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Retrofit, Eigenbau und CE

Wann Änderungen, Vorrichtungen und Eigenbauten zur Herstellerpflicht werden

Title: Retrofit, Eigenbau und CE

Textbook , 2026 , 209 Pages

Autor:in: Dieter Stötefalke (Author)

Engineering - Mechanical Engineering
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Summary Excerpt Details

Maschinen werden modernisiert, erweitert, miteinander verkettet oder für den eigenen Betrieb gebaut. Was technisch wie eine einfache Verbesserung aussieht, kann jedoch erhebliche rechtliche und sicherheitstechnische Folgen haben. Aus dem Betreiber kann ein Hersteller werden. Eine vorhandene CE-Kennzeichnung kann für den veränderten Zustand nicht mehr ausreichen. Eine intern gebaute Vorrichtung kann selbst ein CE-relevantes Produkt sein.

Dieses Buch zeigt praxisnah, wann bei Retrofit, Eigenbau, Umbau und Maschinenverkettung Herstellerpflichten entstehen und wie sich Betreiber- und Herstellerverantwortung voneinander abgrenzen lassen. Im Mittelpunkt steht die Frage: Bleibt es bei einer betrieblichen Änderung oder entsteht eine neue Maschine, eine wesentlich veränderte Maschine oder eine Gesamtheit von Maschinen?

Behandelt werden unter anderem Maschinen, unvollständige Maschinen, Lastaufnahmemittel, auswechselbare Ausrüstungen, Vorrichtungen, Prüfstände, Spann- und Montagehilfen sowie automatisierte Eigenbauten. Das Buch erläutert die wesentlichen rechtlichen Grundlagen, die Bedeutung der Maschinenverordnung (EU) 2023/1230, die Rolle von Normen und Fachpublikationen sowie das Zusammenspiel von Risikobeurteilung und Gefährdungsbeurteilung.
Ein einheitlicher Entscheidungsweg unterstützt dabei, technische Änderungen zu beschreiben, neue Gefährdungen zu erkennen, Risiken vor und nach dem Umbau zu vergleichen und die Entscheidung zur CE-Pflicht nachvollziehbar zu dokumentieren. Weitere Kapitel behandeln Schutzmaßnahmen, sicherheitsbezogene Steuerungen, Betriebsanleitungen, technische Dokumentation, Prüfung, Inbetriebnahme und die Verantwortung der beteiligten Personen im Unternehmen.

Praxisbeispiele, Checklisten und Arbeitshilfen machen das Buch zu einem Leitfaden für Konstrukteure, Instandhalter, Projektleiter, Sicherheitsfachkräfte, Technische Redakteure und Verantwortliche in kleinen und mittleren Unternehmen.
Das Buch vermittelt keine abstrakte Rechtslehre. Es zeigt einen pragmatischen Weg, technische Veränderungen frühzeitig richtig einzuordnen, Verantwortlichkeiten festzulegen und Entscheidungen belastbar zu dokumentieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundverständnis: CE ist keine Formsache

