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Informationelle Angst und informationelles Vertrauen

Die Stimmungen in der Informationsgesellschaft

Titel: Informationelle Angst und informationelles Vertrauen

Seminararbeit , 2009 , 14 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Judith Scharnagl (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Massenmedien allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Google will den gesamten Buchbestand der Welt digitalisieren, Facebook speichert ganz ungeniert lebenslänglich unsere Daten und jeder Internetnutzer gibt im Schnitt 6,8 mal am Tag einen Begriff in eine Suchmaschine ein. Tagtäglich haben wir in unserer vernetzten
Gesellschaft eine Flut an Daten und Informationen zu bewältigen.

Dies ist für uns umso schwerer, da es im anarchischen Gebilde Internet keine zentralen Kontrollinstanzen gibt,die darüber wachen, wer sich im Netz herumtreibt und welche Inhalte darüber verbreitet
werden. Wir müssen allein die Explosion an Informationen bewältigen und uns den Weg durch den Datendschungel bahnen. Dennoch ist der Anschluss ans Internet für Unternehmen und Privatpersonen heute selbstverständlich, der weitreichenden Möglichkeiten und Gefahren sind sich jedoch die wenigsten bewusst.

In dieser Seminararbeit werden die informationelle Angst und das informationelle Vertrauen als grundlegende Stimmungen in der digital vernetzten Welt gegenübergestellt. Zwischen ihnen schwanken wir, wenn wir uns täglich im Internet bewegen. Aber welche Stimmung
dominiert uns letztendlich und durch welche Rahmenbedingungen werden sie hervorgerufen?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Hinführung – Die Informationsgesellschaft im Netz

2. Die Stimmungen in der Informationsgesellschaft

2.1 Informationelle Angst

2.1.1 Die Ursachen

2.1.2 Google – Die Datensammler

2.2 Informationelles Vertrauen

2.2.1 Die Rahmenbedingungen

2.2.2 Wikipedia – Das „Mitmach-Lexikon“

2.2.3 Online-Tageszeitungen

3. Fazit

3.1 Die dominierende Stimmung

3.2 Vertrauen durch Recht – Ein möglicher Lösungsansatz

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen informationeller Angst und informationellem Vertrauen in der digital vernetzten Gesellschaft. Ziel ist es, die Ursachen für diese gegensätzlichen Stimmungen zu identifizieren, deren Einfluss auf das Nutzerverhalten zu analysieren und Lösungsansätze zu diskutieren, wie das Vertrauen in die moderne Informationsgesellschaft gestärkt werden kann.

  • Ursachen und Auswirkungen von informationeller Angst
  • Die Rolle von Suchmaschinen als Datensammler
  • Bedingungen für die Entstehung von informationellem Vertrauen
  • Kollaborative Selbstkontrollmechanismen am Beispiel von Wikipedia
  • Rechtliche Rahmenbedingungen als Mittel zur Vertrauensbildung

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Die Ursachen

Angst wird beschrieben als „Reaktion auf eine unbestimmte Bedrohung.“5 Als informationelle Angst kann also die Furcht bezeichnet werden, die ausgelöst wird durch die Bedrohungen der Informationsgesellschaft und deren mögliche Folgen. „Aller Erfahrung nach bedeutet gut informiert zu sein auch die Reduktion von Angst.“6 Und obwohl wir mehr Möglichkeiten denn je haben an Informationen zu kommen, werden wir paradoxerweise von informationeller Angst gequält.7 Nach Wurman gibt es dafür zwei mögliche Ursachen: unsere Beziehung zur Information selbst und unsere sozialen Beziehungen.8

Information anxiety is produced by the ever-widening gap between what we understand and what we think we should understand. Information anxiety is the black hole between data and knowledge. It happens when information doesn´t tell us what we want to know.9

Informationelle Angst entsteht also durch die sich immer weiter ausbreitende Lücke zwischen dem, was wir verstehen und dem, was wir glauben verstehen zu müssen. Diese Lücke entsteht, wenn unser Geist den aktuell verfügbaren Informationen als Ausgangspunkt für zukünftigen Wissenserwerb nicht mehr trauen kann – die Angst ist wie ein schwarzes Loch, das sich zwischen Information und Wissen auftut. Das Internet liefert uns eine solche Flut an Informationen, sodass es uns nicht mitteilen kann, was wir eigentlich wissen wollen. Es kann festgehalten werden, dass die Reduktion von Angst nicht durch die Fülle an Information vollzogen werden kann, sondern dadurch erst problematisch wird, weil wir sie nicht mehr zu Wissen verarbeitet können. Somit kann die Kluft zwischen Information und Wissen nicht geschlossen werden.10

