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Die Beziehung zwischen Menschen am Rande der Gesellschaft und ihren Hunden im Vergleich zu anderen Menschen mit Hund

Wohnungslose, Obdachlose und ihre Hunde

Titel: Die Beziehung zwischen Menschen am Rande der Gesellschaft und ihren Hunden im Vergleich zu anderen Menschen mit Hund

Diplomarbeit , 2011 , 87 Seiten

Autor:in: Saskia Moos (Autor:in)

Psychologie - Tierpsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Abstrakt - Zusammenfassung

Hintergrund

In Deutschland gibt es viele Menschen mit Hund, die sich entweder bewusst für ein Leben auf der Straße entschieden haben oder aufgrund ihrer Lebenssituation (z. B. Scheidung, Arbeitslosigkeit) keinen festen Wohnsitz haben oder die Gefahr besteht wohnungslos zu werden. All diese Menschen stehen am Rande unserer Gesellschaft. Was sie allerdings meistens haben, ist eine gute Beziehung zu ihrem Hund. Er ist oft das wichtigste und letzte in ihrem Leben was sie noch haben.

Topic

Die vorliegende Arbeit vergleicht anhand von Fragebögen die Beziehung zwischen Menschen am Rande der Gesellschaft und ihren Hunden und anderen Menschen mit Hund. Der besseren Unterscheidung wegen werden „Menschen am Rande der Gesellschaft“ als Wohnungslose und „andere Menschen“ als Nichtwohnungslose bezeichnet.

Forschungsfrage

Welche Unterschiede bzw. Ähnlichkeiten gibt es bei Erziehung, Beziehung, Umgang und Ernährung mit dem Hund? Wird meine Vermutung, dass das Leben der Hunde von Wohnungslosen seinem ursprünglichen Leben näher kommt bestätigt?

Studiendesign

An der Studie haben 60 Wohnungslose, 60 Nichtwohnungslose mit oder ohne Hund und 60 Wohnungslose mit Hund teilgenommen. Es wurden in Süddeutschland Wohnungslose mit Hund, Passanten zu ihrer eigenen Meinung und Nicht-Wohnungslose mit Hund zu diesem Thema befragt.
Desweiteren wurden verschiedene soziale Hilfs-Einrichtungen angeschrieben. Hier entstanden einige persönliche telefonische Kontakte, in denen Fragen zum Thema gestellt und beantwortet wurden.

Ergebnis

Beide Personengruppen dürfen noch einiges über das artgerechte Halten von Hunden erlernen, um ihm ein so hundegerechtes Leben wie möglich bieten zu können. Die Vermutung, dass das Leben eines Hundes auf der Straße seinem ursprünglichen Leben näher kommt wurde durch den Vergleich bestätigt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Einleitung

