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Das Bertrandsche Postulat

Title: Das Bertrandsche Postulat

Examination Thesis , 2009 , 31 Pages , Grade: 1

Autor:in: Katharina Kinateder (Author)

Mathematics - Number Theory
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Summary Excerpt Details

Wann der Begriff der Primzahl in der Geschichte der Mathematik das erste Mal aufgetaucht ist, scheint nicht ganz sicher zu sein, aber sie gehören zu jenen mathematischen Objekten, welche seit jeher alle mathematisch Interessierten fasziniert haben. Jede Zahl setzt sich aus Primzahlen zusammen (Hauptsatz der Arithmetik), die Primzahlen sind also sozusagen die Atome des Zahlensystems, mit dem alle Mathematik beginnt. Die Zahlen 1, 2, 3, 4, 5, 6, ... werden von den Mathematikern als die natürlichen Zahlen bezeichnet. Eine Primzahl ist eine natürliche Zahl mit genau zwei natürlichen Zahlen als Teiler, nämlich der Zahl 1 und sich selbst. Dass die Folge der so de nierten Primzahlen 2, 3, 5, 7, 11, 13, ... nicht abbricht, dass es also unendlich viele Primzahlen gibt, hat als erster Euklid 300 vor Christus bewiesen. Euklid führte einen Widerspruchsbeweis für die Richtigkeit dieses Satzes: Ausgehend von der Annahme, dass es nur endlich viele Primzahlen gibt, lässt sich die Existenz weiterer folgern, was einen Widerspruch zur Annahme darstellt. Somit kann eine endliche Menge niemals alle Primzahlen enthalten, also gibt es unendlich viele. Aber es wird wohl auch schon vor Euklid in verschiedenen Kulturkreisen Menschen gegeben haben, welche einiges über die Eigenschaften der Primzahlen wussten. Trotz ihrer scheinbaren Einfachheit und ihres grundlegenden Charakters bleiben die Primzahlen die geheimnisvollsten Objekte, die von den Mathematikern untersucht werden. Es ist erstaunlich, dass einige der ältesten Primzahlprobleme trotz größter Bemühungen von Generationen von Mathematikern bis heute ungelöst sind. Wenn es um das Auffinden von Mustern und Ordnung geht, stellen die Primzahlen eine nicht mehr zu übertre ffende Herausforderung dar. Es ist unmöglich, für eine Liste von Primzahlen vorherzusagen, wann die nächste Primzahl auftauchen wird. Die Liste erscheint chaotisch und zufällig, und es gibt keinerlei Hinweise, wie man die nächste Zahl bestimmen könnte. Seit jeher stellen sich Mathematiker die Frage, ob es eine Formel gibt, mit der sich eine Primzahl berechnen lässt. Doch auch nach zweitausend Jahren intensivster Suche entdeckt man nicht irgendwelche einfache Muster. Die Primzahlfolge gleicht eher einer Zufallsfolge von Zahlen als einer geordneten Struktur...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen

2.1 Grundbegriffe

2.2 Hilfsmittel

3 Der Beweis

3.1 Gultigkeit vom Bertrandschen Postulat fur n < 4000

3.2 Abschatzung vom Primzahlenprodukt

3.3 Enthaltene Primzahlen in 2n / n

3.4 Abschatzung von 4n

3.5 Das Bertrandsche Postulat

3.6 Anmerkung

4 Folgerungen

4.1 Primzahlsumme

4.2 Die Unendlichkeit der Primzahlen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit widmet sich der detaillierten Herleitung und Erläuterung des Bertrandschen Postulats. Ziel ist es, den elementaren und eleganten Beweis nach Paul Erdős nachzuvollziehen, welcher belegt, dass für jede natürliche Zahl n ≥ 1 mindestens eine Primzahl p existiert, die der Bedingung n < p ≤ 2n genügt.

  • Historische und theoretische Grundlagen der Primzahltheorie
  • Methodik der Beweisführung mittels elementarer Zahlentheorie und Abschätzungsverfahren
  • Analyse der Verteilung von Primzahlen und Primfaktoren
  • Herleitung des Bertrandschen Postulats durch sukzessive mathematische Lemmata
  • Mathematische Folgerungen wie die Primzahlsummen-Zerlegung und die Unendlichkeit der Primzahlen

Auszug aus dem Buch

3.1 Lemma (Gultigkeit vom Bertrandschen Postulat fur n < 4000)

Das Postulat von Bertrand gilt fur n < 4000, n ∈ N.

