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Das Definitionsproblem der Kategorie „Text“ am Beispiel der sieben Textualitätskriterien von R.-A. de Beaugrande und W. U. Dressler

Title: Das Definitionsproblem der Kategorie „Text“ am Beispiel der sieben Textualitätskriterien von R.-A. de Beaugrande und W. U. Dressler

Term Paper , 2009 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anonym (Author)

French Studies - Linguistics
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Seit Beginn der 70er Jahre, der pragmatischen Wende1, sehen sich Sprachwissenschaftler, aus dem Bereich der Textlinguistik, erneut mit der Aufgabe konfrontiert, eine adäquate Definition für den Begriff „Text“ zu formulieren. Diese Definition soll vor allem aufzeigen, welche Merkmale die Textualität eines Textes kennzeichnen und die einen Text von einem 'Nicht- Text' unterscheiden. Jedoch ist es der Textlinguistik, bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt, noch nicht gelungen, sich auf eine einheitliche Definition der Kategorie „Text“ zu verständigen.
De Beaugrande und Dressler, nennen sieben Kriterien der Textualität, die eine Unterscheidung zwischen Text und 'Nicht-Text' ermöglichen sollen. Diese, bereits in die wissenschaftliche Diskussion integrierten Merkmale bilden die Grundlage der vorliegenden Ausarbeitung. So werden zum einen die Kriterien selbst thematisiert und anhand von Beispielen veranschaulicht, zum anderen wird ihre Relevanz als Merkmal der Textualität überprüft. Auch das Definitionsproblem des Begriffs „Text“ wird Bestandteil dieser Arbeit sein.

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Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung

2.0 Definitionsproblem der Kategorie „Text“

3.0 Kriterien der Textualität

3.1 Kohäsion

3.2 Kohärenz

3.3 Intentionalität

3.4 Akzeptabilität

3.5 Informativität

3.6 Situationalität

3.7 Intertextualität

4.0 Fazit

5.0 Résumé

6.0 Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Definitionsproblem des Begriffs „Text“ und hinterfragt die von R.-A. de Beaugrande und W. U. Dressler postulierten sieben Kriterien der Textualität auf ihre Eignung, einen Text eindeutig von einem Nicht-Text abzugrenzen.

  • Die theoretische Herleitung und Problematik des Textbegriffs
  • Die detaillierte Analyse der sieben Textualitätskriterien
  • Die kritische Prüfung der Ausschließlichkeit dieser Kriterien
  • Die Debatte um die Prototypentheorie in der Textlinguistik
  • Die Bedeutung von Kontext, Weltwissen und Rezipienten-Perspektive

Auszug aus dem Buch

3.2 Kohärenz

Ihr zweites Merkmal der Textualität ist die Kohärenz. Es meint die Herstellung der semantischen Einheit des Textes durch die Aktivierung von Konzepten und der Beziehungen zwischen diesen, die unter der Oberflächenstruktur eines Textes liegen, und umfasst „[...] semantisch-kognitive Aspekte von Texten wie Kausalitäts-, Referenz- und Zeitbeziehungen [...]“ Sie definieren ihr zweites Kriterium der Textualität folgendermaßen:

„Kohärenz ist [...] das Ergebnis kognitiver Prozesse der Textverwender. Die bloße Auseinandersetzung von Ereignissen und Situationen in einem Text aktiviert Operationen, welche Kohärenzrelationen erzeugen oder ins Bewusstsein zurückrufen.“

Demzufolge geht das Merkmal „Kohärenz“ über die rein sprachliche Ebene hinaus, denn der Rezipient muss Konzepte und Relationen zwischen diesen erkennen können. Christina Gansel und Frank Jürgens verdeutlichen an einem Beispiel, dass die Sinnkontinuität ein vermeintlich unabdingbares Kriterium der Textualität darstellt: Es war bitter kalt. Peter ist der größte Idiot. Nichts fiel ihm ein. Aber es war ein toller Sommer.

