„Mobility-Fahrzeuge werden zum fixen Bestandteil der alltäglichen Infrastruktur in urbanen Regionen. Die Nutzung von Mobility soll zu einem natürlichen Reflex werden, als Teil der Kombinierten Mobilität.“ (Mobility Genossenschaft, 2008)
Die Vision von Mobility zeigt, dass die Ziele hochgesteckt sind und der Weg lang ist. Um diese Ziele zu erreichen, bedarf es der Berücksichtigung des Wandels der Gesellschaft und somit auch der Trends, die massgebliche Einflussgrössen für die zukünftigen Märkte darstellen. Die vorliegende Arbeit untersucht diese Trends und deren Entwicklung im Hinblick auf die Bedeutung für Mobilitätsanbieter. Zudem werden der Bereich des Car-Sharings am Beispiel von Mobility betrachtet und die Wettbewerbsvorteile gegenüber dem individuellen und öffentlichen Verkehr erläutert.
In der Arbeit wurde dies folgendermassen umgesetzt: Zu Beginn werden die für die Mobilitätsbranche relevanten Megatrends und deren Entwicklung betrachtet, sowie deren Auswirkungen auf diese Branche. Anschliessend werden Wettbewerbsvorteile des Car-Sharing-Anbieters Mobility in diesem dynamischen Umfeld aufgezeigt. Zum Schluss wird die Positionierung in Form eines semantischen Differentials dargestellt und ein Fazit gezogen.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. RELEVANTE MEGATRENDS
2.1 MOBILITÄT
2.1.1 Beschreibung
2.1.2 Entwicklung
2.1.3 Auswirkung auf die Mobilitätsanbieter
2.2 URBANISIERUNG
2.2.1 Beschreibung
2.2.2 Entwicklung
2.2.3 Auswirkung auf die Mobilitätsanbieter
2.3 ÖKOLOGIE
2.3.1 Beschreibung
2.3.2 Entwicklung
2.3.3 Auswirkungen auf die Mobilitätsanbieter
2.4 WIRTSCHAFTLICHKEIT
2.4.1 Beschreibung und Entwicklung
2.4.2 Auswirkungen auf die Mobilitätsanbieter
3. POSITIONIERUNG GEGENÜBER IV UND ÖV
3.1 ÖKOLOGIE
3.2 WIRTSCHAFTLICHKEIT
3.3 FLEXIBILITÄT/SELBSTBESTIMMUNGSGRAD
3.3.1 Mobilität
3.3.2 Zeitlicher Aspekt
3.3.3 Nutzungsmöglichkeiten
3.4 KOOPERATIONEN
3.5 SEMANTISCHES DIFFERENTIAL UND FAZIT
4. SCHLUSS
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Arbeit untersucht die strategische Positionierung des Car-Sharing-Anbieters Mobility im Kontext sich wandelnder gesellschaftlicher Megatrends. Ziel ist es zu analysieren, wie Mobility seine Wettbewerbsvorteile gegenüber dem individuellen und öffentlichen Verkehr in einem dynamischen Umfeld nutzen kann, um langfristig erfolgreich zu bleiben.
- Analyse relevanter Megatrends wie Mobilität, Urbanisierung, Ökologie und Wirtschaftlichkeit.
- Untersuchung der ökologischen und ökonomischen Wettbewerbsvorteile von Car-Sharing.
- Evaluierung der Flexibilität und des Selbstbestimmungsgrades für Kunden im Vergleich zum Individual- und öffentlichen Verkehr.
- Bedeutung strategischer Kooperationen zur Marktstärkung und Kundengewinnung.
- Positionierungsanalyse mittels semantischem Differential.
Auszug aus dem Buch
3.1 Ökologie
Die grössere Nachhaltigkeit des Car-Sharings gegenüber dem individuellen Verkehr ist empirisch belegt:
• Statistisch würden sich 22% der Mobility-Kunden ohne Car-Sharing ein oder mehrere Autos anschaffen (Universität St. Gallen & Mobility CarSharing, 2010, S. 10). Nach den heutigen Kundenzahlen gibt es also in der Schweiz dank Mobility mindestens 20.000 weniger Fahrzeuge. Dadurch werden auch weniger Stellplätze benötigt (Mobility CarSharing, 2010a). Die neu gewonnen Flächen könnten dann z.B. für Begrünungen genutzt werden.
• Der Besetzungsgrad eines Car-Sharing-Autos ist 25% höher als bei privaten Personenwagen (Jerusalem, 2007a, S. 25). Dadurch wird die Schadstoffemission pro Person gesenkt.
