Die Seminararbeit untersucht die Rezeption Friedrich Hölderlins anhand von drei exemplarischen Medientypen und zeigt, wie sich die Wahrnehmung und Interpretation seines Werks im Wandel unterschiedlicher historischer und gesellschaftlicher Kontexte verändert hat. Im Mittelpunkt stehen die Hölderlin-Rezeption im Theater der 1930er-Jahre während des Nationalsozialismus, die filmische Umsetzung im DEFA-Spielfilm "Hälfte des Lebens" (1985) sowie aktuelle Formen der Rezeption in sozialen Medien anlässlich des 250. Geburtstags des Dichters.
Auf Grundlage medienwissenschaftlicher Ansätze werden die jeweiligen medialen Besonderheiten sowie die politischen und kulturellen Rahmenbedingungen analysiert. Ergänzend fließen Beobachtungen aus einer Reise zu wichtigen Hölderlin-Orten entlang des Neckars ein, bei der insbesondere moderne Ausstellungs- und Vermittlungskonzepte sowie digitale Begleitangebote untersucht wurden.
Die Arbeit verdeutlicht, dass Friedrich Hölderlins Werk über verschiedene Epochen hinweg immer wieder neu interpretiert, medial inszeniert und für unterschiedliche gesellschaftliche Diskurse nutzbar gemacht wird. Sie verbindet Literatur-, Medien- und Kulturwissenschaft zu einer vergleichenden Analyse des Rezeptionswandels.
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- Lilli Bernitzki-Ash (Autor), 2020, Die Hölderlinrezeption in den Medien, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1749374