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Die Gleichnisse Jesu - Formen, Bedeutung und Auslegungsmethoden

Title: Die Gleichnisse Jesu - Formen, Bedeutung und Auslegungsmethoden

Term Paper , 2011 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Assuntina Kampmann (Author)

Didactics - Theology, Religion Pedagogy
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Einleitung
In der Bibel gibt es viele verschiede Textgattungen. Eine dieser Textgattung sind die Gleichnisse, die sowohl im Alten Testament als auch in den drei synoptischen Evangelien des Neuen Testamentes zu finden sind. Auch außerhalb der Bibel sind zahlreiche Gleichnisse zu finden, z. B. in der Alltagssprache.
Die Gleichnisse, im Neuen Testament, haben eine Besonderheit: Sie beziehen sich auf die Worte Jesu, die von den Evangelisten niedergeschrieben worden sind. Zudem bilden sie den Kern seiner Botschaft vom Reich Gottes. Jesus redet in Gleichnissen, auch Bildworte genannt, damit die Menschen seine Vorstellung vom Reich Gottes verstehen und dadurch ihr Leben in Hinblick auf das Reich Gottes verändern. Es gibt vier verschiedene Gleichnisarten, die unterschiedlich verwendet werden. Um verstehen zu können, was uns dieses Gleichnis mit seiner Geschichte sagen möchte, ist es notwendig zu wissen in welcher Erzählform die Gleichnisse geschrieben worden sind. Die vier verschiedenen Formen der Gleichnisse werde ich im ersten Teil dieser Ausarbeitung unterscheiden und ihre Bedeutung anhand der dazugehörigen biblischen Geschichte darstellen. Hingegen werde ich im zweiten Teil näher auf die Auslegungsmethode der sprachlich narrativen Analyse (Bildlichkeit) eingehen und diese ebenfalls durch ein Gleichnis verständlich machen. Die Gleichnisse, die ich bearbeiten werde, beziehen sich nur auf das Neue Testament.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erklärung des Begriffes Gleichnis

3. Vier Formen gleichnishafter Rede

3.1 Das Gleichnis im engeren Sinn / besprechendes Gleichnis (Mt. 13, 31 – 32)

3.2 Die Parabel / Metapher (Lk. 15, 11-32)

3.3 Die Beispielgeschichten (Lk. 10, 25 – 37)

3.4 Die Allegorie / Bildworte (Mt. 13, 45 – 46)

4. Zusammenfassung des Begriffes „Gleichnisse“

5. Die Theologie der Gleichnisse

5.1 Der theologische Aspekt

5.2 Der christologische Aspekt

5.3 Der eschatologische Aspekt

6. Auslegung der Gleichnisse

6.1 Die sprachlich–narrative Analyse (Bildlichkeit)

6.1.1 Deutung des Gleichnisses der zehn Jungfrauen

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die Textgattung der Gleichnisse Jesu im Neuen Testament zu untersuchen, ihre verschiedenen Erzählformen zu differenzieren und Methoden für deren didaktische Auslegung im schulischen Kontext aufzuzeigen.

  • Differenzierung der vier Grundformen gleichnishafter Rede.
  • Untersuchung der theologischen, christologischen und eschatologischen Dimensionen.
  • Einführung in die sprachlich-narrative Analyse als Auslegungsmethode.
  • Anwendung der Analyse auf konkrete biblische Fallbeispiele wie das Gleichnis vom verlorenen Sohn oder den zehn Jungfrauen.
  • Verdeutlichung der Intention Jesu hinter der bildhaften Sprache.

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Parabel / Metapher (Lk. 15, 11-32)

„Weiter sagte Jesus: Ein Mann hatte zwei Söhne. Der Jüngere von ihnen sagte zu seinem Vater: Vater, gib mir das Erbteil, das mir zusteht. Da teilte der Vater das Vermögen auf. Nach wenigen Tagen packte der jüngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land. Dort führte er ein zügelloses Leben und verschleuderte sein Vermögen. Als er alles durchgebracht hatte, kam eine große Hungersnot über das Land und es ging ihm sehr schlecht. Da ging er zu einem Bürger des Landes und drängte sich ihm auf; der schickte ihn aufs Feld zum Schweinehüten. Er hätte gern seinen Hunger mit den Futterschoten gestillt, die die Schweine fraßen; aber niemand gab ihm davon. Da ging er in sich und sagte: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben mehr als genug zu essen und ich komme hier vor Hunger um. Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt. Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein; mach mich zu einem deiner Tagelöhner. Dann brach er auf und ging zu seinem Vater. Der Vater sah ihn schon von Weitem kommen und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn. Da sagte der Sohn: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt; ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein."