2.1 Was bedeutet CE-Kennzeichnung wirklich?

2.2 Wer ist Hersteller?

2.3 Inverkehrbringen, Bereitstellen und Inbetriebnahme

2.3.1 Inverkehrbringen

2.3.2 Bereitstellen auf dem Markt

2.3.3 Inbetriebnahme

2.3.4 Bedeutung für die Praxis

2.4 Der Unterschied zwischen Betreiberpflicht und Herstellerpflicht

2.4.1 Die Herstellerpflicht

2.4.2 Die Betreiberpflicht

2.4.3 Risikobeurteilung und Gefährdungsbeurteilung

2.4.4 Wenn der Betreiber zum Hersteller wird

2.4.5 Praktische Abgrenzung

2.5 Warum auch der Eigenbau CE-pflichtig sein kann

3 Die rechtlichen Grundlagen

3.1 Maschinenverordnung (EU) 2023/1230

3.2 Produktsicherheitsrecht und 9. ProdSV

3.3 Betriebssicherheitsverordnung aus Betreibersicht

3.4 Risikobeurteilung und Gefährdungsbeurteilung – zwei Pflichten

3.5 A-, B- und C-Normen

3.5.1 A-Normen

3.5.2 B-Normen

3.5.3 C-Normen

3.5.4 Harmonisiert ist nicht jede EN-Norm

3.6 Wann Normen helfen – und wann sie nicht reichen

3.7 Technische Regeln, DGUV-Informationen und Fachpublikationen

4 Begrifflichkeiten

4.1 Maschine

4.2 Unvollständige Maschine

4.3 Ausnahmen vom Anwendungsbereich der Maschinenverordnung

4.4 Sicherheitsbauteil

4.5 Auswechselbare Ausrüstung

4.6 Lastaufnahmemittel

4.7 Gesamtheit von Maschinen

4.8 Verkettete Anlage: praktische Abgrenzung

4.9 Vorrichtung, Hilfsmittel, Betriebsmittel

4.10 Retrofit, Modernisierung, Umbau

4.10.1 Retrofit

4.10.2 Modernisierung

4.10.3 Umbau

4.11 Reparatur, Instandsetzung, Wartung

4.12 Wesentliche Veränderung

5 Typische Denkfehler

5.1 „Wir bauen das nur für uns selbst“

5.2 „Das ist nur eine kleine Vorrichtung“

5.3 „Das ist nur eine Verbesserung“

5.4 „Die Maschine hat doch schon CE“

5.5 „Der Lieferant hat doch geliefert“

5.6 „Das haben wir schon immer so gemacht“

5.7 „Die BG hat nichts gesagt“

5.8 „Kosten sind ein Argument gegen Normanforderungen“

6 Retrofit: Wann wird aus alt wieder neu?

6.1 Was ist Retrofit?

6.2 Altmaschinen: Kein pauschaler Bestandsschutz

6.2.1 Der heutige Maßstab ist die sichere Verwendung

6.2.2 Technische Maßnahmen haben Vorrang

6.2.3 Keine neue CE-Pflicht bedeutet nicht: Alles bleibt, wie es ist

6.3 Technische Modernisierung ohne neue CE-Pflicht

6.4 Sicherheitsrelevante Änderung

6.5 Steuerungsumbau und neue Gefährdungen

6.6 Austausch von Antrieben, Steuerungen und Schutzeinrichtungen

6.7 Leistungssteigerung, Taktzeiterhöhung und neue Risiken

6.8 Änderung der bestimmungsgemäßen Verwendung

6.9 Kombination alter und neuer Maschinenteile

6.10 Retrofit mit Änderung der Schutzkonzeption

7 Eigenbau im Betrieb

7.1 Was ist Eigenbau?

7.2 Typische Eigenbauten in Werkstatt und Produktion

7.3 Montagevorrichtungen

7.4 Prüfstände

7.5 Hebe- und Lastaufnahmeeinrichtungen

7.6 Spannvorrichtungen

7.7 Sondermaschinen für den Eigenbedarf

7.8 Automatisierte Hilfseinrichtungen

7.9 Umbau vorhandener Maschinen mit Eigenbaukomponenten

7.10 Wann der Betrieb selbst zum Hersteller wird

8 Der Entscheidungsweg: CE ja oder nein?

8.1 Ausgangsfrage: Was liegt technisch vor?

8.2 Schritt 1: Produkt oder Arbeitsmittel einordnen

8.3 Schritt 2: Ursprüngliche bestimmungsgemäße Verwendung prüfen

8.4 Schritt 3: Änderung beschreiben

8.5 Schritt 4: Neue Gefährdungen ermitteln

8.6 Schritt 5: Vorhandene Schutzmaßnahmen prüfen

8.7 Schritt 6: Risiko vor und nach der Änderung bewerten

8.8 Schritt 7: Entscheidung zur wesentlichen Veränderung treffen

8.9 Schritt 8: Entscheidung dokumentieren

