TV und Internet – eine Gefahr für die demokratische Gesellschaft?

Der Ansatz einer theoretischen Auseinandersetzung zwischen Pierre Bourdieu und John Fiske unter der Bezugnahme des ‚Neuen Mediums‘ Internet.


Hausarbeit, 2010
21 Seiten, Note: 2,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung

1 Theoretische Beziehungen zwischen Medien, Bürgern und der Politik
1.1 John Fiske: Der aktive und versierte TV-Rezipient
1.2 Pierre Bourdieu: TV als Gefahr für Demokratie
1.3 Abwägung der Argumente

2 Moderne Auffassungen von Medien-Demokratie
2.1 Die elektronische Demokratie: Partizipation durch Massenmedien
2.2 Politische Partizipation trotz Medien - das Internet und seine Nachteile

3 Zusammenfassung

4 Literaturverzeichnis

5 Anhang

0 Einleitung

In Ländern wie Italien oder Nordkorea werden Teile der Informationskanäle durch politische Akteure, Parteien oder ganze Regierungen kontrolliert und zensiert. Der entstehende ‚Output‘ stimmt demzufolge nicht mit den realen Ereignissen überein. In anderen Staaten, seien die Medien für das Agenda Setting verantwortlich und würden die Themen der politischen Akteure bestimmen (Vgl. Reporter ohne Grenzen e.V. 2009; vgl. Sarcinelli 2008, S. 40).

“[...] I'm gonna settle on the sofa and turn down the lights, I've got 900 channels, but there's nothing to see, No wonder everybody thinks they should be on TV, We all wanna be famous, Be our face on the screen, Read our name in the papers, Everybody wants to be on TV [...]“ (Musik-Lyrics.com 2010, S. 1)

Dieser Ausschnitt stammt aus dem Lied „ Famous “ von der britischen Rockband Scouting For Girls und könnte die Gedanken einiger Fernsehzuschauer widerspiegeln. Sie konsumieren die Inhalte des Fernsehens und haben den Traum, selbst im ‚Scheinwerferlicht zu stehen‘, obwohl sie keine Talente haben, wie der Songtext verrät (Vgl. Musik-Lyrics.com 2010, S. 1). Aber wo steht die „vierte Gewalt“ in der ‚Trias‘ der politischen Kommunikation von Medien, Gesellschaft und Politik wirklich(Vgl. Sarcinelli 2005, S. 110; vgl. Schemel 2004, S. 23 f.)? Gibt es einen einseitigen Stimulus, arbeiten sie unabhängig voneinander oder sind sie abhängig voneinander? Diese und weitere Fragen sollen in dieser wissenschaftlichen Arbeit unter der folgenden Fragestellung erläutert werden: „TV und Internet - eine Gefahr für die demokratische Gesellschaft? Der Ansatz einer theoretischen Auseinandersetzung zwischen Pierre Bourdieu und John Fiske unter der Bezugnahme des ‚Neuen Mediums‘ Internet“

Strukturell wird zuerst in aller Kürze auf die theoretischen Beziehungen der drei genannten Akteure eingegangen (Vgl. ebd.). Beispielhaft werden die Perspektiven der Wissenschaftler Pierre Bourdieu und John Fiske eingenommen. Beide stehen sich konträr gegenüber, wenn es um das Fernsehen und seine Wirkungen auf den Bürger und die Politik geht. Nach Fiske wird der TV-Rezipient aktiv und übernimmt u. a. die Selektion. Bourdieu hingegen sieht in diesem Medium eine reale Gefahr für die Demokratie. Es folgen aktuelle Auffassungen im Bezug auf das Internet, da dieses im Begriff ist, zum Leitmedium zu avancieren. Einige Vor- und Nachteile dessen werden in den letzten beiden Abschnitten benannt, um diese abschließend zu bewerten und die Fragestellung in der Zusammenfassung zu beantworten.

