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Mobbing im Teenageralter. Faktoren und Merkmale der Opfer- und Täterrollen

Titel: Mobbing im Teenageralter. Faktoren und Merkmale der Opfer- und Täterrollen

Hausarbeit , 2022 , 16 Seiten

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziale Arbeit - Kinder- und Jugendhilfe
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In Deutschland wird ungefähr jedes sechste Kind im Schulalter regelmäßig von Mitschülern gemobbt. Mobbing hat viele Gesichter und Facetten und kann daher überall im Alltag auftreten. Mobbing kann in jedem Alter auftreten und somit auch in jeder Lebenssituation. Es können Arbeitskolleg*innen, Cheff*innen, Mitglieder der Peergroup, Mitschüler*innen, Nachbar*innen, Mitglieder von Vereinen und sogar Mitglieder der eigenen Freundesgruppe sein.

Die wahrscheinlich am meisten von Mobbing betroffene Personengruppe sind Teenager (Altersgruppe 14-19 Jahre). Durch den vielen Kontakt mit Gleichaltrigen in der Schule, Sportgruppe, im Jugendtreff, auf Skateplätzen oder in den sozialen Medien werden die Jugendlichen oft mit dem Thema Mobbing konfrontiert. Immer wenn viele Menschen aufeinandertreffen, gibt es viel Potenzial für Ausgrenzung von Einzelnen, Gruppenbildung, Konflikte und Streitereien. In solchen Konstellationen kann es dann oft zu Mobbing kommen. Dabei ist wichtig zu unterscheiden, dass nicht jede Konfliktsituation unter den Begriff Mobbing fällt, da Mobbing gezielt gerichtet ist. Mobbingszenarien enthalten verschiedene Rollen, die von den anwesenden Menschen eingenommen werden. Ausschlaggebend ist, welche Rolle die Personen dabei einnehmen. Ist es der stumme Beobachter, der nur ein Szenario mitbekommt und nichts mit der eigentlichen Situation zu tun hat? Ist es die Täterrolle, von der der ganze Vorgang ausgeht oder ist es die Opferrolle, die die leidtragende Rolle ist? Die Rollenverteilung ist beim Mobbing eindeutig ausschlaggebend, da jeder gewisse Eigenschaften, Faktoren oder Merkmale mitbringt, die seine jeweilige Rolle begünstigen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Definitionen und Erklärungen

1.1 Mobbing

1.2 Bullying

1.3 Cybermobbing / Cyberbullying

1.4 Happy Slapping

1.5 Viktimisierung

2. Forschungsfrage und relevante Theorie

2.1 Forschungsfrage

2.2 Bezug und Bedeutung innerhalb der Sozialen Arbeit

2.3 Theoretische Darstellung der Faktoren und Merkmale der Opferrolle

2.4 Theoretische Darstellung der Faktoren und Merkmale der Täterrolle

3. Darstellung der gewonnenen Ergebnisse als Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit untersucht die spezifischen Persönlichkeitsmerkmale, sozialen Faktoren und familiären Hintergründe, die Jugendliche in eine Täter- oder Opferrolle bei Mobbingprozessen drängen können. Das primäre Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die Rollenverteilung zu entwickeln, um daraus präventive Handlungsansätze für die Schulsozialarbeit und die Kinder- und Jugendhilfe abzuleiten und die Forschungsfrage nach den begünstigenden Faktoren zu beantworten.

  • Differenzierung der Begrifflichkeiten Mobbing, Bullying und Cybermobbing
  • Analyse der soziologischen und psychologischen Merkmale von Mobbingopfern
  • Untersuchung der Beweggründe und Persönlichkeitsstrukturen von Tätern
  • Bedeutung des familiären Umfelds und der Gruppendynamik
  • Verknüpfung der theoretischen Erkenntnisse mit der Praxis der Sozialen Arbeit

Auszug aus dem Buch

1.1 Mobbing

Mobbing (eng. to mob dt. herfallen) ist der große Sammelbegriff, der viele verschiedene Taten unter einem Begriff zusammenfasst. Obwohl der Begriff bereits seit den 1980er Jahren existiert, ist er besonders Anfang der 2000er Jahre populär geworden (vgl. Hoffmann G. P. 2016, S.3; Kaess M. & Jantzer V. 2021, S.2). Unter Mobbing versteht man systematisch feindselige Handlungen gegen einen anderen Menschen. Die Handlungen finden über einen längeren Zeitraum statt und können sich sogar über Jahre ziehen. Es beschreibt das Belästigen, Erpressen, Nötigen, Hetzen, Beleidigen, Ausgrenzen und Bedrohen. Oft kommen in sehr schweren Fällen physische Gewalt bis hin zu Morddrohungen hinzu (vgl. Petermann F. & Koglin U. 2013: S.57; Böhmer M. & Steffgen G. 2020, S.2; Braungardt T. 2013, S.1; Stock Ch. 2011, S.6; Schubarth W. 2019, S.35; Hoffmann G. P. 2016, S.3; Kaess M. & Jantzer V. 2021, S.2; Merk K. 2014, S.1; Mirian N. 2020, S.7; Pflichthofer D. 2016, S.400; Roth W. 2002, S.200).

