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Retail Clinics in den USA. Marktumfeld, Geschäftsmodell und betriebswirtschaftliche Potenziale für Akteure des deutschen Gesundheitswesens

Title: Retail Clinics in den USA. Marktumfeld, Geschäftsmodell und betriebswirtschaftliche Potenziale für Akteure des deutschen Gesundheitswesens

Term Paper , 2022 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Health - Health system
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Summary Excerpt Details

Die nachliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Geschäftsmodell der, in den USA etablierten, „retail clinic“. Neben allgemeinen Sachverhalten, wie dem Marktumfeld, der vorherrschenden Marktsituation in den USA und dem Geschäftsmodell der „retail clinic“,
gilt es die betriebswirtschaftlichen Potenziale zu beleuchten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 KONZEPTIONELLE BEZUGSRAHMEN

1.1 Geschäftsmodellansatz

1.2 Analyse nach Sachfunktionen

2 GRUNDLEGENDE ASPEKTE VON „RETAIL CLINICS“

2.1 Definition „retail clinics“ in den USA

2.2 Bisherige und aktuelle Entwicklung und die aktuelle Marktsituation der „retail clinics“ – Daten und Fakten

3 LEISTUNGSMANAGEMENT VON „RETAIL CLINICS“

3.1 Strukturqualität einer typischen „retail clinic“

3.2 Umfang der Leistungserbringung von „retail clinics“

4 KUNDENMANAGEMENT VON „RETAIL CLINICS“

4.1 Zielgruppe/Zielkunden von „retail clinics“

4.2 Ansprache an Kunden

4.3 Umsetzung der drei Dimensionen von Wettbewerbsvorteilsstrategien bei „retail clinics“

5 FINANZMANAGEMENT VON „RETAIL CLINICS“

5.1 Gestaltung der Erlössystematik

5.2 Kostenstruktur von „retail clinics“

6 ÜBERTRAGUNG DES KONZEPTES „RETAIL CLINIC“ IN DAS DEUTSCHE GESUNDHEITSSYSTEM

6.1 Chancen/Schwierigkeiten

6.2 Akteure

6.3 Konzeptvergleich

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist es, das in den USA etablierte Geschäftsmodell der „Retail Clinics“ systematisch anhand betriebswirtschaftlicher Managementfunktionen zu analysieren und zu prüfen, inwieweit sich dieses Konzept auf das deutsche Gesundheitssystem übertragen lässt. Im Mittelpunkt steht die Forschungsfrage, welche Potenziale, Chancen und regulatorischen Hürden eine Implementierung von niedrigschwelligen, nichtärztlich geführten Walk-in-Praxen in Deutschland für Leistungserbringer, Kostenträger und Patienten mit sich bringt.

  • Analyse des US-amerikanischen Modells der Retail Clinics und dessen historischer Marktentwicklung
  • Betriebswirtschaftliche Betrachtung entlang des Leistungs-, Kunden- und Finanzmanagements
  • Vergleich der Strukturqualität und rechtlichen Rahmenbedingungen zwischen den USA und Deutschland
  • Rolle von nichtärztlichem Fachpersonal (Nurse Practitioners) im Rahmen von Delegationsvereinbarungen
  • Chancen zur Entlastung der ambulanten Regelversorgung und Minderung des Fachkräftemangels
  • Gegenüberstellung bestehender deutscher Versorgungsmodelle wie dem ärztlichen Bereitschaftsdienst und Gesundheitskiosken