• Das Verhalten der Fahrer ändert sich dahingehend, dass weniger Kilometer mit dem Auto gefahren werden. Car-Sharing bewirkt eine Entkopplung von Mobilität und Automobilität, was zur Wahl des geeigneten Verkehrsmittels (Fuss, Rad, Bahn, Bus, Auto) führt (Jerusalem, Zukunft der Mobilität, 2007b, S. 26). Darüber hinaus fahren CS-Fahrer passiver und bedachter (Jerusalem, 2007a, S. 26), da ihnen das Auto nicht selbst gehört. Durch diese beiden Effekte auf das Fahrverhalten werden die Strassen freier und damit ineffiziente Staus vermieden, sowie weniger Unfälle, die Personen- und Umweltschäden verursachen, produziert.
• Die im Durchschnitt sehr moderne Fahrzeugflotte eines Car-Sharing-Dienstleisters verursacht weniger schädliche Abgase und verbraucht weniger Treibstoff. Dank Mobility wurden im Jahr 2008 14 Millionen Kilogramm CO2 und 6 Millionen Liter Benzin gespart (Mobility Genossenschaft, 2008, S. 26-27).
• Car-Sharing führt zu einer Verhaltensänderung seiner Nutzer (Mobility Genossenschaft, 2008, S. 26). Die Nutzung des ÖV erhöht sich aufgrund von einer kombinierten Nutzung beider Mobilitätsarten. Denn um zu einem Mobility-Standplatz zu gelangen, ist es für viele notwendig, zuvor die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Einleitung stellt die Vision von Mobility dar und beschreibt das Ziel, Trends im Mobilitätssektor zu analysieren sowie die Wettbewerbsvorteile von Car-Sharing aufzuzeigen.
2. RELEVANTE MEGATRENDS: Dieses Kapitel betrachtet die globalen und schweizerischen Entwicklungen der Megatrends Mobilität, Urbanisierung, Ökologie und Wirtschaftlichkeit sowie deren Auswirkungen auf Mobilitätsanbieter.
3. POSITIONIERUNG GEGENÜBER IV UND ÖV: Das Kapitel analysiert die ökologischen, ökonomischen und flexibilitätsbezogenen Vorteile von Car-Sharing gegenüber dem individuellen und öffentlichen Verkehr und beleuchtet die Rolle strategischer Kooperationen.
4. SCHLUSS: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Einschätzung der Marktsituation für Mobility ab und unterstreicht das weitere Wachstumspotenzial durch die Nutzung der identifizierten Trends.
Schlüsselwörter
Car-Sharing, Mobility, Mobilität, Megatrends, Urbanisierung, Ökologie, Wirtschaftlichkeit, Positionierung, Nachhaltigkeit, Kombinierte Mobilität, Verkehr, Individualverkehr, öffentlicher Verkehr, Kooperationen, Marktanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die strategische Positionierung des Schweizer Car-Sharing-Anbieters Mobility in einem dynamischen Umfeld, das von sich verändernden gesellschaftlichen Megatrends geprägt ist.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themenfelder sind die Megatrends Mobilität, Urbanisierung, Ökologie und Wirtschaftlichkeit sowie deren konkrete Auswirkungen auf die Strategie und das Angebot von Mobilitätsanbietern.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Mobility Wettbewerbsvorteile gegenüber dem Individualverkehr und dem öffentlichen Verkehr nachhaltig ausbauen und nutzen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Umweltanalyse relevanter Megatrends, einer komparativen Betrachtung zu Alternativen (IV und ÖV) und gipfelt in einer grafischen Positionierungsdarstellung mittels semantischem Differential.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die Megatrends detailliert betrachtet und anschließend die Stärken des Car-Sharings in den Bereichen Ökologie, Kosten (Wirtschaftlichkeit) und Flexibilität sowie die Bedeutung von Kooperationen analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Die Arbeit ist maßgeblich durch Begriffe wie Car-Sharing, Nachhaltigkeit, Positionierung, Megatrends und Kombinierte Mobilität geprägt.
Welche Rolle spielen Kooperationen laut der Arbeit?
Kooperationen, beispielsweise mit der SBB oder der Migros, sind laut den Autoren der Schlüssel zum Erfolg von Mobility, da sie den Marktdurchbruch ermöglichten, neue Kunden erschließen und die Wettbewerbsposition stärken.
Warum ist das semantische Differential wichtig für die Schlussfolgerung?
Es visualisiert den Gesamtnutzen von Car-Sharing im Vergleich zu IV und ÖV und untermauert das Fazit, dass Car-Sharing den derzeit besten Kompromiss für die Mobilitätsanforderungen der Kunden bietet.
- Quote paper
- Caesar Dreyer (Author), et al. (Author), 2010, Auswirkungen von Trends auf die strategische Ausgangslage von Mobilitätsanbietern. Wie können sich Anbieter von Car-Sharing positionieren?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/174655