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Frühförderung. Die heilpädagogische Übungsbehandlung nach von Oy und Sagi

Title: Frühförderung. Die heilpädagogische Übungsbehandlung nach von Oy und Sagi

Seminar Paper , 2003 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nadja Hinze (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Die Methode der Heilpädagogischen Übungsbehandlung wurde von Clara Maria von OY und Alexander Sagi konzipiert. Im Jahre 1975 erschien dazu in erster Auflage das „Lehrbuch der heilpädagogischen Übungsbehandlung“. Mittlerweile existiert es bereits in seiner 10. Auflage.
In ihm werden Erfahrungen und Überlegungen aufgezeigt, wie das Spiel des Kindes als methodische Hilfe für das entwicklungsverzögerte und geistig behinderte Kind eingesetzt werden kann. OY selbst bezeichnet ihre Methode als „Methode mit Herz“, mittels derer bei den Kindern neue Kenntnisse, Fähigkeiten und sinnvolle Verhaltensweisen in Einzel- und Gruppensituationen geweckt, entwickelt und gefestigt werden. Im konzentrierten aufeinander Hören soll unter Berücksichtigung der individuell verschiedenen Möglichkeiten – so wie es die Persönlichkeit des behinderten Menschen unter den gegebenen Umständen verlangt – eine systematische ganzheitliche Förderung erreicht werden. Ein wichtiger Bestandteil ist die Zusammenarbeit mit den Eltern.
In meinen Ausführungen möchte ich das Konzept der Heilpädagogischen Übungsbehandlung nach C.M. Oy und A. Sagi vorstellen. Nach einer allgemeinen Definition gehe ich auf das wesentliche Merkmal ein, dem Spiel. Anschließend wird die Methode der HPÜ differenzierter beschrieben und durch Überlegungen für die Praxis näher beleuchtet. Zum Schluss nehme ich persönlich Stellung zur konzipierten Methode der beiden Autoren des oben aufgeführten Buches.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Was ist HPÜ? – Definition der Heilpädagogischen Übungsbehandlung

2. Wesen und Bedeutung des Spiels für das behinderte und das nichtbehinderte Kind

2.1 Was macht das Spiel zum Spiel? - Definition Spiel

2.2 Für das nichtbehinderte Kind

2.3 Für das behinderte Kind

2.4 Spiel und Übung

2.5 Spiel und Lernen

2.6 Spielformen (nach Schenk-Danzinger)

2.7 Besonderheiten im Spiel des behinderten Kindes

3. Methode der heilpädagogischen Übungsbehandlung

3.1 Voraussetzungen

3.2 Bedingungen für alle Begegnungen in der HPÜ

3.3 Durchführung

4. Praxis der Heilpädagogischen Übungsbehandlung

4.1 Raum – Material – Person – Orientierung

4.2 Methodisch-didaktische Überlegungen

4.3 Auswahl und Einsatz von Spielzeug und Spieltätigkeiten

5. Kritische Überlegungen

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der Heilpädagogischen Übungsbehandlung (HPÜ) nach Clara Maria von Oy und Alexander Sagi auseinander. Das primäre Ziel ist die fundierte Vorstellung dieses Konzepts der Frühförderung, die Erläuterung seiner methodischen Grundlagen sowie eine kritische Reflexion des Ansatzes hinsichtlich aktueller pädagogischer Standards.

  • Grundlagen und Definition der Heilpädagogischen Übungsbehandlung (HPÜ).
  • Bedeutung des Spiels für behinderte und nichtbehinderte Kinder.
  • Methodische Voraussetzungen, Durchführung und praktische Umsetzung.
  • Kritische Analyse des zugrunde liegenden Behinderungs- und Spielbegriffs.
  • Diskussion alternativer Ansätze, insbesondere nach Dieter Lotz.

Auszug aus dem Buch

2.1 Was macht das Spiel zum Spiel? - Definition Spiel

Entwicklungspsychologisch betrachtet zeichnet sich das Spiel des Kindes durch folgende Merkmale aus: Der Sinn des Spiels liegt in sich selbst. Eigene Ideen werden kreativ umgesetzt, was den Spielenden Spaß und Freude bereitet. Kinder spielen von sich aus, d.h. sie sind intrinsisch motiviert. Das Spiel ist jede Tätigkeit, die um ihrer selbst willen getan wird. Es ist dem Entwicklungstand des Kindes entsprechend und ein spontanes und angeborenes Verhalten, was nicht unmittelbar zweckmäßig und lebenserhaltend erscheint. Beim Spielen werden alle Sinne angeregt, das Sozialverhalten geschult wie auch der Umgang mit Erfolg und Misserfolg. Äußerst wichtige Merkmale sind die Zweckfreiheit, die Folgenlosigkeit und der fehlende Leistungsdruck.

