Der Einfluss von Musik in China ist seit jeher ein treibender gesellschaftlicher Faktor. In der Vergangenheit diente sie in alternativen Szenen dazu, Widerstand zu leisten und systemkritische Denkweisen zum Ausdruck zu bringen.
Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz der alternativen elektronischen Musikszene in China am Beispiel der Clubkultur in Shanghai. Sie beginnt mit einer Literaturanalyse, die vor dem Hintergrund eines theoretischen Rahmens die Entwicklung der alternativen Musikszene nachzeichnet. Im empirischen Teil werden Interviews mit Akteuren der Szene durchgeführt, um die bislang unerforschte Szene zunächst kennenzulernen, anschließend zu analysieren und in den Kontext der Forschungsfrage einzuordnen.
Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass die Clublandschaft Schwierigkeiten hat, sich in China finanziell und organisatorisch aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig versucht sie, subtil eine subversive und alternative Kultur zu gestalten. Die Clubkultur verweist auf einen Rückzugsort, in dem Besucher durch Musik und Tanz Teil einer Gemeinschaft werden. Dieser Raum ermöglicht zugleich individuelle Selbstverwirklichung. In diesem Kontext eröffnet sich für Akteure die Möglichkeit, eine Persona zu verkörpern, die ihnen im Alltag nicht zugänglich ist. Widerstand zeigt sich in dieser Szene einerseits individuell durch alternative Formen der Selbstverwirklichung. Andererseits zeigt er sich kollektiv durch Diskurse, die in diesem Raum entstehen und zu einer Erweiterung von Perspektiven beitragen. Die Arbeit weist auf, dass der Einfluss der Szene auf den gesellschaftlichen Wandel eingeschränkt vorhanden ist.
Für zukünftige Forschungen wird empfohlen, andere Städte innerhalb und außerhalb Chinas einzubeziehen und unterschiedliche Respondentengruppen zu betrachten.
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- B.A. Melody Armanugraha (Autor), 2025, Die Alternative Elektronische Musikszene Chinas und deren Relevanz für die gesellschaftliche Entwicklung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1737807