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Bewertung der natürlichen Radioaktivität von Pigmenten

Titel: Bewertung der natürlichen Radioaktivität von Pigmenten

Studienarbeit , 2011 , 10 Seiten

Autor:in: Enrico Obst (Autor:in)

Ingenieurwissenschaften - Sicherheitstechnik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In weiten Industriezweigen, wie z. B. in der Lack- oder Keramikindustrie, erfolgt ein Einsatz von Pigmenten.

In Fachkreisen ist allgemein bekannt, dass diese Pigmente auch eine „natürliche Radioaktivität“ aufweisen können.

Diese „natürliche Radioaktivität“ ist messbar und kann daher aufgrund der besonderen Brisanz der Thematik „radioaktive Strahlung“ zu Verunsicherungen von Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten führen.

Diese „natürliche Radioaktivität“ ist daher erklärungsbedürftig.

Das Ziel der nachfolgenden Ausführungen ist dabei, die im Rahmen an einem exemplarisch ausgewählten Pigment festgestellten Aktivitätskonzentrationen der natürlichen Radioaktivität anhand von Literaturquellen und gesetzlicher Vorgaben zu beurteilen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Sachverhalt

2 Natürliche Radioaktivität in Pigmenten

3 Bewertung der natürlichen Radioaktivität

3.1 Bewertung der Strahlung durch Cäsium am ausgewählten Pigment

3.2 Bewertung der Strahlung durch Kalium am ausgewählten Pigment

3.3 Bewertung der Strahlung durch Thorium am ausgewählten Pigment

3.4 Bewertung der Strahlung durch Radium am ausgewählten Pigment

3.5 Natürliche Radioaktivität in Baustoffen

3.6 Die „Leningrader Summenformal“

4 Abschließende Zusammenfassung und Bewertung

Zielsetzung & Themen

Das Ziel der Arbeit ist die wissenschaftliche Einordnung und Bewertung der natürlich vorkommenden radioaktiven Aktivitätskonzentrationen in industriell genutzten Pigmenten, um Unsicherheiten im beruflichen Umfeld auszuräumen.

  • Analyse der Radioaktivität in Pigmenten durch exemplarische Messwerte
  • Vergleich der Messergebnisse mit Grenzwerten und natürlichen Referenzwerten
  • Anwendung der "Leningrader Summenformel" zur strahlenbiologischen Bewertung
  • Rechtliche Einordnung gemäß Strahlenschutzverordnung

Auszug aus dem Buch

3.6 Die „Leningrader Summenformal“

Sofern Materialien als Baustoffe eingesetzt werden sollen, kann für eine Bewertung die „Leningrader Summenformel“ [9] herangezogen werden, die zu einer „Bewertungszahl B“ führt. Diese bietet die Möglichkeit, die Belastung durch von Baustoffen ausgehende Strahlung abzuschätzen.

Dazu werden in der „Leningrader Summenformel“ die Aktivitäten von Kalium-40, Radium-226 und Thorium-232 eingesetzt. Hinsichtlich der Frage, ob ein bestimmtes Material aus strahlenbiologischer Sicht als Baumaterial eingesetzt werden sollte oder nicht, wird empfohlen, nur solche Baustoffe zu verwenden, deren sogenannte „Bewertungszahl B“ kleiner als 1 ist.

Diese Bewertungszahl B wird wie folgt berechnet: B = R/370 + T/259 + K/4810 („Leningrades Summenformel“) [9]. Dabei ist für K die spezifische Aktivität von K-40, für R die spezifische Aktivität von Ra-226 und für T die spezifische Aktivität von Th-232 im betreffenden Baustoff in Becquerel pro Kilogramm (Bq/kg) einzusetzen.

Exemplarisch ergibt sich dabei für Kalksandstein mit Ra 226 von 15 Bq/kg, Th 232 von 10 Bq/kg und K 40 von 200 Bq/kg eine Bewertungszahl von 0,12: B = 15/370 + 10/259 + 200/4810 = 0,12. Wird diese Berechnung für das hier untersuchte Pigment (Ra 226 mit 538 Bq/kg, Th 232 mit 113 Bq/kg und K 40 mit 25 Bq/kg) durchgeführt, ergibt sich eine Bewertungszahl von 1,9: B = 538/370 + 113/259 + 25/4810 = 1,9.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Sachverhalt: Einführung in die Thematik der natürlichen Radioaktivität bei industriell genutzten Pigmenten und Definition der Zielsetzung.

