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Schule als Familienproblem

Titel: Schule als Familienproblem

Hausarbeit , 2007 , 12 Seiten

Autor:in: Sandra Müller (Autor:in)

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Bildung und Ausbildung hat in der heutigen Zeit einen erheblichen Stellenwert eingenommen. Es lässt sich kaum ernsthaft bestreiten, dass ein möglichst guter Schulabschluss und eine möglichst hochwertige Berufsausbildung eine wichtige Voraussetzung für beruflichen Erfolg sind und die Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern. Besonders in Anbetracht der Arbeitslosigkeit und den mangelnden Lehrstellen ist eine durchschnittliche Bildung kein Garant mehr für eine erfolgreiche berufliche Karriere. Die Bedeutung eines guten Schulabschlusses ist sowohl den Eltern als auch den Kindern klar . 55% der Eltern im Osten und 33% der im Westen lebenden Bundesbürger haben Angst, dass ihr Kind keinen Ausbildungsplatz bekommt. Nur 30% der Bundesbürger halten die Fähigkeiten der Schüler nach Schulabschluss für ausreichend . Für einen guten Schulabschluss muss jedoch einiges geleistet werden. Neben regelmäßigem Lernen, Hausaufgaben, Klassenarbeiten, Prüfungen und anderen Bewertungen, was von den Schülern abverlangt wird, müssen auch die Eltern sich aktiv in den Prozess mit einbringen und die Kinder unterstützen. Sie beraten und motivieren, sie trösten und loben, helfen beim Lernen oder bei den Hausaufgaben, gehen zu Elternsprechtagen und Elternabenden. Schule betrifft also nicht nur die Kinder sondern die ganze Familie und kann auch schnell zu einem Familienproblem werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Familie und Schule

2.1 Funktion und Ziele von Schule

2.2 Ziele und Aufgaben der Eltern

2.3 Spannungsverhältnis

3. Belastungen und Probleme durch die Schule

3.1 Leistungsanforderungen und Leistungsdruck

3.2 Lernschwierigkeiten

3.3 Schüler als Pendler zwischen Familie und Schule

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das komplexe Spannungsfeld zwischen der Institution Schule und dem familiären Umfeld. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie schulische Anforderungen, Leistungsdruck und Lernschwierigkeiten als Belastungsfaktoren die Dynamik innerhalb der Familie beeinflussen und welche Folgen sich daraus für die psychische und soziale Entwicklung des Kindes ergeben.

  • Strukturelle Konfliktpotenziale zwischen Schule und Elternhaus
  • Die Auswirkungen schulischer Selektion und Leistungsbewertung auf das Familienleben
  • Herausforderungen durch Lernschwierigkeiten wie Dyskalkulie oder Lese-Rechtschreib-Schwäche
  • Die Rolle des Kindes als "Pendler" zwischen zwei unterschiedlichen Lebenswelten
  • Empfehlungen für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zur Förderung des Kindeswohls

Auszug aus dem Buch

3.3 Schüler als Pendler zwischen Familie und Schule

Unter 1.3 wurde an Hand der Abbildung 1 bereits erläutert, dass Schüler permanent im Überschneidungsbereich von Schule und Familie stehen. Ihre Sozialisation ist von der strukturellen Verschiedenheit dieser beiden „Institutionen“ bestimmt. Die Schulkinder pendeln regelmäßig mindestens an 5 Tagen in der Woche zur Schule und wieder zurück nach Hause. Der Weg erfordert Zeit und häufig auch die Benutzung von Verkehrsmitteln. Neben diesem ganz banalen Sachverhalt hat der Schulweg jedoch auch einen wichtigen psychologischen Aspekt. Er ist die Phase der Einstellung und Umstellung von der familiären Situation auf die schulische und umgekehrt. Es vollzieht sich dabei ein Wechsel zwischen zwei verschiedenen Lebenswelten mit unterschiedlichen Tätigkeiten, Bezugspersonen, Verhaltensrichtlinien und Sozialkontakten. Jeden Tag muss dieser Wechsel in die andere Lebenswelt auf sich genommen, verarbeitet und überwunden werden.

