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Die Semantische Analyse

Modelle und Problematiken

Titel: Die Semantische Analyse

Seminararbeit , 2007 , 20 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Franco Dahms (Autor:in)

Romanistik - Hispanistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit befasst sich mit der semantischen Komponentenanalyse, auch Semanalyse genannt. Im Vorfeld der eigentlichen Arbeit sollen grundsätzliche Fragen, wie Ursprung, Verwendung und Ziel der semantischen Analyse geklärt werden. Im darauf folgenden Schritt wird sich dann den jeweiligen immanenten Ideen der semantischen Komponentenanalyse gewidmet; Die zwei bekanntesten Modelle werden hierbei präzisiert und ferner durch Beispiele jeweils begründet. Dabei liegt das Augenmerk vornehmlich auf den inhärenten Problematiken – dies gilt sowohl für die semantische Analyse an sich als auch für jedes präsentierte Modell en detail. Es geht demzufolge um die Grenzen der Semanalyse, sowohl um die sprachwissenschaftlichen in der Semantik als auch um die konzeptuellen in der Sprache selbst.

In den im Folgenden beschriebenen Konzeptionen sollen Vor- und Nachteile eruiert werden – mit dem Versuch daraus abschließend ein allgemeines und mögliches Konzept der Semanalyse zu skizzieren. Letztlich ist es ein komplexer Weg - von mentalen Minimalkonzepten über kleinere abstrakte Bedeutungen bis hin zu konkreten lexikalischen Einheiten (und vice versa), den die Semanalyse beschreitet. Abschließend sei erwähnt, dass der Fokus in der hier präsentierten Arbeit auf der semantischen Analyse lexikalischer im Gegensatz zu der grammatischer Einheiten liegt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Semanalyse

2.1 Das Sem

2.2 Ursprung und ‚Modus Procedendi’

2.3 Ziele

3. Konzeptionen der Semanalyse

3.1 Das Modell von Pottier (paradigmatische Dimension)

3.2 Das Modell von Hilty (syntagmatische Dimension)

3.3 Zusammenführende Betrachtung

3.3.1 Polysemie

3.3.2 Wortfeld

3.3.3 Metapher

3.3.4 Prototypensemantik

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht die theoretischen Grundlagen, Ziele und methodischen Herausforderungen der semantischen Komponentenanalyse (Semanalyse). Das primäre Ziel besteht darin, die Funktionsweise der Semanalyse kritisch zu hinterfragen, zwei bedeutende Analysemodelle (Pottier und Hilty) einander gegenüberzustellen und die Grenzen der Zerlegbarkeit von Bedeutung zu erörtern.

  • Grundlegende Definition und Ursprung von Seme und Sememen
  • Vergleichende Analyse des paradigmatischen Modells nach Pottier
  • Vergleichende Analyse des syntagmatischen Modells nach Hilty
  • Kritische Diskussion der Grenzen semantischer Komponentenanalysen
  • Bedeutung der Semanalyse für das Verständnis des mentalen Lexikons

Auszug aus dem Buch

3.2 Das Modell von Hilty (syntagmatische Dimension)

Hiltys Semanalyse hebt sich von der Pottiers allein schon durch seine grafische Oberfläche ab; wo Pottier ein tabellarisches Gitter respektive eine Matrix verwendet, nutzt Hilty eine baumartige Struktur, genannt Aboreszenz, zur Visualisierung seines Semanalyse-Modells.

Semem 1 von „volar“ ist beispielsweise: [die Bewegung eines belebten Subjekts in der Luft aus eigener Kraft in vertikaler oder schräger Richtung]

Basis für die semantische Analyse à la Hilty ist ein polysemes Lexem, in diesem Falle „volar“. Die Struktur ist wie dargelegt baumartig; Von der ‚Baumkrone’ aus erstrecken sich unterschiedliche semantische Merkmale entlang einzelner Verästelungen, die für sich jeweils in zwei oppositionelle Einheiten weiter ‚verzweigt’ sind [binäre Opposition]. Im Endeffekt erhält man eine hierarchische Ordnung der Seme – inklusive einer abstrakten Darstellung potenzieller semantischer Kombinationen, sprich der Sememe.

