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Außenbeziehungen Ägyptens während der 3. Dynastie

Title: Außenbeziehungen Ägyptens während der 3. Dynastie

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 17 Pages , Grade: 2+

Autor:in: Magister Artium Christian E. Schulz (Author)

Egyptology
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Beziehungen Ägyptens zu seinen Nachbarn sind bereits für die älteste bekannte Kultur des keramischen Neolithikums in Ägypten in vielfältiger Form belegt. So gelangten Rohstoffe wie z. B. Holz, Kupfer, Silber, Schmucksteine, Öle, Harze und Wein nach Ägypten. Dazu tritt Keramik ausländischer Herkunft, wie die aus Syrien-Palästina stammenden Wellenhenkelgefäße oder die sogenannte Abydosware. Ebenso läßt sich eine kulturelle Einflußnahme aus Mesopotamien ausmachen, die sich in der Verwendung von Rollsiegeln, Motiven wie Schlangenhalspanthern (z. B. Narmerpalette) und Architekturelementen wie z. B. der Nischengliederung von Wänden äußert. Daß jedoch nicht Ägypten allein Empfänger von Gütern und Ideen war, zeigt sich unter anderem daran, daß an manchen Orten Vorderasiens, wie z. B. En Besor bis zu 90 % der vorliegenden Keramik aus ägyptischer Produktion stammen. Wenn ansonsten häufig keine bzw. nur wenige ägyptische Produkte in den Befunden vorliegen, ist die Annahme berechtigt, daß von dort verderbliche Güter, wie z. B. Getreide, geliefert wurde.5 Bis in die 2. Dynastie sind somit weitreichende Kontakte Ägyptens zu seinen Nachbarn belegt. Für die Zeit der 3. Dynastie jedoch läßt sich, wie wir noch sehen werden, anhand der Belege ein Rückgang in den Außenkontakten verzeichnen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Nubien

III. Sinai

IV. Kanaan und Negev (Palästina)

V. Byblos

VI. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Außenbeziehungen Ägyptens während der 3. Dynastie und analysiert dabei die Art der Kontakte zu benachbarten Regionen unter Berücksichtigung historischer Belege und archäologischer Funde.

  • Analyse diplomatischer, kriegerischer und handelspolitischer Kontakte.
  • Untersuchung der Außenbeziehungen zu Nubien, dem Sinai, Vorderasien und Byblos.
  • Erforschung der Gründe für den Rückgang von Außenkontakten in der 3. Dynastie.
  • Vergleich der Situation mit den Zeiträumen vor und nach der 3. Dynastie.
  • Kritische Würdigung archäologischer und inschriftlicher Zeugnisse.

Auszug aus dem Buch

III. Sinai

Auf der Sinai-Halbinsel ist die Anwesenheit von Ägyptern während der 3. Dynastie durch Felsinschriften gesichert, die jedoch alle im gleichen Gebiet, nämlich dem Wadi Maghara, zu deutsch: Tal der Höhlen, angebracht wurden. Es konnten Inschriften von drei Königen identifiziert werden, wobei eine auf Djoser und je zwei auf Sechemchet und Sanacht entfallen.

Bei einigen der Reliefs (Djoser und Sechemchet) zeigt sich das schon seit der Frühzeit beliebte Motiv des „Erschlagens der Feinde“ in seiner für die nächsten Jahrtausende kanonischen Komposition: der König hat mit der linken Hand einen am Boden knienden Feind am Schopf gepackt, während er in seiner Rechten eine zum tödlichen Schlag erhobene Birnenkeule hält. Die Feinde sind durch ihre langen Haare als Asiaten gekennzeichnet. Eine namentliche Bezeichnung gibt es jedoch nicht. Der König ist bei allen Belegen mit einem kurzen Schurz mit einem Tierschwanz dargestellt. Im Falle Djosers haben wir zudem eine frühe Abbildung eines Uraeus vor uns. Hinter Djoser befindet sich eine weibliche Gottheit, bei der es sich nach Baud um Wadjit handeln könnte. Laut Helck ist es Hathor. Am Gürtel Sechemchets ist ein Dolch angebracht. Emma Swan Hall schließt zwar nicht aus, daß es sich auch um ein Kurzschwert handeln könnte, dies erscheint aber sehr unwahrscheinlich, bedenkt man, daß die frühesten bekannten Belege für Schwerter in Ägypten erst aus der Ramessidenzeit vorliegen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema der ägyptischen Außenbeziehungen ein und stellt die theoretische sowie methodische Basis der Untersuchung dar.