8.10 Schritt 9: Folgepflichten ableiten

8.11 Entscheidungsmatrix Retrofit / Eigenbau / CE

9 Risikobeurteilung als zentrales Dokument

9.1 Warum die Risikobeurteilung das wichtigste Dokument ist

9.2 Risikobeurteilung nach DIN EN ISO 12100

9.3 Grenzen der Maschine festlegen

9.4 Lebensphasen betrachten

9.5 Gefährdungen systematisch ermitteln

9.6 Risiken einschätzen und bewerten

9.7 Schutzmaßnahmen festlegen

9.8 Reihenfolge der Schutzmaßnahmen

9.9 Restrisiken dokumentieren

9.10 Normen als Nachweisweg verwenden

9.11 Nicht abgedeckte Risiken separat bewerten

9.12 Warum eine nachträgliche Risikobeurteilung gefährlich ist

10 Schutzmaßnahmen richtig festlegen

10.1 Konstruktiv sichere Gestaltung

10.2 Technische Schutzmaßnahmen

10.3 Ergänzende Schutzmaßnahmen

10.4 Benutzerinformation als letzte Stufe

10.5 Schutzeinrichtungen

10.6 Verriegelungen und Zuhaltungen

10.7 Not-Halt und Not-Aus sauber unterscheiden

10.8 Steuerungstechnische Sicherheitsfunktionen

10.9 PLr und Performance Level verständlich erklären

10.10 Typische Fehler bei Sicherheitsfunktionen

10.11 Warum Bedienbarkeit keine Begründung für Normabweichungen ist

11 Steuerungen, Software und Sicherheitsfunktionen

11.1 Wann Steuerung sicherheitsrelevant wird

11.2 Sicherheitsfunktion statt „Sicherheit über SPS“

11.3 Sensor-Aktor-Matrix als Übersicht der Wirkbeziehungen

11.4 PLr bestimmen

11.5 Bauteile auswählen

11.6 Fehlerausschlüsse

11.7 Validierung

11.8 Softwareänderungen im Retrofit

11.9 Manipulationsanreize vermeiden

11.10 Dokumentation von Sicherheitsfunktionen

11.11 Typische Fehler bei Retrofit-Steuerungen

12 Betriebsanleitung und Benutzerinformation

12.1 Weshalb auch Eigenbauten eine Anleitung brauchen

12.2 Zielgruppe der Anleitung

12.3 Bestimmungsgemäße Verwendung

12.4 Vorhersehbarer Fehlgebrauch

12.5 Untersagte Verwendung

12.6 Sicherheitshinweise

12.7 Transport, Montage und Erst-Inbetriebnahme

12.8 Betrieb

12.9 Störungen

12.10 Wartung und Prüfung

12.11 Außerbetriebnahme

12.12 Grenzen der Benutzerinformation

13 Prüfung, Abnahme und Inbetriebnahme

13.1 Unterschied zwischen Prüfung und CE-Bewertung

13.2 Interne technische Abnahme

13.3 Prüfung vor Inbetriebnahme

13.4 Prüfung nach Änderung

13.5 Elektrische Prüfung

13.6 Mechanische Prüfung

13.7 Prüfung von Schutzeinrichtungen

13.8 Validierung sicherheitsbezogener Steuerungsteile

13.9 Probebetrieb

13.10 Freigabe zur Verwendung

13.11 Dokumentierte Inbetriebnahmeentscheidung

14 Verantwortung im Unternehmen

14.1 Geschäftsführung

14.2 Konstruktion

14.3 Instandhaltung

14.4 Produktion

14.5 Einkauf

14.6 Arbeitssicherheit

14.7 Berufsgenossenschaft frühzeitig einbinden

14.8 Technische Redaktion

14.9 Externe Dienstleister

14.10 Lieferanten

14.11 Dokumentationsbeauftragter

14.12 Wer unterschreibt die Konformitätserklärung?

15 Worst Case oder der Ernstfall

15.1 Unfall an einer umgebauten Maschine

15.2 Unfall an einer verketteten Anlage

15.3 Unfall an einem Eigenbau

15.4 Was Behörden und BG zuerst prüfen

15.5 Welche Unterlagen angefordert werden

15.6 Warum die Risikobeurteilung im Mittelpunkt steht

15.7 Persönliche Verantwortung und Organisationsverschulden

15.8 Grobe Fahrlässigkeit

15.9 Typische Schwachstellen in der Dokumentation

15.10 Wie gute Dokumentation entlasten kann

16 Praxisbeispiele

16.1 Kleine Montagevorrichtung

16.2 Umgebaute Drehmaschine

16.3 Nachgerüstete Schutztür

16.4 Austausch einer Steuerung

