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Die Entfaltung der Ideenlehre Platons mit besonderem Bezug auf Bedeutung und Analyse der Metaphern der zweitbesten Seefahrt und der Wiedererinnerung im Phaidon

Titel: Die Entfaltung der Ideenlehre Platons mit besonderem Bezug auf Bedeutung und Analyse der Metaphern der zweitbesten Seefahrt und der Wiedererinnerung im Phaidon

Seminararbeit , 2011 , 24 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Klaus Bruns (Autor:in)

Philosophie - Philosophie der Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

1.0 Einleitung

Diese Arbeit legt ihr Hauptaugenmerk auf Platons Metaphern der zweitbesten Seefahrt und die der Wiedererinnerung. Ziel der Arbeit soll es sein, die Bedeutung der beiden Metaphern für die platonische Philosophie, besonders für die Ideenlehre, zu analysieren. Insgesamt soll hierbei der Weg zur wahren Erkenntnis erläutert und die Position des Einen herausgestellt werden. Besondere Rücksicht wird hierbei auf Platons Phaidon genommen.
Vor allem die Überwindung der Methode der Naturphilosophen hat Auswirkungen auf die Philosophie Platons. Sie war Anstoß der Philosophen, Gott in der intelligiblen Welt suchen.
Was ist Gott laut Platon? Wo liegt Platons Unzufriedenheit mit der Lehre der Naturphilosophen? Auf welche Weise und durch welche Methoden findet er den Urgrund des Seins? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Arbeit.

Sowohl Platons Definition des Menschen, als auch seine Sicht des wahren Philosophen sind wichtig, um seine Gedanken einordnen zu können. Maßgeblich ist somit Platons Verständnis von Ideen.
Es folgt eine Beschreibung der absoluten Idee des Guten. Es erscheint unablässlich, die einzelnen Gedanken Platons zu verbinden, um das Erreichen der wahren Erkenntnis und die Zusammenhänge der einzelnen Schritte verständlicher darstellen zu können.

2.0 Grundlegendes

Entscheidend für das Verständnis der Gedanken Platons sind nicht nur grundlegende Begriffe und Definitionen der platonischen Philosophie, sondern auch sein Bild des wahren Philosophen. Diese grundlegenden Punkte sollen in diesem Kapitel meiner Arbeit vorbetrachtet werden. In späteren Kapiteln wird näher auf die Folgen und Zusammenhänge dieser Definitionen einzugehen sein.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlegendes

2.1.Was ist der Mensch

2.2.Der wahre Philosoph laut Phaidon

2.3.Was sind Ideen

2.3.1. Die absolute Idee des Guten

3. Die Metaphern der „zweitbesten Seefahrt“ und der „Wiedererinnerung“ als entscheidende Metaphern der platonischen Philosophie

3.1.Die zweitbeste Seefahrt

3.2.Die Unsterblichkeit der Seele und die Wiedererinnerung

3.2.1. Die Unsterblichkeit der Seele

3.2.2. Die Metapher der Wiedererinnerung als Beweis für die Präexistenz der Seele

3.2.3. Eine weitere Beweisführung der Unsterblichkeit der Seele mit Hilfe der Wiedererinnerungslehre

4. Das höchste Prinzip und das Erreichen der wahren Erkenntnis

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die Bedeutung der platonischen Metaphern der „zweitbesten Seefahrt“ und der „Wiedererinnerung“ für die Ideenlehre und den Weg zur wahren Erkenntnis, wobei insbesondere Platons Dialog „Phaidon“ zur Erläuterung der metaphysischen Zusammenhänge herangezogen wird.

  • Analyse der platonischen Ideenlehre und ihrer Bedeutung für die Erkenntnistheorie.
  • Untersuchung der Metaphern der „zweitbesten Seefahrt“ und „Wiedererinnerung“.
  • Klärung der Unsterblichkeit der Seele und ihrer Präexistenz.
  • Beleuchtung der Rolle der „Idee des Guten“ als höchstes Prinzip.
  • Diskussion des theologischen Gehalts platonischer Denkansätze im Vergleich zur modernen Theologie.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die zweitbeste Seefahrt

Platons Weg auf der Suche nach Wahrheit, lässt sich in zwei Abschnitte unterteilen. Der erste Abschnitt ist die sogenannte „erste Seefahrt“. Diese ist in zwei Phasen gegliedert, wobei die erste Phase sich an den Lehren der Naturphilosophen im Allgemeinen orientiert. Die zweite Phase beschäftigt sich speziell mit der Lehre des Anaxagoras, dessen Auslegung die naturphilosophische Auffassung am besten verdeutlicht. Sowohl die Methode der Naturphilosophen im Allgemeinen als auch Anaxagoras´ Theorie der Vernunft werden von Platon untersucht und als unangemessen bezeichnet.