2.1. Entstehung der Idee des Diplomarbeits-Themas

2.1.1. Grundlegende Schwierigkeiten in der heutigen Hundeerziehung

2.1.2. Beobachtungen

2.1.2.1. Wohnungslose Hundehalter (WL)

2.1.2.2. Nichtwohnungslose Hundehalter (NWLH)

2.2. Definitionen und Erklärungen

2.2.1. Wohnungslosigkeit

2.2.2. Die Domestikation und Kulturgeschichte des Hundes

2.2.2.1 Erik Zimen

2.2.2.2. Weitere Domestikationstheorien

2.2.3. Hundehaltung in der Vergangenheit

2.2.4. Hundehaltung heute

2.2.5. Die Bedeutung der Kommunikation in der Beziehung mit dem Hund

2.2.5.1. Wortherkunft „Kommunikation/Kommando“

2.2.5.2. Kommunikation in der Mensch-Hund-Beziehung

2.2.6. Artgerechte Haltung und Erziehung eines Hundes

2.2.6.1. Auszug aus der Tierschutz-Hundeverordnung vom 2. Mai 2001 (BGBl Bundesgesetzblatt)

2.2.6.2. Richtlinien für den artgemäßen Umgang mit dem Hund (CANIS – Zentrum für Kynologie)

2.2.6.3. Clarissa v. Reinhardt

2.2.6.4. Jan Nijboer – Natural Dogmanship®

2.2.6.5. Die Entwicklungsphasen eines Welpen

2.2.7. Informationen zur Kastration

3. Theorie - Bestandsaufnahme

3.1. Gründe für Wohnungsverlust

3.2. Informationen der BAG (Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e. V.)

3.3. Bücher und Artikel über Wohnungslose und ihre Hunde

3.4. Gespräch mit dem Leiter der Einrichtung „Niklashof“ (Diakonie Wohnungslosenhilfe) Dresden

3.5. Ausstattung der Hilfseinrichtungen für Wohnungslose mit Hund

3.6. Vorurteile

3.7. Abwertung von Obdachlosen

4. Methodik und Auswertung der Fragebögen

4.1. Befragungen

4.1.1. Nicht-Wohnungslose/Passanten mit oder ohne Hund (NWL)

4.1.2. Wohnungslose mit Hund (WL)

4.1.3. Nicht-Wohnungslose mit Hund (NWLH)

4.2. Ergebnisse und Interpretation der Fragebögen

4.2.1. Auswertung der Fragebögen für NWL/Passanten

4.2.2. Vergleich der Fragebogenauswertungen von WL und NWLH

5. Diskussion

5.1. Eigene Erfahrungen und Beobachtungen bei der Befragung in Ulm und München

5.2. Schwierigkeiten bei der Untersuchung

5.3. Überlegungen und Anregungen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Ziel der Diplomarbeit ist es, die Mensch-Hund-Beziehung von wohnungslosen Personen mit jener von nicht wohnungslosen Personen zu vergleichen. Dabei wird insbesondere untersucht, inwieweit das Leben von Hunden bei Wohnungslosen ihrem ursprünglichen, instinktiven Dasein näherkommt, und welche Rolle diese Bindung für die Lebenssituation der betroffenen Menschen spielt.

  • Vergleich der Beziehungsstrukturen zwischen Hund und Halter in verschiedenen Lebenslagen
  • Analyse von Erziehungsmethoden, Kommunikation und Ernährung
  • Einfluss der gesellschaftlichen Wahrnehmung und Vorurteile auf die Tierhaltung
  • Bedeutung des Hundes als zentraler sozialer Anker für Wohnungslose
  • Hürden für die Unterbringung von Mensch und Hund in sozialen Hilfseinrichtungen

Auszug aus dem Buch

2.1.2.1. Wohnungslose Hundehalter (WL)

Man kann vor allem in den Fußgängerzonen der Städte beobachten, dass die meisten Hunde von Menschen am Rande der Gesellschaft unangeleint sind und trotzdem in unmittelbarer Nähe ihrer Menschen bleiben. Mit nur ganz wenigen Mitteln (z. B. Ignorieren, Gestik, Laute) werde diese Hunde geführt. Es sieht oft so aus, als bestehe eine besonders starke Bindung zwischen Mensch und Hund.

Auch wenn mehrere Menschen und Tiere als Gruppe unterwegs sind, werden wenige Probleme unter den Hunden beobachtet. Desweiteren scheinen diese Hunde meist entspannt und trotzdem sehr aufmerksam ihrem Menschen und dem Umfeld gegenüber zu sein.

Obwohl viele Wohnungslose nicht die finanziellen Mittel für Pflegeutensilien haben, sind die meisten Hunde optisch in einem guten Zustand.

Es ist auch weniger Erfreuliches auf den Straßen zu beobachten, wie vernachlässigt aussehende, abgemagerte oder auch verletzte Hunde. Manche werden zum Betteln aktiv eingesetzt, andere misshandelt.

Da diese negativen Tatsachen nicht Haupt-Thema dieser Arbeit sind, wird sich schwerpunktmäßig auf positive Beobachtungen beschränkt.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Der Autor erläutert die persönliche Motivation zur Arbeit, die durch die Beobachtung der meist harmonischen und natürlichen Beziehung zwischen Obdachlosen und ihren Hunden entstand.

Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Grundlagen der Domestikation, die Kommunikation zwischen Mensch und Hund sowie artgerechte Erziehungsansätze ein.

Theorie - Bestandsaufnahme: Hier werden Ursachen für Wohnungslosigkeit sowie bestehende Vorurteile und Ausstattungsmerkmale von Hilfseinrichtungen beleuchtet.

