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Die Wirtschaft in der Gesellschaft

Eine analytische Anwendung von Max Webers soziologischen Grundbegriffen auf die Grundkategorien des Wirtschaftens

Titel: Die Wirtschaft in der Gesellschaft

Seminararbeit , 2006 , 29 Seiten , Note: 17 Punkte juristische Benotung

Autor:in: Hendrik Doobe (Autor:in)

Soziologie - Allgemeines und Theorierichtungen
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit beschäftigt sich insbesondere mit Max Webers posthum veröffentlichen Werk Wirtschaft und Gesellschaft als Primärquelle. Dabei wird seine Kategorienlehre in Beziehung zu Kategorien in Recht und Wirtschaft gesetzt und somit interdisziplinär angewendet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Methodologische Abgrenzung

1. Verstehen

a. Idealtypenbetrachtung

b. Werturteilsfreiheit

2. Das Individuum

III. Motivation und die Rationalität

1. Motivation

2. Rationalität

3. Formale und rationale Rationalität

IV. Die Gesellschaft

1. Soziales Handeln

2. Soziale Beziehung

3. Appropriation

4. Soziale Ordnung

5. Konkrete Gesellschaftskategorien

a. Vergemeinschaftung

b. Vergesellschaftung

c. Kampf

V. Die Wirtschaft

1. Leistung und Güter

2. Eigentum

3. Wirtschaften

a. Bedarfsdeckung

b. Erwerbswirtschaft

c. Wirtschaft in der Gesellschaft

4. Der Kampf des Menschen mit den Menschen

5. Kapitalismus

VI. Schluss: die eingeschränkte Sphärenautonomie

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, Max Webers soziologische Grundkategorien aus seinem Hauptwerk „Wirtschaft und Gesellschaft“ systematisch auf die Grundkategorien des Wirtschaftens anzuwenden, um eine theoretische Brücke zwischen soziologischem Handeln und ökonomischen Strukturen zu schlagen.

  • Methodologische Grundlagen: Verstehen, Idealtypen und Werturteilsfreiheit.
  • Die Rolle des Individuums und die Bedeutung der Motivation.
  • Soziologische Basis: Soziales Handeln, soziale Beziehungen und Ordnungsgefüge.
  • Wirtschaft als soziales Handeln: Appropriation, Güter, Tausch und Wettbewerb.
  • Das Verhältnis von Wirtschaft und Gesellschaft und die eingeschränkte Sphärenautonomie.

Auszug aus dem Buch

1. Verstehen

Ein großer Unterschied des Erkenntnisinteresses der Weber’schen Soziologie zu dem der Rechtwissenschaft liegt im Wesentlichen darin, dass Weber erklärend tätig wird, während Juristen lösungsorientiert arbeiten. Soziologie ist "eine Wissenschaft, welche soziales Handeln deutend verstehen und dadurch in seinem Ablauf und seinen Wirkungen ursächlich erklären will.” Es geht Weber also um das Verstehen sozialen Handelns. Diesen Begriff schlüsselt er als Grundlage seiner wissenschaftlichen Arbeit folgendermaßen auf.

Verstehen ist „deutende Erfassung”. Insoweit spaltet Weber den Begriff in zwei Komponenten, einmal die reine Erfassung, das „aktuelle Verstehen”. Damit ist die allein oberflächliche Aufnahme und Verarbeitung eines Verhaltens oder einer Aussage durch einen der fünf Sinne gemeint. Das aktuelle Verstehen sucht also nach der Antwort auf die Frage nach dem „Was“.

Deutung, oder „erklärendes Verstehen“, geht dagegen weiter. Informationen, nachdem sie durch einen der fünf Sinne aufgenommen und verarbeitet wurden, werden weitergehend interpretiert und mit anderen vorhandenen Informationen verbunden. Kausale Zusammenhänge werden hergestellt. Das erklärende Verstehen sucht also nach der Antwort auf die Frage nach dem „Warum“, der Motivation.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Einführung in die Zielsetzung der Anwendung von Webers soziologischen Kategorien auf wirtschaftliche Strukturen zur Aufdeckung einer eingeschränkten Sphärenautonomie.

