Die Rolle des Islam im religiösen Pluralismus Indonesiens


Hausarbeit (Hauptseminar), 2009
26 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung

2 Begriffliche Abgrenzungen

3 Religiöser Pluralismus und Toleranz in Indonesien
3.1 Die Stellung der Religion in Indonesien
3.2 Bhinneka Tunggal Ika und die javanische Toleranz
3.3 Der javanische Synkretismus

4 Historische Hintergründe
4.1 Ausbreitung der Religionen
4.2 Sukarno und die Piagam Jakarta
4.3 Orde Baru
4.4 Versuche der Umgestaltung und Demokratisierung nach der Suharto-Ära

5 Der indonesische Islam
5.1 Abangan und Santri
5.2 Gründe für Frust der Muslime und Eifer islamistischer Bewegungen
5.3 Fortschreitende Islamisierung und beunruhigende Entwicklungen

6 Islamismus und islamistische Strömungen in Indonesien
6.1 Der Darul-Islam
6.2 Front Pembela Islam
6.3 Jemaah Islamiyah
6.4 Laskar Jihad

7 Die Debatte um die Einführung der Shari’ah

8 Das Anti-Pornographiegesetz

9 Fazit

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Indonesien, das größte muslimische Land der Welt, propagiert den religiösen Pluralismus. Seit der Sukarno-Ära ist der eigentlich aus einem altjavanischen Gedicht stammende Slogan Bhinneka tunggal ika („Einheit in Vielfalt“[1] ) zum Staatsmotto geworden. Anhänger verschiedenster Religionen leben in Indonesien weitgehend friedlich nebeneinander. Feste aller anerkannten Religionen werden als nationale Feiertage begangen. Am Feiertag einer Religion gratuliert man den Anhängern dieser Religion auch, wenn man ihr selbst nicht angehört. Hillary Clinton zeigte bei ihrer Indonesien-Reise Anfang dieses Jahres große Begeisterung: "Hier können Islam, Demokratie und Moderne nicht nur koexistieren", so die neue US-Außenministerin, "sondern gemeinsam florieren."[2]

Auf der anderen Seite stehen terroristische Attentate wie die Bali-Anschläge der Jahre 2002 und 2005 sowie das neue Pornographie-Gesetz, das weltweit für Aufsehen sorgte. In verschiedensten Gebieten kommt es immer wieder zu Konflikten und Gewalt zwischen Muslimen und Anhängern anderer Religionen.

Daher stellt sich die Frage: Wie dominant ist der indonesische Islam und wie weit reicht der religiöse Pluralismus Indonesiens wirklich?

2 Begriffliche Abgrenzungen

Zunächst möchte ich die Begriffe Pluralismus, Pluralität und Toleranz voneinander abgrenzen. Pluralität bezeichnet einen Gesellschaftszustand, nämlich das Bestehen einer Vielfalt. Pluralismus und Toleranz hingegen drücken individuelle oder kollektive konzeptionelle Positionen aus. Pluralismus ist weit mehr als Toleranz, denn er geht nicht nur vom sich gegenseitigen Tolerieren aus, sondern von einer Gleichberechtigung. Damit lässt er jedem Individuum Spielraum für eine alternative Identitätsfindung.[3]

Bei Toleranz muss man zusätzlich zwischen einem positiven und einem negativen Toleranzbegriff unterscheiden: der negative Toleranzbegriff verlangt nur, dass andere in Ruhe gelassen oder nicht verfolgt werden. Der positive Toleranzbegriff hingegen erfordert zusätzlich noch gegenseitige Hilfe und Unterstützung.[4]

3 Religiöser Pluralismus und Toleranz in Indonesien

„Nicht nur die Nation Indonesiens sollte einen Herrn anerkennen, sondern jeder Indonesier sollte an seinen eigenen Herrn glauben. Christen ehren den Herrn, gemäß der Lehre von Jesus Christus. Muslime glauben gemäß dem Propheten Muhammad s.a.w.; die Buddhisten gestalten ihren religiösen Dienst nach ihren eigenen Büchern. Aber lasst uns alle zusammen an einen Herrn glauben. Der Staat Indonesien soll ein Staat sein, in dem jeder Mensch seinen Herrn in freier Manier verehren kann. Das ganze Volk sollte seinen Herrn verehren auf die eigene kulturelle Art und Weise, d.h. ohne religiösen Egoismus. Und Indonesien sollte ein Staat sein, der einen Herrn anerkennt[5]