Im Phaidon macht Platon durch Sokrates deutlich, dass er sich schon sehr früh in seinem Leben mit der Methode der Naturphilosophen beschäftigt hat, um vom „Entstehen und Vergehen die Ursache zu entdecken.“ Entscheidend ist, dass Platon jede vorher gewesene Annahme, auf ihre Richtigkeit testet. Die lediglich körperliche Ausrichtung der naturphilosophischen Antworten ist es, die Platon missfällt.

Besonders Empedokles´ These, Denken sei ein Produkt des Blutes oder wie bei Heraklit ein Produkt des Feuers, hält Platon nach sorgfältiger Prüfung für falsch. Er deckt also ihre Unzulänglichkeiten auf; auch Anaxagoras wirft er vor, zu sehr im Physischen verwurzelt zu bleiben. Er führe zwar die Vernunft ein. Platon kritisiert jedoch, dass Anaxagoras als Ursache nicht die Wahl „des Besten“ definiert. Um die Phänomene des Universums zu bestimmen, bedürfe es zwar der physischen Elemente. Diese seien aber nicht selbst die „wahre Ursache“. Anaxagoras sieht für jedes Ding verschiedene Ursachen, während Platon allerdings lediglich eine besondere höhere Kraft als Urgrund allen Seins sieht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt den Fokus auf die Analyse der Metaphern der „zweitbesten Seefahrt“ und der „Wiedererinnerung“ im Kontext von Platons Ideenlehre und Phaidon. Sie skizziert die methodische Fragestellung hinsichtlich der Suche nach dem Urgrund des Seins.

2. Grundlegendes: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe der platonischen Philosophie, insbesondere das Verständnis des Menschen als Seele sowie das Bild des wahren Philosophen. Es bereitet die theoretische Basis für die nachfolgenden Analysen zur Ideenlehre.

2.1.Was ist der Mensch: Platon definiert den Menschen als das Wesen, das seinen Leib gebraucht, wobei die Seele den eigentlichen Kern des Menschen darstellt. Die intelligible Welt besitzt hierbei eine höhere Bedeutung als die physisch sichtbare Wirklichkeit.

2.2.Der wahre Philosoph laut Phaidon: Der Philosoph strebt nach der Ablösung der Seele vom Leib, da letzterer das ungetrübte Denken behindert. Der Tod wird dabei als notwendiger Schritt zur Erreichung wahrer Erkenntnis begriffen.

2.3.Was sind Ideen: Ideen bilden bei Platon die einzige wahre Realität und existieren unabhängig von menschlicher Wahrnehmung. Sie sind nur in der intelligiblen Welt auffindbar und durch dialektische Prozesse methodisch erschließbar.

2.3.1. Die absolute Idee des Guten: Als höchstes Prinzip fungiert die Idee des Guten, welche den Ursprung von Sein, Wahrheit und Erkenntnis darstellt. Sie dient dem Philosophen als absoluter Orientierungspunkt für das praktische Handeln.

3. Die Metaphern der „zweitbesten Seefahrt“ und der „Wiedererinnerung“ als entscheidende Metaphern der platonischen Philosophie: Dieses Kapitel untersucht die methodischen Ansätze Platons zur Annäherung an das Übersinnliche. Es stellt die Bedeutung der beiden Metaphern als Brücke zur metaphysischen Wirklichkeit dar.

3.1.Die zweitbeste Seefahrt: Die zweitbeste Seefahrt beschreibt Platons eigenen, anstrengenderen Weg der Erkenntnissuche, der über die Philosophie zur Vernunft als Urgrund des Seins führt. Sie überwindet die unzureichende naturphilosophische Methode durch die Fixierung auf die Ideen.

3.2.Die Unsterblichkeit der Seele und die Wiedererinnerung: Hier wird der Zusammenhang zwischen der Seele und der Wiedererinnerungslehre hergestellt. Beide Konzepte bilden das Fundament für das Verständnis von Platons metaphysischem Menschenbild.

3.2.1. Die Unsterblichkeit der Seele: Platon begründet die Unsterblichkeit der Seele durch ihre immaterielle Existenz und ihre Unabhängigkeit vom Körper. Dieser Abschnitt analysiert die Argumentationsstruktur im Phaidon.

3.2.2. Die Metapher der Wiedererinnerung als Beweis für die Präexistenz der Seele: Lernen wird als Wiedererinnerung an Wissen gedeutet, das die Seele bereits in einer früheren Existenz erworben hat. Das Beispiel der Hebammenkunst illustriert diesen Prozess.

3.2.3. Eine weitere Beweisführung der Unsterblichkeit der Seele mit Hilfe der Wiedererinnerungslehre: Dieser Teil vertieft die Argumentation gegen Einwände wie die Seelen-Stimmungs-Hypothese. Er belegt, dass die Seele aufgrund ihres Wesens den Tod überlebt.

