Schülervorstellungen zu Pflanzenernährung


Hausarbeit, 2011

20 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltverzeichnis

1. Einleitung

2. Fragestellung

3. Schülervorstellungen zu Pflanzenernährung
3.1 Forschungsstand
3.2 Methode zur Erfassung der Schülervorstellungen von Sechstklässler über Pflanzenernährung und Auswahl des Schülers
3.3 Durchführung des Interviews
3.3.1 Interviewleitfaden
3.4 Interview mit Jönne
3.4.1 Transkript Interview: Jönne (siehe Anhang)
3.4.2 Redigierte Aussagen Interview: Jönne
3.4.3 Explikation Interview: Jönne
3.4.4 Einzelstrukturierung: Konzepte zu Pflanzenernährung

4. Leitlinien für die Schulpraxis

5. Schlussbetrachtung

6. Literaturverzeichnis

7. Anhang

1. Einleitung

Die Pflanzenernährung ist eines der wichtigsten Themen in der Biologie. Schüler sind im täglichen Leben vielen Eindrücken ausgesetzt. Sie kommen zum Unterricht mit vorher erworbenen Vorstellungen. Diese Vorstellungen können auf einer Seite Wissenserwerb fördern und auf der anderen Seite können sie ihn auch behindern, wenn diese Vorstellungen tief verankert sind und sich wissenschaftlichen Theorien gegenüber als resistent erweisen. Bei der Planung und Durchführung des Unterrichts sollte man sie nicht außer Acht lassen.

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Vorstellungen eines Schülers aus dem 6. Jahrgang zu Pflanzenernährung. Die Arbeit ist wie folgt aufgebaut: Der erste Teil (Kapitel 1, 2) umfasst die Einleitung mit Fragestellung und Zielsetzung der Arbeit. Der zweite Teil (3) beschäftigt sich mit der Erhebung der Schülervorstellungen von einem Schüler im 6. Jahrgang zur Pflanzenernährung. Danach wird die Wahl und Begründung der Methode für die Erhebung, Kriterien der Auswahl der Schüler und der Auswertung des Interviews und die Durchführung des Interviews mit dem Jönne dargestellt. Der letzte Teil (4, 5) beschäftigt sich mit der Auswertung der Ergebnisse der Untersuchung, die in den Leitlinien für die Schulpraxis mündet und schließlich mit der Schlussbetrachtung endet.

2. Fragestellung

Im Folgenden geht es darum, um die Frage: Welche Vorstellungen existieren bei den Sechstklässlern zu den Themen Pflanzenernährung, Fotosynthese, Nährstoffe und Pflanzen im Allgemeinen. Diese allgemeine Fragestellung wird wie folgt ausdifferenziert:

- Welche Vorstellungen werden von dem Schüler mit dem Wort Pflanze verbunden?
- Welches sind die Lenrervorstellungen zur Thema Pflanzenernährung?
- Welche Vorstellungen haben die Schüler zum Thema Nahrung?
- Welche Vorstellungen haben die Schüler zum Thema Nährstoffe?
- Welche Vorstellungen haben die Schüler zum Thema Fotosynthese?
- Welche Vorstellungen haben die Schüler zu den Funktionen der Blätter?
- Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es zwischen fachwissenschaftlichen Verständnis und Lernervorstellungen?

Der Fokus der Untersuchung richtet sich darauf, welche individuellen Vorstellungen, Begriffe und Konzepte Sechstklässler zu Fotosynthese haben. Um diese Vorstellungen herauszufinden, wird ein Schüler interviewt. Ziel der Untersuchung ist es, die Schülervorstellungen in die oben genannte Ausdifferenzierung zu forschen, in eine aussagekräftige Form zu bringen und zu analysieren.

3. Schülervorstellungen zu Pflanzenernährung

3.1 Forschungsstand

Im Folgenden sollen die wesentlichen Ergebnisse von der Untersuchung über Schülervorstellungen zum Thema Pflanzenernährung referiert werden. Eine Langzeitstudie wurde bereits von E.L. Smith und C.W. Anderson 1984 mit Fünftklässlern durchgeführt. Die Schüler sollten eine Unterrichtseinheit in Pflanzenwachstum und Fotosynthese erhalten. Vorher wurden die Schüler befragt. Nach dieser Befragung hat es sich herausgestellt, dass 79% der Schüler glaubten, dass Pflanzen Licht brauchen, 60% glaubten, dass Pflanzen Licht zum Leben und zum Wachstum brauchen. Eine weitere Studie wurde von K.J. Roth, E.L. Smith und C.W. Anderson 1983 mit den 11jährigen Schüler über Fotosynthese und Nahrung von Pflanzen vor und nach Erhalt einer Unterrichtseinheit beschrieben. Vor dem Unterricht hatten Schüler folgende Fehlkonzepte:

- Pflanzen brauchen Licht zum Wachsen, sie brauchen immer Licht.
- Pflanzen nehmen Nahrung ausschließlich über die Wurzel aus dem Boden auf.
- Nahrung ist das, was Pflanzen zum Leben und um gesund zu bleiben brauchen.
- Pflanzen nehmen die Nahrung von ihrer Umgebung auf. 80% von 229 Schülern teilten diese Meinung, 72% gaben den Boden als Nahrungsquelle an, 25% der Schüler geben Wasser als Nahrungsquelle angegeben. 5% sahen in der Luft eine zusätzliche oder alternative Quelle der Nahrung. Nur 6% der Schüler hatten die wissenschaftliche Meinung, dass Pflanzen durch interne Prozesse ihre Nahrung produzieren.