Indonesien versteht sich als ein Nationalstaat, der allen Staatsbürgern die Freiheit der religiösen Überzeugung gewährt. Das bedeutet, dass es keine Sonderregelungen geben darf, die irgendwelche Gruppen aus ethnischen oder religiösen Gründen diskriminieren würden. Auch wenn Indonesien als das Land mit der weltweit größten muslimischen Bevölkerung bekannt ist, ist es kein Islamstaat und die Mehrheit der Indonesier lehnt die Einführung der Shari’ah ab.[6]

Politisch und ideologisch gründet sich Indonesien auf der Staatsphilosophie der Pancasila.[7] Lange Zeit galt es als Paradebeispiel für ein friedliches Zusammenleben einer muslimischen Mehrheit mit Minderheiten anderer Religionen.[8]

Seit dem Ende des autoritären Regimes von Suharto im Mai 1998 befindet sich Indonesien in einem Demokratisierungsprozess. Auch wenn seitdem immer wieder mit Sorge beobachtet wird, wie gewaltbereite Gruppierungen wie Laskar Jihad, Front Hizbullah. Hizbut Tharir und die Front Pembela Islam in Erscheinung treten, sind diese Gruppen eine absolute Minderheit. Auch die Zahl derjeniger, die die Errichtung eines Islamstaats fordern, ist sehr gering.[9]

Obwohl das politische System noch zahlreiche Einschränkungen und Defizite aufweist, ist in den letzten Jahren eine spürbare Veränderung zu sehen und nach allgemeiner Expertenmeinung wird Indonesien eher als demokratisch denn als autoritär eingestuft. Mittlerweile gilt es sogar als das demokratischste Land in Südostasien.[10]

3.1 Die Stellung der Religion in Indonesien

In Indonesien ist der Islam (anders als beispielsweise in Malaysia) nicht Staatsreligion. Indonesien ist aber auch kein säkularer Staat, denn der Glaube an eine der Weltreligionen ist verpflichtend und wird unter anderem im Personalausweis vermerkt.[11] Nach dem Prinzip des Glaubens an den alleinigen Gott muss jeder Indonesier an einen Gott glauben und im Einklang mit seiner jeweiligen Religion seinen Gott verehren. Anerkannte Religionen sind Islam, Katholizismus, Protestantismus, Hinduismus und mittlerweile auch der Konfuzianismus. Muslime machen circa 88 % der Bevölkerung aus.[12]

Die in Religiosität und dem Glauben an einen Gott begründete Weltanschauung bildet eine gemeinsame Grundlage für die heterogene Gesellschaft Indonesiens. Für atheistische (anti-Tuhan) Gruppen ist in einer solchen religiösen Gemeinschaft kein Platz.

Obwohl der Glaube an einen Gott vorgeschrieben ist, ist kein absoluter Monotheismus wie im Islam vorgeschrieben, sondern auch ein relativer Monotheismus möglich. Dabei wird die Gottesgestalt aufgespalten ohne ihren ganzheitlichen Charakter zu verlieren. Im Christentum spricht man von Vater, Sohn und Heiligem Geist, im Hinduismus von der Trimurti, den personifizierten göttlichen Prinzipien Brahma, Vishnu und Shiva.[13]

Indonesische Angehörige verschiedener Religionen respektieren einander weitgehend und arbeiten gemeinsam daran, die Harmonie und das Nebeneinanderexistieren der verschiedenen Religionen zu ermöglichen. Man entwickelte die Ansicht, Religion sei etwas Persönliches und man solle anderen seinen Glauben nicht aufzwingen. Jeder Mensch soll die Freiheit haben, seinen Gott im Einklang mit seiner Religion zu verehren und Gottesdienste abzuhalten.[14]

3.2 Bhinneka Tunggal Ika und die javanische Toleranz

In der javanischen Gesellschaft werden Unterschiede nicht als etwas Negatives sondern als unvermeidbare Gegebenheiten angesehen, die akzeptiert und sich zu eigen gemacht werden müssen.[15] Die Javaner sind sehr stolz auf ihre Toleranz und Großzügigzeit. Aber dies bedeutet nicht, dass Javaner unendlich tolerant gegenüber anderen Religionen, Werten und Glaubensrichtungen sind. Alles, was in javanische Erklärungsmuster passt oder an den javanischen Lebensstil angepasst werden kann, wird akzeptiert; passt es nicht, wird es schwieriger.[16]

