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Die Umsetzung Milton Friedmans neoliberalen Gedankenguts in der Reagan Administration

Oder: ist Reagan ein Chicago-Boy?

Title: Die Umsetzung Milton Friedmans neoliberalen Gedankenguts in der Reagan Administration

Term Paper , 2010 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Yannick Lowin (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Summary Excerpt Details

Die Wirtschaft des mächtigsten Landes der Erde, der USA, sah sich in den siebziger Jahren des vorherigen Jahrhunderts mit einer Reihe von Krisen konfrontiert. Diese ließen nicht mehr mit den bis dato gängigen wirtschaftspolitischen Methoden, wie dem Einsatz fiskalpolitischer Mittel zur antizyklischen Nachfragesteuerung, lösen. So schlitterte auch der Keynesianismus langsam aber sicher in eine Identitätskrise. Eine Dekade später machte dieser Umstand den Weg frei für neue ökonomische Ansätze, darunter auch der Monetarismus Milton Friedmans, der eine Entlastung des Staates von konjunkturpolitischen Aufgaben und eine stetige Geldpolitik der Zentralbank fordert. Von diesen Ideen und denen der Angebotsökonomen angetan waren in erster Linie die Republikaner.
Der Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften unterstütze daher Ronald Reagan bereits in seinem Wahlkampf. Der spätere Präsident und der Chicagoer Professor empfanden dabei großen Respekt füreinander. Aufgrund dessen ist es nicht verwunderlich, dass Friedman – der nie Teil des Regierungsapparates wurde – Reagan mittels eines externen „Think Tanks“ in wirtschaftlichen Fragen beratend zur Seite stand. Aber kann man Milton Friedman deshalb als intellektuellen Architekten der US-Wirtschaftspolitik der achtziger Jahre bezeichnen?
Dieser Frage möchte ich in meiner Arbeit nachgehen. Da es sich um eine politiktheoretische Arbeit handelt, ist es nicht von meinem primären Interesse, ob die wirtschaftspolitischen Entscheidungen der Reagan-Ära auch von ökonomischem Erfolg gekrönt waren. Ob sie also gewirkt haben. Entscheidend für meine Analyse soll nur sein, was Reagan von den liberalen Ideen Friedmans wirklich umgesetzt hat und was nicht. Wie viel sich also von den theoretischen Überlegungen Friedmans letztlich in der Administration Ronald Reagans wieder finden lässt. Auch möchte ich die Ideen, die Friedman äußerte nicht in irgendeiner Weise werten oder ihre Erfolgsaussichten bewerten oder schauen ob diese sich bewahrheiteten.
In einem ersten Schritt werde ich daher die zentralen Aspekte in der Friedmans Theorie kompakt darstellen, um dann in einem zweiten Schritt zu betrachten, wie viel davon in der Reagan-Administration umgesetzt wurde. In diesem Zusammenhang werde ich die Friedmansche Theorie um einige zeitgenössische Ansichten erweitern, die er auf verschiedenen Wegen publizierte, wie beispielsweise in seiner Kolumne im Magazin „Newsweek“.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das neoliberale Gedankengut Milton Friedmans

2.1 Monetarismus

2.2 Friedmans Gesellschaft: freier Markt und zurückgenommener Staat

2.3 Bildungs- und Sozialpolitik

3. Reagan vs. Friedman

3.1 Monetarismus

3.2 Freier Markt und limitierter Staat

3.2.1 Freihandel

3.2.2 Verteidigung

3.3 Reagans Innen- und Sozialpolitik – ein Anschlag auf den Wohlfahrtsstaat?

3.3.1 Steuerreformen

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen der ökonomischen Theorie Milton Friedmans und deren praktischer Umsetzung während der Reagan-Administration, um zu klären, inwieweit Ronald Reagan als "Chicago-Boy" betrachtet werden kann.

  • Analyse des monetaristischen und neoliberalen Gedankenguts von Milton Friedman.
  • Untersuchung der wirtschaftspolitischen Maßnahmen der "Reaganomics".
  • Gegenüberstellung von Friedmans Theorien und Reagans konkreter Politik in den Bereichen Geldpolitik, Freihandel und Sozialstaat.
  • Bewertung der Diskrepanz zwischen ideologischem Anspruch und pragmatischer Umsetzung.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Die Wirtschaft des mächtigsten Landes der Erde, der USA, sah sich in den siebziger Jahren des vorherigen Jahrhunderts mit einer Reihe von Krisen konfrontiert. Diese ließen nicht mehr mit den bis dato gängigen wirtschaftspolitischen Methoden, wie dem Einsatz fiskalpolitischer Mittel zur antizyklischen Nachfragesteuerung, lösen. So schlitterte auch der Keynesianismus langsam aber sicher in eine Identitätskrise. Eine Dekade später machte dieser Umstand den Weg frei für neue ökonomische Ansätze, darunter auch der Monetarismus Milton Friedmans, der eine Entlastung des Staates von konjunkturpolitischen Aufgaben und eine stetige Geldpolitik der Zentralbank fordert. Von diesen Ideen und denen der Angebotsökonomen angetan waren in erster Linie die Republikaner.