Eine weitere Untersuchung zur Fotosynthese wurde von M. Simpson und B. Arnold 1982 durchgeführt. Es wurden 113 Schüler aus dem 11. Jahrgang interviewt. Es hat sich herausgestellt, dass viele Schüler der Meinung sind, dass Pflanzen nämlich ihre Nahrung aus dem Boden über die Wurzeln aufnehmen. M. Simpson untersuchte 344 Schüler in dem Alter von 12-13 Jahren und 627 Schüler in dem Alter von 14-16 mit Multiple choice tests. Die Testergebnisse zeigten, dass 50% der 12-13jährigen und 75% der 14-16jährigen glaubten, dass Pflanzen ihre Nahrung aus dem Boden aufnehmen. M. Barker stellt fest, dass Menschen seit Aristoteles Zeiten versuchen Pflanzenernährung zu verstehen. Dafür versuchen sie Analogien zwischen Pflanzen und Tieren herzustellen. Die verfahren laut Barker immer noch so.

3.2 Methode zur Erfassung der Schülervorstellungen von Sechstklässler über Pflanzenernährung und Auswahl des Schülers

Ziel der vorliegenden Arbeit ist, welche Vorstellungen Sechstklässler zu Pflanzenernährung haben. Dafür wird mit einem Schüler aus dem sechsten Jahrgang ein problemzentriertes Interview durchgeführt. Das Interview wird mit einem Diktiergerät aufgenommen. Für die Datenerhebung wird das Interview gewählt, weil die Fragestellung stärker theoriegeleitet mit speziellen Fragen erfolgt. Im Gegensatz zu einer schriftlichen Befragung bietet das Interview die Möglichkeit, die Reihenfolgen der Fragen je nach Situation zu wählen und frei zu formulieren. Wenn neue Aspekte auftauchen sollten, hat man die Möglichkeit sie aufzugreifen. Desweitern gibt es bei einem Interview nonverbale Kommunikation, die man bei einer schriftlichen Befragung nicht erkennen kann.

Es sollten Schülervorstellungen von Sechstklässlern zu Pflanzenernährung und Fotosynthese erhoben werden. Die Sechstklässler in der Xxx-Schule hatten teilweise im Rahmen des Schulunterrichts einzelne Bereiche der Pflanze wie Aufbau der Blüte, Bestäubung, Nutzpflanze, Lebensraum der Pflanze, Anpassung der Pflanze (Bergau 2009) bereits kennengelernt, aber noch keine konkrete Unterrichtseinheit zur Pflanzenernährung und Fotosynthese erhalten.

3.3 Durchführung des Interviews

Wie mit dem Klassenlehrer der 6/3 besprochen wurde, wählte ich den Computerraum in der Xxx-Schule. Der Computerraum ist für das Interview gut geeignet, weil der Raum ruhig ist und von den anderen Schülern nicht gestört wird. Das Interview fand nach Absprache mit dem Klassenlehrer während des Unterrichts statt. Bevor ich mit dem Interview angefangen hatte, habe ich dem Schüler mitgeteilt, dass dies keine Prüfungssituation sei, und es nicht darauf ankäme wie gut er etwas weiß und er daher nichts falsch machen kann. Und dass es anonym bleiben würde. Es ging darum, zu erfahren, was er zu dem Thema denkt.

3.3.1 Interviewleitfaden

Vor der Durchführung des Interviews wurde ein Interviewleitfaden angefertigt. Es wurden Fragen formuliert, die dazu dienen, dass der Schüler seine bereits vorhandenen Vorstellungen über Pflanzenernährung und Fotosynthese aufrufen kann. Wichtig ist, dass die Fragen zwar inhaltlich festliegen, jedoch nicht ihrer Reihenfolge. Dies hängt vom dem Gesprächsverlauf ab. Der Leitfaden ist wie folgt aufgebaut: Er beginnt mit einer Einstiegsfrage „ Was verstehst du unter Pflanzen?“ Mit dieser Frage wird der Schüler ins Gespräch geführt. Danach werden ihm vertiefende Fragen zur Ernährung der Pflanze, Nährstoffe, Nahrung, Fotosynthese gestellt und, ob Wasser, Licht und Blätter eine Rolle bei der Fotosynthese spielen.

Interviewleitfaden

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

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Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Schülervorstellungen zu Pflanzenernährung
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover  (Biodiedaktik)
Veranstaltung
Forschungsmethodik
Note
1,3
Autor
Jahr
2011
Seiten
20
Katalognummer
V173984
ISBN (eBook)
9783640943364
Dateigröße
485 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
schülervorstellungen, pflanzenernährung
Arbeit zitieren
Ahmet Örnek (Autor), 2011, Schülervorstellungen zu Pflanzenernährung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/173984

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