4. Das höchste Prinzip und das Erreichen der wahren Erkenntnis: Die Erlangung der Erkenntnis erfolgt durch eine hierarchische Struktur von Ideen. Die Entdeckung dieser Prinzipien führt zur Gotteserkenntnis, wobei die Idee des Guten die oberste Ebene bildet.

5. Fazit: Das Fazit würdigt die Bedeutung der platonischen Ideenlehre für die moderne Philosophie und Theologie. Es stellt die Ansätze Platons als fruchtbare Denkweise für die Auseinandersetzung mit transzendenten Fragen dar.

Schlüsselwörter

Platon, Ideenlehre, zweitbeste Seefahrt, Wiedererinnerung, Phaidon, Unsterblichkeit der Seele, Metaphysik, Dialektik, Idee des Guten, Präexistenz, Erkenntnistheorie, Gotteserkenntnis, Philosophie, Theologie, Sokrates.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt zentrale Aspekte der platonischen Philosophie, insbesondere die Ideenlehre, und analysiert, wie diese durch spezifische Metaphern und Argumentationsweisen zur Gotteserkenntnis hinführen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den Kernpunkten gehören die „zweitbeste Seefahrt“, die Lehre von der „Wiedererinnerung“ (Anamnesis), die Unsterblichkeit der Seele sowie die Rolle der „Idee des Guten“ als höchstes Prinzip.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Bedeutung der Metaphern der zweitbesten Seefahrt und der Wiedererinnerung für das platonische Denken herauszuarbeiten und ihre Relevanz für eine metaphysische Gotteserkenntnis zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor führt eine textanalytische Untersuchung von Platons Dialogen, vornehmlich dem Phaidon, durch und setzt diese in einen wissenschaftlichen Kontext zu existierenden Forschungsbeiträgen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Grundbegriffe geklärt, gefolgt von einer detaillierten Analyse der methodischen Vorgehensweise Platons und den verschiedenen Beweisführungen zur Unsterblichkeit und Präexistenz der Seele.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Platon, Ideenlehre, zweitbeste Seefahrt, Wiedererinnerung, Metaphysik und Unsterblichkeit der Seele geprägt.

Wie unterscheidet sich die „erste“ von der „zweiten“ Seefahrt laut Platon?

Die „erste Seefahrt“ bezeichnet den naturphilosophischen Weg, der sich an physischen Ursachen orientiert, während die „zweite Seefahrt“ den mühsameren, philosophischen Weg über die Ideen und die Vernunft darstellt.

Warum spielt das Menon-Beispiel mit dem Sklaven eine Rolle?

Es dient dazu, die These der Wiedererinnerung empirisch bzw. im Dialog darzustellen, indem ein Sklave ohne mathematische Vorbildung durch bloße Fragestellung zur korrekten Lösung geführt wird, was ein präexistentes Wissen beweisen soll.

Wie bewertet der Autor den Vergleich zwischen Platon und Bultmann?

Der Autor stuft Platons Ansätze zur Unsterblichkeit und zur ordnenden Intelligenz als „machtvoller“ und für das transzendente Denken als fruchtbarer ein als die Ansätze von Rudolf Bultmann, deren Fokus auf dem Kerygma liegt.

Kann man die „Idee des Guten“ mit Gott gleichsetzen?

Obwohl Platon die Idee des Guten nicht explizit als Gott bezeichnet, argumentiert der Autor, dass eine Gleichsetzung im Rahmen einer persönlichen Gotteserkenntnis durchaus sinnvoll und legitim ist.

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Details

Titel
Die Entfaltung der Ideenlehre Platons mit besonderem Bezug auf Bedeutung und Analyse der Metaphern der zweitbesten Seefahrt und der Wiedererinnerung im Phaidon
Hochschule
Universität Münster  (Seminar für philosophische Grundfragen der Theologie)
Veranstaltung
Platons Ideenlehre. Die Anfänge der griechischen Metaphysik und Seinsphilosophie
Note
2,7
Autor
Klaus Bruns (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
24
Katalognummer
V173929
ISBN (eBook)
9783640942503
ISBN (Buch)
9783640942305
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Platon Phaidon Ideenlehre Wiedererinnerung Zweitbeste Seefahrt Metaphern Unsterblichkeit der Seele Erreichen der wahren Erkenntnis Ideen Sokrates Metaphysik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Klaus Bruns (Autor:in), 2011, Die Entfaltung der Ideenlehre Platons mit besonderem Bezug auf Bedeutung und Analyse der Metaphern der zweitbesten Seefahrt und der Wiedererinnerung im Phaidon, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/173929
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Leseprobe aus  24  Seiten
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