Zusammenfassung der Kapitel

1. Hinführung – Die Informationsgesellschaft im Netz: Die Einleitung thematisiert die zunehmende Datenflut im Internet und führt in die zentrale Fragestellung der Arbeit ein, welche Stimmung – Angst oder Vertrauen – den Nutzer im Umgang mit Informationstechnologie primär leitet.

2. Die Stimmungen in der Informationsgesellschaft: Dieses Hauptkapitel analysiert theoretisch und praktisch die Begriffe der informationellen Angst sowie des informationellen Vertrauens und deren jeweilige Rahmenbedingungen.

3. Fazit: Das Fazit fasst die gesellschaftliche Entwicklung zur Dominanz der informationellen Angst zusammen und schlägt eine Stärkung des Vertrauens durch rechtliche Rahmenbedingungen vor.

Schlüsselwörter

Informationelle Angst, informationelles Vertrauen, Informationsgesellschaft, Datenschutz, Datensicherheit, Überwachung, Internet, Suchmaschinen, Wikipedia, Selbstkontrolle, Privatsphäre, Informationsflut, Verbraucherschutz, Rechtsstaat, digitale Kluft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die beiden gegensätzlichen psychologischen Stimmungen, informationelle Angst und informationelles Vertrauen, die Nutzer in der digital vernetzten Informationsgesellschaft erleben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Themen umfassen die Ursachen der Angst vor Datenkontrolle und Überwachung sowie die Mechanismen, durch die Vertrauen in digitale Plattformen wie Wikipedia oder Online-Medien entstehen kann.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu ergründen, welche Stimmung in der Gesellschaft dominiert und wie durch einen zielgerichteten Vertrauensaufbau – etwa durch rechtliche Maßnahmen – das Verhältnis des Nutzers zur Informationstechnik verbessert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse, um theoretische Konzepte (wie von Wurman oder Luhmann) mit praxisnahen Beispielen aus dem Internet (Google, Wikipedia, Online-Zeitungen) zu verknüpfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Ursachen für informationelle Angst (z.B. Google als Datensammler) und die Bedingungen für informationelles Vertrauen (z.B. kollaborative Selbstkontrolle und redaktionelle Standards).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind informationelle Angst, informationelles Vertrauen, Datenschutz, Überwachung, Selbstkontrolle und die Rolle des Rechtsstaates in der digitalen Welt.

Wie unterscheidet sich laut der Arbeit Google von einer vertrauenswürdigen Informationsquelle?

Google wird als Instrument mit Monopolstellung betrachtet, das Daten massiv sammelt und personalisiert, während Vertrauen in Medienquellen eher durch Transparenz und redaktionelle Professionalität entsteht.

Warum wird Wikipedia trotz der Anonymität der Autoren als vertrauenswürdig eingestuft?

Das Vertrauen speist sich aus dem System der kollaborativen Selbstkontrolle, welches Offenheit, Nachvollziehbarkeit in der Versionshistorie und die Möglichkeit zur Diskussion auf Diskussionsseiten bietet.

Welche Rolle spielt der Staat beim Aufbau von informationellem Vertrauen?

Der Staat soll laut der Autorin durch die Schaffung von Transparenz, Sicherheitsstandards und ein gestärktes Datenschutzrecht als Verbraucherrecht die Rahmenbedingungen für ein funktionales Vertrauen schaffen.

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Details

Titel
Informationelle Angst und informationelles Vertrauen
Untertitel
Die Stimmungen in der Informationsgesellschaft
Hochschule
Universität Passau  (Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik)
Veranstaltung
Information - Medien - Wissen
Note
1,3
Autor
Judith Scharnagl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
14
Katalognummer
V173928
ISBN (eBook)
9783640942244
ISBN (Buch)
9783640942282
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Information Medien Wissen Internet Erwachsenenbildung Wikipedia Google Informationelle Angst Informationelles Vertrauen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Judith Scharnagl (Autor:in), 2009, Informationelle Angst und informationelles Vertrauen , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/173928
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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