Auszug aus dem Buch

4.2 Ansprache an Kunden

Aufgrund einer wachsenden Kommerzialisierung im Gesundheitswesen und somit dem steigenden Druck seitens der Ärzte in Sachen Wettbewerb, darf die eigentliche Bedeutung der Patienten nicht verloren gehen (Osterloh, 2018). Als Patient besteht der Vorteil darin, dass dieser in einer engen Bindung zu seinem Arzt steht, welche auf Vertrauen basiert. Der Patient verlässt sich darauf, dass der Arzt das Beste für seine Gesundheit aus ärztlichem Interesse tut. Jedoch kann es für den Patienten eine negative Assoziierung sein, da er kein Mitentscheidungsrecht hat. Somit würde sich der Begriff des Kunden anbieten, welcher mündig ist und auf Augenhöhe mit dem Dienstleister steht. Und dennoch möchte man kein Kunde sein und als ein Teil eines Geschäftsprozesses, der mit Zahlungen verbunden ist. Der Begriff des Patienten bietet sich eher zur Auswahl an. Der Patient hat eine Leidensgeschichte, welche eine Fachmeinung und eine vertrauensvolle Verbindung zum Arzt benötigt. Gesundheit stellt ein Vertrauensgut und keine Dienstleistung dar. Der Patient kann nach Rücksprache des Arztes frei entscheiden, ob er eine Behandlung annimmt oder nicht, sofern kein Notfall vorliegt. Die Ansprache des Patienten bringt mehr Wertschöpfung mit sich. Aus Herr Müller wird der Schlaganfallpatient, bezieht man sich auf Kunden. Im Kundengeschäft werden Waren gegen Geld getauscht. Freundlichkeit nur ein Werkzeug, um an das Geld zu kommen. Der Arzt, jedoch soll auch ernsthaftes Interesse an seinen Patienten haben. Die Souveränität ist bedeutend im Beruf des Arztes. Oftmals ist die Sprache eines mündigen Patienten. „Er ist jedoch nicht mündig, er ist krank“, so Thomas Gießen beim 101. Deutschen Ärztetag 1998. Der Patient wird in der Regel erst durch die Fürsorge und die Beratung mündig und kann dann eigenständig über seine Krankheit entscheiden. Die Beziehung zwischen Patient und Arzt ist kein Geschäftsprozess. Der Arzt hat Verpflichtungen, auch wenn diese nicht seinen wirtschaftlichen Interessen nützen. Die Kundenrolle kann von Vorteil sein, um zu einem souveränen Patienten zu werden, dessen Belange man gezielt angehen kann. Jedoch sollte dies nicht zum Vorschein kommen und aktiv vermarktet werden, damit Souveränität, Vertrauen und Personalität bewahrt werden. Vielmehr sollten sich Patienten bewusst sein, dass sie als Patient ebenso Wahl- und Entscheidungsmöglichkeiten besitzen können (Rieser, 1998; ÄrzteZeitung, 2011).

Zusammenfassung der Kapitel

1 KONZEPTIONELLE BEZUGSRAHMEN: Das Kapitel führt in die theoretischen Grundlagen ein und stellt sowohl den Geschäftsmodellansatz mit seinen fünf Teilmodellen als auch die Analyse nach betriebswirtschaftlichen Sachfunktionen im ambulanten Gesundheitswesen vor.

2 GRUNDLEGENDE ASPEKTE VON „RETAIL CLINICS“: Hier werden Entstehung, Definition und Marktentwicklung der US-amerikanischen Einzelhandelskliniken skizziert, die sich durch standardisierte Angebote für Bagatellerkrankungen und Standorte in Supermärkten oder Apotheken auszeichnen.

3 LEISTUNGSMANAGEMENT VON „RETAIL CLINICS“: Dieses Kapitel vergleicht die Strukturqualität typischer Retail Clinics mit deutschen Arztpraxen und legt das standardisierte Leistungsspektrum von Impfungen bis zur Behandlung akuter Beschwerden dar.

4 KUNDENMANAGEMENT VON „RETAIL CLINICS“: Behandelt werden die demografischen Merkmale der Nutzerschaft, das Spannungsfeld zwischen Patienten- und Kundenrolle sowie die strategische Realisierung von Kosten-, Differenzierungs- und Zeitvorteilen.

5 FINANZMANAGEMENT VON „RETAIL CLINICS“: Das Kapitel erläutert die Erlösstrukturen über Zuzahlungen, Versicherungsabrechnungen und Barzahlungen sowie die schlanke Fixkostenstruktur durch geringen Raumbedarf und nichtärztliches Personal.

