Einführung einer Größe - Die Zeit


Unterrichtsentwurf, 2011

22 Seiten, Note: 2


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Rahmenbedingungen
1.1 Einordung indenLehrplan
1.2 Lernvoraussetzungen
1.3 Themeneingrenzung
1.4 Klasse und äußere Bedingungen
1.5 Erwartete Schwierigkeiten
1.6 Entscheidungen
1.6.1 Hauptlernziel
1.6.2 Teillernziele
1.6.3 Abwägung und Gewichtung der Teillernziele, Lernzielsicherung

2 Unterrichtsverlauf mit methodisch - didaktischer Analyse

3 Anhang
3.1 Quellen
3.2 Materialien

1 Rahmenbedingungen

1.1 Einordung in den Lehrplan

Das Thema „Einführung einer Größe: Die Zeit" ist im Lehrplan im Themenbereich „M 5.3 Rechnen mit Größen aus dem Alltag" einzuordnen. Im Rahmen dieses Themenbereichs sollen die Schüler Maßeinheiten kennen und mit ihnen umzugehen lernen. Anhand von anwendungsorientierten Sachaufgaben erfahren, verstehen und üben sie, wie man Größen misst und darstellt. Mit Dreisatzaufgaben werden sie auf die Proportionalitäten und Zuordnungen der nächsten Jahrgangsstufe vorbereitet. Lösungsvariationen und offene Aufgaben fördern vernetztes und kreatives Denken.

Länge, Zeit, Masse und Geld werden als Größe eingeführt, die aus einer Maßzahl und einer Maßeinheit bestehen. Die Schüler lernen verschiedene Messinstrumente kennen und wissen dadurch, wie man Größen misst. Das Rechnen mit Größen spielt eine große Rolle: Größenangaben werden in kleinere bzw. größere Einheiten umgewandelt und sowohl in gemischter Schreibweise als auch in Kommaschreibweise angegeben; die Addition und Subtraktion von Größenangaben erfolgt durch vorheriges Umwandeln der Summanden bzw. von Minuend und Subtrahend in die gleiche Maßeinheit, nicht jedoch in der Kommaschreibweise. Ein weiterer Inhalt dieses Themenbereichs ist der Maßstab. Abschließend werden Sachaufgaben und einfache Dreisatzaufgaben zu allen Größen gelöst. Für den gesamten Themenbereich sind im Lehrplan ca. 25 Stunden veranschlagt.[1]

1.2 Lernvoraussetzungen

Der Umgang mit Größen ist den Schülern bereits aus der Grundschule bekannt. Sie kennen von daher und aufgrund ihrer Alltagserfahrungen die Begriffe „Sekunde", „Minute", „Stunde", „Tag", „Woche", „Monat", „Jahr". Die Schüler haben in der Grundschule auch bereits die Beziehungen zwischen diesen Einheiten kennengelernt (zum Beispiel das Einteilen von einer Minute in Sekunden). Das Ablesen von Uhrzeiten ist ebenfalls bekannt. Im vorangegangenen Unterricht haben sich die Schüler mit der Größe Länge beschäftigt. Sie wissen, dass eine Größe aus einer Maßzahl und einer Maßeinheit besteht.

Für Umrechnungen in andere Zeiteinheiten ist die Multiplikation und Division nötig. Sowohl das Kopfrechnen als auch das schriftliche Multiplizieren und Dividieren ist in diesem Themenbereich wichtig.

1.3 Themeneingrenzung

Diese Unterrichtsstunde dient als Einführung der Größe Zeit. Eine Größe hat im neben der Maßzahl noch eine Maßeinheit. Die Schüler sollen den Unterschied zwischen Zeitpunkt und Zeitspanne verstehen und an Beispielen aufzeigen können. Dazu bekommen die Schüler einen Überblick über Zeitmessgeräte. Die Einheiten der Zeit mit ihren Abkürzungen werden festgehalten. Die Umrechnungen von Zeitangaben in andere Maßeinheiten werden eingeübt; dabei werden keine Umrechnungen durchgeführt, die als Ergebnis eine gemischte Angabe enthalten (z.B. 509 h = 21 d 5 h). Sollte jedoch am Ende der Stunde noch Zeit sein, so werden Aufgaben dieserArt behandelt. Ansonsten wird dies in der Folgestunde erarbeitet.