1 Theoretische Beziehungen zwischen Medien, Bürgern und der Politik

Die drei Elemente der folgenden Betrachtung befinden sich in einer gegenseitigen Wechselbeziehung: Medien, Bürger als ‚Vertreter der Gesellschaft‘, sowie die Politik sind voneinander abhängig und bedingen einander (Siehe Abb. 1; vgl. Schemel 2004, S. 23 f.). Die (Massen-)Medien wirken durch ihre grundsätzliche Aufgabe der Informationsübermittlung auf die Menschen ein; teilweise in einer Art ‚Informationsflut‘ oder wie Fiske es nennt: „Bedeutungsüberschuss, den es nicht aufhören kann zu produzieren.“ (Fiske 1989, S. 249). Die Menschen wiederum konsumieren diese je nach Stärke und Richtung der Stimuli und je nach Selektion der Information. Dabei gibt es zwei Hypothesen, die in den zwei folgenden Abschnitten erläutert werden: Zum einen geht John Fiske davon aus, dass der Rezipient als Teil des ‚Publikums‘ aktiv und gewillt aus den Massenmedien, vor allem bezogen auf den Fernsehkonsum, auswählt (Vgl. Fiske 2003). Zum anderen meint Pierre Bourdieu, dass Medien eine Gefahr für die Demokratie darstellen, weil die Menschen dem Willen und den Zielen dieser (wehrlos) ausgesetzt sind (Vgl. Bourdieu 1998).

1.1 John Fiske: Der aktive und versierte TV-Rezipient

John Fiske ist ein britischer Medienwissenschaftler, der den Schwerpunkt seiner Aussagen im Artikel „Augenblicke des Fernsehens“ im Kursbuch Medienkultur auf das Medium Fernsehen legt. Seiner Grundthese nach gibt es weder den Bildschirm als Text, noch das Publikum als Ganzes. Laut Fiske existieren ausschließlich „aktive, erfahrene und, was das Fernsehen angeht, versierte Zuschauer“ (Fiske 1989, S. 242), die wissentlich aus dem Angebot auswählen und es gibt die „die Prozesse des Fernsehens“ (ebd., S. 235). Fernsehen ist für ihn im Allgemeinen die Herstellung von Bedeutungen und Vergnügen (Vgl. ebd). Er schließt dementsprechend nicht das Kompositum „infotainment“ von Neil Postman in „ Wir amüsieren uns zu Tode “ (Vgl. Postman 1985) aus. Als Subkultur nimmt dieses einen geringen Anteil ein, da der Zuschauer über Macht verfügt, um eine eigene Kultur zu schaffen. Dieser Kreation sind durch ein ‚abgestecktes‘ Terrain Grenzen gesetzt, welche durch die Medien festgelegt werden und variieren können. Somit wäre der Zuschauer den Medien nicht vollkommen unterworfen (Vgl. Fiske 2003, S. 235 f.).

Fiske stellt die gesellschaftliche Erfahrung und das Verstehen eines Textes auf eine Ebene (Vgl. ebd, S. 237). Dies würde für die ‚Trias‘ der Kommunikation bedeuten, dass beide Systeme große Schnittmengen aufweisen (Vgl. Schemel 2004, S. 23 f.). Der Bürger könnte sich über beide Wege informieren. Die Technik würde semiotische Erfahrung liefern, also durch Zeichen überlieferte Kultur, die der Rezipient aktiv aufnehmen muss. Dem gegenüber würde die Realität stehen. Beide Komponenten unterscheiden sich durch ihre Ökonomie. Das Fernsehen scheint ‚gratis‘ zu sein, egal wie viel und wie oft man es konsumiert. Im krassen Gegensatz dazu steht die reelle Kultur mit ihren vielfältigen Angeboten, die jedoch meist pro Rezeption und pro Rezipient erworben werden müssen (Vgl. ebd., S. 246 ff.). Die beidseitig große Auswahl verhilft dem Bürger zu einer Verbesserung seiner Stellung in diesem ‚wirtschaftlichen Status Quo‘. Hier nimmt Fiske auch Bezug auf „Bourdieus Theorie des kulturellen Kapitals“ (Fiske 1989, 239). Diese besagt, dass eine bevorteilte Minderheit die Macht innehat und versucht, die Kultur der Wirtschaft anzugleichen. Fiske hinterfragt sie eher, als dass er ihr vollkommen widerspricht, da er den Zuschauer nicht mehr als Konsument, sondern vielmehr als Produzent ansieht (Vgl. ebd., S. 238 f.).

Der Medienwissenschaftler bleibt bei den Elementen des ‚Dreieckmodells‘ (Vgl. Schemel 2004, S. 23 f.): Er vertritt die These, dass die finanzielle Ökonomie die Politik kontrolliert und diese das Publikum daher als reine Ware ansieht. Die politische Ökonomie könne die Rezipienten nicht vollkommen erfassen und somit auch nicht die unterschiedlichen Bedeutungen dieser erkennen. Ihr fehle eine produktive Aktivität, um zu verstehen, dass der Text Vergnügen bereitet, aber auch eine ‚Kampfarena der Macht‘ sein kann. Fiske schreibt der kulturellen Ökonomie mehr Macht zu als der politischen. Grund dafür seien die unterschiedlichen Auffassungen: Der Industrie reichen einige wenige Qualitätsprodukte, das Publikum jedoch zwingt die Kultur zu mehr Variantenreichtum (Vgl. Fiske, S. 240 ff.).

