Diskussion: Im abschließenden Teil werden die Ergebnisse interpretiert, gesellschaftliche Erklärungsansätze für die Bedeutung von Arbeit erörtert und Limitationen der Querschnittsstudie sowie Ausblicke für zukünftige Forschung formuliert.

Schlüsselwörter

Gemeindepsychiatrie, Funktionsniveau, GAF-Wert, Erwerbstätigkeit, psychische Gesundheit, soziale Teilhabe, Arbeitslosigkeit, T-Test, deskriptive Statistik, Inferenzstatistik, Effektstärke, psychische Belastung, quantitative Studie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss der Erwerbsstatus auf das psychische, soziale und berufliche Funktionsniveau von Menschen mit psychischen Erkrankungen innerhalb der Gemeindepsychiatrie hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind die Gemeindepsychiatrie, die Bedeutung von Erwerbstätigkeit für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sowie die Messung psychischer Funktionsniveaus.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob sich das Funktionsniveau (GAF-Wert) signifikant zwischen erwerbstätigen und nicht erwerbstätigen NutzerInnen unterscheidet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine quantitative Methode gewählt, bei der zur Überprüfung der Hypothese ein T-Test für unabhängige Stichproben durchgeführt wurde.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Beschreibung der Stichprobe und Variablen, die deskriptive Darstellung der Ergebnisse sowie die inferenzstatistische Analyse mittels T-Test und Levene-Test.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Funktionsniveau, GAF-Wert, Erwerbstätigkeit, Gemeindepsychiatrie und psychische Gesundheit charakterisieren.

Warum wurde eine einseitige Testung beim T-Test gewählt?

Da die Hypothese gerichtet formuliert wurde – also die Annahme besteht, dass Erwerbstätige ein höheres Funktionsniveau aufweisen – war ein einseitiger Test angemessen.

Welche Bedeutung hat die berechnete Effektstärke?

Mit einem Cohen's d von 2,411 wurde ein starker Effekt nachgewiesen, was unterstreicht, dass der Zusammenhang zwischen Erwerbstätigkeit und Funktionsniveau nicht nur statistisch signifikant, sondern auch praktisch hoch bedeutsam ist.

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Details

Title
Forschungsbericht zur Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Erwerbstätigkeit und Funktionsniveau in der Gemeindepsychiatrie
College
University of Applied Sciences Fulda
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2026
Pages
13
Catalog Number
V1737220
ISBN (PDF)
9783389196007
ISBN (Book)
9783389196014
Language
German
Tags
Statistik Auswertung Soziale Arbeit Gemeindepsychiatrie Quantitative Studie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2026, Forschungsbericht zur Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Erwerbstätigkeit und Funktionsniveau in der Gemeindepsychiatrie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1737220
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