Die Arbeit beschäftigt sich mit der Analyse und Optimierung der körperlichen Leistungsfähigkeit einer 30-jährigen Testperson durch gezieltes Beweglichkeits- und Koordinationstraining. Nach der Erhebung relevanter Personendaten und der Bewertung des Gesundheits- und Belastbarkeitsstatus wird eine Beweglichkeitstestung nach Janda durchgeführt und ausgewertet. Darauf aufbauend wird ein individuelles Dehnprogramm entwickelt, das insbesondere bestehende Verspannungen und Beweglichkeitsdefizite aufgrund einer sitzenden Bürotätigkeit berücksichtigt. Ergänzend wird ein Koordinationstraining mit zehn Gleichgewichtsübungen zur Verbesserung von Stabilität, Körperkontrolle und Laufleistung geplant.
Inhaltsverzeichnis
1 PERSONENDATEN
1.1 Bewertung der Daten im Hinblick auf die Belastbarkeit der Person
2 BEWEGLICHKEITSTESTUNG
2.1 Bewertung der Testergebnisse
3 TRAININGSPLANUNG BEWEGLICHKEITSTRAINING
4 TRAININGSPLANUNG KOORDINATIONSTRAINING
5 LITERATURRECHERCHE
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Einsendeaufgabe im Modul Trainingslehre 3 verfolgt das Ziel, auf Basis einer individuellen Eingangsdiagnostik und manueller Beweglichkeitstests einen wissenschaftlich fundierten, zielgerichteten Trainingsplan für das Beweglichkeits- und Koordinationstraining einer Probandin mit vorwiegend sitzender Bürotätigkeit zu entwickeln. Im Mittelpunkt steht die Behebung von Haltungsschwächen und muskulären Dysbalancen sowie die Verletzungsprophylaxe und Leistungsunterstützung im Ausdauersport.
- Erhebung biometrischer Parameter und gesundheitlicher Voraussetzungen einer Büroangestellten
- Durchführung und Evaluation einer manuellen Beweglichkeitstestung nach Janda
- Konzeption eines differenzierten Dehnprogramms für Alltag, Büro und Lauftraining
- Strukturierung eines progressiven Gleichgewichts- und Koordinationstrainings mit diversen Trainingsgeräten
- Evidenzbasierte Analyse sportwissenschaftlicher Studien zur verletzungspräventiven Wirkung von Dehnübungen
Auszug aus dem Buch
TRAININGSPLANUNG BEWEGLICHKEITSTRAINING
Das Dehntraining sollte im besten Fall täglich durchgeführt werden, denn eine Durchführung von zwei bis dreimal die Woche zeigt sich eher unwirksam (Franco, Signorelli, Trajano & De Oliveira, 2008). Es werden pro Übung drei bis vier Sätze durchgeführt. Die Dehndauer sollte bei statischen Übungen bis zu 45 Sekunden dauern. Im Rahmen eines Aufwärmtrainings jedoch nicht über fünf bis acht Sekunden (Freiwald, 2000). Bei einer dynamischen Arbeitsweise sollte die Wiederholungsanzahl so gestaltet sein, sodass man auch hier die 45 Sekunden erreicht. Über zehn Wiederholungen bringen jedoch keine Steigerung auf die Bewegungsreichweite (Glück, 2005). Die Intensität kann mit maximaler durchgeführt werden. Hierbei sind die Effekte in Bezug auf die Bewegungsreichweite größer (Marschall, 1999).
Das Dehnprogramm wurde hinsichtlich der sitzenden Bürotätigkeit und der Freizeit der Testperson angepasst. Besonders wurde der Fokus auf den Hüftbeugebereich und die Brustmuskulatur gelegt. Für die Brustmuskulatur als auch verspannte Schultermuskulatur wurden zwei Übungen ausgewählt. Besonders Übung sechs soll hier durch das postisometrische Dehnen eine sofortige Entspannung und eine kurzfristige größere Bewegungsreichweite einleiten. (Wydra, 1997).
Für den Hüftbeugebereich wurde bei Übung eins bewusst die dynamische Arbeitsweise gewählt, um auf das bevorstehende Lauftraining vorzubereiten.
Zusammenfassung der Kapitel
1 PERSONENDATEN: Dieses Kapitel erfasst die biometrischen Basisdaten, den Gesundheitszustand sowie die beruflichen und sportlichen Aktivitäten der Testperson und leitet daraus deren allgemeine Belastbarkeit ab.