II. Methodologische Abgrenzung: Erläuterung der soziologischen Arbeitsweise Webers durch die Begriffe Verstehen, Idealtypen und Werturteilsfreiheit sowie der Identifikation des Individuums als Betrachtungselement.

III. Motivation und die Rationalität: Untersuchung der Rationalität als graduelles Instrument zur Kategorisierung individueller Motivationen, unterteilt in zweckrationales, wertrationales, affektuelles und traditionales Handeln.

IV. Die Gesellschaft: Analyse des sozialen Handelns als Zentrum der Soziologie und die Ableitung konkreter Gesellschaftskategorien wie Vergemeinschaftung, Vergesellschaftung und Kampf.

V. Die Wirtschaft: Übertragung der gesellschaftlichen Kategorien auf ökonomische Begriffe wie Leistung, Güter, Eigentum, Bedarfsdeckung und Erwerbswirtschaft.

VI. Schluss: die eingeschränkte Sphärenautonomie: Zusammenfassung der Erkenntnisse über das in Märkten ablaufende, zweckrational motivierte Handeln und die daraus resultierende ungleiche Verteilung von Nutzleistungen.

Schlüsselwörter

Max Weber, Wirtschaft und Gesellschaft, Soziologie, Soziales Handeln, Verstehen, Idealtypus, Rationalität, Motivation, Appropriation, Vergemeinschaftung, Vergesellschaftung, Kampf, Wirtschaften, Markt, Kapitalismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert ausgewählte Abschnitte aus Max Webers Hauptwerk „Wirtschaft und Gesellschaft“, um eine soziologische Theorie des wirtschaftlichen Handelns zu entwickeln.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die methodologischen Grundlagen Webers, die Typologie sozialen Handelns, die Rolle der Rationalität bei der Motivation und die Einordnung wirtschaftlicher Phänomene in den gesellschaftlichen Kontext.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Trennung zwischen ökonomischer Analyse und gesellschaftlicher Ordnung zu überwinden und aufzuzeigen, wie wirtschaftliche Kategorien als soziales Handeln begriffen werden können.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt die von Weber beschriebene Methode der Idealtypenbildung und der werturteilsfreien, erklärenden Soziologie, um Sinnzusammenhänge menschlichen Handelns zu erschließen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodologische Einordnung, die Analyse von Motivation und Rationalität, die Darstellung der Gesellschaftskategorien sowie die abschließende Anwendung dieser Konzepte auf ökonomische Begriffe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie soziales Handeln, Idealtypus, Rationalität, Appropriation und das Spannungsfeld zwischen Vergemeinschaftung, Vergesellschaftung und Kampf charakterisiert.

Wie unterscheidet Weber zwischen Vergemeinschaftung und Vergesellschaftung?

Weber unterscheidet diese anhand der Art des Zusammenhalts: Während Vergemeinschaftung auf emotionalem oder traditionalem Zusammengehörigkeitsgefühl beruht, basiert Vergesellschaftung auf rational motiviertem Interessenausgleich.

Warum spielt der „Kampf“ eine so wichtige Rolle in der Weberschen Wirtschaftstheorie?

Der Kampf repräsentiert das Marktgeschehen unter der Bedingung der Knappheit von Mitteln, was zu einer sozialen Auslese führt und die ungleiche Verteilung von Ressourcen erklärt.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Wirtschaft in der Gesellschaft
Untertitel
Eine analytische Anwendung von Max Webers soziologischen Grundbegriffen auf die Grundkategorien des Wirtschaftens
Hochschule
Bucerius Law School - Hochschule für Rechtswissenschaften in Hamburg  (Grundlagen des Rechts)
Veranstaltung
Seminar Wirtschaft und Gesellschaft
Note
17 Punkte juristische Benotung
Autor
Hendrik Doobe (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
29
Katalognummer
V174689
ISBN (eBook)
9783640952557
ISBN (Buch)
9783640951963
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Max Weber Wirtschaft und Gesellschaft Rechtssoziologie Rationalität Kategorienlehre
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Hendrik Doobe (Autor:in), 2006, Die Wirtschaft in der Gesellschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/174689
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Leseprobe aus  29  Seiten
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