Die Mehrheit der Indonesier sieht einen gemeinsamen Glauben nicht als zwingend notwendig an, um zusammen leben zu können.[17] Nach dem Grundsatz ,lain ladang lain belalang‘ (anderes Feld, andere Heuschrecke) wird toleriert, dass jede Gemeinschaft ihre eigenen Gewohnheiten und Traditionen hat. Toleranz meint in diesem Fall, jeden nach seinen eigenen Vorstellungen leben zu lassen. Javaner können es meistens gut tolerieren, wenn Menschen, die nicht ihrer Gesellschaft angehören, sich anders verhalten als erwünscht. Verhält sich aber ein Javaner entgegen der javanischen Werte, wird das gar nicht gerne gesehen. Jeder muss nach seinen eigenen Gepflogenheiten und Traditionen leben, die für ihn in seiner Kultur ,cocok (passend, angebracht) sind.[18]

Das Staatsprinzip Indonesiens Bhinneka Tunggal Ika („Einheit in Vielfalt“) ist nicht nur eine Bezeichnung für die Pluralität der indonesischen Gesellschaft, sondern begreift diese Pluralität sogar als eine ihrer wesentlichen Besonderheiten.[19]

3.3 Der javanische Synkretismus

Inseln und Inselstaaten sind aufgrund ihrer exponierten Lage meist den verschiedensten Einflüssen ausgesetzt. So war es auch in Indonesien und daher ist es nicht verwunderlich, dass die 17.000 Inseln Indonesiens sehr unterschiedlich geprägt sind und mit verschiedenen Religionen in Kontakt kamen.[20] Viele der indonesischen Muslime praktizieren daher einen eher synkretistischen Glauben.

Auf Java soll der Islam im 15. und 16. Jahrhundert von den Wali Songo, den 9 Heiligen, verbreitet worden sein. Sie gründeten Islamschulen (pesantren) und Moscheen. Besonders Sunan Kalijaga soll die Tradition des alten javanischen Schattenspiels (wayang) und andere Traditionen genutzt haben, um den Islam in Java zu verbreiten und populär zu machen. Er gilt als Modell für die synkretistische Vermischung von hindu-javanischer und islamischer Tradition.

In der javanischen Mystik des Volksislam findet man bis heute noch Spuren von früheren Stammesreligionen, altjavanischen Mythen und Animismus sowie Elemente aus Hinduismus und Buddhismus. Der javanische Islam wird daher von puristischen Muslimen oft kritisiert.[21]

Große Bedeutung für das interreligiöse friedliche Zusammenleben hat der traditionelle Ritus des Slametan auf Java. Ein Slametan kann zu vielen Gelegenheiten gegeben werden, wenn jemand etwas feiern oder heiligen will oder auch in individuellen Problemsituationen. Anlässe sind zum Beispiel eine Geburt, Hochzeit, Tod, ein Umzug, Krankheit, Beschneidung uvm. Das Ziel dabei ist, das individuelle Wohlergehen und den Frieden in der Gemeinschaft zu sichern, wenn diese durch Krankheit, Streit und andere Ereignisse gefährdet erscheinen. Es gibt spezielles Essen, Räuchermittel, islamischen Gesang und der Gastgeber hält eine Rede.[22]

Außerdem werden den Geistern der Ahnen Blumen oder Nahrung geopfert. Auch wenn puristische Kreise im Islam diesem Brauch kritisch gegenüberstehen, spielt der Ritus des Slametan auch heute noch eine wichtige Rolle, um über die Grenzen der Religionszugehörigkeit hinweg für Harmonie und Verständigung im Zusammenleben zu sorgen.[23] Im Slametan brauchen die Menschen keinen einheitlichen Glauben, sondern was jeder glaubt, ist ihm selbst überlassen. Solange er seinen Glauben für sich behält, wird die

Gemeinschaft nicht gestört; im Gegenteil würde der Versuch, einen einheitlichen Glauben einzuführen, den Frieden und die Harmonie in der Gemeinschaft gefährden.[24]