Die Verhaltensweisen müssen jeweils neu angepasst und auseinandergehalten werden, damit Schule und Familie zwei getrennte „Institutionen“ bleiben. Trotz aller Bemühungen und verschiedener angelernter Rollenkonstellationen kommt es eigentlich immer zu einer Vermischung der Systemgrenzen. Die Schule setzt sich in der Freizeit fort. Sei es durch Hausaufgaben, Vorbereitung auf eine Klassenarbeit, Nachhilfe oder Gespräche bzw. Konflikte über die Schule. Probleme bietet auch der mangelnde Informationsaustausch von Schule und Familie und der gegenseitigen nur geringen Steuerungs- und Kontrollmöglichkeit. Es kann also vorkommen, dass die Schüler neben ihren Hausaufgaben o.ä. noch viele Aufgaben im Haushalt zu bewerkstelligen haben und sie sich damit überfordert sehen. Die Folge ist, dass entweder die Hausaufgaben nicht mehr vollständig gemacht werden oder es zu Konflikten in der Familie kommt. Die Eltern haben ihre familiären Anforderungen und haben nur wenig Verständnis für die schulischen Belange und die Schule sieht nur die nicht gemachten Hausaufgaben. Der Schüler steckt also in einem Dilemma, dem er nur schwer entgehen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den hohen Stellenwert von Bildung und Ausbildung sowie die daraus resultierenden Erwartungen an Kinder und Eltern in einem kompetitiven Umfeld.

2. Familie und Schule: Dieses Kapitel definiert die Aufgaben und Ziele beider Institutionen und legt dar, warum ihr Aufeinandertreffen strukturell in ein Spannungsverhältnis mündet.

3. Belastungen und Probleme durch die Schule: Hier werden die konkreten Belastungsfaktoren wie Leistungsdruck, spezifische Lernschwierigkeiten und die Pendlerrolle der Kinder zwischen den Systemen detailliert analysiert.

4. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die negativen Auswirkungen für alle Beteiligten zusammen und plädiert für Empathie und eine kooperative Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule.

Schlüsselwörter

Schule, Familie, Erziehung, Leistungsdruck, Leistungsbewertung, Allokationsfunktion, Sozialisation, Lernschwierigkeiten, Dyskalkulie, Legasthenie, Systemgrenzen, Schulalltag, Elternhaus, Bildungserfolg, Kindeswohl

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit analysiert, wie die Anforderungen und Belastungen des Schulalltags auf das Familienleben einwirken und welche Probleme im Miteinander von Schule und Elternhaus entstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit fokussiert sich auf die funktionale Rolle der Schule (Selektion/Sozialisation), die Erwartungen der Eltern an den Schulerfolg und die daraus resultierenden psychischen Belastungen für Kinder.

Welches Ziel verfolgt die Autorin mit dieser Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, das Spannungsverhältnis zwischen Familie und Schule verständlich zu machen, um Lösungsansätze für eine bessere Kooperation zum Wohle des Kindes aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit erziehungswissenschaftlicher Literatur und der Analyse von Strukturmodellen, die die Interaktion zwischen den Akteuren (Schüler, Eltern, Lehrer) veranschaulichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der verschiedenen Funktionen von Schule, die Darstellung von Leistungsanforderungen und -druck sowie die Untersuchung von Lernstörungen und der psychologischen Belastungssituation des Schülers als "Pendler".

Durch welche Schlagworte lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Schule, Familie, Leistungsdruck, soziale Selektion und elterliche Erziehung beeinflusst.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen verschiedenen Arten von Lernschwierigkeiten?

Es wird zwischen vorübergehenden Schwierigkeiten aufgrund des Lernstoffes oder der Lehrmethode und chronischen Diagnosen wie Dyskalkulie oder Legasthenie differenziert.

Was bedeutet die "Pendlerrolle" des Schülers konkret?

Der Schüler muss täglich zwischen der Lebenswelt Schule und der Lebenswelt Familie wechseln, was ständige Einstellungs- und Anpassungsprozesse erfordert, die den Schüler in ein Dilemma führen können.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Schule als Familienproblem
Hochschule
Leuphana Universität Lüneburg
Veranstaltung
Seminar: Der Wandel der Familie und die Folgen für die Erziehung
Autor
Sandra Müller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
12
Katalognummer
V175032
ISBN (eBook)
9783640958962
ISBN (Buch)
9783640958672
Sprache
Deutsch
Schlagworte
schule familienproblem
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sandra Müller (Autor:in), 2007, Schule als Familienproblem, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/175032
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Leseprobe aus  12  Seiten
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