16.5 Eigenbau-Prüfstand

16.6 Verkettung mehrerer Einzelmaschinen

16.7 Umbau einer Altanlage

16.8 Nachrüstung eines Roboters

16.9 Lastaufnahmemittel aus Eigenbau

16.10 Entscheidung: CE-Pflicht oder Betreibermaßnahme?

17 Arbeitsmethode für die Praxis

17.1 Projekt sauber starten

17.2 Beteiligte festlegen

17.3 Änderungsbeschreibung erstellen

17.4 Technische Grenzen festlegen

17.5 Normen und Fachquellen recherchieren

17.6 Risikobeurteilung durchführen

17.7 Schutzmaßnahmen umsetzen

17.8 Prüfungen planen

17.9 Unterlagen zusammenstellen

17.10 Entscheidung dokumentieren

17.11 Freigabe erteilen

17.12 Projekt abschließen

18 Checklisten

Zielsetzung & Themen

Das Buch vermittelt Praktikern in Betrieben ein tieferes Verständnis dafür, wann technische Änderungen, Eigenbauten oder Modernisierungen (Retrofit) zu einer neuen CE-Verantwortung führen können und wie Betreiberpflichten von Herstellerpflichten abzugrenzen sind, um rechtssichere Prozesse zu etablieren.

  • Grundverständnis der CE-Kennzeichnung und Herstellerrolle bei Eigenbau und Retrofit
  • Methodische Vorgehensweise zur sicherheitstechnischen Einordnung von Maschinenänderungen
  • Strukturierte Risikobeurteilung und Gefährdungsbeurteilung nach aktuellem Stand der Technik
  • Umgang mit Normen und Dokumentationspflichten in der betrieblichen Praxis
  • Praxisnahe Entscheidungsmatrix zur Bewertung von Maschinenumbauten

Auszug aus dem Buch

1.1 Allgemein

Wer eine Maschine konstruiert, verändert, verkettet, modernisiert oder für den eigenen Betrieb baut, trifft technische Entscheidungen. Manche Entscheidungen sind offensichtlich. Andere stehen zwischen den Zeilen: in einer Schutztür, in einem Sensor, in einer Steuerungsfunktion, in einer Betriebsart, in einer Schnittstelle oder in einer Frage, die niemand gestellt hat.

Dieses Buch behandelt Retrofit, Eigenbau und CE aus Sicht der betrieblichen Praxis. Es geht nicht darum, Maschinenrecht wissenschaftlich auszulegen. Es geht darum, technische Veränderungen rechtzeitig einzuordnen: Bleibt es bei einer Betreibermaßnahme? Entsteht eine Herstellerpflicht? Muss eine Maschine neu bewertet werden? Wird aus mehreren Einzelmaschinen eine Gesamtheit von Maschinen? Wird aus einer internen Vorrichtung ein CE-relevantes Produkt?

Die Risikobeurteilung spielt dabei eine wichtige Rolle. Sie ist aber nicht der Selbstzweck dieses Buches. Sie ist ein Werkzeug, wenn aus einer technischen Maßnahme eine CE-relevante Verantwortung entsteht.

Ich schreibe dieses Buch nicht als Rechtsanwalt. Ich schreibe es mit dem Blick und dem Erfahrungsschatz eines langjährigen Technischen Redakteurs, der viele Jahre mit mittelständischen Firmen, Maschinen, Anlagen, Konstrukteuren, Steuerungsbauern und Betreibern gearbeitet hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel motiviert zur Auseinandersetzung mit CE, Retrofit und Eigenbau aus der betrieblichen Perspektive und definiert die Zielgruppe sowie den praktischen Nutzen des Buches.

2 Grundverständnis: CE ist keine Formsache: Hier werden die zentralen Begriffe Inverkehrbringen, Inbetriebnahme und die Abgrenzung von Betreiber- und Herstellerpflichten geklärt, um das Bewusstsein für die eigene Verantwortung zu schärfen.

3 Die rechtlichen Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert den rechtlichen Rahmen durch die Maschinenverordnung (EU) 2023/1230, das Produktsicherheitsgesetz sowie die Rolle von Normen und technischen Regeln.