In letzter Zeit gab es in Indonesien immer wieder staatlich initiierte interreligiöse Dialogprogramme, die aber leider oft nur zögerlich angenommen wurden. An der Staatlichen Islamischen Universität in Yogyakarta gibt es seit 2004 ein interreligiöses Dialogzentrum, das unter anderem Begegnungen für Angehörige verschiedener Religionen (auch außerhalb der Studentenschaft) organisiert. Außerdem gibt es Bestrebungen, interreligiöse (Internats-)Schulen nach dem Muster der islamischen Pesantren aufzubauen. Im Jahr 2005 gab es auf Java ein Programm, bei dem über 100 Jungen und Mädchen für einige Tage in einer Familie einer anderen Religionsgemeinschaft lebten und auch an deren religiösen Ritualen teilnahmen. Hinterher wurden die Erfahrungen und konkrete Maßnahmen zur Verbesserung des interreligiösen Zusammenlebens besprochen.[25]

3.4 Islam ja, Islamstaat nein

Die Mehrheit der indonesischen Muslime unterstützt generell islamische Regeln und die Shari’ah, lehnt aber deren Institutionalisierung und einen indonesischen Islamstaat ab.[26]

In ihren Augen wurde Indonesien von seinen Gründungsvätern als moderner Staat der Gleichberechtigung aufgebaut. Die Rechte und Autorität des Staates waren begrenzt und konnten vom Volk zurückgerufen werden. Unterschiede hinsichtlich Abstammung, Religion, Rasse, sozialem oder und kulturellem Hintergrund spielten keine Rolle. Ein Islamstaat hingegen verträte die Interessen der muslimischen Mehrheit und wäre an diese gebunden. Für Indonesien würde dies bedeuten, dass die Vorstellung der Gleichberechtigung aller Bürger vor dem Gesetz verworfen werden müsste. Auch wenn Nicht-Muslime immer noch als Bürger angesehen und beschützt würden, erhielten sie in der Gesellschaft die Stellung einer zweiten Klasse.[27]

Seit der indonesischen Unabhängigkeit dominierten in der Politik immer die Akteure, die eine Islamisierung ablehnten.[28] Versuche, einem dogmatischen antipluralistischen Islam zum Sieg zu verhelfen, sind bisher letztendlich immer gescheitert.[29]

Im Jahr 1970 sorgte Nurcholish Madjid für großen Aufruhr, als er die Trennung von Staat und Religion forderte. Mit der Parole „Islam ja, islamische Parteien nein“ sprach er sich gegen einen islamischen Staat und für eine Desakralisierung all dessen aus, was in seinen Augen nichts mit Religion im eigentlichen Sinne zu tun hatte. In seinen Argumentationen benutzte er unter anderem Begriffe wie Säkularisierung, Desakralisierung und Liberalismus, die in den Augen vieler Muslime für einen westlichen Irrweg standen und somit negativ besetzt waren. Trotz allen Widerstands, auf den seine Forderungen stießen, öffnete er damit aber trotzdem das Tor zu einer dynamischen Entwicklung, die sich auch auf die großen Massenorganisationen Nahdlatul Ulama und Muhammadiya ausdehnte.[30] [31]

Sowohl bei den Wahlen im Jahr 1999 als auch im Jahr 2004 demonstrierten die 105,7 bzw. 118,7 Millionen Indonesier, die ihre Stimme abgegeben hatten, dass trotz der nominellen Überlegenheit der Muslime explizit islamische Parteien bei weitem nicht die absolute Bevölkerungsmehrheit Indonesiens repräsentieren.[32] [33] Durch die Attentate von Bali und Jakarta wurde diese Tendenz weiter verstärkt. Die Attentate riefen Abscheu der Bevölkerung hervor und verstärkten zusätzlich die Distanzierung von Islamisten. Leider wurde dieser Effekt aber durch die Mohammed-Karikaturen und den Irakkrieg wieder etwas relativiert.[34]

4 Historische Hintergründe

4.1 Ausbreitung der Religionen

Seit dem 5. Jahrhundert breiteten sich Hinduismus und Buddhismus in Indonesien aus. Die beiden Religionen vermischten sich jedoch von Anfang an miteinander sowie mit alten lokalen Traditionen.[35]