2 BEWEGLICHKEITSTESTUNG: Hier werden Durchführung und Kriterien einer manuellen Beweglichkeitsdiagnostik relevanter Muskelgruppen nach Janda dargestellt und die individuellen Testergebnisse beurteilt.
3 TRAININGSPLANUNG BEWEGLICHKEITSTRAINING: Dieses Kapitel beinhaltet die detaillierte Planung eines zehnteiligen Dehnprogramms mit statischen, dynamischen und postisometrischen Methoden unter Berücksichtigung von Büroalltag und Laufsport.
4 TRAININGSPLANUNG KOORDINATIONSTRAINING: Es wird ein progressiver Koordinations- und Gleichgewichtstrainingsplan anhand von zehn Übungen mit Kleingeräten wie Balance Pad, Bosuball und Flexi-Bar samt Belastungsgefüge ausgearbeitet.
5 LITERATURRECHERCHE: In diesem Kapitel werden zwei randomisierte kontrollierte Studien methodisch analysiert, die die Wirksamkeit von Dehnmaßnahmen hinsichtlich der Prävention von Verletzungen und Muskelschmerzen untersuchen.
Schlüsselwörter
Beweglichkeitstraining, Koordinationstraining, Muskelverkürzung, Muskuläre Dysbalancen, Janda-Test, Gleichgewichtsfähigkeit, Statisches Dehnen, Postisometrische Dehnung, Propriozeption, Verletzungsprävention, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Trainingsplanung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Konzeption und Dokumentation eines praxisorientierten Beweglichkeits- und Koordinationstrainings für eine normalgewichtige Probandin mit bewegungsarmer Bürotätigkeit.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den thematischen Schwerpunkten zählen die Eingangsdiagnostik, das Testen muskulärer Längenverhältnisse, Dehnmethoden zur Haltungskorrektur, koordinatives Gleichgewichtstraining sowie die sportwissenschaftliche Literaturanalyse.
Welches primäre Ziel wird mit der Ausarbeitung verfolgt?
Primäres Ziel ist die Beseitigung arbeitsplatzbedingter Fehlhaltungen und Verspannungen im Schulter-, Brust- und Hüftbereich sowie die funktionelle Unterstützung des Lauftrainings durch strukturierte Übungspläne.
Welche wissenschaftliche Methode wird im Rahmen der Diagnostik verwendet?
Zur Feststellung der Muskelfunktion und Beweglichkeit wird ein manueller Beweglichkeitstest nach modifizierten Kriterien von Janda eingesetzt, der spezifische Muskelgruppen in standardisierte Bewertungsstufen einteilt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden zwei vollständige Trainingspläne mit jeweils zehn detailliert beschriebenen Übungen vorgestellt, inklusive Angaben zu Dehnmethoden, Satz- und Wiederholungszahlen, Pausenzeiten und beteiligten Analysatoren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Einsendeaufgabe?
Zentrale Begriffe sind Beweglichkeitstraining, Koordinationstraining, Beweglichkeitstestung nach Janda, Gleichgewichtsfähigkeit, Dehnmethoden und Belastungsgefüge.
Welche Beweglichkeitseinschränkungen wurden bei der Testperson diagnostiziert?
Der manuelle Muskelfunktionstest zeigte leichte Beweglichkeitsdefizite der Stufe 1 beim großen Brustmuskel (M. pectoralis major) sowie beim Hüftbeuger (M. iliopsoas), bedingt durch die dauerhafte Vorneigung bei der sitzenden Büroarbeit.
Welche Trainingsgeräte kommen im Koordinationstraining zum Einsatz?
Für die Übungsreihe des Koordinationstrainings werden unter anderem ein Seil, eine Agilitätsleiter, ein AIREX Balance Pad, ein Bosuball, ein Flexi-Bar und ein Fitball zur Steigerung der Sensomotorik und Gleichgewichtskontrolle verwendet.
Welchen Einfluss hat Dehnen laut der analysierten Studien auf das Verletzungsrisiko?
Die vorgestellten Interventionsstudien belegen, dass Dehnen vor dem Sport das Gesamtrisiko für Verletzungen der unteren Extremitäten nicht signifikant senkt, jedoch das Auftreten bestimmter Weichteilverletzungen und subjektiver Muskelschmerzen verringern kann.
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- Anonym (Author), 2019, Erstellung einer Trainingsplanung für das Beweglichkeits- und Koordinationstraining, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1750738