Die Hausarbeit entwickelt ein Rahmenkonzept für ein lebensphasenspezifisches Angebot im Gesundheitssport mit dem Schwerpunkt der Reduzierung von Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen. Zunächst werden die Bewegungsempfehlungen der WHO dem tatsächlichen Bewegungsverhalten gegenübergestellt und der daraus resultierende Handlungsbedarf aufgezeigt. Anschließend wird die gesundheitliche Wirksamkeit regelmäßiger körperlicher Aktivität anhand wissenschaftlicher Studien erläutert. Darauf aufbauend werden die Zielgruppe definiert sowie konkrete Ziele, Maßnahmen und Inhalte eines gesundheitsorientierten Sportangebots vorgestellt, das die körperliche und psychosoziale Gesundheit sowie ein langfristig aktives Bewegungsverhalten fördern soll.
Inhaltsverzeichnis
1 ANALYSE BEWEGUNGSEMPFEHLUNG UND BEWEGUNGSVERHALTEN ZUM GEWÄHLTENSCHWERPUNKTTHEMA
1.1 BEWEGUNGSEMPFEHLUNG
1.2 BEWEGUNGSVERHALTEN
1.3 SOLL-IST-VERGLEICH
2 WIRKSAMKEIT KÖRPERLICHER AKTIVITÄT
3 ZIELGRUPPE
4 ZIELE UND INHALTE
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines gesundheitssportlichen Rahmenkonzepts, um Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen gezielt zu reduzieren und deren physische sowie psychosoziale Gesundheitsressourcen zu stärken. Basierend auf einer fundierten Analyse des aktuellen Bewegungsverhaltens und wissenschaftlicher Empfehlungen wird ein Maßnahmenkatalog erarbeitet, der präventiv gegen gesundheitliche Risikofaktoren wie Übergewicht und Bluthochdruck wirkt.
- Analyse aktueller Bewegungsempfehlungen für Kinder und Jugendliche
- Evaluation des tatsächlichen Bewegungsverhaltens und Identifikation von Handlungsbedarfen
- Untersuchung der Wirksamkeit körperlicher Aktivität auf Motorik und kognitive Leistungsfähigkeit
- Entwicklung eines strukturierten Gesundheitskonzepts mit gezielten Ziel- und Inhaltsdimensionen
Auszug aus dem Buch
1.2 Bewegungsverhalten
Mit Blick auf die Bewegungsempfehlungen, hat sich das Robert-Koch-Institut, auch RKI genannt, mit diesen Empfehlungen auseinander gesetzt. Zum einen mit einer einjährigen Studie aus dem Jahre 2020, die zudem 2009 zum ersten mal durchgeführt wurde, die alle drei Jahre erneuert wird und einer dreijährigen Studie, aus dem Jahre 2018.
Die RKI Studie (Buksch, J., Dadacynski, K., Finne, E., Häußler, A., Schmidt, K., Sudeck, G., 2020) hat 2306 Mädchen und 2041 Jungen im Alter von 11-15 Jahren analysiert. Dabei stellt sich heraus, dass nur 10 % der Mädchen und 16,9 % der Jungen, die Bewegungsempfehlung der World Health Organization (WHO) erreichen. Auffällig ist so, dass es einen signifikanten Aktivitätsunterschied zwischen Jungen und Mädchen gibt. Den geringsten Wert erzielen Mädchen im Alter von 15 Jahren, bei denen nur 7,3 Prozent angeben, täglich mindestens 60 Minuten aktiv zu sein. Ein Blick auf die familiären Wohlstände zeigt, egal bei welchem Geschlecht, die Bewegungsaktivität bei Familien mit hohem Wohlstand höher ist, als bei Familien mit niedrigem Wohlstand. So sind es 14,5 % der Mädchen und 22,4 % der Jungen, die mindestens 60 Minuten in Bewegung sind. Zudem sind von den 14,5 % der Mädchen, jedes dritte, mehr als 4x die Woche sportlich aktiv. Bei den Jungen sind es sogar 50 %.