6 ÜBERTRAGUNG DES KONZEPTES „RETAIL CLINIC“ IN DAS DEUTSCHE GESUNDHEITSSYSTEM: Im finalen Kapitel werden Potenziale zur Kostensenkung und Abfederung des Fachkräftemangels diskutiert, rechtliche Barrieren der Leistungsdelegation analysiert und Vergleiche zu bestehenden Modellen wie Notdiensten oder Gesundheitskiosken gezogen.

Schlüsselwörter

Retail Clinics, Gesundheitsmanagement, ambulante Versorgung, Delegation, Nurse Practitioners, Geschäftsmodell, Sachfunktionen, Strukturqualität, Erlösmodell, Kostenstruktur, Patientenorientierung, Fachkräftemangel, Bereitschaftsdienst, Gesundheitskiosk, Prävention

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit analysiert das US-amerikanische Geschäftsmodell der „Retail Clinics“ (niedrigschwellige Walk-in-Kliniken im Einzelhandel) und untersucht dessen Übertragbarkeit sowie die betriebswirtschaftlichen Potenziale für das deutsche Gesundheitssystem.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zu den thematischen Schwerpunkten gehören das Leistungs-, Kunden- und Finanzmanagement von Praxisstrukturen, die Versorgungsforschung, rechtliche Restriktionen bei der Delegation ärztlicher Tätigkeiten sowie Konzepte zur Primär- und Notfallversorgung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Primäres Ziel ist es herauszuarbeiten, in welchem Umfang Akteure im deutschen Gesundheitswesen von Konzepten wie Retail Clinics profitieren können, insbesondere vor dem Hintergrund von Kostendruck und ambulantem Fachkräftemangel.

Welche wissenschaftliche Methodik liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer theoriegeleiteten Literatur- und Sekundärdatenanalyse, die den Geschäftsmodellansatz nach Wirtz sowie die Analyse betriebswirtschaftlicher Sachfunktionen mit dem Qualitätsmodell nach Donabedian verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung erarbeitet?

Im Hauptteil wird das Profil von Retail Clinics detailliert analysiert – von der Strukturqualität über das Angebotsspektrum und Marketingstrategien bis hin zu Erlösmodellen – gefolgt von einem Machbarkeits- und Chancen-Risiken-Vergleich für Deutschland.

Welche zentralen Schlüsselbegriffe kennzeichnen das Dokument?

Zentrale Begriffe sind Retail Clinics, ambulante Versorgung, Leistungsmanagement, Erlössystematik, Nurse Practitioners, Ärztemangel, Bereitschaftsdienst und Gesundheitskiosk.

Welche Hürden bestehen für eine direkte Übertragung des Konzepts auf Deutschland?

Haupthindernis ist das deutsche Berufs- und Vertragsarztrecht (§ 28 Abs. 1 SGB V), das viele medizinische Leistungen wie Erstberatungen, Diagnosestellungen und Rezeptierungen zwingend Ärzten vorbehält und nichtärztlichem Personal wie MFAs nur unter strenger Anleitung und Aufsicht gestattet.

Welche bestehenden deutschen Versorgungsformen ähneln dem Retail-Clinic-Modell?

Die Arbeit identifiziert insbesondere den ärztlichen Bereitschaftsdienst (bzgl. schneller Akutbehandlung und Öffnungszeiten) sowie neuere Initiativen wie den Gesundheitskiosk in Hamburg-Billstedt, welcher einen barrierefreien, mehrsprachigen Zugang und Beratungsdienste bietet.

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Details

Title
Retail Clinics in den USA. Marktumfeld, Geschäftsmodell und betriebswirtschaftliche Potenziale für Akteure des deutschen Gesundheitswesens
College
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Course
Gesundheitsmanagement - Modul 2
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2022
Pages
23
Catalog Number
V1750725
ISBN (PDF)
9783389202630
ISBN (Book)
9783389202647
Language
German
Tags
dhfpg deutsche Hochschule für Prävention und gesundheitsmanagement retail clinic USA Marktumfeld Geschäftsmodell Leistungsmanagement Kundenmanagement Finanzmanagement gesundheitsmanagement Konzept
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2022, Retail Clinics in den USA. Marktumfeld, Geschäftsmodell und betriebswirtschaftliche Potenziale für Akteure des deutschen Gesundheitswesens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1750725
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