Während die binären Oppositionen im unteren Teil der Aboreszenz transparent wie konsistent sind (INTUS vs. EXTUS; CONCRETO vs. ABSTRACTO; ANIMATO vs. INANIMATO), erscheint die Oppositionierung von IN AERE und VELOX, also die Disambiguierung der „Bewegung in einem spezifischen Medium“ (LOCOMOTIO IN MEDIO SPECIFICO) in die Aspekte „in der Luft“ und „schnell“ relativ diffus bzw. willkürlich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die semantische Komponentenanalyse sowie deren zugrunde liegende theoretische Probleme und Grenzen zu beleuchten.

2. Die Semanalyse: Das Kapitel führt in die grundlegende Begrifflichkeit ein, erklärt die Bedeutung von Sem, Semem und Denotation und erörtert die kognitiven Voraussetzungen für die Zerlegbarkeit von Bedeutung.

3. Konzeptionen der Semanalyse: Dieser Abschnitt vergleicht die zwei zentralen Modelle der Semanalyse: das paradigmatische Modell von Pottier und das syntagmatische Modell von Hilty.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Modellkritik zusammen und ordnet die Semanalyse in den linguistischen Kanon ein, wobei eine Erweiterung um eine pragmatische Dimension gefordert wird.

Schlüsselwörter

Semanalyse, Semantische Komponentenanalyse, Sem, Semem, Paradigmatik, Syntagmatik, Wortfeldtheorie, Pottier, Hilty, Bedeutung, Denotation, Konnotation, Mentales Lexikon, Klassifizierung, Polysemie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der semantischen Komponentenanalyse, auch bekannt als Semanalyse, und untersucht deren theoretische Grundlagen, methodische Ansätze und inhärente Problematiken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen zählen die Definition von Semen und Sememen, der Vergleich zwischen paradigmatischen und syntagmatischen Analysemodellen sowie die Grenzen der strukturellen Semantik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Funktionsweise der Semanalyse zu analysieren, die Stärken und Schwächen der prominenten Modelle von Pottier und Hilty herauszuarbeiten und ein Verständnis für die Komplexität der semantischen Zerlegung zu vermitteln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative und theoretisch-kritische Methode, um die beiden Ansätze (Pottier und Hilty) anhand von Beispielen und Kriterien der semantischen Merkmalsanalyse zu evaluieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die paradigmatische Methode nach Pottier (Sitzgelegenheiten) und die syntagmatische Methode nach Hilty (baumartige Struktur) detailliert vorgestellt und kritisch diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Semanalyse, Sem, Semem, Paradigmatik, Syntagmatik, Wortfeldtheorie, Polysemie und Bedeutungskonstruktion.

Warum wird Pottiers Modell als prototypisch bezeichnet?

Es ist das geläufigste Konzept in der Linguistik und wird häufig in Lehrbüchern zur Veranschaulichung der semantischen Merkmalsanalyse, etwa am Beispiel der „Sitzgelegenheiten“, verwendet.

Was ist die spezifische Stärke von Hiltys Modell?

Die Stärke liegt in der Berücksichtigung der syntagmatischen Dimension, wodurch Hiltys Modell Polysemie einbezieht und eine größere Bandbreite an semantischen Kontexten und assoziativen Merkmalen abbilden kann.

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Details

Titel
Die Semantische Analyse
Untertitel
Modelle und Problematiken
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Institut für Romanistik)
Veranstaltung
Moderne Theorien in der romanischen Sprachwissenschaft
Note
2,0
Autor
Franco Dahms (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
20
Katalognummer
V174561
ISBN (eBook)
9783640952441
ISBN (Buch)
9783640952670
Sprache
Deutsch
Schlagworte
semantische analyse modelle problematiken
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Franco Dahms (Autor:in), 2007, Die Semantische Analyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/174561
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Leseprobe aus  20  Seiten
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