Die Veränderung der gesellschaftlichen Lernkultur durch die „Kultur der Digitalität“ nach Stadler hat herkömmliche pädagogische Selbstverständnisse in einen neuen Legitimationszwang versetzt. In der aktuellen bildungspolitischen Debatte wird vor diesem Hintergrund verstärkt das sogenannte 4K Modell, bestehend aus Kommunikation, Kollaboration, Kreativität und kritischem Denken, als zentraler Referenzrahmen herangezogen, um Lernende auf die Anforderungen einer vernetzten Welt vorzubereiten. Während dieses Modell eine scheinbar pragmatische Antwort auf den technologischen Wandel bietet, stellt sich aus erziehungswissenschaftlicher Perspektive die Frage, ob ihm ein Bildungsverständnis zugrunde liegt, das über eine rein funktionale Anpassung an arbeitsmarktbezogene Verwertungslogiken hinausgeht und sich mit einem allgemeinbildungstheoretischen Anspruch, wie ihn Klafki formuliert, vermitteln lässt.
Die vorliegende Hausarbeit untersucht, wie sich klassische bildungstheoretische Ansätze zu aktuellen Kompetenzmodellen der Gegenwart verhalten. Ausgangspunkt ist die Diagnose, dass Bildung heute unter Bedingungen einer „Kultur der Digitalität“ stattfindet, in der digitale Medien Kommunikationsformen, Wissensproduktion und gesellschaftliche Teilhabe grundlegend verändern. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, welche Anforderungen an schulische Bildung gestellt werden und ob sich diese eher in traditionellen Konzepten von Allgemeinbildung oder in neueren, kompetenzorientierten Modellen wie den 4K spiegeln oder wie sich beide Perspektiven produktiv aufeinander beziehen lassen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2026, Bildung im Zeitalter der Digitalität. Ein theoretischer Vergleich zwischen Klafkis Konzept der Allgemeinbildung und dem 4K-Modell, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1742051