2 Natürliche Radioaktivität in Pigmenten: Darstellung konkreter Messergebnisse der Radioaktivität an einem exemplarischen Pigment.

3 Bewertung der natürlichen Radioaktivität: Analyse und Vergleich der Messergebnisse mit verschiedenen Referenzwerten und rechtlichen Grundlagen.

3.1 Bewertung der Strahlung durch Cäsium am ausgewählten Pigment: Einordnung der Cäsium-Werte anhand von Lebensmittelgrenzwerten.

3.2 Bewertung der Strahlung durch Kalium am ausgewählten Pigment: Vergleich der Kalium-40-Aktivität mit typischen Werten in Lebensmitteln.

3.3 Bewertung der Strahlung durch Thorium am ausgewählten Pigment: Bewertung der Thorium-232-Konzentration im Kontext von Baustoffen.

3.4 Bewertung der Strahlung durch Radium am ausgewählten Pigment: Analyse der Radium-226-Werte im Vergleich zu Baustoffen und Industrieschlacken.

3.5 Natürliche Radioaktivität in Baustoffen: Tabellarische Übersicht über spezifische Aktivitäten verschiedener natürlicher und industrieller Materialien.

3.6 Die „Leningrader Summenformal“: Einführung und Anwendung der Bewertungszahl B zur Einschätzung der Strahlenbelastung.

4 Abschließende Zusammenfassung und Bewertung: Synthese der Ergebnisse und rechtliche Einordnung hinsichtlich der Strahlenschutzverordnung.

Schlüsselwörter

Natürliche Radioaktivität, Pigmente, Aktivitätskonzentration, Radium-226, Thorium-232, Kalium-40, Cäsium-137, Leningrader Summenformel, Baustoffe, Strahlenschutzverordnung, Grenzwert, Strahlenexposition, Messwerte, Industrieproduktion, Materialbewertung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Messung und Bewertung der natürlichen Radioaktivität in Pigmenten, die in Industriezweigen wie der Keramikproduktion eingesetzt werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die radioaktive Strahlenbelastung durch verschiedene Isotope, der Vergleich mit natürlichen Vorkommen in Baustoffen sowie die rechtliche Einordnung gemäß geltender Strahlenschutzverordnungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, gemessene Aktivitätskonzentrationen eines exemplarischen Pigments quantitativ und qualitativ zu bewerten, um Transparenz und Sicherheit für Anwender und Beteiligte zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine vergleichende Analyse durchgeführt, bei der Messergebnisse des Pigments mit bekannten Grenzwerten, Lebensmittelanalysen und baustoffspezifischen Daten gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Bewertung einzelner Radionuklide (Cäsium, Kalium, Thorium, Radium) sowie die Anwendung der „Leningrader Summenformel“ zur Berechnung einer übergreifenden Bewertungszahl.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen natürliche Radioaktivität, Aktivitätskonzentration, Leningrader Summenformel, Strahlenschutzverordnung und Radionuklide.

Warum wird die „Leningrader Summenformel“ herangezogen?

Die Formel dient dazu, eine einheitliche Bewertungszahl für Materialien zu erhalten, um deren strahlenbiologische Eignung als Baustoff besser abschätzen zu können.

Erfordern die untersuchten Pigmente eine Genehmigung nach der Strahlenschutzverordnung?

Nein, die Arbeit stellt fest, dass der Umgang mit den Pigmenten unter den geltenden Freigrenzen liegt und somit als genehmigungsfrei gemäß § 8 der Strahlenschutzverordnung einzustufen ist.

Wie schneidet das untersuchte Pigment im Vergleich zu anderen Materialien ab?

Während einige Werte des Pigments erhöht sind, liegen sie insgesamt innerhalb der Bandbreite natürlicher Radioaktivität; bei einer Anwendung der Bewertungsformel für Baustoffe ergibt sich eine Zahl, die im Vergleich zu Materialien wie Kupferschlacke bewertet wird.

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Details

Titel
Bewertung der natürlichen Radioaktivität von Pigmenten
Hochschule
Slovenská technická univerzita v Bratislave  (Institute of Safety and Environmental Engineering)
Autor
Enrico Obst (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
10
Katalognummer
V173760
ISBN (eBook)
9783640941650
ISBN (Buch)
9783640941711
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bewertung radioaktivität pigmenten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Enrico Obst (Autor:in), 2011, Bewertung der natürlichen Radioaktivität von Pigmenten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/173760
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Leseprobe aus  10  Seiten
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