Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Klärung der Forschungsfrage, wie das Auftreten der Lehrperson schulbezogene Ängste bei Schülern hervorruft und wie diese bestmöglich vermieden werden können.
Die Angst vor der Schule spielt in unserer heutigen Gesellschaft eine bedeutende Rolle. Bereits elf Prozent aller Kinder in Deutschland sind von schulbezogenen Ängsten betroffen. Das zeigt das Ergebnis einer Umfrage aus dem Jahr 2014 (Geolino & UNICEF). Auf den ersten Blick erscheint die Zahl durchaus gering, doch bei näherer Betrachtung handelt es sich um eine äußerst ernsthafte Thematik.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Was ist Schulangst?
2.1. Begriffsklärung
2.2. Symptomatik
3. Was können Lehrer tun?
3.1 Das Lehrerverhalten als mögliche Ursache
3.2 Maßnahmen zur Prävention von Schulangst
4. Fazit
5. Literaturverzeichnis
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des Lehrerverhaltens auf die Entstehung schulbezogener Ängste bei Schülern und erarbeitet Präventionsmaßnahmen, um diese Ängste zu minimieren und ein positives Lernklima zu schaffen.
- Grundlagen und Definition der Begriffe Angst, Furcht und Schulangst
- Differenzierung physischer und psychischer Angstsymptome bei Kindern
- Analyse des Lehrerverhaltens als Ursache für die Ausprägung von Ängsten
- Vorbildfunktion und pädagogischer Einfluss der Lehrkraft auf das Schüler-Selbstbild
- Präventionsansätze basierend auf Akzeptanz, Wertschätzung und Empathie
Auszug aus dem Buch
2.2 Symptomatik
Dabei können je nach Organismus unterschiedliche Symptome auftreten, die sich sowohl physisch als auch psychisch ausdrücken. Dennoch bereiten sie allesamt den Menschen auf eine herannahende Angstsituation vor (Schwarzer, 1980, S. 26ff.). In Sprichwörtern der Alltagssprache findet man eindeutige Parallelen zwischen der Angst und den physischen Reaktionen. „Es kann Kindern vor Angst die Sprache verschlagen, die Spucke wegbleiben oder den Magen abdrücken“ (Singer, 2000, S. 39). Die körperlichen Symptome wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Herzklopfen, Atembeschleunigung, Kopfschmerzen und feuchte Hände können unterschiedlich stark ausgeprägt sein (Schlung, 1987, S. 50f.; Schwarzer, 1980, S. 26).
Zur Erfassung von psychophysiologischen Reaktionen „werden vor allem die psychogalvanische Reflexmessung (PGR), die Elektromyographie (EMG), [...] und die Elektrokardiographie (EKG) verwendet“ (Schwarzer, 1980, S. 26). Ein wesentlicher Nachteil dieser Erfassungsvarianten besteht in der Untauglichkeit der Abgrenzung der möglichen Ursachen. Das heißt, dass ebenso gut psychophysiologische Reaktionen auf Stress, Zorn, Enthusiasmus oder Schreck zurückgeführt werden können. Eine weitere Kategorie bilden die psychischen Symptome. Ekkehart Schlung (1987) thematisiert in Anbetracht dessen das sogenannte typische ‚Panik-Gefühl‘, das sich unter anderem durch eine blasse Gesichtsfarbe, schreien und Schweißausbrüchen äußert (S.53). Sobald der ängstliche Schüler das Elternhaus verlässt, sich somit auf den Schulweg begibt oder sich bereits auf dem Schulgelände befindet, treten diese oder ähnliche Symptome auf. Allerdings nimmt das Gefühl „mit Verlassen des Elternhauses an Intensität“ zu und im Schulgebäude wieder ab (ebd.).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Thematik Schulangst in der heutigen Gesellschaft und führt in die Fragestellung zur Rolle der Lehrperson bei der Entstehung und Vermeidung dieser Ängste ein.
2. Was ist Schulangst?: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Angst, Furcht und Schulangst theoretisch und erläutert die verschiedenen physischen sowie psychischen Symptome, die bei betroffenen Schülern auftreten können.
3. Was können Lehrer tun?: Der Hauptteil analysiert das Lehrerverhalten als zentrale Ursache für Schulangst und leitet daraus konkrete präventive Maßnahmen wie Wertschätzung und Kongruenz ab.
4. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Bedeutung der Lehrer-Schüler-Beziehung sowie die Notwendigkeit einer gesteigerten Sensibilität im schulischen Alltag.
5. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und Forschungsliteratur.
Schlüsselwörter
Schulangst, Angstentwicklung, Lehrerverhalten, Schüler-Lehrer-Beziehung, Prävention, psychische Symptome, physische Symptome, pädagogische Kompetenz, Wertschätzung, Empathie, Kongruenz, Selbstbild, Leistungsangst, Erziehung, Schulalltag.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Phänomen der schulbezogenen Angst bei Kindern und Jugendlichen und beleuchtet dabei kritisch, welchen Einfluss die Lehrperson auf die Entstehung und den Abbau dieser Ängste ausübt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Schulangst, der Beschreibung auftretender körperlicher und psychischer Symptome sowie der Analyse des Lehrerverhaltens als prägender Faktor.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage lautet: Wie ruft das Auftreten der Lehrperson schulbezogene Ängste bei Schülern hervor und wie kann man diese durch entsprechendes Verhalten meiden?
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturrecherche und der Sichtung psychologischer Forschungsberichte basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert, wie Lehrer durch ihr Verhalten – wie etwa Leistungsdruck oder fehlende Empathie – Ängste verstärken können und welche präventiven Ansätze, basierend auf dem Konzept von Rogers, zur Besserung beitragen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Schulangst, Lehrerverhalten, Empathie, Prävention, Wertschätzung und die Lehrer-Schüler-Beziehung.
Warum ist die Unterscheidung zwischen Angst und Furcht wichtig?
Die Unterscheidung ermöglicht eine präzisere Analyse des Angstgeschehens; während Furcht eine klare Gefahrenquelle hat, tritt Schulangst oft in Situationen auf, die vom Individuum subjektiv als bedrohlich wahrgenommen werden.
Welche drei Komponenten nennt Rogers für eine gute Lehrer-Schüler-Beziehung?
Die drei Komponenten sind uneingeschränktes Akzeptieren und Wertschätzen, einfühlendes empathisches Verstehen sowie Kongruenz beziehungsweise Echtheit im Verhalten.
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- Anonym (Author), 2019, Angst vor der Schule. Was Lehrer tun können, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1744169