4 Begrifflichkeiten: Hier werden präzise Definitionen für Begriffe wie "Maschine", "unvollständige Maschine", "wesentliche Veränderung" oder "Lastaufnahmemittel" bereitgestellt, die für die korrekte Einordnung technischer Änderungen essenziell sind.

5 Typische Denkfehler: Dieses Kapitel räumt mit verbreiteten Irrtümern auf, wie etwa der Annahme, interne Eigenbauten seien von CE-Regelungen ausgenommen.

6 Retrofit: Wann wird aus alt wieder neu?: Es wird detailliert analysiert, welche technischen Änderungen bei Bestandmaschinen eine Neubewertung erfordern und wie der Übergang von Instandhaltung zu Umbau verläuft.

7 Eigenbau im Betrieb: Der Fokus liegt auf der rechtlichen Einordnung von Vorrichtungen, Prüfständen und Eigenbau-Lösungen, die im eigenen Betrieb entstehen.

8 Der Entscheidungsweg: CE ja oder nein?: Ein strukturierter Leitfaden führt Schritt für Schritt durch den Prozess der CE-Einordnung, inklusive einer praktischen Entscheidungsmatrix.

9 Risikobeurteilung als zentrales Dokument: Das Kapitel beschreibt den systematischen Aufbau der Risikobeurteilung gemäß DIN EN ISO 12100 als Kernstück für Sicherheit und Dokumentation.

10 Schutzmaßnahmen richtig festlegen: Hier werden die Rangfolge der Schutzmaßnahmen sowie die Anforderungen an technische und konstruktive Lösungen praxisnah vermittelt.

11 Steuerungen, Software und Sicherheitsfunktionen: Der Schwerpunkt liegt auf der Validierung sicherheitsrelevanter Steuerungen, der Software-Dokumentation und der Vermeidung typischer Fehler bei Steuerungsumbauten.

12 Betriebsanleitung und Benutzerinformation: Dieses Kapitel erklärt die Pflicht zur Erstellung von Anleitungen auch für interne Eigenbauten und deren Bedeutung für die sichere Verwendung.

13 Prüfung, Abnahme und Inbetriebnahme: Es wird der Prozess der technischen Abnahme und der Inbetriebnahme definiert, um sicherzustellen, dass die Maschine erst nach erfolgreicher Prüfung verwendet wird.

14 Verantwortung im Unternehmen: Hier werden die Rollen und Verantwortlichkeiten der verschiedenen betrieblichen Fachabteilungen wie Konstruktion, Einkauf, Produktion und Arbeitssicherheit beleuchtet.

15 Worst Case oder der Ernstfall: Das Kapitel analysiert, welche Unterlagen nach einem Unfall durch Behörden geprüft werden und warum eine saubere Dokumentation im Schadensfall das Unternehmen entlasten kann.

16 Praxisbeispiele: Anhand konkreter Szenarien wie Roboter-Nachrüstung oder Montagevorrichtungen wird die theoretische Bewertung auf die betriebliche Realität angewendet.

17 Arbeitsmethode für die Praxis: Diese abschließende Anleitung bietet einen pragmatischen 12-Schritte-Arbeitsweg für den Projektablauf von der Startnotiz bis zum Projektabschluss.

18 Checklisten: Eine Sammlung direkt anwendbarer Checklisten unterstützt bei der systematischen Erfassung und Dokumentation der jeweiligen Einzelfallbewertungen.

19 Schlussbetrachtung: Ein Resümee, das den roten Faden der Eigenverantwortung und Dokumentation für einen beherrschbaren Prozess unterstreicht.

20 Regelwerke, Normen und Bücher des Verfassers: Ein systematisches Verzeichnis der rechtlichen und normativen Quellen sowie weiterführender Fachliteratur.

21 Stichwortverzeichnis: Ein hilfreiches Register zur schnellen Suche nach Fachbegriffen im Buch.

Schlüsselwörter

CE-Kennzeichnung, Maschinenverordnung, Risikobeurteilung, Gefährdungsbeurteilung, Eigenbau, Retrofit, Wesentliche Veränderung, Produktsicherheit, Betriebssicherheitsverordnung, Herstellerpflicht, Betreiberpflicht, Maschinensicherheit, Technische Dokumentation, Validierung, Konformitätsbewertung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Buch grundsätzlich?

