Diese Masterarbeit untersucht die rechtlichen und praktischen Problemstellungen der erweiterten Kürzung nach § 9 GewStG. Im Fokus stehen die gesetzlichen Voraussetzungen, aktuelle Rechtsprechung sowie typische Fallkonstellationen, die zum Verlust der erweiterten Kürzung führen können. Darüber hinaus werden mögliche Gestaltungsoptionen und Handlungsempfehlungen aufgezeigt, mit denen Unternehmen die Voraussetzungen der erweiterten Kürzung erfüllen und steuerliche Risiken minimieren können.
Im Jahr 2024 sind in Deutschland die Insolvenzen bei Unternehmen mit 21.812 Anträgen auf den höchsten Wert seit dem Jahr 2015 angestiegen. Dieser Anstieg rückt das Thema „Asset Protection“, das Vermögensschutzkonzept für Unternehmen, in den Vordergrund. Das Ziel der Asset Protection ist es, aus Sicht des Vermögensinhabers, insbesondere der Unternehmensanteilseigner, die zivilrechtlichen Risiken zu erkennen und die Gefahr des Vermögensverlustes zu minimieren. Eine beliebte Variante des Vermögenschutzes ist die Trennung zwischen dem Besitzunternehmen und dem Betriebsunternehmen. Diese Trennung soll das Grundbesitzvermögen vor den Haftungsrisiken des Betriebsunternehmens schützen, sowie steuerliche Vorteile generieren.
- Arbeit zitieren
- Jannick Schneider (Autor:in), 2025, Erweiterte Kürzung nach § 9 Nr. 1 Satz 2 ff. GewStG in Veräußerungsfällen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1742015