Beweis. Es muss gezeigt werden, dass es fur jedes n < 4000 eine Primzahl p ∈ P gibt, mit n < p ≤ 2n. Um nicht alle 3999 Zahlen uberprufen zu mussen ist es sinnvoll den „Landau-Trick“ anzuwenden: Man sucht zwischen der Start-Primzahl 2 und ihrem Doppelten die großte Primzahl. Dann verdoppelt man diese Primzahl und sucht wieder die großte Primzahl zwischen ihr und ihrem Doppelten. Diesen Vorgang wiederholt man bis n = 4000 ubertroffen ist. Die Folge dieser Primzahlen sieht folgendermaßen aus: 2, 3, 5, 7, 13, 23, 43, 163, 317, 631, 1259, 2503, 4001.

Weil es fur n < 4000 zwischen jeder Primzahl und ihrem Doppelten eine Primzahl gibt, ist das Bertrandsche Postulat fur alle diese Primzahlen erfullt, und somit auch fur jede naturliche Zahl in diesem Bereich, da zwischen ihr und ihrem Doppelten immer mindestens eine Primzahl liegt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick über Primzahlen als grundlegende Objekte der Zahlentheorie und führt in die Fragestellung der Verteilung von Primzahlen ein.

2 Grundlagen: Hier werden die notwendigen mathematischen Voraussetzungen, Definitionen und Sätze, insbesondere aus der Teilbarkeitstheorie und Kombinatorik, bereitgestellt.

3 Der Beweis: Dies ist das Hauptkapitel, welches den Beweis nach Paul Erdős in fünf Schritten durchführt, beginnend mit der Prüfung für kleine Zahlen bis hin zur formalen Herleitung des Bertrandschen Postulats.

4 Folgerungen: In diesem Kapitel werden weiterführende Ergebnisse abgeleitet, die sich aus dem bewiesenen Postulat ergeben, wie die Zerlegbarkeit in Primzahlpaare und die Unendlichkeit der Primzahlen.

Schlüsselwörter

Primzahlen, Bertrandsches Postulat, Zahlentheorie, Paul Erdős, Primfaktorzerlegung, Binomialkoeffizient, Teilbarkeit, Landau-Trick, Unendlichkeit der Primzahlen, Kombinatorik, Primzahlverteilung, Mathematischer Beweis, Natürliche Zahlen, Primfaktor, Schranken

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Zulassungsarbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der mathematischen Herleitung des Bertrandschen Postulats, welches besagt, dass zwischen einer natürlichen Zahl n und deren Doppelten 2n stets mindestens eine Primzahl existiert.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit fokussiert sich auf elementare Zahlentheorie, die Eigenschaften von Primzahlen und kombinatorische Abschätzungsverfahren.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, den eleganten und vergleichsweise einfachen Beweis dieses Postulats, der 1932 von Paul Erdős formuliert wurde, schrittweise nachvollziehbar zu machen.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Es werden methodische Werkzeuge der elementaren Zahlentheorie genutzt, insbesondere die vollständige Induktion, die Analyse von Binomialkoeffizienten und verschiedene Abschätzungsmethoden für Primfaktorprodukte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die schrittweise Beweisführung, angefangen bei der Gültigkeit für Zahlen unter 4000 bis hin zur mathematischen Herleitung für alle natürlichen Zahlen durch diverse Lemmata.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Primzahlen, Bertrandsches Postulat, Zahlentheorie, Paul Erdős, Binomialkoeffizient, Teilbarkeit und Primfaktorzerlegung.

Warum spielt der „Landau-Trick“ im ersten Teil des Beweises eine Rolle?

Der Landau-Trick erlaubt es, die Gültigkeit des Postulats für den Bereich n < 4000 effizient nachzuweisen, indem man die Prüfung nur für eine kleine, ausgewählte Teilfolge von Primzahlen durchführen muss.

Welche Bedeutung kommt dem Bereich der Primzahlen im Intervall (2/3n; n] zu?

Die Erkenntnis, dass Primzahlen in diesem speziellen Bereich den entsprechenden Binomialkoeffizienten nicht teilen, stellt laut Erdős den entscheidenden Punkt für den Erfolg des gesamten Beweises dar.

Wie lässt sich die Unendlichkeit der Primzahlen mit dem Bertrandschen Postulat begründen?

Da das Postulat garantiert, dass zwischen jeder Zahl und ihrem Doppelten eine Primzahl liegt, kann es keine größte Primzahl geben, womit deren Unendlichkeit unmittelbar folgt.

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Details

Title
Das Bertrandsche Postulat
College
University of Regensburg
Grade
1
Author
Katharina Kinateder (Author)
Publication Year
2009
Pages
31
Catalog Number
V175179
ISBN (eBook)
9783640960514
ISBN (Book)
9783640960989
Language
German
Tags
Mathematik Zahlentheorie Primzahlen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Kinateder (Author), 2009, Das Bertrandsche Postulat, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/175179
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