In diesem Fall erscheint die Satzfolge dem Rezipienten absurd und er kann keinen Sinnzusammenhang erkennen. Bei der Folge von nur zwei Sätzen ist der Rezipient allerdings in der Lage einen Zusammenhang zwischen diesen herzustellen. Vater veranschaulicht dieses Phänomen an den folgenden Sätzen: Es regnet. Gib mir die Bibel!

Zusammenfassung der Kapitel

1.0 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das anhaltende Problem der Textdefinition in der Linguistik und führt die sieben Kriterien der Textualität von de Beaugrande und Dressler als Untersuchungsgrundlage ein.

2.0 Definitionsproblem der Kategorie „Text“: Dieses Kapitel erörtert die historische und etymologische Herkunft des Textbegriffs und diskutiert die Schwierigkeiten, eine trennscharfe Definition zwischen Text und Nicht-Text zu finden.

3.0 Kriterien der Textualität: Hier werden die sieben Kriterien (Kohäsion, Kohärenz, Intentionalität, Akzeptabilität, Informativität, Situationalität, Intertextualität) einzeln vorgestellt und kritisch auf ihre Funktion als Trennmerkmale geprüft.

4.0 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die sieben Kriterien nicht als absolute Ausschlusskriterien taugen, sondern eher als Beschreibungsdimensionen für prototypische Texte dienen.

5.0 Résumé: Eine Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse in französischer Sprache.

6.0 Bibliographie: Ein Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Fachliteratur.

Schlüsselwörter

Textlinguistik, Textualität, Kohäsion, Kohärenz, Intentionalität, Akzeptabilität, Informativität, Situationalität, Intertextualität, Definitionsproblem, Textdefinition, Prototypentheorie, Kommunikation, Sprachwissenschaft, Text

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Schwierigkeit, den Begriff „Text“ innerhalb der Sprachwissenschaft eindeutig zu definieren und untersucht kritisch die sieben Textualitätskriterien nach de Beaugrande und Dressler.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Im Zentrum stehen die theoretischen Grundlagen der Textlinguistik, die Analyse der sieben Kriterien sowie die Diskussion über die Grenzen zwischen Text und Nicht-Text.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, dass die von de Beaugrande und Dressler postulierten Kriterien keine absoluten Trennmerkmale sind, sondern vielmehr flexibel als Dimensionen zur Beschreibung von Texten verstanden werden sollten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin wählt einen analytischen Ansatz, bei dem bestehende linguistische Definitionen und Kriterien anhand von Beispielen und Gegenbeispielen (z.B. aus der Literatur oder Alltagskommunikation) kritisch auf ihre praktische Anwendbarkeit überprüft werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Untersuchung jedes der sieben Kriterien, wobei für jedes Kriterium Fachmeinungen zitiert und durch Praxisbeispiele veranschaulicht wird, warum eine strikte Anwendung problematisch ist.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt am besten beschreiben?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Textlinguistik, Textualität, Kohäsion, Kohärenz und den weiteren fünf Kriterien sowie der Prototypentheorie klassifizieren.

Warum wird das Kriterium der Akzeptabilität als besonders subjektiv eingestuft?

Es wird als besonders subjektiv angesehen, da es als einziges Kriterium direkt von der Einstellung, Erwartung und dem mentalen Zustand des jeweiligen Rezipienten abhängt.

Wie gehen de Beaugrande und Dressler mit dem Problem der „Inkohärenz“ in Texten um?

Die Arbeit zeigt auf, dass de Beaugrande und Dressler ihre strikten Feststellungen teilweise relativieren mussten, da auch Texte ohne offensichtliche Kohärenz oder Informativität von Rezipienten als solche anerkannt werden können.

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Details

Title
Das Definitionsproblem der Kategorie „Text“ am Beispiel der sieben Textualitätskriterien von R.-A. de Beaugrande und W. U. Dressler
College
Christian-Albrechts-University of Kiel
Grade
1,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2009
Pages
18
Catalog Number
V174991
ISBN (eBook)
9783640957873
ISBN (Book)
9783640958122
Language
German
Tags
Text Kategorie Beaugrande Dressler Textualitätskriterien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2009, Das Definitionsproblem der Kategorie „Text“ am Beispiel der sieben Textualitätskriterien von R.-A. de Beaugrande und W. U. Dressler, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/174991
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