Die Stunde dient auf der einen Seite zur Wiederholung und Festigung, auf der anderen Seite als Vertiefung von bereits vorhandenem Wissen.

1.4 Klasse und äußere Bedingungen

Die Klasse 5x besteht insgesamt aus xx Schülern; davon xx Mädchen und xx Jungen. Die Klasse wurde im Rahmen des zusammenhängenden Unterrichts nach den Herbstferien in zwei Gruppen aufgeteilt, wovon ich eine Gruppe unterrichtete. Nach den Weihnachtsferien wurde die Gruppenteilung aufgehoben und ich habe die gesamte Klasse übernommen. Die Schüler sind vom Verhalten her sehr unterschiedlich - von lebhaft bis sehr ruhig. Ein Großteil der Klasse nimmt mit großem Engagement am Unterricht teil. Das Leistungsniveau ist durchschnittlich.

Das Klassenzimmer ist mit Computer, Beamer, Overheadprojektor und einer Tafel ausgestattet und ermöglicht so den Einsatz von Grafikprogrammen und der Verwendung des Internets. Die Projektion mit dem Overheadprojektor ist wegen des Fensters an der Wand rechts vorne nicht ideal möglich.

Für den Mathematikunterricht wird in dieser Klasse das Lehrbuch „Mathematik für Realschulen", erschienen im Diesterweg-Verlag, verwendet. Die Schüler haben ein Schulheft, ein

Hausheft, ein Schülerarbeitsheft „Mathematik aktuell 5" (BDS-Verlag) und eine Mappe für Übungsblätter. Das ausgeteilte Arbeitsblatt wird in das Schulheft eingeklebt, das Hausaufgabenblatt in die Mappe eingeordnet und im Hausheft gelöst.

1.5 Erwartete Schwierigkeiten

Bei der Zeit unterscheidet man zwischen Zeitpunkt und Zeitspanne. Der Unterschied wird an konkreten Beispielen verschiedener Uhren durchgesprochen. Nach der Definition der beiden Begriffe wird je ein Beispiel angegeben und in einer Grafik veranschaulicht.

Einige Schüler könnten die Funktionsweisen einzelner Uhren nicht kennen (z.B. die der Sonnenuhr). Kann kein Schüler die Funktion einer Uhr erläutern, wird diese vom Lehrer kurz angesprochen.

Aus dem Englischunterricht kennen die Schüler zum Thema Zeit nur die Vokabeln „time", „day" und „minute". Die englischen Wörter „hour" und „second" sind noch nicht bekannt. Auf dem Arbeitsblatt werden deshalb die Begriffe bereits vorgegeben und gemeinsam übersetzt. Aus den englischen Übersetzungen kann man die Abkürzungen für die Zeiteinheiten ableiten.

Die Schüler könnten Schwierigkeiten bei den Umrechnungen in andere Zeitangaben haben, da die Umrechnungszahlen nicht so einfach sind, wie bei der Länge. Hier können nicht einfach Endnullen hinzugefügt oder weggelassen werden. Aus diesem Grund, wird in einem Schema auf dem Arbeitsblatt die Umrechnung verdeutlicht.

Bei der schriftlichen Division (vor allem mit Rest) könnten Probleme auftreten, das Ergebnis richtig zu interpretieren und anzugeben. Aus diesem Grund werden Aufgaben dieser Art in der Folgestunde gemeinsam erarbeitet.

1.6 Entscheidungen

1.6.1 Hauptlernziel

Die Schüler kennen die Zeit als Größe und können Zeitangaben ineinander umwandeln.

1.6.2 Teillernziele

TLZ 1 Die Schüler kennen verschiedene Anzeige- und Messgeräte für die Zeit.

TLZ 2 Die Schüler kennen den Unterschied zwischen Zeitpunkt und Zeitspanne.