Eine Parabel ist eine frei erfundene Geschichte, die einen einmaligen ungewöhnlichen Vorfall in einem Vergleich beschreibt. Sie ist nicht alltäglich, kann aber irgendwann einmal so geschehen sein. Sie konzentriert sich meist nur auf den Vergleichspunkt. Der Schlüssel des Verständnisses dieser Art von Gleichnis liegt im Vergleichspartikel „…wie…“

Die Parabeln werden aber auch Metaphern genannt, da sie eine zweite Sinnebene andeuten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Vielfalt biblischer Textgattungen ein und definiert Gleichnisse als zentralen Bestandteil der Botschaft Jesu vom Reich Gottes.

2. Erklärung des Begriffes Gleichnis: Dieses Kapitel erörtert die etymologische Herkunft des Begriffs Gleichnis und dessen Bedeutung als charakteristische, deutungsbedürftige Redeform Jesu.

3. Vier Formen gleichnishafter Rede: Hier werden die vier Kategorien (Gleichnis im engeren Sinn, Parabel, Beispielerzählung, Allegorie) differenziert und anhand biblischer Texte erläutert.

4. Zusammenfassung des Begriffes „Gleichnisse“: Das Kapitel bietet eine vergleichende Synthese der vier Gleichnisarten und hebt deren Gemeinsamkeiten sowie wesentliche Unterscheidungsmerkmale hervor.

5. Die Theologie der Gleichnisse: Diese Sektion beleuchtet, wie Gleichnisse versuchen, sich dem Wesen Gottes zu nähern, unterteilt in theologische, christologische und eschatologische Aspekte.

6. Auslegung der Gleichnisse: Dieses Kapitel stellt verschiedene Methoden zur Deutung vor und fokussiert besonders auf die sprachlich-narrative Analyse zur Erschließung biblischer Texte.

7. Fazit: Das Fazit resümiert die Notwendigkeit der Auslegung, um die oft verschlüsselte, zur Lebensveränderung aufrufende Intention der Gleichnisse zu verstehen.

Schlüsselwörter

Gleichnisse, Neues Testament, Reich Gottes, Jesus, Parabel, Allegorie, Beispielerzählung, Bildlichkeit, Exegese, sprachlich-narrative Analyse, Theologie, Eschatologie, Tertium Comparationis, Hermeneutik, Religionsunterricht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die verschiedenen Formen der Gleichnisse Jesu im Neuen Testament und ihre Bedeutung als didaktisches Werkzeug im Religionsunterricht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die Differenzierung von Gleichnisarten, die theologische Einordnung der Gottesherrschaft sowie praktische Methoden der biblischen Textauslegung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Erzählweise Jesu zu schaffen und aufzuzeigen, wie Gleichnisse zum Glauben und zur Veränderung des Lebens anregen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit nutzt schwerpunktmäßig die sprachlich-narrative Analyse (Bildlichkeit), um sprachliche Gestaltungsmittel und Strukturmerkmale der Gleichnisse zu erfassen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der vier Gleichnisformen, die theologischen Aspekte der Gottesherrschaft und eine detaillierte Anleitung zur Auslegung mittels narrativer Analyseschritte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Gleichnisse, Reich Gottes, Parabel, Allegorie, Exegese, Tertium Comparationis und didaktische Perspektive.

Wie unterscheidet sich die Parabel von einer Allegorie?

Während die Parabel auf einen zentralen Vergleichspunkt ausgerichtet ist, müssen bei der Allegorie die einzelnen Bestandteile der Geschichte als Symbole für eine zweite Sinnebene gedeutet werden.

Warum spielt das „tertium comparationis“ eine so wichtige Rolle?

Es fungiert als das „Dritte des Vergleichs“ und verbindet die Bildebene der Geschichte mit der Sachaussage über das Reich Gottes, wodurch die Botschaft erst verständlich wird.

Welche Bedeutung hat das „offene Ende“ in der Parabel?

Das offene Ende soll den Leser oder Hörer dazu anregen, über das eigene Verhalten nachzudenken und die Lehre des Gleichnisses aktiv auf das eigene Leben zu beziehen.

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Details

Title
Die Gleichnisse Jesu - Formen, Bedeutung und Auslegungsmethoden
College
Catholic University for Applied Sciences Berlin
Course
Einführung in die neutestamentlichen Schriften in didaktischer Perspektive
Grade
1,0
Author
Assuntina Kampmann (Author)
Publication Year
2011
Pages
20
Catalog Number
V174386
ISBN (eBook)
9783640950652
ISBN (Book)
9783640950249
Language
German
Tags
Theologie Gleichnisse NT Textgattungen in der Bibel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Assuntina Kampmann (Author), 2011, Die Gleichnisse Jesu - Formen, Bedeutung und Auslegungsmethoden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/174386
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