Die Ausbreitung des Islams in Indonesien vollzog sich im Gegensatz zur christlichen Zwangsmissionierung vieler Länder eher sanft und über einen langen Zeitraum. Muslimische Seefahrer, die zwischen Arabien, Indien und dem Süden Chinas umher reisten und dabei Java und Sumatra passierten, brachten ab dem 12. Jahrhundert die bis dahin hauptsächlich hinduistische beziehungsweise animistische Bevölkerung mit dem Islam in Kontakt.[36] Die Ausbreitung wurde dadurch erleichtert, dass der Islam Zugang zu überseeischen Handelsnetzen und einem einheitlichen islamischen Rechtsraum eröffnete und somit ökonomische Transaktionen erleichterte.[37] Auch sah er im Gegensatz zum hinduistischen Kastensystem keine Bevorzugung oder Benachteiligung bestimmter Bevölkerungsgruppen vor.[38]

[...]


[1] oder auch: „obwohl unterschiedlich, trotzdem eins“

[2] Mühlmann 30.03.2009

[3] Schulze 2008, S. 65

[4] Abdillah 1997, S. 121

[5] Sukarno, Lahirnya Pancasila, zitiert bei Schindehütte 2006, S. 52

[6] Evers, S. 251

[7] Azra 2008, S. 116

[8] Evers, S. 249

[9] Ottendörfer, Ziegenhain 2008, S. 47

[10] Ottendörfer, Ziegenhain 2008, S. 43-44

[11] Ottendörfer, Ziegenhain 2008, S. 45

[12] Auswärtiges Amt Juni 2009

[13] Wandelt 1989, S. 165

[14] Wandelt 1989, S. 161

[15] Darmaputera 1982, S. 224

[16] Darmaputera 1982, S. 239-241

[17] Darmaputera 1982, S. 344

[18] Darmaputera 1982, S. 241

[19] Schulze 2008, S. 67

[20] Schott 2005

[21] Schott 2005

[22] Geertz 1964, S. 11-12

[23] Evers, S. 254

[24] Darmaputera 1982, S. 344

[25] Evers, S. 254

[26] Azra 2008, S. 193

[27] Azra 2008, S. 19

[28] Schuck 2008, S. 131

[29] Schröter 2008, S. 1

[30] Islamische Massenorganisationen wie Nahdlatul Ulama und Muhammadiyah fungieren als nicht-politische Interessengruppen. Sie versuchen auf die öffentliche Politik Einfluss zu nehmen und sie ihren islamischen Werten anzupassen, ohne sich aktiv zu beteiligen. Ihre Hauptaktivitäten liegen in der Erziehung, Familienfürsorge und Einkommenserzeugung. Während die NU in der Vergangenheit auch schon als politische Organisation in Erscheinung trat, verstand sich die Muhammadiyah nie als politische Partei. Die Muhammadiya wurde 1912 als Reformbewegung des Islam gegründet und zählt heute circa 30 Millionen Mitglieder. Nahdlatul Ulama bedeutet “Erwachen der Religionsgelehrten” und bezeichnet di stärkste muslimische Organisation in Indonesien). Die Mitglieder der Muhammadiyah gehören größtenteils der städtischen Mittelklasse an, während die Anhänger der NU in der Regel vom Land stammen.

[31] Schulze 2008, S. 69

[32] Ufen 2002, S. 447-457

[33] Stange 2005, S. 80-92

[34] Schuck 2008, S. 132-133

[35] Schott 2005

[36] Schuck 2008, S. 130

[37] Schröter 2008, S. 2-3

[38] Schuck 2008, S. 130

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Die Rolle des Islam im religiösen Pluralismus Indonesiens
Hochschule
Universität Passau
Veranstaltung
Die kulturellen Räume Java und Bali
Note
1,0
Autor
Jahr
2009
Seiten
26
Katalognummer
V174346
ISBN (eBook)
9783640947669
ISBN (Buch)
9783640947805
Dateigröße
643 KB
Sprache
Deutsch
Reihe
Aus der Reihe: e-fellows.net stipendiaten-wissen
Schlagworte
rolle, islam, pluralismus, indonesiens
Arbeit zitieren
Katharina Werner (Autor), 2009, Die Rolle des Islam im religiösen Pluralismus Indonesiens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/174346

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