Die Geschichte der 1409 gegründeten Universität Leipzig hatte bis 1934 auch ein Gefängnis für Universitätsangehörige, den Karzer. Dieser hatte mehrere Entwicklungsschritte bis zu seinem Ende vollzogen, wie er wohl an anderen alten Hochschulen erfolgte. Durch den Luftangriff von 1943 wurde er letztlich zerstört. Der Leipziger Karzer wiederum wurde nicht nur in studentischen Stammbüchern festgehalten, sondern fand auch Eingang in die Prosa des Thüringer Heimatdichters Rudolf Baumbach, der ebenfalls für gewisse Verfehlungen in diesem eingesessen hatte. Der Aufenthalt war kostspielig undnicht immer war der Aufenthalt harmlos, wie ein Fall eines dort verübten Selbstmordes zeigt. Nicht nur der Geschichte der Einrichtung selbst, sondern auch die Nebenwirkungen auf das studentische Leben wird in den Fokus gerückt.
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- Mario Todte (Autor), 2026, Der Karzer der Universität Leipzig, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1742532