II. Nubien: Das Kapitel befasst sich mit der Besiedlung und den Kontaktmöglichkeiten Ägyptens zum südlichen Nachbargebiet Nubien während der frühen Dynastien.

III. Sinai: Hier werden die durch Felsinschriften belegten Expeditionen der 3. Dynastie zur Gewinnung von Rohstoffen wie Türkis im Wadi Maghara analysiert.

IV. Kanaan und Negev (Palästina): Die Untersuchung widmet sich den Handelsbeziehungen zu den städtischen Zentren Kanaans und den Ursachen für den Abbruch dieser Verbindungen.

V. Byblos: Dieses Kapitel betrachtet die Bedeutung des Seewegs nach Byblos als wichtigen Handelspartner, insbesondere für den Import von Koniferen- und Zedernholz.

VI. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der spärlichen Beleglage und interpretiert die Tendenzen der Außenkontakte Ägyptens in dieser Epoche.

Schlüsselwörter

Ägypten, 3. Dynastie, Außenbeziehungen, Handel, Nubien, Sinai, Palästina, Byblos, Djoser, Sechemchet, Sanacht, Türkisabbau, Keramik, Archäologie, Diplomatie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Außenbeziehungen des alten Ägypten, insbesondere während der 3. Dynastie, und untersucht die Interaktionen mit benachbarten Regionen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen umfassen Handel, diplomatische Kontakte, militärische Expeditionen sowie kulturelle Einflüsse und den Rohstoffimport.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Art der Kontakte zu bestimmen und zu verstehen, warum die Belege für Außenbeziehungen in der 3. Dynastie einen Rückgang aufweisen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit folgt einer geographisch orientierten Gliederung und analysiert vorliegende inschriftliche Quellen sowie archäologische Befunde, wie z.B. Keramikfunde.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in regionale Kapitel, die Nubien, den Sinai, Kanaan und den Seeweg nach Byblos detailliert untersuchen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Ägypten, 3. Dynastie, Außenbeziehungen, Handel, Nubien, Sinai, Palästina und Byblos.

Welche Bedeutung hatte das Wadi Maghara für die 3. Dynastie?

Das Wadi Maghara war ein zentraler Ort für die ägyptische Türkisgewinnung, was durch zahlreiche Felsinschriften der Könige Djoser, Sechemchet und Sanacht belegt ist.

Wie deutet der Autor das Verschwinden der ägyptischen Handelsposten in Palästina?

Das Verschwinden wird als Nachlassen des kolonialen Einflusses Ägyptens interpretiert, wobei der Handel auf eine Ebene gleichrangiger Partner überging, bevor er in der 2. Dynastie abnahm.

Warum ist die Beleglage für die 3. Dynastie so schwierig?

Die Belege sind oft spärlich oder gar nicht vorhanden, weshalb der Autor die Zeiträume davor und danach in die Betrachtung einbeziehen muss, um Tendenzen erkennbar zu machen.

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Details

Title
Außenbeziehungen Ägyptens während der 3. Dynastie
College
University of Münster  (Institut f. Ägyptologie u. Koptologie)
Course
Geschichte der 3. Dynastie
Grade
2+
Author
Magister Artium Christian E. Schulz (Author)
Publication Year
2003
Pages
17
Catalog Number
V17467
ISBN (eBook)
9783638220422
ISBN (Book)
9783638758680
Language
German
Tags
Außenbeziehungen Dynastie Geschichte Dynastie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magister Artium Christian E. Schulz (Author), 2003, Außenbeziehungen Ägyptens während der 3. Dynastie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17467
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