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Die institutionalistische Schule der Internationalen Beziehungen

Title: Die institutionalistische Schule der Internationalen Beziehungen

Essay , 2009 , 7 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Julian Ostendorf (Author)

Politics - Region: Other States
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Das Essay fasst die bestehenden Ansätze der institutionalistischen Schule zusammen und analysiert diese anhand eines empirischen Beispiels: des Ozonschutz-Regimes; sowie deckt Stärken und Blindstellen der Theorie auf.

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Inhaltsverzeichnis

1. Herkunft und zeitliche Entwicklung des Institutionalismus

2. Grundannahmen des Institutionalismus

2.1 Regimetheorie (utilitaristische Institutionalismus)

2.2 „The Anarchical Society“ (normativer Instituionalismus)

3. Erklärung der internationalen Beziehungen mit Hilfe der institutionalistischen Denkschule

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Dieser Essay verfolgt das Ziel, die institutionalistische Schule der Internationalen Beziehungen darzustellen, ihre theoretischen Grundlagen zu erläutern und ihre Erklärungsleistung anhand von Fallbeispielen kritisch zu hinterfragen.

  • Historische Genese und Einordnung des Institutionalismus im Spektrum der internationalen Theorien.
  • Unterscheidung zwischen Regimetheorie (utilitaristisch) und normativ geprägten Ansätzen.
  • Die Rolle internationaler Kooperation zur Überwindung von Anarchie.
  • Analyse der Wirksamkeit von Regimen am Beispiel des internationalen Umweltschutzes.
  • Kritische Reflexion der Grenzen der Theorie bei nicht-rationalen Politikfeldern wie dem Menschenrechtsschutz.

Auszug aus dem Buch

2.1 Regimetheorie (utilitaristische Institutionalismus)

In den siebziger Jahren herausarbeitete Robert O. Keohane die Regimetheorie: „Internationale Regime sind norm- und regelgeleitete Formen der internationalen Kooperation zur politischen Bearbeitung von Konflikten in verschiedenen Bereichen der internationalen Beziehungen“. Regime führen zur Reduktion der Transaktionskosten zwischen den Saaten und bewirken ein beidseitiges Geben und Nehmen für alle Beteiligten. Die Kontrollen innerhalb der Regime tragen zu einem höheren Vertrauen zwischen den Staaten bei. Die neuen institutionalistischen Ansätze der Regimetheorie fassen den Begriff Institution viel breiter als vorher auf. Eine Institution muss nicht unbedingt eine Organisation oder eine Verwaltung mit Gebäuden, Satzung und Haushalt darstellen. Eine Institution ist ein „Satz von Gewohnheiten und Praktiken, die auf Verwirklichung gemeinsamer Ziele ausgerichtet sind“.

Bis in die neunziger Jahre bezeichneten sich die Begründer der Regimetheorie als „neoliberal institutionalists“. Seitdem sich der Liberalismus zur eigenständigen Herausforderung des Realismus entwickelte, wird die Regimetheorie dem Institutionalismus zugerechnet.

Der Institutionalismus unterscheidet sich vom Realismus im Wesentlichen dadurch, dass Interdependenz und Regime als zwei wichtige Strukturmerkmale, die die Auswirkungen der internationalen Anarchie überwinden können. Die Interdependenz (die wechselseitige Abhängigkeit der Staaten voneinander) schwächt zum einen den Nutzen militärischer Gewalt ab, zum anderen erhöht sie den Bedarf an internationaler Kooperation.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Herkunft und zeitliche Entwicklung des Institutionalismus: Dieses Kapitel verortet den Institutionalismus innerhalb der Debatten der Internationalen Beziehungen und skizziert seine Abgrenzung zu Realismus und Idealismus.

2. Grundannahmen des Institutionalismus: Hier werden die theoretischen Säulen der Regimetheorie sowie der normative Ansatz der "Anarchical Society" systematisch eingeführt.

3. Erklärung der internationalen Beziehungen mit Hilfe der institutionalistischen Denkschule: Dieses Kapitel prüft die Anwendung der Theorie auf aktuelle Phänomene und diskutiert ihre Grenzen an Praxisbeispielen wie dem Umweltschutz und der Menschenrechtspolitik.

Schlüsselwörter

Institutionalismus, Internationale Beziehungen, Regimetheorie, Kooperation, Anarchie, Interdependenz, Umweltschutz, Menschenrechte, Transaktionskosten, Neoliberaler Institutionalismus, Rationalismus, Konstruktivismus, Internationale Organisationen, Normen, Nutzenkalkül

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine fundierte Analyse des Institutionalismus als eine der zentralen Denkschulen in der Theorie der Internationalen Beziehungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Entstehung von Kooperation unter anarchischen Bedingungen, die Rolle von internationalen Regimen und die theoretischen Unterschiede zwischen utilitaristischen und normativen Ansätzen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Funktionsweise internationaler Institutionen aufzuzeigen und kritisch zu prüfen, inwiefern sie staatliches Handeln in einer Welt ohne zentrale Autorität erklären können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoriegeleitete politikwissenschaftliche Analyse, die theoretische Grundlagen mit empirischen Fallbeispielen verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Grundannahmen der Regimetheorie und des normativen Institutionalismus sowie die praktische Anwendung dieser Konzepte auf die globale Umweltpolitik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Institutionalismus, Regimetheorie, Kooperation und Interdependenz geprägt.

Wie unterscheidet sich die Regimetheorie von anderen Ansätzen im Kontext der Umweltpolitik?

Die Regimetheorie betrachtet Regime als Mittel, um Transaktionskosten zu senken und durch institutionalisierte Regeln ein stabiles Kooperationsergebnis zu erzielen, selbst bei egoistischen Akteuren.

Warum ist der Institutionalismus laut Autor für den Bereich der Menschenrechte nur bedingt anwendbar?

Der Autor argumentiert, dass der Institutionalismus auf einem rationalen Nutzenkalkül basiert; da der Schutz von Menschenrechten in anderen Staaten oft keinen unmittelbaren materiellen Vorteil bietet, stößt das rein nutzenorientierte Erklärungsmodell hier an seine Grenzen.

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Details

Title
Die institutionalistische Schule der Internationalen Beziehungen
College
Technical University of Darmstadt  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Internationale Beziehungen I
Grade
1,7
Author
Julian Ostendorf (Author)
Publication Year
2009
Pages
7
Catalog Number
V174802
ISBN (eBook)
9783640955350
ISBN (Book)
9783640955664
Language
German
Tags
schule internationalen beziehungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julian Ostendorf (Author), 2009, Die institutionalistische Schule der Internationalen Beziehungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/174802
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