Beim Mobbing unter Teenagern formen sich meist klasseninterne Gruppen, die das Opfer systematisch schikanieren. Die Gruppendynamik spielt beim Mobbing eine, wenn nicht sogar die prägnanteste Rolle (vgl. Eckhardt Th. 2013). Mobbing beginnt meist mit kleinen Sticheleien gegen ein Individuum. Es kann z.B. Ausgrenzung auf dem Schulhof sein, kleinere boshafte Bemerkungen oder Belästigungen. Die Vorfälle intensivieren sich dauerhaft in Schwere und Intensität. Dabei formieren die mobbenden Menschen oft eine Gruppe und intensivieren das Mobbing bis hin zu physischen Angriffen auf das Opfer. Bei besonders prekären Fällen werden immer mehr Teenager ein Teil dieser Gruppe, aus Angst selbst irgendwann von der Gruppe viktimisiert zu werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Relevanz des Themas Mobbing bei Jugendlichen und Darlegung der zentralen Forschungsfrage.

1. Definitionen und Erklärungen: Definition der für die Arbeit zentralen Fachbegriffe wie Mobbing, Bullying, Cybermobbing, Happy Slapping und Viktimisierung.

2. Forschungsfrage und relevante Theorie: Theoretische Herleitung der Forschungsfrage und Analyse der Rollenbilder sowie deren Bedeutung für die Soziale Arbeit.

3. Darstellung der gewonnenen Ergebnisse als Fazit: Synthese der Ergebnisse zur Rollenverteilung und Beantwortung der Forschungsfrage über die begünstigenden Faktoren von Mobbing.

Schlüsselwörter

Mobbing, Bullying, Cybermobbing, Teenager, Opferrolle, Täterrolle, Schulsozialarbeit, Viktimisierung, Gruppendynamik, Selbstwertgefühl, Jugendhilfe, Prävention, psychische Gewalt, soziale Isolation, Persönlichkeitsmerkmale.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Thematik des Mobbings unter Jugendlichen, insbesondere mit der Frage, welche Merkmale und Faktoren die Einnahme einer Opfer- oder Täterrolle begünstigen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Mobbing-Formen, die psychologische Analyse von Rollenverteilungen sowie die Relevanz dieser Prozesse für die Handlungsfelder der Sozialen Arbeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die begünstigenden Faktoren für Mobbing bei Teenagern wissenschaftlich zu identifizieren, um fundierte Grundlagen für präventive Interventionen in Schule und Jugendhilfe zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Aufarbeitung vorhandener wissenschaftlicher Literatur, Studien und Fachbegriffe zur Beantwortung der sozialpädagogischen Fragestellung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Begriffsdefinitionen geklärt, gefolgt von einer detaillierten theoretischen Untersuchung der Persönlichkeitsmerkmale und Umwelteinflüsse, die bei Täter- und Opferrollen eine Rolle spielen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Mobbing, Viktimisierung, Täter-Opfer-Dynamik, soziale Isolation, Gruppendynamik sowie die Rolle der Schulsozialarbeit und Kinder- und Jugendhilfe.

Warum spielt das familiäre Umfeld eine so große Rolle?

Das Elternhaus ist laut der Analyse ein entscheidender Faktor, da sowohl Überbehütung als auch gewaltgeprägte Erziehungsstile die Entwicklung der Konfliktfähigkeit negativ beeinflussen können, was wiederum das Mobbingrisiko erhöht.

Gibt es eine „typische Mobbing-Persönlichkeit“?

Nein, die Arbeit stellt klar, dass es kein festes Persönlichkeitsprofil für ein „klassisches“ Opfer oder einen „typischen“ Mobber gibt, sondern dass es sich um ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Faktoren handelt.

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Details

Titel
Mobbing im Teenageralter. Faktoren und Merkmale der Opfer- und Täterrollen
Hochschule
Fachhochschule Dortmund  (Fakultät für Soziale Arbeit)
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
16
Katalognummer
V1738231
ISBN (PDF)
9783389196489
ISBN (Buch)
9783389196496
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mobbing Soziale Arbeit Jugendliche Jugendarbeit Online Onlinemobbing Cybermobbing Täter Opfer
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2022, Mobbing im Teenageralter. Faktoren und Merkmale der Opfer- und Täterrollen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1738231
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