The replacement of traditional catalysts by Ionic Liquids (“IL”) has a potential to improve the transesterification, which is a key reaction which is applied in industry in large scale[1][2]. In this study the economic perspectives are figured out by tools of strategic analysis and project management. Recent research activities have shown up the suitability of an IL catalyzed transesterification process in a miniplant reactor which provides results that are suitable for scale-up[3].
Inhaltsverzeichnis
1. Motivation
2. Untersuchtes Verfahren
3. Methoden
3.1. Ökonomischer Vergleich
3.2. Strategische Analyse
3.3. Projektplanung
4. Analysen
4.1. Ökonomische Bewertung des Neuverfahrens
4.1.1. Benchmark
4.1.2. Personalkosten
4.1.3. Material- und Energiekosten
4.1.4. Anlagenkosten
4.1.5. Gesamtbewertung
4.2. Strategische Analyse
4.2.1. Diskussion einer geeigneten Firma für die Anwendung des Neuverfahrens
4.2.2. Strategische Bewertung nach dem Modell „Porter 5 Forces“
4.2.3. Strategische Bewertung mit der SWOT Analyse
4.3. Projektplan der Einführung des Neuverfahrens
5. Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die wirtschaftliche Machbarkeit einer Verfahrensumstellung bei der Umesterung von Butylacetat unter Verwendung saurer Ionischer Flüssigkeiten als Katalysatoren. Dabei werden neben einer ökonomischen Kalkulation der Prozesskosten auch strategische Aspekte für eine industrielle Implementierung analysiert.
- Wirtschaftlichkeitsanalyse der Verfahrensumstellung
- Einsatz von Ionischen Flüssigkeiten als Katalysatoren
- Strategische Standort- und Firmenbewertung (Porter & SWOT)
- Projektplanung für die industrielle Skalierung
- Optimierungspotenziale bei Energie und Anlagenkosten
Auszug aus dem Buch
4.2.1 Diskussion einer geeigneten Firma für die Anwendung des Neuverfahrens
Die Umesterung ist typische Reaktion in großmaßstäbigen Verfahren, in denen Bulkprodukte produziert werden, z.B. technische Lösungsmittel oder Biodiesel. Die Firma Merck KGaA versteht sich als Hersteller kleinmaßstäbig produzierter Spezialchemikalien und Pharmazeutika und möchte an diesem Portfolio festhalten, weswegen das untersuchte verfahren hier am wenigsten in das Konzept passt[14]. Durch die im Jahr 2008 erfolgte Akquise der Firma „Solvent Innovation GmbH“ ist Merck KGaA einer der wichtigsten Hersteller und Entwickler für Ionische Flüssigkeiten geworden, was diese Firma als Hersteller des Katalysators interessant macht.
Die Firma Evonik Industries AG besteht aus den den Geschäftsbereichen Chemie, Energie und Immobilien. Zukünftig wird sich Evonik auf den Bereich Chemie konzentrieren und den Bereich Energie unter eigenem Dach weiterführen. Evonik versteht sich sich selbst ebenfalls als Spezialchemieunternehmen. Im Bereich Energie liegt der Schwerpunkt auf effiziente Kraftwerke für fossile Energieträger, Lithium Ionen Speicher und die Nutzung von Biomasse[15]. Die großtechnisch betriebene Umesterung würde an dieser Stelle in das Produktportfolio passen wenn das Verfahren für die Produktion von Biodiesel weiterentwickelt wird. Vorteilhaft für Evonik ist die firmeneigene Produktpalette, die sowohl Körperpflegeprodukte als auch Ionische Flüssigkeiten enthält. Dadurch gibt es einen firmeninternen Abnehmer für das bei der Biodieselherstellung anfallende Glycerin. Da zu erwarten ist, dass der Markt für Biodiesel wachsen wird, wird auch mehr Glycerin als Nebenprodukt anfallen, was dementsprechend schwieriger zu verkaufen ist. In dem Fall sind die Firmen im Vorteil, die es firmenintern veredeln können. Evonik ist ebenfalls potentiell in der Lage, die Umesterungskatalysatoren selbst herzustellen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Motivation: Einführung in das Vorhaben der Verfahrensumstellung und Definition der Zielsetzung hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Implementierung.
2. Untersuchtes Verfahren: Beschreibung der Umesterungsreaktion als Standardverfahren und die Einführung von sauren Ionischen Flüssigkeiten als effiziente Alternative.
3. Methoden: Erläuterung der angewandten Vorgehensweisen für den ökonomischen Vergleich, die strategische Unternehmensanalyse und die Projektplanung.
4. Analysen: Detaillierte Auswertung der Produktionskosten, der strategischen Eignung verschiedener Chemieunternehmen sowie der Erstellung eines Projektplans.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Abschließende Bewertung der Wirtschaftlichkeit und Empfehlung zur Durchführung in einem Produktionsverbund.
Schlüsselwörter
Umesterung, Butylacetat, Ionische Flüssigkeiten, Verfahrensentwicklung, Wirtschaftlichkeitsrechnung, Katalyse, Porter 5 Forces, SWOT-Analyse, Projektmanagement, Prozessoptimierung, Chemische Industrie, Bulkchemikalien, Reaktivdestillation, Anlagenkosten, Energiekosten.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die wirtschaftliche Umstellung eines industriellen Umesterungsverfahrens bei der Herstellung von Butylacetat auf einen Prozess mit sauren Ionischen Flüssigkeiten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die ökonomische Bewertung von Produktionsprozessen, die strategische Unternehmensanalyse mittels betriebswirtschaftlicher Modelle und die industrielle Projektplanung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Evaluierung der Wirtschaftlichkeit des neuen Katalysatorsystems im Vergleich zu konventionellen Methoden und die Identifikation geeigneter Firmen für eine großtechnische Implementierung.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es werden eine technische Kostenanalyse, Benchmark-Verfahren, das „Porter 5 Forces“-Modell sowie eine SWOT-Analyse angewandt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Kostenaufstellung für Material, Personal, Anlagen und Energie sowie die strategische Diskussion der Firmen Merck KGaA, Evonik Industries AG und BASF SE.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Umesterung, Ionische Flüssigkeiten, Wirtschaftlichkeitsrechnung, Prozessoptimierung und strategische Analyse charakterisiert.
Warum wird die BASF SE als besonders geeignet für die Anwendung hervorgehoben?
Aufgrund ihrer Ausrichtung als Generalist und der Stärke in der Verbundwirtschaft lässt sich das neue Verfahren bei der BASF am besten integrieren, insbesondere durch die Verwendung von Butylacetat in deren Farbenproduktion.
Welche Bedeutung hat das Nebenprodukt Glycerin für die Wahl des Anwenders?
Da beim Biodieselprozess Glycerin anfällt, ist eine Firma wie Evonik oder BASF im Vorteil, wenn sie dieses Nebenprodukt firmenintern veredeln oder weiterverarbeiten kann.
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- Jan C. Kuschnerow (Author), 2011, Anwendung ökonomischer Bewertungsmethoden in der Verfahrensentwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/173954