Methodik und Auswertung der Fragebögen: Die empirische Datenerhebung umfasst Befragungen verschiedener Gruppen, um Unterschiede in der Hundehaltung und Beziehung zu analysieren.

Diskussion: Der Autor reflektiert eigene Erfahrungen aus Feldforschungen in Ulm und München sowie die Schwierigkeiten und Ansätze im Umgang mit der Mensch-Hund-Thematik.

Fazit: Zusammenfassend wird bestätigt, dass das Leben eines Hundes bei Wohnungslosen tendenziell artgerechter ist und die soziale Bindung eine existenzielle Bedeutung besitzt.

Schlüsselwörter

Mensch-Hund-Beziehung, Obdachlosigkeit, Wohnungslosigkeit, Tiertherapie, Artgerechte Hundehaltung, Sozialbindung, Rudelstruktur, Kommunikation, Hundeverhalten, Vorurteile, Soziale Hilfseinrichtungen, Domestikation, Tierhaltung, Hundeerziehung, Lebensqualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht und vergleicht die Beziehung zwischen Hunden und ihren Haltern, wobei der Fokus auf dem Vergleich zwischen wohnungslosen Menschen und Menschen mit festem Wohnsitz liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder sind Hundehaltung, Kommunikation, Erziehung, die Bedeutung des Hundes als Sozialpartner sowie die soziale Akzeptanz und Vorurteile gegenüber Wohnungslosen mit Hund.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu klären, ob die Vermutung korrekt ist, dass das Leben von Hunden bei Wohnungslosen ihrem ursprünglichen, artgerechten Dasein näherkommt als das Leben bei Personen mit festem Wohnsitz.

Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?

Die Arbeit basiert auf einer empirischen Untersuchung mittels Fragebögen, die an Wohnungslose, Nicht-Wohnungslose und Passanten verschickt wurden, ergänzt durch persönliche Interviews und Feldforschung.

Was umfasst der inhaltliche Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Bestandsaufnahme zum Thema Obdachlosigkeit und Hundehaltung sowie die detaillierte Auswertung und Diskussion der durchgeführten Befragungen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist stark geprägt durch Begriffe wie Artgerechte Hundehaltung, Sozialbindung, Kommunikation, Wohnungslosigkeit, Vorurteile und Rudelverhalten.

Welche besonderen Erkenntnisse konnten zu den Hunden von Wohnungslosen gewonnen werden?

Die Hunde von Wohnungslosen wirken trotz widriger Umstände oft entspannt und aufmerksam; die Kommunikation erfolgt meist intuitiv, natürlich und ohne Vermenschlichung, was zu einer hohen Bindungsqualität führt.

Wie stehen Nicht-Wohnungslose generell zur Tierhaltung von Wohnungslosen?

Die Akzeptanz ist überraschend hoch: Ein Großteil der Befragten hält es für in Ordnung, dass Wohnungslose Tiere haben, auch wenn weiterhin hartnäckige Vorurteile existieren.

Was wurde zur Unterbringungssituation in Hilfseinrichtungen festgestellt?

Viele Einrichtungen bieten keine Möglichkeiten zur Hundehaltung, was für Wohnungslose oft eine Barriere bei der Inanspruchnahme von Hilfsangeboten darstellt; der Autor plädiert für mehr tierfreundliche Konzepte.

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Details

Titel
Die Beziehung zwischen Menschen am Rande der Gesellschaft und ihren Hunden im Vergleich zu anderen Menschen mit Hund
Untertitel
Wohnungslose, Obdachlose und ihre Hunde
Hochschule
IBW Institut für Berufliche Weiterbildung GmbH  (IBW Institut für Berufliche Weiterbildung GmbH)
Veranstaltung
Tiertherapie
Autor
Saskia Moos (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
87
Katalognummer
V173751
ISBN (eBook)
9783640942923
ISBN (Buch)
9783640942831
Sprache
Deutsch
Schlagworte
beziehung menschen rande gesellschaft hunden vergleich menschen hund wohnungslose obdachlose hunde
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Saskia Moos (Autor:in), 2011, Die Beziehung zwischen Menschen am Rande der Gesellschaft und ihren Hunden im Vergleich zu anderen Menschen mit Hund, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/173751
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  87  Seiten
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