Für die Entwicklung des Kindes ist das Spiel von besonderer Bedeutung. Funktionen (motorische, sprachliche, soziale, kognitive) werden entwickelt, Handlungskompetenzen aufgebaut, das Erkennen des Sinns von Erlebnissen und die Verarbeitung von Situationen, Ängsten u.v.m. wird unterstützt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Was ist HPÜ? – Definition der Heilpädagogischen Übungsbehandlung: Dieses Kapitel definiert die HPÜ als Methode zur systematischen Förderung von Kindern mit Behinderungen durch spielerische Interventionen und betont die Bedeutung der Elternarbeit.

2. Wesen und Bedeutung des Spiels für das behinderte und das nichtbehinderte Kind: Es wird die entwicklungspsychologische Bedeutung des Spiels erläutert und aufgezeigt, dass behinderte Kinder oft eine gezielte Unterstützung benötigen, um die spielerische Eigeninitiative zu entwickeln.

3. Methode der heilpädagogischen Übungsbehandlung: Die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für die therapeutische Begegnung werden beschrieben, wobei ein besonderer Fokus auf dem spielerischen, aber gelenkten Charakter der Behandlung liegt.

4. Praxis der Heilpädagogischen Übungsbehandlung: Dieses Kapitel behandelt die konkrete Gestaltung des Umfelds sowie methodisch-didaktische Überlegungen zur Auswahl von Spielmaterialien und Übungssituationen.

5. Kritische Überlegungen: Die Autorin reflektiert kritisch das theoretische Konstrukt der HPÜ, insbesondere die strikte Trennung zwischen behinderten und nichtbehinderten Kindern sowie die Zielformulierung unter Einbeziehung alternativer Ansätze.

Schlüsselwörter

Heilpädagogische Übungsbehandlung, HPÜ, Frühförderung, Spielpädagogik, Behindertenpädagogik, geistige Behinderung, Spieltherapie, Lernförderung, Pädagogik, Sonderpädagogik, Entwicklungspsychologie, spielendes Lernen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert die Heilpädagogische Übungsbehandlung als ein Konzept der Frühförderung für entwicklungsverzögerte und behinderte Kinder.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten gehören das Wesen des Spiels, die methodischen Grundlagen der HPÜ sowie die praktische Gestaltung und kritische Hinterfragung des Konzepts.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das Konzept nach von Oy und Sagi detailliert vorzustellen und die theoretischen Grundlagen sowie den therapeutischen Nutzen kritisch zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode liegt dem Text zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der inhaltlichen Analyse des Lehrbuchs der Heilpädagogischen Übungsbehandlung, ergänzt durch kritische Reflexionen.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil erstreckt sich von der theoretischen Fundierung des Spielbegriffs über die methodischen Voraussetzungen der HPÜ bis hin zur konkreten Praxiseinheit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Text?

Begriffe wie Heilpädagogische Übungsbehandlung, Frühförderung, Spieltherapie und Inklusion sind für das Verständnis der Arbeit zentral.

Wie unterscheidet sich das Konzept nach Lotz von dem von OY/SAGI?

Während OY und SAGI an einem strukturierten, planmäßigen Übungskonzept festhalten, plädiert Lotz für eine Alltagsintegration der HPÜ ohne starre zeitliche oder räumliche Vorgaben.

Welchen Widerspruch sieht die Autorin in der Zielformulierung der HPÜ?

Die Autorin hinterfragt, wie eine "zweckfreie" Tätigkeit wie das Spiel mit einem vorgegebenen Übungsplan und definierten Leistungszielen vereinbar ist, ohne die kindliche Autonomie zu untergraben.

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Details

Title
Frühförderung. Die heilpädagogische Übungsbehandlung nach von Oy und Sagi
College
University of Leipzig  (Förderpädagogik)
Grade
1,0
Author
Nadja Hinze (Author)
Publication Year
2003
Pages
22
Catalog Number
V17476
ISBN (eBook)
9783638220491
ISBN (Book)
9783638645249
Language
German
Tags
Konzept Frühförderung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadja Hinze (Author), 2003, Frühförderung. Die heilpädagogische Übungsbehandlung nach von Oy und Sagi, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17476
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