Das Buch bietet Praktikern eine Anleitung, wie sie Retrofit, Eigenbau und Maschinenänderungen rechtssicher einordnen und dokumentieren, ohne den bürokratischen Aufwand zu übertreiben.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Unterscheidung zwischen Hersteller- und Betreiberpflichten, der methodischen Durchführung von Risikobeurteilungen, der korrekten Handhabung von Normen und der betrieblichen Organisationsstruktur für diese Prozesse.

Was ist das primäre Ziel des Buches?

Ziel ist es, den Leser zu befähigen, technische Änderungen im Betrieb frühzeitig und korrekt zu bewerten, typische rechtliche Fallstricke zu vermeiden und eine nachvollziehbare Projektdokumentation zu führen, die im Schadensfall entlastend wirkt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt eine praxisorientierte, strukturierte Vorgehensweise, die auf den Grundsätzen der Maschinenverordnung und der DIN EN ISO 12100 basiert, ergänzt durch betriebliche Abläufe und Interpretationshilfen der BGHM und BAuA.

Was wird im Hauptteil ausführlich behandelt?

Der Hauptteil befasst sich intensiv mit der Abgrenzung von Begriffen (z. B. Reparatur vs. Umbau), den rechtlichen Grundlagen (Maschinenverordnung), der Risikobeurteilung, der Auswahl von Schutzmaßnahmen sowie dem Prozess der technischen Inbetriebnahme und Dokumentation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Die zentralen Schlagworte sind CE-Kennzeichnung, Risikobeurteilung, wesentliche Veränderung, Eigenbau, Retrofit und Dokumentationspflichten.

Wann wird ein Eigenbau im Betrieb CE-pflichtig?

Ein Eigenbau wird CE-pflichtig, sobald er die rechtliche Definition einer Maschine erfüllt – etwa durch bewegliche Teile und Antrieb – und das Unternehmen die technische Gesamtverantwortung dafür übernimmt, auch wenn die Maschine nur intern verwendet wird.

Warum ist eine Risikobeurteilung für eine Altmaschine notwendig?

Weil das Alter der Maschine nicht vor der Verantwortung schützt; bei wesentlichen Änderungen oder Umbauten muss nach heutigem Stand der Technik beurteilt werden, ob die Maschine weiterhin sicher ist oder Herstellerpflichten neu entstehen.

Wie unterscheidet sich die Risikobeurteilung von der Gefährdungsbeurteilung?

Die Risikobeurteilung (Herstellerpflicht) betrachtet das Produkt an sich hinsichtlich der Sicherheit, während die Gefährdungsbeurteilung (Betreiberpflicht) die Verwendung unter den konkreten Bedingungen des Arbeitsplatzes im Betrieb bewertet.

Excerpt out of 209 pages  - scroll top

Details

Title
Retrofit, Eigenbau und CE
Subtitle
Wann Änderungen, Vorrichtungen und Eigenbauten zur Herstellerpflicht werden
Author
Dieter Stötefalke (Author)
Publication Year
2026
Pages
209
Catalog Number
V1742803
ISBN (PDF)
9783389199121
ISBN (Book)
9783389199138
Language
German
Tags
Retrofit Eigenbau CE-Kennzeichnung CE-Konformität Maschinenbau Maschinenumbau Maschinenmodernisierung wesentliche Veränderung Maschinenrichtlinie Maschinenverordnung Konformitätsbewertung Risikobeurteilung Gefährdungsbeurteilung Maschinensicherheit Produktsicherheit Betriebssicherheit Herstellerpflichten Betreiberpflichten Eigenbaumaschine Altmaschine Gesamtheit von Maschinen verkettete Anlage technische Dokumentation Betriebsanleitung Konformitätserklärung Inbetriebnahme technische Abnahme Sicherheitsfunktionen funktionale Sicherheit Performance Level Schutzeinrichtungen Normenrecherche CE-Dokumentation Maschinenänderung Instandhaltung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dieter Stötefalke (Author), 2026, Retrofit, Eigenbau und CE, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1742803
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