TLZ 3 Die Schüler können aus einem Anfangszeitpunkt und einer Zeitspanne den Endzeitpunkt bestimmen und ausAnfangs- und Endzeitpunkt die Zeitspanne ermitteln.

TLZ 4 Die Schüler wissen, dass eine Zeitspanne aus einer Maßzahl und einer Maßeinheit besteht und somit eine Größe kennzeichnet.

TLZ 5 Die Schüler kennen die Maßeinheiten der Zeit (d, h, min, s).

TLZ 6 Die Schüler können die Maßeinheiten Tage, Stunden, Minuten und Sekunde ineinander umrechnen.

1.6.3 Abwägung und Gewichtung der Teillernziele, Lernzielsicherung

Zum Erreichen des Stundenziels müssen alle Teillernziele erreicht werden. Teillernziel 1 beinhaltet das Messen der Größe Zeit und das Kennenlernen verschiedener Messinstrumente. Dies ist nötig, damit die Schüler wissen, wie man einen Zeitpunkt bzw. eine Zeitspanne in der Praxis ermitteln kann. Die Begriffe aus Teillernziel 2 werden vom Lehrer vorgegeben. Der Unterschied wird genauer betrachtet, damit die Schüler spätere Aufgabenstellungen richtig bearbeiten können und das Teillernziel 3 erreicht werden kann. Teillernziel 4 stellt eine Wiederholung der aus der Vorstunde eingeführten Begriffe dar. Die Schüler sollen erkennen, dass es sich bei der Zeit ebenfalls um eine Größe handeln muss. Teillernziel 5 ist Basiswissen für die späteren Umrechnungen; die Abkürzungen der Zeiteinheiten werden für Aufgaben zur Zeit benötigt. Teillernziel 6 ist das wichtigste Ziel zum Erreichen des zweiten Teils des Hauptlernziels. Aus diesem Grund werden die Umrechnungen in Aufgaben erarbeitet und geübt. Das Kopfrechnen soll dabei nicht außer Acht gelassen werden.[2] [3] [4] [5]

2 Unterrichtsverlauf mit methodisch - didaktischer Analyse

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


[1] vgl. Lehrplan der 6-stufigen Realschule Bayern

[2] Das Arbeitsblatt ist das Hausaufgabenblatt.

[3] Die Zahl 86400 wird an die Tafel gehängt. Wenn man annimmt, dass man beim Zählen bis 86400 für jede Zahl genau eine Sekunde benötigt, dauert das Zählen 86400 s, was einer Zeitdauer von genau einem Tag entspricht. Diese Aufgabe würden die Schüler bis zur Mathematikstunde am nächsten Tag nicht erfüllen können. Aus diesem Grund wurde diese Zahl gewählt.

[4] Für diese Entscheidung müssen die Schüler für sich abschätzen wie lange sie ungefähr mit den Mathematikhausaufgaben beschäftigt sein könnten. Demgegenüber wird das Zählen vom Schwierigkeitsgrad her vermutlich einfacher eingeschätzt, als das Lösen eines ganzen Aufgabenblattes. Das Zählen bis 86400 ist an sich nicht sonderlich kompliziert, aber das Einschätzen der dafür benötigten Zeitdauer ist nicht einfach.

[5] Manche Schüler könnten sich auch für das Zählen entscheiden, weil sie glauben damit schneller zu sein als mit Rechenaufgaben. Erwähnt ein Schüler, dass der Lehrer das Zählen nicht überprüfen kann, wird darauf hingewiesen, dass es eine Möglichkeit des Nachweises gibt. Diese wird am Ende der Stunde erörtert.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Einführung einer Größe - Die Zeit
Note
2
Autor
Jahr
2011
Seiten
22
Katalognummer
V175173
ISBN (eBook)
9783640965526
ISBN (Buch)
9783640965687
Dateigröße
1035 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lehrprobe Mathematik, Einführung einer Größe, Die Zeit, 5. Jahrgangsstufe, Realschule Bayern
Arbeit zitieren
Katharina jun. Kinateder (Autor:in), 2011, Einführung einer Größe - Die Zeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/175173

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