Grundsätzlich gilt: Das Fernsehen produziert Texte. Die Aufgabe der Zuschauer ist es, Bedeutung zu diesen zu produzieren, indem sie „neue diskursive Kompetenzen“ (Fiske 1989, S. 241) erwerben: „[…] Sie bietet vielmehr provokative Zwischenräume an, in denen der oder die Fernsehzuschauerin seine oder ihre bereits entwickelten Kompetenzen zur Anwendung bringen kann.“ (Fiske 1989, 241)

Dieses Zitat erinnert an die wissenschaftliche Vorgehensweise beim Verstehen von Texten, der Hermeneutik.1 Die Menschen konsumieren Inhalte, verstehen diese durch ihr bereits vorhandenes Wissen über dieses Medium und seine Inhalte, hinterfragen diese und häufen neues ‚Know-How‘ über das Fernsehen an. Dieser Kreislauf ließe sich bei der Vielzahl der Angebote beliebig fortsetzen (Vgl. Gudjons 2008a, S. 56 ff.). Nach Ulrike C. Wasmuht könne „[…] menschliches Bewußtsein [sic!] und Handeln nur mittels der interpretativen Methode, der Hermeneutik, analysiert werden [..]“ (Wasmuht 2008, S. 433; siehe Abb. 2). Da die Untersuchungsobjekte Rezipienten sind, könnte ihre Einschätzung somit zutreffen. Diese Intertextualität beschreibt auch Fiske in „Augenblicke des Fernsehens“, indem er das Beispiel der Krimiserien heranzieht: Man kann Morde nur verstehen, wenn man das Genre erkennt. Anderweitig würden sie keinen Sinn ergeben. Dieser Zusammenhang wird u. a. durch Sekundärbeziehungen geschaffen, die über Primärtexte berichten. Erstere geben den Zuschauern die Sicherheit über die Bedeutungsmacht zu verfügen (Vgl. Fiske 1989, S. 244 ff.). Ihre Partizipation schaffe erst den Sinn: „Der Genuß [sic!], Bedeutungen zu erschaffen, ist weitaus höher als der, sie fertig geformt vorzufinden.“ (Fiske 1989, S. 245). Hinzukommt die „mündliche Kultur“, wie Fiske den ‚Klatsch‘ und ‚Tratsch‘ über die Sendeinhalte nennt und die Menschen ihr Verhalten somit gegenseitig beeinflussen (Stichwort ‚Positive Rückkopplung‘) (Vgl. ebd., S. 243 ff.).

Es treten im Zeitalter der „Neuen Medien“ verschiedene Ebenen des menschlichen Handelns auf, die es zu unterscheiden gilt. Herbert Gudjons, Professor an der Fakultät für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft an der Universität Hamburg (Vgl. Gudjons 2008b, S. 1), vertritt auch in diesem Punkt Fiskes Meinung:

„Die Vielzahl der modernen Medien (vom Fernseher über das Handy bis zum Computer und zum Internet) […] trägt auch zur explosionsartigen Verbreitung von Informationen und damit zur Herstellung einer neuen Art von Öffentlichkeit bei. Das Bild der Welt und unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit werden wesentlich durch die Medien »gemacht« […]“ (Gudjons 2008a, S. 371)

Die Unterscheidung zwischen den zwei Ebenen erfordere Erfahrung und Kognition, da die Grenzen zwischen Repräsentation und Wirklichkeit immer mehr ineinander übergehen und sich gegenseitig ergänzen. Um dem Zuschauer diese Entscheidung so schwer wie möglich zu machen, wurde der »Live«-Charakter ‚erfunden‘. Der Zuschauer wisse zwar (meist), dass es sich um aufgezeichnetes Material handelt, aber es scheint doch vor allem bei Serien, als würde es ein ‚offenes Ende‘ geben, das der Zuschauer beeinflussen könnte (Vgl. Fiske 2003, S. 247 ff.). „Das Fernsehen hat keinen Autor im Sinne von Autorität.“ (Fiske 1989, S. 247). Das Erlebnis ‚live dabei‘ zu sein, erzeugt eine andere Spannung - nach Hitchcock die Suspense (Vgl. Truffaut 2003, S. 64). Diese Ungewissheit nach der Frage „Was passiert als nächstes“, hält die Aufmerksamkeit des Rezipienten aufrecht (Vgl. Fiske 1989, S. 247). Fiske drückt diese Gegensätzlichkeit folgendermaßen aus:

„Die Widersprüche zwischen der »Stimme der Autorität« und dem »Imperativ des Wirklichen« halten die Nachrichten und den Sport sehr wohl im Modus der »Produktionsweise« des Fernsehens.“ (Fiske 1989, S. 248)

Es liegt somit im Rahmen dessen, was das Fernsehen ausmacht. Beide Seiten gehören zum Medium und werden vom Zuschauer angenommen. Demzufolge ist das moderne Publikum fernsehkundig und erfährt durch seine Aktivität einen mehr demokratischen, als autokratischen, Charakter (Vgl. ebd.).