Der Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften unterstütze daher Ronald Reagan bereits in seinem Wahlkampf. Der spätere Präsident und der Chicagoer Professor empfanden dabei großen Respekt füreinander. Aufgrund dessen ist es nicht verwunderlich, dass Friedman – der nie Teil des Regierungsapparates wurde – Reagan mittels eines externen „Think Tanks“ in wirtschaftlichen Fragen beratend zur Seite stand. Aber kann man Milton Friedman deshalb als intellektuellen Architekten der US-Wirtschaftspolitik der achtziger Jahre bezeichnen? Dieser Frage möchte ich in meiner Arbeit nachgehen. Da es sich um eine politiktheoretische Arbeit handelt, ist es nicht von meinem primären Interesse, ob die wirtschaftspolitischen Entscheidungen der Reagan-Ära auch von ökonomischem Erfolg gekrönt waren. Ob sie also gewirkt haben. Entscheidend für meine Analyse soll nur sein, was Reagan von den liberalen Ideen Friedmans wirklich umgesetzt hat und was nicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zur Fragestellung, ob Milton Friedman als intellektueller Architekt der US-Wirtschaftspolitik unter Reagan betrachtet werden kann.

2. Das neoliberale Gedankengut Milton Friedmans: Darstellung der Kernkonzepte des Monetarismus, der Rolle des Marktes sowie der bildungs- und sozialpolitischen Vorstellungen Friedmans.

3. Reagan vs. Friedman: Kritische Gegenüberstellung der "Reaganomics" mit der Theorie Friedmans in den Feldern Geldpolitik, Marktregulierung, Verteidigung und Sozialpolitik.

4. Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass Reagan zwar viele Ideen aufgriff, letztlich aber pragmatischen Zwängen unterlag und kein "reiner" Chicago-Boy war.

Schlüsselwörter

Milton Friedman, Ronald Reagan, Reaganomics, Monetarismus, Neoliberalismus, Wirtschaftspolitik, USA, freier Markt, Geldpolitik, Wohlfahrtsstaat, Steuerreformen, Chicago-Boys, staatliche Intervention, politische Philosophie, Deregulierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Übereinstimmungen und Differenzen zwischen der ökonomischen Theorie von Milton Friedman und der tatsächlichen Wirtschaftspolitik unter der Regierung von Ronald Reagan.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Monetarismus, marktwirtschaftliche Deregulierung, die Rolle des Staates sowie die Umsetzung von Sozial- und Steuerreformen in den 1980er Jahren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, inwieweit die Politik der Reagan-Ära tatsächlich auf dem neoliberalen Gedankengut Friedmans basierte oder ob sie eher durch politischen Pragmatismus geprägt war.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politiktheoretische Arbeit, die einen kompakten theoretischen Vergleich mit der polit-praktischen Umsetzung in der Reagan-Administration kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Vorstellung von Friedmans Monetarismus und Gesellschaftsbild sowie deren anschließende Konfrontation mit konkreten US-Regierungsprogrammen wie dem "Economic Recovery Tax Act".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Friedman, Reagan, Reaganomics, Monetarismus, Marktlibertarismus und die Transformation des Sozialstaates.

Warum konnte Reagan die Ideen von Friedman nicht vollständig umsetzen?

Reagan war als Präsident in ein komplexes politisches System eingebettet, das durch den Kongress, die Wählerschaft und konkrete Krisenszenarien beeinflusst wurde, was ihn zwang, pragmatische statt rein ideologische Entscheidungen zu treffen.

Wie bewertet der Autor Reagans Haltung zum Sozialstaat?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Reagan zwar versuchte, den Wohlfahrtsstaat zu verkleinern, aber durch wahlkampftechnische Gründe und politische Zwänge keinen radikalen Abbau vornehmen konnte.

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Details

Title
Die Umsetzung Milton Friedmans neoliberalen Gedankenguts in der Reagan Administration
Subtitle
Oder: ist Reagan ein Chicago-Boy?
College
University of Göttingen  (Seminar für Politikwissenschaft)
Course
Analytische und normative Dimensionen politischer Theorie aus dem 20. Jahrhundert
Grade
1,3
Author
Yannick Lowin (Author)
Publication Year
2010
Pages
16
Catalog Number
V175107
ISBN (eBook)
9783640959853
ISBN (Book)
9783640960040
Language
German
Tags
umsetzung milton friedmans gedankenguts reagan administration reagan chicago-boy
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Yannick Lowin (Author), 2010, Die Umsetzung Milton Friedmans neoliberalen Gedankenguts in der Reagan Administration , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/175107
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