Ein Blick auf die andere Studie, des RKI, die KIGGS Welle 2 (Borrmann, A., Finger, J.P., Lange, C., Mensink, B.M., Varnaccia, G., 2018) zeigt ähnliche Werte. Diese wurde mit 6532 Mädchen und 6449 Jungen, im Alter von 3-17 Jahren durchgeführt. Es wurde analysiert, dass 22,4 % der Mädchen und 29,4 % der Jungen, die Bewegungsempfehlung von der WHO erreichen. Auffällig ist, dass die Prävalenz geringer körperlicher Aktivität mit zunehmendem Alter signifikant ansteigt und im Alter von 14-17 bei Mädchen sogar doppelt so hoch ist, wie bei Jungen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 ANALYSE BEWEGUNGSEMPFEHLUNG UND BEWEGUNGSVERHALTEN ZUM GEWÄHLTENSCHWERPUNKTTHEMA: In diesem Kapitel werden die offiziellen Empfehlungen für körperliche Aktivität bei Kindern dargelegt und das aktuelle Bewegungsverhalten mittels RKI-Studien kritisch analysiert.
1.1 BEWEGUNGSEMPFEHLUNG: Dieses Unterkapitel definiert die notwendigen Umfänge und Intensitäten körperlicher Aktivität für Kinder und Jugendliche basierend auf internationalen Leitlinien.
1.2 BEWEGUNGSVERHALTEN: Hier werden statistische Daten zum tatsächlichen Aktivitätslevel von Kindern und Jugendlichen ausgewertet, wobei insbesondere Geschlechterunterschiede und sozioökonomische Faktoren beleuchtet werden.
1.3 SOLL-IST-VERGLEICH: Das Kapitel führt einen Abgleich zwischen wissenschaftlichen Empfehlungen und realem Verhalten durch, um den dringenden Handlungsbedarf für Gesundheitsförderungsmaßnahmen abzuleiten.
2 WIRKSAMKEIT KÖRPERLICHER AKTIVITÄT: Dieses Kapitel liefert eine wissenschaftliche Begründung für sportliche Interventionen durch die Analyse von Studien zu motorischen Risiken und kognitiven Fähigkeiten.
3 ZIELGRUPPE: Dieses Kapitel definiert die demografischen Daten sowie die gesundheitlichen Voraussetzungen und Risikoprofile der adressierten Altersgruppe von 6-11 Jahren.
4 ZIELE UND INHALTE: Das Kapitel stellt das praktische Rahmenkonzept vor, das konkrete Gesundheitsziele sowie entsprechende Übungsinhalte für die Zielgruppe systematisch strukturiert.
Schlüsselwörter
Gesundheitssport, Bewegungsempfehlung, Bewegungsverhalten, Prävention, Kinder und Jugendliche, Adipositas, körperliche Aktivität, motorische Entwicklung, Gesundheitsförderung, Gesundheitsmanagement, Herz-Kreislauf-System, Sportökonomie, Bewegungsförderung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit erstellt ein strukturiertes Rahmenkonzept für ein lebensphasenspezifisches Gesundheitsangebot, das speziell auf Kinder und Jugendliche zugeschnitten ist.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen umfassen die Analyse des Bewegungsverhaltens, die Wirksamkeit sportlicher Aktivität auf die Gesundheit sowie die Ableitung konkreter gesundheitsorientierter Trainingsinhalte.
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?
Das Hauptziel ist die Reduzierung von Bewegungsmangel und die damit verbundene Stärkung der physischen und psychosozialen Gesundheitsressourcen bei Kindern und Jugendlichen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine deskriptive Analyse relevanter Studien (u.a. RKI-Daten) und leitet daraus in einem Soll-Ist-Vergleich die notwendigen Anforderungen für ein praktisches Gesundheitskonzept ab.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden neben der Datenauswertung zum Bewegungsverhalten auch der Einfluss von Sport auf die Konzentrationsfähigkeit und die motorische Entwicklung sowie die praktische Ausgestaltung des Gesundheitskonzepts detailliert dargestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Gesundheitsmanagement, Bewegungsförderung, Prävention, körperliche Aktivität und Gesundheitsressourcen definiert.
Welche Rolle spielt der sozioökonomische Status bei der Bewegungsaktivität?
Die Analyse zeigt, dass Kinder aus Familien mit höherem Wohlstand tendenziell ein aktiveres Bewegungsverhalten aufweisen als Kinder aus Familien mit niedrigerem Wohlstand.
Warum ist die Förderung der körperlichen Fitness in der Grundschule so wichtig?
Studien belegen, dass eine gute körperliche Fitness und kognitive Konzentrationsfähigkeit eng miteinander korrelieren, was die Basis für eine erfolgreiche Schullaufbahn bildet.
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- Tijan Kleine (Author), 2022, Gesundheitsmanagement im Sport, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1742067