Der britische Medienwissenschaftler unterschlägt auch keine Gegenargumente: „Feuer argumentiert, daß [sic!] es eben dieser Überschuß [sic!] dem Fernsehzuschauer gestattet, einen Gegen-Text herzustellen.“ (Fiske 1989, S. 250). Widersprüche sind nach Feuer und auch Fiske ‚erlaubt‘ und sogar ‚erwünscht‘, da ein Denkprozess beim Zuschauer ausgelöst wird (oder werden soll). Dieses Einbeziehen sei eine notwendige Pflicht, wenn es als Leitmedium Bestand haben wolle. Weiterhin sei sie dem Willen des Volkes unterworfen, weil dieses über Lektüreverhältnisse entscheidet (Vgl. ebd., S. 251).

1.2 Pierre Bourdieu: TV als Gefahr für Demokratie

„Das Buch von Pierre Bourdieu über das Fernsehen und dessen Wirkungsweise war selbst ein Fernsehereignis.“ (Bourdieu 1998, S. 2)

Bourdieu war französischer Soziologe und Professor am College de France in Paris.2 Er deckte die ‚Nachteile‘ des Mediums Fernsehen in zwei Vorlesungen auf, die ebenso über dieses ausgestrahlt wurden (Vgl. ebd.). Inhaltlich ging es um Strukturen und Mechanismen im Hintergrund und die Strahlkraft auf andere Bereiche. Ziel des Autors war es, auf diesem ungewöhnlichen Weg mehr Menschen zu erreichen und somit folgende These zu erläutern:

[...]


1 In der praktischen Anwendung wird diese Vorgehensweise auch „Hermeneutischer Zirkel“ genannt. 5

2 „Das 1529 gegründete College de France stellt heute den Gipfel der institutionalisierten Wissenschaft in Frankreich dar, ein Pantheon von Nobelpreisträgern (in den Naturwissenschaften) und anderer Leuchten ihres jeweiligen Faches. Seit 1981 hat Pierre Bourdieu hier den Lehrstuhl für Soziologie inne. (A. d. Ü.)“ (Bourdieu 1998, S. 9).

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
TV und Internet – eine Gefahr für die demokratische Gesellschaft?
Untertitel
Der Ansatz einer theoretischen Auseinandersetzung zwischen Pierre Bourdieu und John Fiske unter der Bezugnahme des ‚Neuen Mediums‘ Internet.
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaften)
Veranstaltung
4.2 Medientheorie II
Note
2,7
Autor
Jahr
2010
Seiten
21
Katalognummer
V174774
ISBN (eBook)
9783640954339
ISBN (Buch)
9783640954193
Dateigröße
537 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Schlagworte
Medientheorie, Medien, Theorie, TV, Fernsehen, Internet, Hausarbeit, demokratische Gesellschaft, Demokratie, Gesellschaft, Pierre Bourdieu, Pierre, Bourdieu, John, Fiske, John Fiske, Neue Medien, Netz, www, World Wide Web, Cyberspace, theoretische Auseinandersetzung, Auseinandersetzung, Bürger, Politik, aktive Rezipient, versierte Rezipient, Gefahr für Demokratie, TV als Gefahr, Fernsehen als Gefahr, elektronische Demokratie, Partizipation, Massenmedien, Politische Partizipation, Internetnutzer, User, Internetuser, Petition, virtueller Parteitag, virtuell, Mediokratie, Mediendemokratie, Gefahr, Chance, Internet im Bundestagswahlkampf, Internet im Wahlkampf, Bürgernetze, Selbststeuerung, selbstgesteuertes Internet, Demokratie und Internet, Augenblicke des Fernsehens, Weder Text noch Publikum, Medienkultur, Über das Fernsehen, Web 2.0, Web 1.0, Studivz, Plattformen, Soziale Netzwerke
Arbeit zitieren
Christian Bach (Autor), 2010, TV und Internet – eine Gefahr für die demokratische Gesellschaft?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/174774

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